{Outside} Ein Wochenende mit Wein


17. September 2014 Kommentieren /


Ich muss es zugeben, die Häufigkeit meiner Reisen hat dieses Jahr beachtlich zugenommen und ich habe mich in den letzten Wochen mehr bekochen lassen, als selbst den Löffel geschwungen. Erst konnte ich mich durch die Bergküche schlemmen, dort habe ich immerhin wenigstens ein bisschen selbst gekocht, dann in Dresden kulinarische Hotspots ausfindig machen und nun sogar im Weinberg dinieren. Vielleicht klappt das ja doch noch mit dem Reiseblogger? - Nein, keine Angst, bald stelle ich mich wieder selbst in die Küche und zaubere allerhand Dinge für euch. Ich habe da schon Einiges im Kopf.
Heute möchte ich euch aber nochmal auf eine kleine Reise an die Mosel mitnehmen.
Dorthin wurde ich nämlich zu einem Winzerwochenende eingeladen.


Einer Flaschenpost bin ich bis nach Traben-Trarbach zum Weingut der Familie F.W. Langguth und dem Hauptsitz der Erben Weine gefolgt. Obwohl die Fahrt dorthin wirklich anstrengend und verursacht durch Staus extrem lang war, habe ich dieses Wochenende wirklich sehr genießen können. Nach einem kleinen Kennenlernen aller Teilnehmer am Freitag Abend, hatte ich schon das Gefühl mit Freunden die Weingläser zu heben und war wirklich überrascht wie vielseitig und unterschiedlich die Mitglieder der Erben-Gemeinschaft sind. Wer einige Fotos mehr vom Wochenende sehen möchte darf gerne hier klicken und vielleicht entdeckt ihr mich ja auf dem einen oder anderen Bild.


Aber nicht nur dieses Kennenlernen so vieler interessanter Menschen hat mich beeindruckt, sondern auch das, was ich am Samstag erleben konnte. Nach einer kleinen Wanderung durch die malerische Landschaft und Weinberge habe ich zwischen vielen Weinstöcken sogar meinen eigenen kleinen Rebstock entdeckt. Hier könnt ihr ein Foto von mir, ganz stolz neben dem Weinstock, bewundern. Und das Schönste ist, er trägt schon massig Trauben (die wirklich lecker sind, aber psssst). Ich freue mich, dass aus diesen bald schon ein leckerer Riesling wird. Vielleicht stecken dann einige Trauben von meinem Pflänzchen auch irgendwann in eurer Flasche?
Nach der Suche gab es den ersten kulinarischen Zwischenstopp. Eine Vesper in Mitten von Weinbergen.


Natürlich mit allerhand Leckereien und viel gutem Erben Wein. Allein die Luft, die Aussicht, das gute Essen und der Wein waren einfach nur Wahnsinn. Sowas könnte ich ja jeden Tag machen. Eine kleine Wanderung und hinterher gutes Essen. Hach, wäre das schön. Und obwohl anschließend ein kleiner "Social Media Workshop" an stand, hat sich das alles fast wie Urlaub angefühlt.
Besonders die inspirierenden Gespräche unterwegs und beim gemeinsamen Abendessen im Weinkeller der Familie Langguth.


In einer wundervollen Kulisse konnten wir uns festlich angezogen nämlich am Buffet bedienen, wo mich die Muskatkürbissuppe voll und ganz überzeugt hat und mich mich daran erinnert, dass auch ich wieder ein neues Rezept vorbereitet habe. Letztes Jahr habe ich euch ja schon meine Variante mit Salbei vorgestellt, dieses Jahr wird es wohl etwas schärfer. Aber nicht nur am Buffet konnten wir uns austoben, sondern auch selbst Wein zapfen und uns durch das Sortiment der Erben Weine probieren. Dabei habe ich tatsächlich einen Rotwein entdeckt der mir auf Anhieb und ohne Abstriche geschmeckt hat. Normalerweise trinke ich selbst am liebsten Weißwein, aber der Erben Spätburgunder Réserve wird wohl der erste Rotwein sein, den ich mit voller Überzeugung weiterhin trinken und auch mal verschenken werde.


Nach dem Essen und der Weinprobe durften wir dann noch einen kleinen Einblick in den historischen Weinkeller der Familie werfen und uns mal ein Bild machen, wie in etwa Wein gelagert wird. In riesigen Tanks und Fässern schlummert er unter dem ganzen Dorf verteilt, denn das halbe Dorf ist mit solchen "Katakomben" unterkellert. Dort lagern Schätze wie Champagner, wie im linken Bild zu sehen ist oder aber auch wie im rechten Bild, leider schwer zu erkennen ist, ganze Weintanks. Nur kleine Zapfhähne lassen auf den Inhalt schließen. Solche Keller sind übrigens die perfekten Kulissen für sämtliche schaurige Horrorfilme, da nicht nur Spinnweben und Staub die Flaschen bedecken, sondern sich auch schier endlose, ins Dunkle führende Gänge, wie ein Netz unterirdisch verteilen.


Ich sage nur, wow! Was für ein spannendes Wochenende.
Und weil ich ja bereits erzählt habe, dass ich selbst nun stolzer Pate eines Rebstocks bin möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, dass auch ihr eine Chance habt einen solchen zu gewinnen und sogar jedes Jahr überprüfen könnt, wie der Wein aus der Region schmeckt und sich entwickelt.

Nehmt dazu einfach am Erben-Wein-Gewinnspiel teil und hofft, dass ihr von der Glücksfee ausgelost werdet. Im Übrigen, durfte ich sogar selbst Glücksfee sein und konnte schon 20 Gewinnern zu ihrer Patenschaft verhelfen.

Zu guter Letzt bleibt mir nur noch zu sagen: "Danke"! Tausend mal "Danke" an Verena, Sven, André, Alois, der Familie F.W. Langguth, dem Rest der Erbengemeinschaft und dem ganzen Team der vm-people für das wunderbare Wochenende.

{Oudside} Dresden, du wunderbare Stadt


12. September 2014 2 Kommentare /


Eines der Dinge die ich wirklich liebe wie Essen, ist das Reisen. Hätte ich wohl etwas mehr Kleingeld zur Verfügung, ich wäre wahrscheinlich kein Foodblogger, sondern Reiseblogger. Oder eventuell sogar beides zusammen. Das wäre ja in meiner Vorstellung das Beste. Irgendwo hinreisen und ein Land und eine Kultur über ihr Essen kennenzulernen. Neue Früchte und Gemüsesorten auszuprobieren und sich einfach durch die Welt zu futtern. Ähnlich wie in "Schlaraffenland", das wär's doch...

Zum  Glück habe ich schon einige wunderbare Länder dieser Welt bereisen dürfen. Ich hatte schon die Gelegenheit mir in Jordanien Petra anzuschauen (klick), durch die Weiße Wüste Ägyptens zu wandern (klick), konnte wunderbares Dschungelfarngemüse in Malaysia probieren und die leckersten Teesorten Sri Lankas.
Aber in eine deutsche Stadt zieht es mich immer und immer wieder. In meine Geburtsstadt, die einfach nur wunderschön ist.



Ich lade euch ein mit mir durch Dresden zu schlendern, am Elbufer entlang, auf die Semperoper zu. Am Elbufer machen wir einen kurzen Stopp und beobachten die Dampfschiffe und wenn wir Glück haben hupt eines davon ganz laut. Wir gehen weiter, unter den Bäumen hindurch, die Treppe herunter. Auf der linken Seite begrüßt uns das Dresdner Schloss fröhlich und für einen kleinen Moment, denken wir uns.. "hach.. wie das wohl zur Zeit der Kurfürsten hier ausgesehen haben muss?" Wir lassen das Schloss auf der linken Seite zurück und gehen weiter auf den Semperopervorplatz.
Beeindruckt von der Größe und Pracht des Gebäudes bleiben wir stehen und strecken den Kopf in die Höhe und lassen einfach diese wundervolle Atmosphäre der Alten Steine auf uns wirken. Herrlich...
Einen kleinen Schritt weiter betreten wir den Zwinger, lauschen dem Glockenspiel und sind beeindruckt vom Kronentor, dass hellgolden, glänzend in den blauen Himmel ragt und in uns regt sich der Wunsch, direkt darunter hindurchzugehen. Vorher aber noch, entdecken wir verstecke Schätze der Anlage. Das Nymphenbad. Eine Geschichte, die mir dazu immer im Gedächtnis bleiben wird, ist, dass die Dresdner zu Kriegszeiten das Nymphenbad komplett mit Sand gefüllt hatten, um es vor den Bomben und der Zerstörung zu schützen. Beeindruckend, nicht?


Wir spazieren also eine Ebene höher, am Nymphenbad vorbei, sind beeindruckt von den vielen liebevoll gestalteten Figuren und stehen, nun endlich, unter der Krone, die uns blendet, so hell glänzt sie.
Wir wollen weiter, noch mehr sehen, von der Architektur dieser wunderbaren Stadt und verlassen das Zwingergelände, um hineinzukommen zum Herz der Stadt. Weiter geht es zur Frauenkriche, die endlich seit einigen Jahren wieder vollständig aufgebaut ist.
Ich kenne das Gelände noch als Trümmerfeld. Als ich noch ein kleines Kind war, lagen dort überall zig tausend einzelne nummerierte Steine und die Dresdner waren fleißig dabei ihre Kirche wieder aufzubauen. Jetzt ist es soweit und natürlich werfen wir einen Blick hinein und sind beeindruckt von der Höhe der Kuppel.
 In einem der Cafés um die Frauenkirche, essen wir ein Stückchen Eierschecke. Den Dresdner Kuchen schlecht hin. Und ja, ich gebe zu, auch ich bin ein Fan dieser Leckerei.
Unser nächster Stopp ist der "Große Garten". Die Dresdner Parkanlage mitten in der Stadt. Für Läufer, Spaziergänger, Picknicker und in der Sonnesitzer ist das ein einziges Paradies. Wir laufen einmal quer durch den Park, am Carolaschloss vorbei und bewundern dort die Gartenanlage hin zum Carolasee wo wir für einen kurzen Moment auf einer Parkbank verweilen und den Ruderbooten zusehen. Vielleicht haben wir Lust uns auch eines auszuleihen, oder doch lieber eine kleine Rundfahrt mit der parkeigenen Eisenbahn zu machen?


Einen kleinen Spaziergang machen wir jetzt noch durch Altstrehlen nur, um uns von den wunderschönen Jugendstilhäusern in Entzückung versetzen zu lassen und die Atmosphäre in uns aufzunehmen. Ach, Dresden, wie vielseitig du doch bist!
Gegen Spätnachmittag haben wir uns ein Eis verdient und steigen ins Auto um zum Café Lösch zu fahren und dort das beste Softeis der Stadt zu essen.Wir gönnen uns eine kleine Portion für ca. 0,70€ (oder vielleicht auch eine etwas Größere?) und fahren weiter in Richtung Fernsehturm um einmal die Elbe zu überqueren und die Brücke "Das Blaue Wunder" im Sonnenuntergang zu genießen. Vielleicht essen wir dort auch im Elbgarten oder Schillergarten zu Abend. Oder wir besuchen Dresdens Herz der Stadt  bei Nacht nochmal und gehen im Kanadischen Steakhouse Ontario direkt neben der Frauenkirche essen und lassen uns so richtig verwöhnen. Denn sowohl Menü, Getränke und vor allem Service sind dort ausgezeichnet und haben lange, lange, lange richtig Eindruck bei mir hinterlassen.
Ein Spaziergang am Elbufer entlang hin zur Semperoper nach dem Abendessen bei Nacht ist übrigens nur zu Empfehlen. Die Stadt erwacht nochmal mit einem ganz anderen Charme.



Am nächsten Tag sind wir wieder sehenswürdigkeitenhungrig und wollen raus. Entdecken was Dresdens Umgebung noch zu bieten hat. Heute allerdings etwas gemütlicher, denn irgendwie tun die Füße schon ganz schön weh. Wir besuchen kurz vor Mittag Schloss Wesenstein und spazieren durch den Rosengarten zum Pavillon und ärgern uns, dass wir unser Hofkleid vergessen haben, bis uns einfällt, dass wir gar nicht mehr das 18. Jahrhundert haben. Glück gehabt, denn jetzt können wir in der königklichen Schlossküche selbstgebrautes Bier und frisch gebackenes Brot genießen. Zum Bier werden übrigens Körner gereicht, ich glaube es ist Gerste (?) die eine leckere süße Knabberei sind. Unter Hopfendolden genehmigen wir uns eine zünftige Brotzeit mit Kesselgulasch aus dem Brottopf und Käseteller. Vielleicht dazu noch einige Fettbemmen und auf jeden Fall die spannenden Geschichten des Wirts. Denn der, so habe ich mir sagen lassen, hat immer etwas zu erzählen.


Jetzt sind wir gestärkt und schaffen es vielleicht auf Dresdens Shoppingmeile, die Prager Straße und in die Altmarktgalerie. Neben der Altmarkgalerie ist im Übrigen der alte Marktplatz, wo zur Adventszeit einer der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte, der Dresdner Striezelmarkt, direkt im Herzen der Stadt, ist.
Wer also im Winter nach Dresden kommt, sollte sich den wirklich nicht entgehen lassen. Etwas Romantischeres habe ich selten gesehen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Ausflug in meine Geburtstadt gefallen und vielleicht zieht es euch jetzt auch mal dort hin. Bahntickets gibt es übrigens schon für kleines Geld und eine Zugfahrt, die ist ja bekanntlich lustig...
Was sind denn eure liebsten deutschen Städte, wo sollte ich unbedingt noch hinfahren? Lasst es mich wissen, ich bin neugierig wie immer...


Vielleicht noch etwas in eigener Sache: Auf Facebook teile ich auch Fotos ausserhalb des Blogs, exklusiv Material quasi, das hier wenig Platz findet. Wenn ihr also nicht genug bekommen könnt schaut doch mal vorbei über einen Klick oder Kommentar freue ich mich immer.

{Gut bayerisch} Hüttenfood


31. August 2014 Kommentieren /


August ist für mich Hüttenzeit. Ach wenn der jetzt schon um ist möchte ich euch an Meinem nochmal teilhalben lassen. Für einen schönen gelungenen Sommer gehört für mich Wandern und ein Wochenende auf einer Hütte einfach mit dazu. Und vor allem die ganzen gut bayerischen Leckereien die jeder von uns einfach so aus dem Ärmel schütteln kann.
Dieses Jahr, habe ich euch keine romantisch verspielten Fotos von einer verlassenen Hütte mitgebracht. Die könnt ihr euch aber trotzdem hier anschauen. Denn vor zwei Jahren hatte ich das riesige Glück einen Blick in die "Obere Alp Glocke" zu werfen und habe dort die romantischsten Dinge entdeckt.


Dieses Jahr habe ich euch einige Ideen für euren Gaumen mitgebracht die auch super zu einer Oktoberfestparty passen, wie ich sie hier schon mal gemacht habe.
Zu einer zünftigen Brotzzeit gehört neben gutem Brot, toller Gesellschaft auch ein richtig guter Bergkäse, viele Zwiebeln und frische Alpenkräuter. All das verbindet ein "Saurer Romadur", den ihr auf dem ersten Foto sehen könnt.
Das ist vermutlich der einfachste und schmackhafteste Käsesalat der Welt.

Dazu einfach einige Stücke Romadur aufschneiden und auf einer Platte zusammen mit Zwiebelringen anrichten. Etwas Essig darüber träufeln und mit Pfeffer und frischem Schnittlauch würzen und garnieren.

Dazu ein gutes herzhaftes dunkles Bort und man braucht nach einer anstrengenden Wanderung nichts anderes mehr.


Vermutlich liegt das Geheimnis in einer guten sommerlichen Bergküche in den Zwiebeln. Unvorstellbar, wieviel ich davon an nur einem Wochenende gegessen habe. Aber, das macht ja nichts... man ist ja Draußen unterwegs.

Auch im bunten Käsesalat dürfen Zwiebeln nicht fehlen.
Neben klein geschnittenen Äpfeln tummeln sich dort noch Paprika, Bergkäse, etwas Schmand, Alpenkräuter Salz, Pfeffer und Currypulver. 
Wieder eine sehr einfache aber schmackhafte Brotzeitvariante, die sogar etwas leichter ist, da tatsächlich mehr Apfelstückchen enthalten sind als Käse.

Eine riesige Schüssel davon und dazu ein Laib Brot mach eine ganze Mannschaft glücklich und fit für weitere Unternehmungen.



Nun aber zum Herzstück. Ein Gericht das für mich auf keiner Hüttenfahrt fehlen darf. Der Grund warum ich jedes Jahr wieder mitfahre. Ohne das ich einfach nicht glücklich bin und das ich tatsächlich nur einmal im Jahr auf der Hütte esse.

Der Kaiserschmarrn.

Davon gibt es ja zig tausend Abwandlungen und Kombinationsmöglichkeiten. Sei es mit Apfelmus, wie ich ihn auf der Alpe Gschwenderberg essen konnte, oder mit Zwetschgenröster, wie wir ihn am dann Abend selbst gemacht haben.



Das führt mich zu einem klitzekleinen Gastrotipp, der erste überhaupt auf diesem Blog, die Alpe Gschwenderberg.
Dort gibt es tatsächlich den knusprigsten und aromatischsten Kaiserschmarrn den ich je gegessen habe. Und sicherlich liegt das nicht nur daran, dass man erstmal zur Hütte wandern muss.
Ich meine das Geheimnis ist die Karamellkruste die mit Rum abgelöscht wurde, aber das würde mir ein guter Koch niemals verraten. Deswegen sei euch dieser Kaiserschmarrn warm ans Herz gelegt, wenn ihr mal in der Gegend rund um den Alpsee unterwegs seid. Mit 10€ ist er nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert und die Portion reicht locker für zwei Personen. 


Nicht zu verachten ist auch "unser Hüttenkaiserschmarrn mit Zwetschgenröster." Denn der ist wahre Handarbeit. Angefangen vom Anschüren des Herds bis hin zum Schlagen des Eischnees. Alles Handarbeit. Da wird vom Eischneeschlagen so mancher Arm taub und die Schüssel samt Handmixer muss fleißig an die stärksten Männer und Frauen durchgereicht werden. Da ich hier quasi live dabei war kann ich euch sogar verraten, wie er gemacht wird.


Für etwa Portionen Kaiserschmarrn:
4 Eier
350 ml Milch
125gr Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Trennt die Eier und schlagt den Eischnee richtig schön steif. Schlagt nun die Eigelb mit dem Zucker und der Prise Salz etwas schaumig auf, gebt Milch und Mehl hinzu und hebt ganz vorsichtig den Eischnee unter, sodass ein fluffiger Teig entsteht. Backt nun etwas dickere Pfannkuchen in Butter aus und legt sie wenn sie goldbraun sind auf einem Teller beiseite.
Nun kommt das Geheimnis.
Gebt nun einen Stich Butter in die heiße Pfanne und streut etwas Zucker ein. Lasst den Zucker schmelzen und gebt den Pfannkuchen dazu. Nun darf er in der heißen Karamellpfanne zerrupft werden und die Stückchen im Karamell gewälzt werden.
Heiß, mit Puderzucker und Zwetschgenröster servieren.

Für den Zwetschgenröster kann ich euch leider nur ein Pi mal Daumen Rezept geben, aber der ist wirklich sehr einfach.

Gebt etwa 100g Zucker nach und nach in einen Topf und lasst ihn zu Karamell einschmelzen. Löscht den hellbraunen Karamell mit einem Glas Rotwein ab. Achtung hier spritzt und brutzelt es gewaltig. Lasst nun die Karamellkruste im Rotwein leicht köcheln bis sie sich gelöst hat und gebt dann die frischen Pflaumen oder Zwetschgen zusammen mit einigen Stangen Zimt, etwas Sternanis und Nelken hinzu und lasst alles etwas einköcheln bis die Pflaumen schön weich sind. Und das wars schon. 


Bergessen oder Hüttenfood ist für mich einfach nur eine Wucht und wahrscheinlich schmeckt es wegen der wundervollen Bergluft und den vielen Wanderungen einfach nur doppelt so gut. Jeder der mal die Gelegenheit hat in die Berge zu fahren, sollte sie nutzen und das mal ausprobieren. Ich kann mir nichts schöneres vorstellen. Klar, Urlaub am Meer hat auch seinen Reiz oder eine wundervolle Städtereise, aber Berge.. ja das ist eine Geschichte für sich.
Zum Thema Städtereise gibt es demnächst übrigens mehr.. dann entführe ich euch in meine Geburtstadt.
Bleibt neugierig!

Laufen ist wie Fliegen




Laufen ist für mich unersetzlich.

Dieser Satz alleine drückt schon aus, was ich in diesem Beitrag zu sagen habe. Eigentlich könnte ich jetzt sofort aufhören. Mich gemütlich auf die Couch setzen und euch das Selbe tun lassen. Aber ihr sitzt wahrscheinlich schon gemütlich und deswegen erzähle ich euch lieber ein bisschen mehr, was meine Leidenschaft, das Laufen, für mich bedeutet und was dieses Thema auf einem Food-Blog zu suchen hat.

Vermutlich denkt ihr, bei all dem was ich den lieben langen Tag so koche und futtere, ist es klar, dass ich Laufen gehen muss, damit ich nicht bald durch die Welt Rolle. Aber ganz so wild ist das nicht. Ich laufe wirklich sehr gerne und treibe auch sonst mittlerweile viel Sport. Ich hoffe meine Sportlehrerin von früher liest hier mit. Denn zu meiner Schulzeit war ich die Unsportlichkeit in Person. Mir wäre nie im Traum eingefallen jemals 5km oder 10km am Stück zu laufen.
Dieses Jahr hingegen habe ich meinen ersten Stadtlauf über 10,5km absolviert und plane nun meinen ersten Halbmarathon. So sehr kann man sich und seine Gewohnheiten doch ändern.
Dass ich dadurch auch mehr Leckere Sachen essen kann ist ein kleiner Nebeneffekt, toll oder?



Meine Motivation war eigentlich ein kleiner Spaß. Großes Sprüchegeklopfe vor Freunden quasi. Vor zwei Jahren habe ich groß und breit erzählt, falls es jemals einen Color Run in unserer Nähe geben sollte, fange ich an zu trainieren und absolviere dort meine ersten 5km. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Die Planungen für München waren schon in vollem Gange. Und so kam es wie es kommen musste, letztes Jahr im April habe ich mit dem Training angefangen und bin seither kaum noch aus den Laufschuhen rauszubekommen. Ich habe endlich "meinen Sport" gefunden!
Hier könnt ihr euch übrigens die Fotos meines ersten Laufs anschauen.


Laufschuhe ein Thema für sich. Schon seit einer halben Ewigkeit hadere ich mit mir, mir hochpreisige Laufschuhe zu zulegen. Aber ehrlich gesagt, habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen mit günstiger Sportkleidung und Laufschuhen gemacht. Gerade als ich angefangen habe, wollte ich einfach nicht 150€ für Schuhe ausgeben, von denen ich nicht wusste, wie lange ich sie tragen werde und irgendwie, bin ich dabei geblieben. Jetzt habe ich bereits mein zweites Paar von Lidl für unter 30€ und laufe damit wirklich richtig gut. Mein aktuelles Paar ist z.b. das hier.


Bei Sportkleidung hingegen bin ich nicht so ganz einfach gestrickt. Hier zählt bei mir vor allem Eines: knallige Farben. Denn die machen mir gerade beim Sport so richtig gute Laune. Am liebsten blau und pink. Da gibt es dann schon mal pinke Socken und Schuhe (jaa... ich habe mehrere!), neongrüne Oberteile, türkisfarbene Hosen und wenn ich schrecklich verrückt drauf bin, dann sogar alles zusammen kombiniert!
Wichtig ist mir aber, dass es wirklich leichte und schnell trocknende Sachen sind. Gerade im Sommer würde ich am liebsten nur im Sport-BH Laufen gehen, das erscheint mir jedoch für andere Verkehrsteilnehmer zu gefährlich ;)
Dann ziehe ich lieber ein hauchdünnes Top drüber, so wie dieses Schwarze auf den Fotos. Das ist so leicht, das spürt man kaum.


Laufen ist für mich Entspannung pur. Runterkommen und Abschalten vom Alltag. Gedanken sammeln und auch mal schwierige Probleme lösen oder den Kopf dafür frei zu kriegen, um sie später gut anpacken zu können.
Ohne meine wöchentlichen Kilometer fühle ich mich unausgeglichen und spüre das sofort an meiner Laune. Ich bin dann einfach nicht ich selbst. Nehme Vieles zu ernst, bin gestresst und leichter auf die Palme zu kriegen. Ich bin unglaublich froh, dass ich diesen einfachen Sport für mich entdeckt habe und träume ehrlich gesagt schon vom New York Marathon in einigen Jahren.

Aber jetzt möchte ich euch noch eine kleine Anekdote zu den Fotos erzählen. Sie sind alle auf meiner gewohnten Laufstrecke ganz in der Nähe entstanden und normalerweise treffe ich dort nie jemanden.
Heute jedoch, als ich bepackt mit Kamera und Stativ durch den Wald stampfte waren selbstverständlich 2 ältere Herrschaften mit Fahrrad am Wegrand in ein Gespräch vertieft, der Bauer von nebenan im Traktor unterwegs und natürlich auch der klassische Mann mit Hund die mich allesamt verwirrt und neugierig angeschaut haben, was ich denn nun da vor habe.
Ja meine Lieben, das ist Blogger-Alltag! :)

{Healthy} Kale Kartoffel Frittata


18. Juli 2014 1 Kommentar


Es gibt ja manchmal so Momente, da wird man einfach von allen Seiten animiert einen neuen Blogpost zu schreiben. Endlich wieder was Anständiges auf den virtuellen Tisch zu bringen und die immer länger werdende Ideenliste abzuarbeiten. So geschehen auch diesmal. Anregungen für diesen Beitrag kamen gleich aus drei verschiedenen Ecken.
Zum Einen ein wundervoller Aufruf von GourmetGuerilla ein Kartoffelrezept zum Thema "Hippe Knollen" einzureichen. Und genau das werde ich hier unter anderem mit diesem Beitrag tun, denn nichts leichter als das. Kartoffeln gehören zu meinen All-Time-Favourites und in Kombination mit dem neuesten Gemüse im heimischen Garten, das seit Wochen bei uns wächst, man kann schon fast sagen wuchert, einfach nur ein Gedicht.


Das führt mich zur Zweiten Anregung. Außergewöhnliches Gemüse. In diesem Fall eine Kohlsorte, die unter den amerikanischen Bloggern in den Himmel gehypt wird. "Kale", oder auf deutsch "Schwarzkohl" oder "Palmkohl". Eine Kohlsorte, die soviel ich letzten Winter recherchiert habe aus Italien stammt. Nach unzähligen Artikeln zum Thema "Kale" war für mich klar... den muss ich haben. Ich will ihn probieren, unbedingt! Da sich die Beschaffung auf den deutschen Märkten jedoch wirklich als sehr beschwerlich herausstellte half in meinem Fall nur Überredungskunst. Gesagt getan und meine liebste Supergärtnerin mit dem perfekten grünen Daumen forderte prompt Samen für die Schwarzkohlzucht an. Hehe,... damals wusste sie noch nicht, dass diese Pflanze nun den ganzen Garten überwuchert und wir seit Wochen nichts anderes mehr essen. Ob ich nächstes Jahr nochmal die Chance auf selbst angebauten Schwarzkohl habe bleibt fraglich!

Zum Glück ist Schwarzkohl aber wirklich sehr lecker, vielseitig, und vor allem wahnsinnig gesund. Man kann ihn sowohl roh, als auch gedünstet, gebraten, gegrillt, gekocht oder sonst wie essen. Immer schmeckt er lecker und ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten sehr bekömmlich.
Reden wir Tacheles... Fröhliche Pupskonzerte bleiben aus! Juhu!

Heute zeige ich euch nun mein momentanes Lieblingskartoffel-Schwarzkohlrezept.


Aber vorher muss ich euch noch von meiner dritten Anregung erzählen. Vor einigen Tagen bekam ich eine nette Email mit außergewöhnlichem Inhalt. Ich solle doch mal eines meiner Rezepte zeichnen. Oha, dachte ich mir, da bin ich aber eigentlich ganz schön talentfrei, obwohl ich das in meinen eigenen Blogplanungen schon hin und wieder mache. Aber das Gekritzel, das ich selbst kaum erkenne jemanden zeigen?! Nach intensiven Emailaustausch hatte mich Ines von pheminific.de aber schlussendlich überzeugt. Wahnsinn, wie sie das geschafft hat!
Und genau deswegen könnt ihr heute exklusiv auf ihrem Blog einige meiner Planungen bewundern und einen Blick in meinen Blogplaner werfen. Hier entlang bitte *klick*
Die Skizzen zur Kale Frittata sind übrigens nach Ines' Anleitung entstanden und sind im Vergleich zu meinen vorherigen Notizen tatsächlich vorzeigbar geworden. Vielleicht habt ihr ja auch mal Lust etwas über den Tellerrand hinauszublicken und traut euch auch zu euren Skizzen zu stehen. Traut euch, mir hat es nach anfänglicher Skepsis richtig Spaß gemacht.



Jetzt aber ran an den Herd, es gibt Kartoffel-Kale Frittata:

Ihr braucht für 2 Portionen:

4-5 große Kartoffeln. Schneidet diese am besten mit einem Gemüsehobel in gleichmäßige Stifte. Ich lasse die Schale wenn sie schön ist dran. Schmeckt würziger und ist gesünder. Lasst etwas Öl (ich habe Kokosöl verwendet - aber Olivenöl geht auch) in einer Pfanne heiß werden und bratet die rohen Kartoffeln scharf an sodass sie leicht braun werden. Gebt nun ein halbes Glas Wasser dazu und verschließt das ganze mit einem Deckel. Lasst die Kartoffeln nun so etwa 15 Minuten köcheln bis sie gar sind. Erst jetzt fangt ihr an zu würzen. Öffnet die Pfanne und lasst das überschüssige Wasser verdunsten. Gebt nun eine halbe klein geschnittene Zwiebel und 5-6 getrocknete und in Streifen geschnittene Tomaten dazu und lasst alles etwas braten. Würzt nun mit Salz, Pfeffer, getrockneten Kräutern, Paprika, etwas Chili oder ihr nehmt eine Harissa Mischung (da ist dann schon alles enthalten.) bis alles nach eurem Geschmack ist. Wascht und schneidet nun den Schwarzkohl (etwa 5-6 Blätter, je nach Größe) in dünne Streifen und verteilt ihn über die Kartoffelmischung. Nun nochmal für etwa 4 Minuten den Deckel drauf. Den Herd könnt ihr schon ausschalten. Die Restwärme der Pfanne und Herdplatte reicht aus, dass der Kohl etwas dünstet. Wer mag kann vorher noch ein oder zwei Eier darauf verteilen. Dann solltet ihr den Herd allerdings noch anlassen, damit das Ei gar wird.
Und schon ist ein schnelles Abend- oder Mittagessen gezaubert.


Richtig lecker ist diese schnelle Pfanne noch dazu. Und ich freue mich richtig, dass ich von allen Seiten so sehr animiert wurde ein neues Rezept zu entwickeln.
Ich hoffe ich konnte eure Lust auf frische Kartoffeln und außergewöhnliche Gemüsesorten wecken.


Mit diesem Beitrag nehme ich auch am Event "Hippe Knollen" auf GourmetGuerilla teil und bin wirklich gespannt, was noch für schöne Rezepte auftrauchen werden.



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