{Festlich} Schwarzes Rotweinrisotto und Maroni MilleFeuille


23. Oktober 2014 Kommentieren /


Herbst und Winter sind nicht nur die zwei "Kalte-Füsse"-Jahreszeiten, sondern für mich auch die Monate im Jahr in denen man es sich zuhause mit seiner Familie gemütlich macht. Familie bedeutet für mich, aber nicht nur meine engen Verwandten. Meine Freunde zählen hier genauso mit dazu. Und nicht zuletzt, weil ich ein Winterkind bin und sehr nah an Weihnachten Geburtstag habe ist es für mich auch die Jahreszeit, mit den meisten gemütlichen Festessen.
Wenn wir aufzählen würden, was hier alles so ansteht...

Da hätten wir als erstes Halloween. Ein schönes Datum, um zu vergnüglichen Gruselpartys etwas besser und ausgiebiger zu Essen. Ausgefallen darf es dann aber schon sein und am Besten auch düster. Als nächstes Allerheiligen, was bei uns leider nicht so sehr im Vordergrund steht. Und dann fängt auch bald wieder die Adventszeit an, in der es in vielen Familien Tradition ist die Adventssonntage gemeinsam bei Kaffee und Plätzchen zu verbringen. Vorher wird in den USA noch ausgiebig Thanksgiving mit festlichem Menü gefeiert. Bei uns kommt Weihnachten, wo normalerweise sehr gut aufgetischt wird. Dicht gefolgt von Silvester. Und in meinem speziellen Fall steht das Wochenende danach immer ein Geburtstagsmenü auf dem Tisch.
Ihr merkt also: Alle größeren Feste haben immer irgendwie mit besonderer Tischkultur zutun. Mit besonderen traditionellen Köstlichkeiten. 


Dieses Jahr möchte ich zwei besondere Rezepte für die gemütliche Familienzeit und das gemeinsame Festessen dazusteuern. Zwei Rezepte die perfekt in die kalten Jahreszeiten passen, auch wenn die Inspiration für das schwarze Rotweinrisotto von einem Familienessen im Sommer in Dresdens stammt. Etwas umgewandelt, damit auch die saisonalen Gemüsesorten wie Kürbis und Blattspinat unter kommen passt es perfekt für die nächste Zeit.
Das Schöne ist, es ist ein außergewöhnliches Gericht, dass durchweg allein als vegetarische Hauptspeise im Herbst und Winter stehen kann. Aber auch als Beilage funktioniert und trotzdem etwas Festliches ausstrahlt. Etwas, was man so im Alltag eher nicht kochen oder würde. Ach was hat man da als Blogger für ein Glück, dass man hier öfter in den Genuss kommt.
 
Hier also mein Rezeptvorschlag für 4 als Hauptspeise:

Würfelt eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe und dünstet sie in heißem Olivenöl in einer tiefen Pfanne an. Gebt 2-3 Lorbeerblätter dazu und röstet es etwas mit. Fügt nun in etwa 3 Esslöffel Tomatenmark zu den Gewürzen dazu und lasst es etwas mitbraten. Löscht alles mit etwa 100ml Rotwein ab. Ich habe einen Spätburgunder, also eine lieblichere Sorte gewählt. Fügt nun in etwa 2 große Tassen schwarzen Reis hinzu. Den kriegt ihr übrigens auch außerhalb des Internets in Asia-Märkten. Und gießt nochmal etwa 150ml Rotwein auf, sodass der Reis erstmal etwas im Rotwein köcheln kann. Jetzt gebt ihr immer mal wieder, je nachdem wie schnell der Reis die Flüssigkeit aufsaugt vorbereitete heiße Gemüsebrühe dazu. Ich habe etwa 800ml gebraucht bis der Reis gar war und eine schöne Konsistenz hatte. Das dauert schon so etwa 40-45 Minuten. Immer mal wieder probieren.
Wer mag kann klein gewürfelte Kürbisstücke mitgaren, die nehmen dann aber eine rote Farbe an. Ich habe ihn fürs Foto extra in Salzwasser gekocht, damit man die Farbe gut erkennen kann. Wenn das Risotto fertig ist gehts ans würzen. Schmeckt alles noch mit Pfeffer und evtl. Salz ab. Eine kleine Prise Zucker rundet das Ganze ab. Viel Gewürz werdet ihr nicht mehr brauchen, da die Gemüsebrühe schon würzt. Gebt ganz am Schluss gewaschenen und gerupften Blattspinat in einer Menge eurer Wahl hinzu und lasst ihn mitgaren. Serviert mit geriebenem Parmesan ist das ein wirklich leckeres Essen.
Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen gehackte Mandeln mit unterzuheben, um dem Ganzen einen schönen Kniff zu verleihen. Die hatte ich leider nur nicht im Haus.


Als Dessert serviere ich, als kleiner Maroni-Creme Fan eine herbstliche Mille Feuille mit Apfelpüree und sahniger Maroni-Creme.
Eine bitte was...?! Mille Feuille. Ein französisches Blätterteig Schichtdesssert das, in meiner Form, perfekt die süßen-cremigen Aromen mit Säuerlich-Fruchtigen verbindet.
Getrost nach Nigel Slater: Was zur selben Zeit reif wird passt auch gut zusammen. So auch Äpfel und Maroni, die sich tatsächlich super ergänzen. Die Maroni Creme ist schon seit Jahren mein absoluter Favorit, da sie eine schöne sahnige Note hat, die mich in der Kombination mit den Maroni fast ein wenig an guten Nougat erinnert. Ein geschmackliches Gedicht, das wirklich leicht herzustellen ist und einfach so auch mal auf den Wochenend-Kaffetisch passt.
Die Maroni Creme alleine kann übrigens auch super als Füllung für Crêpes verwendet werden. Das habe ich vor einigen Jahren schon mal hier gebloggt. *klick*

Jetzt aber zum Rezept:

Für die Creme kocht ihr etwa 200g geschälte und vorgegarte Maroni zusammen mit 200ml Sahne und einem Päckchen Vanillezucker oder dem Mark einer Vanilleschote, 20-30g Zucker, einer Prise Salz und einemVanille Extrakt auf und lasst das ganze 10 Minuten sanft köcheln. Wenn die Maronis weich sind püriert ihr die Masse und füllt sie in Gläser ab. Jetzt nur noch etwas auskühlen lassen, am besten über Nacht und am nächsten Tag weitermachen mit dem Mille Feuille.

Dazu noch rechtzeitig das Apfelpüree vorbereiten. 4 große süße Äpfel schälen und entkernen und klein geschnitten in einen Top geben. Etwas Zitronensaft dazu, etwas Wasser damit sie nicht anhängen und verbrennen. Dann solange dünsten bis sie weich sind. Jetzt fein pürieren und für die Stabilität 1- 1 1/2 TL Agar Agar dazugeben und nochmal sanft aufkochen lassen. Dann auskühlen lassen. Auf Zucker verzichte ich hier ganz. Die Äpfel haben normalerweise eine ganz eigene süße und in der Kombination mit der süßen Maroni Creme gibt es einen schönen Kontrast, der im Mund einfach gut funktioniert und nicht überladen wirkt.

Für den knusprigen Teil verwende ich fertigen frischen Blätterteig. Den rolle ich auf bepinsle ihn mit etwas Wasser und streue eine dünne Schicht Zucker darüber. Dann decke ich ihn mit einer zweiten Schicht Backpapier ab und beschwere das Blech mit einem zweiten Backblech bevor er für 10 Minuten in den Ofen wandert. Schneidet ihn vielleicht vorher schon in kuchengroße Stückchen, dann tut ihr euch leichter.  Nach 10 Minuten nehme ich ihn raus und wende ihn einmal und bestreue die andere Seite auch mit etwas Zucker bevor er für weitere 10 Minuten weiterbacken darf.

So verfahre ich mit zwei Packungen Blätterteig, die ich später zusammen mit dem Püree und der Maronicreme zu einem fertigen Kuchen schichte.
Dazu lege ich die geschnittenen Blätterteigstückchen auf einer Platte aus und bestreiche sie mit einer Schicht Apfelpüree, lege die zweite Schicht Blätterteig auf und verteile die Maronicreme darauf. Zur Deko gebe ich noch grob gehackte Maroni und etwas Puderzucker darauf. Und schon ist mein außergewöhnliches Dessert fertig.



Heute leider etwas text- und weniger bildlastig, aber dafür mit zwei wundervollen Rezepten. In der dunklen Jahreszeit muss ich mir erst wieder neue Strategien für meine Bilder erarbeiten, um genügend Licht in die Fotos zu bringen.

Mit dem Beitrag nehme ich übrigens auch an der Blogparade zum Thema "Festliche Menüs" teil und freue mich riesig, dass ich dazu eingeladen wurde. Danke auch an Villeroy & Boch für das wundervolle Geschirr.


KüchenAtlas-Blogparade: Festliches Menü


Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, viel Spaß beim Nachkochen, Schlemmen und in der gemütlichen Zeit des Jahres. Lasst es euch gut gehen und verratet mir doch mal was bei euch zu festlichen Abenden aufgetischt wird. Ich bin neugierig...

{Lunch} Rohkostbrot und überbackene Avocado


13. Oktober 2014 Kommentieren



Das Experimentieren mit Rezepten der verschiedenen Foodrichtungen und Länderküchen ist eine meiner Leidenschaften. Egal ob das jetzt vegane Rezepte, low carb Gerichte, japanische Frühstücksideen, französische Leckereien, eine typisch bayerische, deftige Brotzeit, Ideen aus der Aromaküche oder indische Gewürzklassiker sind - ich liebe es außergewöhnliche Sachen zu kombinieren.
Eine Foodrichtung aus der ich noch kaum etwas ausprobiert habe, die aber schon länger in meiner Ideensammlung ist, ist die Rohkostküche oder neudeutsch: Raw Food.
Ein Trend der, so scheint es mir, besonders in den USA sehr weit verbreitet ist, aber auch so langsam hier die Köpfe erobert. Und obwohl es Rohköstler bei uns schon recht lange gibt findet erst jetzt, ähnlich wie bei der veganen Küche, ein Imagewechsel statt. Es wird "Hip" sich gesünder  und ursprünglicher zu ernähren. Back to the roots, eben. Wer sich etwas genauer informieren mag, darf sich gerne mal auf diesem Blog umschauen. Dort, finde ich, ist sehr schön beschrieben was es mit der Rohkosternährung auf sich hat.
Keine schlechte Sache, was meint ihr?


Besonders ist mir der Imagewechsel von gesunder Ernährung vor einigen Wochen aufgefallen, als ich auf einer Bio-Messe hier in der Umgebung war und nicht schlecht gestaunt habe, was für großartige Rohkostdinge dort angeboten wurden. Natürlich hat sich sofort ein Gefühl in mir ausgebreitet, dass ich einige Dinge, die hauptsächlich für den Vertrieb angepriesen wurden, unbedingt selbst zuhause nachkochen muss. Do It Your Self - wisst ihr ja.
Und da sind wir nun und ich kann euch stolz mein erstes eigenes Raw Food Brot präsentieren. Das Tolle daran, und das ist mir tatsächlich erst im Nachhinein aufgefallen, es ist nicht nur ein Rohkostbrot, - nein es ist sogar low carb. Klasse also auch für alle Paleo und Eiweiß-Diät Anhänger.
Dem Rest von euch, der wie ich vielleicht einfach nur gerne Dinge ausprobiert kann ich beruhigend verkünden: "macht euch keine Sorgen - das schmeckt sogar ;)"

Und weil "nur" Brot ja langweilig wäre, habe ich einen gesunden Mittagssnack drum herum für euer nächstes Lunch kreiert, das sich sicherlich auch als außergewöhnliches Frühstück oder zum Brunchen eignet.
Überbackene Avocado mit Ei und Rohkostbrot.
Klingt das nicht fantastisch?
Jetzt ist es euch sicher aufgefallen: Das ist ja gar nicht mehr vegan und auch gar nicht vollständig Rohkost! Nein ist es nicht. Aber ich will euch damit zeigen, dass man viele verschiedene gesunde Dinge perfekt miteinander kombinieren kann ohne sich selbst irgendwelche Zwänge aufzuerlegen.

Für die Avocado braucht ihr nichts weiter als eine halbe Avocado pro Person, ein Ei, etwas Käse, Salz, Pfeffer und wer's scharf mag etwas Harrissa. Schneidet dazu die Avocado auf und entfernt den Kern, gebt nun in die Kernmulde das Ei, versucht kleine Eier zu erwischen, dann passt es auch ganz rein, etwas Salz und Käse drüber und für ca. 10 min bei 180°C ab in den Ofen damit. Zum Schluss noch etwas Pfeffer, Salz und Gewürze drüber. Schon fertig.


Lasst mich jetzt noch erklären wie ihr in den Genuss eines leckeren low carb Rohkostbrot kommt. Denn eigentlich ist das total einfach. Richtig toll lässt sich dieses Brot in einem Dörrgerät herstellen, dann ist alles was man braucht nur etwas Geduld. Aber auch im Backofen, bei niedrigen Temperaturen lässt sich das Rohkost-Chia-Brot gut herstellen. Ich hatte Glück und durfte für dieses Rezeptidee mal einen Dörrautomaten den "Excalibur Mini" (diesen hier) ausprobieren und war beeindruckt, wie einfach so was geht.

Nun aber wirklich zu meinem Rezept. Für 12 Scheiben Rohkost-Brot braucht ihr:

5 getrocknete Tomaten (gerne auch in Öl eingelegt)
1/2 Cup geschrotete oder gemahlene Leinsamen
1/2 Cup Chia Samen, ebenfalls gemahlen (ich habe beide Samen zusammen in meinen Multizerkleinerer gegeben und grob gemahlen)
1 Cup gemahlene Mandeln oder die übriggebliebenen Reste von selbstgemachter Mandelmilch (als Weiterverwertungsidee)
1 EL Sojasauce
2 TL getrocknete Kräuter
4 EL (evtl. etwas mehr) Orangensaft oder Zitronensaft
1 Apfel (gerieben)
1/2 TL Salz
1/3 Cup Öl (ich habe eine Mischung aus Kokosöl, Olivenöl und Walnussöl verwendet)

Alles zusammen gebe ich in die Küchenmaschine und lasse es gut durchmixen, sodass ein zäher Brei entsteht. Noch 5 Minuten ziehen lassen, sodass Chia und Leinsamen etwas quellen können und los gehts mit dem Ausstreichen.
Dazu die Masse auf 3 mit Dörrfolie ausgelegten Dörreinschüben verteilen und dünn ausstreichen, sodass die Ränder etwas dicker sind und nicht zu schnell trocken werden. Wer keinen Dörrautomaten hat, streicht das ganze auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche, denn jetzt gehts in den Ofen oder ins Dörrgerät.
Bei 60°C lasse ich es nun für 1-1,5 Stunden trocknen, solange bis es sich leicht von der Folie oder dem Papier lösen lässt. Dann ziehe ich es ab und lasse es, nachdem ich einmal gewendet habe weiter auf dem Gitter trocknen. Dazu reduziere  ich die Hitze auf 40-50°C und lasse es nochmal für 2-3 Stunden durchtrocknen. Achtet bitte im Backofen drauf, dass ihr die Ofentür einen Spalt auf lasst, ein eingeklemmter Kochlöffel macht sich da super. Denn nur so kann die Feuchtigkeit entweiche und das Brot wird trocken.
Und schon ist es fertig.

Naja ok, "schon" ist hier etwas übertrieben. Aber im Grunde muss man selbst nicht viel machen, außer Geduld mit bringen.


Geduld ist ja immer so eine Sache, besonders bei mir. Bei vielen Dingen kann es gar nicht schnell genug gehen, aber manchmal lohnt sich Warten doch, was gerade diese herzhafte Leckerei wieder einmal beweist.

Mir hat es unglaublich Spaß gemacht, mal etwas komplett Neues auszuprobieren und ich freue mich sehr, dass mir Simon von www.perfektegesundheit.de die Möglichkeit dafür geboten hat und mir ein Dörrgerät zum Ausprobieren zugeschickt hat.
Vielen Dank dafür!

Was haltet ihr von der Rohkostküche? Lesen vielleicht einige Rohköstler mit? Ist das auch was für euch nicht Rohkostinteressierte?
Lasst es mich wissen.. ich bin neugierig.

{Klassiker} scharfe Kürbissuppe mit Kokosmilch


5. Oktober 2014 3 Kommentare


Für einen Menschen wie mich, der wirklich sehr gerne redet und Geschichten erzählt, ist es wirklich eine kleinere Katastrophe wenn die Stimme mal weg ist. Seit einigen Tagen bin ich erkältet und zudem so richtig heiser. Höchstens kleinere Pieplaute kann ich von mir geben und ansonsten heißt es: Schweigen. Hart, aber vielleicht mal gar nicht so übel. So kann ich mal ein bisschen in mich gehen und Gedanken sortieren. Im Herbst wird man ja eh etwas ruhiger. Die Aktivitäten werden mehr nach Innen verlegt und es beginnen die gemütlichen Stunden im Wohnzimmer oder der Küche.


Zum Herbst gehört für mich seit letztem Jahr eine Zutat besonders. Kürbis. Ein Gemüse das ich früher nicht ausstehen konnte, mit dem ich aber erst letzte Woche ein ganzes Kürbismenü für meine Liebsten kreiert habe. Angefangen haben wir mit dieser scharfen Kürbissuppe mit Kokosmilch, die diesmal, ganz im Gegensatz zu der von letztem Jahr nicht nach Abschied geschmeckt hat. Warum die Kürbissuppe vom vergangenem Jahr nach Abschied geschmeckt hat könnt ihr hier nachlesen. Da gibt es auch ein weiteres Suppenrezept, das ich euch nur wärmstens empfehlen kann.
Dieses Jahr waren wir alle vereint am Tisch, niemand ist weggezogen, ganz im Gegenteil, alle sind wieder da und unser Freundeskreis wächst stetig. Ein herrliches Gefühl.
Deswegen schmeckt diese Kürbissuppe auch scharf, würzig mit sehr viel Energie und Pepp.


Heute also exklusiv ein peppiges Kürbissuppenrezept, das nach Gemeinschaft schmeckt, ha!

Man nehme für eine große Meute von 6 hungrigen Freunden:

1 größeren Hokkaidokürbis
4 große Kartoffeln
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 große Prise gemahlene Muskatnuss (das dürfen schon so je 1TL+ bei der Menge sein)
1 große Prise gemahlener Zimt
1 große Prise gemahlene Nelken
2 EL und mehr Tandoori Masala Gewürzmischung, Harrissa ist auch super
2 EL Palmzucker
Salz, Pfeffer, Brühpulver oder selbstgemachten Suppengrundstock, getrocknete gemischte Kräuter, idealerweise aus dem eigenen Garten,
Kokosmilch
1-2 Charlotten + Olivenöl zum anschwitzen.

Den Kürbis wasche ich nur und entferne unschöne Stellen bevor er ausgenommen und in Stücke zerkleinert zusammen mit den geschälten und gewürfelten Kartoffeln in einen Topf wandert. Dort lasse ich alles gut mit Wasser bedeckt und einer Prise Salz solange köcheln bis die Kartoffeln und der Kürbis weich sind. Dann püriere ich alles und gebe eventuell noch etwas heißes Wasser dazu, falls das Kochwasser nicht ausreicht.
Dann beginnt die Magie des Würzens. Dazu gebe ich einfach alle oben genannten Zutaten mit in den Topf und schmecke immer wieder ab, bis es mir scharf genug und würzig genug ist. Das könnt ihr ruhig selber ausprobieren. Viel falsch machen kann man nicht.
Ganz zum Schluss gebe ich noch etwas Kokosmilch und das Suppengeheimnis dazu.


Das Suppengeheimnis? Was ist das denn?
Ich glaube das Geheimnis einer richtig guten Suppen liegt in... oh.. rutscht doch etwas näher, muss ja nicht gleich jeder in den weiten des Internets erfahren....
.. liegt in angeschwitzen und etwas karamellisierten Zwiebeln. Die verfeinern meiner Meinung nach jede herzhaft, deftig Suppe und geben ihr den richtigen Kick. Einfach mal ausprobieren zu Kartoffelsuppe, Maronisuppe, Gemüseeintopf etc. 
Dazu einfach fein gewürfelte Zwiebeln oder Charlotten in heißem Öl anschwitzen, wer mag kann auch etwas Butter nehmen, dann wäre aber die bis jetzt vegane Suppe, nicht mehr vegan. Die Zwiebeln schön dünsten bis sie glasig sind und dann eine Prise Zucker, ich nehme Palmzucker, wegen dem karamelligen Geschmack, dazugeben. Etwas weiter dünsten lassen und die Öl-Zwiebelmischung in die heiße Suppe geben. - Lecker.


Kürbissuppe ist schon etwas Feines, aber sicher fragt ihr euch, was denn sonst noch mit auf dem Menüplan stand an unserem Kürbisabend. Da haben wir sage und schreibe zu sechst ganze 4 Kürbisse gegessen. Zur Vorspeise gab es also eben beschriebene Kürbissuppe, als Hauptgang gefüllter Butternut mit Haselnüssen und Zartweizen und als Dessert Kürbispie mit Schokoboden.
Leider gibt es davon bis jetzt noch keine Fotos, aber vielleicht begegnet euch der Kürbispie hier auf dem Blog nochmal.
Bleibt neugierig... und verratet mir doch mal was ihr am liebsten mit Kürbis anstellt? Was sind eure aussergewöhnlichsten Kreationen? Oder ist Kürbis gar nicht so deins?

{Gesund} Overnight Frühstück


30. September 2014 1 Kommentar


Von meinen frühmorgendlichen Abenteuern in den herbstlichen Nebelfeldern habe ich euch letztes Mal schon erzählt. Was aber viel wichtiger ist, wenn man so früh aufstehen muss ist, dass man ein leckeres Frühstück hat, das man gut mitnehmen kann und morgens nicht noch mehr Zeit raubt.
Für mich Frühstücksmuffel ist das wirklich eine kleine Herausforderung und so habe ich lange gesucht und experimentiert, was ich gut mit zur Arbeit nehmen kann. Gesund sollte es sein, nicht zuviel Zeit kosten, damit ich morgens etwas länger liegen bleiben kann und lange satt machen.


Anforderungen die mit einem einfachen belegten Brot mit Käse und frischen Gemüse sicherlich auch abgetan wären, wäre da nicht die morgendliche Zeitnot und der Fakt, dass am Vorabend vorbereitete Frühstücksbrote leider partout nicht schmecken. Das lasche Gemüse, das durchweichte Brot... ein Graus für mich.
Also musste eine andere Idee her und so habe ich mein Wochenendfrühstück einfach mal so verändert, dass ich es auch super unter der Woche mitnehmen kann. Chiapudding mit Overnight Müsli.
Dazu noch frisches Obst, ein Klecks Marmelade, Gewürze oder pur. Einfach lecker.


Das Geheimnis liegt in der Zeit. In der Zeit in der wir schlafen und nichts tun passiert nämlich die ganze Magie.
Dann verbindet sich wundervolle Kokosmilch mit weltklasse Trockenfrrüchten, Nüssen und Haferflocken und verleiht ihnen einen neuen Charme. Die Früchte werden weich und saftig süß, die Nüsse frisch und durchfeuchet und die Haferflocken erinnern mich an leckeren Porridge ohne aus der Form zu fallen. Das altbekannte Müsli wird zu einer ganz neuen Geschmackserfahrung.
Selbstverständlich funktioniert ein gesundes Müsli ohne den Trendsetter Chia heutzutage gar nicht mehr. Deswegen dürfen die kleinen Samen nicht fehlen. Sie sorgen für ausreichend Ballaststoffe und machen schön lange satt.
Und weil ich statt Kuhmilch auf die pflanzliche Variante Kokosmilch umgestiegen bin, ist das ganze Frühstück sogar Vegan.



Eigentlich, so finde ich, müsste man das nicht mal betonen. Es gibt ausreichend vegane Gerichte, die nicht mal auffällig vegan sind oder erst lange veganisiert werden müssen.
Gute Vollkornnudeln mit selbstgemachter Tomatensoße beispielsweise. Vollkommen vegan, da in den wenigsten Vollkornnudeln Ei enthalten ist. Oder leckere Kürbissuppe... Komplett vegan, ohne aufzufallen. Schön ist sowas, wenn man sich das erstmal bewusst machen kann.

Jetzt spanne ich euch aber nicht auf die lange Folter und verrate euch genau was in meinem "Übernacht-Frühstück" drin steckt und mir Power für den Tag gibt.
Für 1 Portion braucht ihr in etwa:

2 Tl Chiasamen. Weicht diese in etwas Wasser ein und lasst sie solange quellen, bis sie eine gelartige
Konsistenz erlangen. Immer wieder umrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Gebt auf die Chiaschicht nun einige Esslöffel gutes Früchtemüsli und gießt etwa 50ml Kokosmilch darauf. Ein guter Schluck Wasser dazu danach Gewürze, wie Zimt, Anis, Nelkenpulver etc., Marmelade oder am nächsten morgen frische Früchte als letzte Schicht oben drauf und schon könnt ihr euer Frühstücksgläschen getrost dem Kühlschrank überlassen.


Und weil ich finde, dass das Auge ja bekanntlich mitisst, mag ich gerade auch beim Frühstück nicht auf eine tolle Verpackung verzichten. Weckgläschen eignen sich super für ein Kühlschrankfrühstück, sind nicht nur schön anzusehen, sondern halten auch dicht, sodass nichts in der Handtasche auslaufen kann.
Übrigens werden in unserer Mensa sogar Desserts und Salate in Weckgläschen serviert. Da bekommt sogar schnödes Mensaessen noch etwas Stil, wer hätte das gedacht?!

Meine Gläser kaufe ich übrigens immer hier oder hier.

Wie ist das bei euch und dem Thema Frühstück? Was nehmt ihr mit in die Arbeit, oder verzichtet ihr vollkommen und habt den Luxus einer guten Kantine? Habt ihr morgens genug Zeit, um gemütlich zu frühstücken?
Ich bin neugierig, ihr wisst ja...


{Herbst} Lavendeltee und Nebel


22. September 2014 Kommentieren /


Wenn man wie ich öfter mal in den Genuss kommt morgens halb 5 das Haus zu verlassen, dann hat man es sicher schon bemerkt. Es wird Herbst. Oder ist es schon? Besonders ist mir das letzte Woche aufgefallen, als ich mir mit meinem kleinen fast-Oldtimer den Weg durch dichte Nebelschwaden bahnen musste. Direkt am Nahe gelegenen Fluss machte sich eine düstere, kalte Atmosphäre breit, die nur eines bedeuten konnte: Sommer adé! Herbst juchee?
Fast verdrängt hatte ich diese unumgängliche Tatsache, da die letzten Tage hier schön warm und sonnig waren und kühle Abende, die nach einem Pullover rufen und die fallenden Blätter beim ersten lauwarmen Sonnenstrahl des Morgens wieder vergessen waren.


Ändern lässt es sich nicht, also machen wir einfach das Beste daraus. Seid ihr dabei, wenn wir jetzt wieder die dicken Socken auspacken, die Kuscheldecken griffbereit auf der Couch verteilen, unsere Filmbestände für gemütliche Abende zuhause neusortieren oder aufstocken, Kissen aufschütteln, Katzen bürsten, damit sie flauschige Fusswärmer werden und vor allem unsere Teetassen einsatzbereit machen?


Was der Engländer ja Sommer wie Winter täglich genießt, ganz davon abgesehen, wie warm oder kalt es Draußen ist, kommt bei uns jetzt wieder richtig in Saison. Allerdings kann ich euch heute nicht mit einer Teeparty überraschen, ich werde auch nicht von der wunderbaren Wirkung von grünem Tee zum Entschlacken sprechen, sondern mache es mir einfach richtig gemütlich.
Zusammen mit dem Kater, einem guten Buch und einer großen Lieblingstasse voll London Fog Tea der nur echt ist mit einer großen Portion Milch. Meine Lieblingstasse ist übrigens diese Wunderschöne auf den Fotos von Esprit, die ein unglaubliches Fassungsvolumen von 500ml hat, was für mich genau die richtige Größe ist. Ich habe sie vor einigen Jahren mal als Goodie zu einem Einkauf in Malaysia bekommen und hüte sie seither wie einen Schatz.


Aber halt, nicht so schnell. London Fog Tea? War das nicht.. ist das nicht gleich nochmal... 
Ja, genau. Eigentlich müsste  mich der Erdboden samt Teetasse verschlucken, dass ich mich überhaupt traue diesen Namen zusammen mit meiner Teekreation zu verwenden. Denn London Fog Tea ist eigentlich eine Mischung aus gutem Earl Grey Tee, der mit Bergamotte aromatisiert ist, heißer Milch und Vanille Sirup. 
Weil ich aber den Geschmack von Earl Grey Tee aufgrund des Bergamottenaromas nicht sonderlich mag und mir sehr gut vorstellen kann, dass es noch einigen Anderen genauso gehen wird, habe ich mir da eine kleine Änderung überlegt. Und die, kann ich versprechen überzeugt vollkommen.


Für meinen Spezial... ähm... "Lech Fog Tea" (benannt nach dem Fluss der uns die wundervollen Nebelschwaden in der Umgebung beschert) ... verwende ich nämlich einen wundervollen Darjeeling zusammen mit spätsommerlichen Lavendelblüten und Palmzucker. Klingt das nicht einfach nur fantastisch? Und bestimmt wollt ihr jetzt sofort losstürmen, Teewasser aufsetzen, Teefilter füllen und euch ins heiße Wohlbefinden werfen.
Könnt ihr auch, nehmt doch aber vorher dieses Mini-Rezept mit, dann kann nichts mehr schief gehen.

Für 2 normale Tassen oder eine riesen Tasse (500ml, darunter fange ich fast gar nicht mehr an) braucht ihr:

2 TL Schwarzen Tee (z.b. Darjeeling)
1TL Lavendlblüten
1 TLPalmzucker

heißes Wasser
etwas heiße Milch

Ich denke ich brauche keine genaue Anleitung zum Teekochen schreiben. Das schafft ihr sicher auch alleine ;)

Aber eine Kleinigkeit kann ich euch noch raten. Falls euch der Tee überzeugt, versucht doch mal Lavendelblütenpalmzucker herzustellen. Das geht ganz einfach.  Gebt dazu einfach etwa 50g Palmzucker zusammen mit ca. 1 EL Lavendelblüten in einen Multizerkleinerer und macht Lavendelpuderzucker daraus. Das schmeckt sehr lecker auch in anderen Tees oder Süßigkeiten.


Selbstverständlich gäbe es keinen Beitrag von mir, mit Fotos von Harry oder Sally, wenn ich nicht auch noch eine kleine Anekdote erzählen könnte. Einige die mir auch auf Facebook (klick) oder Instagram (klick) folgen haben es vielleicht schon mitbekommen. Beim Aufbau des Sets für die Fotos habe ich mit allerhand Stoffen, Kissen und Kuschelzeug gehandwerkt und diese auf meinem Bett arrangiert. Neugierig wie unser Kater Harry nunmal ist, blieb ihm das nicht verborgen und er musste sich mal näher ansehen, was ich da mache und vor allem was denn in dieser riesengroßen Tasse, in der sein ganzer Kopf hineinpasst, drin ist. So ist folgendes Bild entstanden.


Natürlich war das nicht alles. Nein! - kaum hatte er alles eingehend untersucht, empfand er es als sehr gemütlich sich Mitten im Fotoset breit zu machen. Die Laken waren einfach zu flauschig. So kam es wie es musste und ich konnte nicht anders als ihn miteinzubinden. Aber wehe, ich würde planen unsere Katzen als Fotomodelle zu verwenden, dann sind die immer spurlos verschwunden, ähnlich wie beim ersten Geräusch des Staubsaugers. Seltsam.

Auf welche Getränke freut ihr euch im Herbst? Was für Kreationen entwickelt ihr? Oder haltet ihr noch an sommerlichen Getränken fest so lange es geht?
Lasst es mich wissen, ich bin neugierig.  

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