Linsennudeln Cacio e Pepe

13. Juni 2016 1 Kommentar Ausdrucken?



Vor kurzem waren Bekannte von mir in Rom. Ein kleiner, aber feiner Urlaub war es wohl. So zumindest haben sie ihn mir beschrieben. Beim gemeinsamen Bilder gucken einige Tage später erzählten sie mir unter anderem von einem römischen Nationalgericht, das mich seither nicht mehr los lässt. Eine ganz einfache, leckere Pasta, die mit nur wenigen Zutaten auskommt. Pasta Cacio e Pepe - Pasta mit Parmesan und Pfeffer.
Alles was einfach ist und lecker schmeckt, wandert bei mir ja gedanklich sofort auf die "Das-koche-ich-nach-Liste". So auch diese Pasta.

Viel zu lange ist mein letzter Urlaub jetzt her und von italienischen Nächten auf römischen Piazzas träume ich ja schon seit Jahren. Wahrscheinlich ist Rom weitaus weniger romantisch, als ich es mir in meinem Kopf vorstelle...
Gedanklich setze ich mich zuhause in einen Nachtzug und fahre nach einer aufregenden, holprigen Nacht, in der ich Rotwein trinkend dem Charme von Franco verfalle, am nächsten Morgen in den Bahnhof von Rom ein. Dort erwartet mich "un caffè" und ein "gelato", bevor ich mich voller Vorfreude in die Innenstadt aufmache. Ich entdecke malerische kleine Gassen, lasse mich vom italienischen "Dolce farniente" treiben und genieße spät am Abend, mit schmerzenden Füßen und einem Herz voll Glück, Pizza und Pasta Cacio e Pepe. 


In der Realität sieht meine Reise wohl weitaus weniger spannend aus. Ich stelle mir die Realität in etwa so vor:
Meine Reise beginnt fluchend. Vermutlich, weil mein Zug zum Flughafen wieder einmal Verspätung hat und ich nur mit Ach und Krach das Flugzeug erwische. Ich bin durchgeschwitzt, genervt und sitze zu allem Übel auch noch eingepfercht zwischen Klaus und Brigitte, die seit 25 Jahren immer in das gleiche Hotel an der Adria fliegen und mir unbedingt bis ins kleinste Detail jede Sehenswürdigkeit Roms beschreiben. Vorfreude? Neugierde? Fehlanzeige!
Am Flughafen in Rom kostet mich "un caffè" schlappe acht Euro und an Eis mag ich bei diesen Preisen nicht einmal mehr denken. Vermutlich möchte ich bereits jetzt schon wieder auf der Stelle nach Hause. Ich winke Pizza und Pasta Cacio e Pepe gedanklich hinterher und denke mir:
Das romantische Rom gefällt mir wesentlich besser und hoffentlich liegt meine Romreise, die ich sicher noch irgendwann in meinem Leben machen werde, irgendwo genau dazwischen.

Solange bleibe ich lieber in meiner Gedankenwelt. Da gefällt mir Rom mit Franco und Cacio e Pepe nämlich ziemlich gut. Ich blicke aus dem Fenster, es regnet wieder einmal Bindfäden und dieser Sommer erinnert mich eher an die Regenzeit in Bangkok als an heiße Sommernächte in Rom. Egal! "Pasta Cacio e Pepe" wird das schon richten und mit einem Teller heißer Nudeln lässt es sich weitaus besser träumen. Ich setze also Nudelwasser auf und stelle mit Erschrecken fest:
„Die Nudeln sind weg!” Enttäuscht will ich das Nudelwassser kurzer Hand in Teewasser verwandeln, denn Tee geht ja bekanntlich immer, und die Nummer des Lieferservices wählen, als mir die kleine nu3 Insider Box* wieder einfällt, die mir Juliana und Kirsten vor einiger Zeit zugeschickt haben. „Waren da nicht auch Nudeln mit drin?”, frage ich mich. Und ich liege richtig. Knall-Orange leuchten mir die Linsenudeln von Govinda* entgegen. Hm... ob das schmeckt? Ich bin noch skeptisch, als ich die ersten Spirelli ins Wasser gebe.
3 Minuten Kochzeit steht auf der Packung. Zeit genug, um Dir das Rezept zu verraten.

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Pasta Cacio e Pepe mit Linsennudeln


Man koche so viele Nudeln wie man mag, gebe einige Flöckchen Butter über die heißen, gekochten Nudeln, füge ein wenig Nudelwasser hinzu und reibe eine riesige Portion Parmesan über die Pasta. Jetzt nur noch genügend Pfeffer darüber streuen - damit bitte auf keinen Fall sparen! Wer es etwas cremiger mag, darf gerne noch ein Löffelchen Schmand hinzugeben und gut verrühren. Das ist dann aber nicht mehr typisch römisch. Schmeckt jedoch himmlisch.

Soweit die Theorie. In der Praxis erweist sich dieses Rezept als eher schwierig. Zumindest mit Linsennudeln. Auf meinem Teller sieht es aus, als ob Asterix und Obelix einmal quer durch Rom gezogen sind. Das muss ich leider beim Anblick meiner Pasta äußerst erschreckt feststellen. Schade, aber Rühren vertragen die Linsennudeln nunmal gar nicht.


„Matsch” soweit das Auge reicht! Was wäre ich für ein langweiliger Foodblogger, wenn ich Dir so etwas nicht auch einmal zeigen würde. Deswegen gibt es heute auf allen Fotos die ungeschönte Wahrheit.
Ich zeige Dir eine undefinierbare, jedoch sehr leckere Linsennudel-Cacio-e-Pepe Masse. Nicht einmal die dekorativen Blätter Rucola können noch vom Teller-Desaster ablenken. Meinst du es hilft, wenn ich dir sage, dass der sogar aus dem heimischen Garten kommt? Nein, auch nicht? Ein Versuch war es dennoch wert!
Und auch wenn Du mich jetzt vielleicht vorwurfsvoll anblickst und mir sagst, dass das Auge doch bitteschön mit isst und was mir denn einfällt, so etwas zu zeigen, zwinkere ich Dir schlichtweg zu und sage: „Geschmacklich waren die Linsennudeln Cacio e Pepe einfach nur fabelhaft und beim Träumen hatte ich eh die Augen zu. Das machst Du vielleicht besser auch!”

Oder Du nimmst eben Hartweizen-Pasta und probierst die Goodels von Govinda* einmal mit selbstgemachtem Pesto aus. Da sind sie nämlich super und behalten auch noch ihre Form. Das kannst Du gerne auf Instagram bewundern.


An dieser Stelle gilt mein Dank dem Team rund um Juliana und Kirsten von nu3*, die mich immer wieder mit tollen Sachen überraschen. Herzlichen Dank dafür!

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Homemade Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel

26. Mai 2016 Kommentieren Ausdrucken?

… oder warum diese verflucht, leckere Schokocreme doch besser dauerhaft in deiner eigenen Küche hergestellt werden sollte.

Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel


Ich erzähle dir jetzt eine Geschichte über Ideen und Freunde und warum Freunde einen immer wieder zu verrückten Ideen anstacheln. Zumindest wenn es genauso kreative Freigeister sind wie man selbst oder in dem Fall eben ich.

Alles fing mit einer E-Mail an. Wie so oft. Diesmal erreichte mich eine internationale Nachricht. Sie kam aus Israel. Spannend dachte ich. Der Inhalt. Tee! Also im Prinzip stand sicher noch mehr in der E-Mail, aber das war alles, was bei mir hängen blieb. Bei gutem Tee setzt mein Gehirn schon mal ein klein wenig aus. Es kam also nur an, ich solle außergewöhnlichen Tee aus Israel probieren. Als ich dann das Packaging auf den ersten Fotos sah, wusste ich, das kann ich dir nicht vorenthalten. Du musst Cérémonie Tea* aus Israel zumindest kennenlernen, um selbst zu entscheiden, was du davon hältst. Also sagte ich zu und wenige Wochen später bekam ich Post. Allerdings kein Päckchen voll leckerem Tee, sondern vom Zoll. - Huch. Sowas hatte ich übrigens noch nie! Wieder einmal eine Premiere. Wenige Tage später, der Zoll hatte den Tee als “ungefährlich” deklariert, konnte ich die erste Tasse aufbrühen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Tee liebe? Ich trinke tagtäglich in etwa 1-2 Liter der verschiedensten Tee Sorten und kann tatsächlich übellaunig werden, wenn ich meine große Tasse Tee nicht bekomme. Ich denke nun hast du in etwa eine Vorstellung davon, welche Rolle Tee in meinem Leben spielt.

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Zitat Schokolade und Ceremonie Tea


Mit außergewöhnlichem Tee stelle ich dann auch gerne etwas Außergewöhnliches an. Und bei Tee aus Israel, mit dieser wirklich exklusiven Verpackung, hatte ich doch dezente Skrupel, meine riesige Tasse auszupacken und einfach so, ohne Sinn und Verstand, eine Teepyramide nach der anderen wegzubechern. Also habe ich mir etwas überlegt.
Eine wirklich fiese, leckere, kleine Schweinerei, die all deine Bikini-Vorhaben für dieses Jahr ein für alle Mal zunichte machen wird.

Warum ich das mit einer solchen Gewissheit sagen kann? Ich habe es getestet. An … ok sagen wir “mit” einer Freundin. Als die mir einige Tage, nachdem ich ihr ein kleines Weck-Gläschen voll geschenkt hatte, eröffnete: “Du… Claudi, bei meinem Glas sieht man den Boden…”, wusste ich Bescheid. Es funktioniert! Ich habe dann erstmal ganz unschuldig gefragt: “Wie hat’s denn auf dem Brot geschmeckt?”
Die Reaktion: Unbezahlbar!
“Wie? Mit Brot?! - Ich habe die Schokocreme mit dem Löffel gegessen!”
Ich persönlich habe ja Crêpes dazu gemacht, aber jeder wie er meint! ;)

Löffel mit Schokocreme und Blaubeeren


Fazit aus der Geschichte: Egal, ob du diese leckere Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel nun aufs Brot schmierst oder es lieber wie L. aus dem Gläschen löffelst, du wirst höchstwahrscheinlich nur schwer davon wegkommen. Also sei dir bitte bewusst, was du hier nachkochst und ob du das wirklich willst.

Auf deine eigene Gefahr hin verrate ich dir nun das Rezept, bevor ich dir erzähle, was wir Freigeister noch für wilde Ideen im Schokorausch entwickelt haben.

Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel

Rezept für 3 Gläschen
1 Esslöffel loser Earl Grey Tee oder zwei Tee-Pyramiden
1 Esslöffel Lavendelblüten
60ml kochendes Wasser

300g Zartbitterschokolade
2 Esslöffel Vanilleextrakt
1 Tasse Sahne
1 gute Prise Fleur de Sel


Den Tee zusammen mit den Lavendelblüten mit dem kochenden Wasser aufgießen und 5 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen. Dabei den Tee und die Blüten gut ausdrücken. Den noch heißen Tee nun zur kleingehackten Schokolade geben und gut verrühren bis die Schokolade zu schmelzen beginnt. Die Sahne aufkochen lassen und sofort zur Schokomischung geben. Solange rühren bis alles geschmolzen ist und keine Klümpchen übrig sind. Dann in etwa 9g Fleur de Sel hinzufügen und die Mischung in 3 Gläschen abfüllen und auskühlen lassen. Mindestens zwei Stunden kühlen.


Crepes mit Schokolade und Tee


Ich hoffe, du hast nun ein Gläschen Schokocreme mit Earl Greay und Lavendel vor dir stehen und bist schon ein wenig ins Schoko-Koma gefallen. Denn dann kannst du unserer verrückten Idee vielleicht ein wenig besser folgen.

Relativ regelmäßg, etwa einmal in der Woche treffe ich mich mit meinen Freunden zum gemeinsamen Kochen und Essen. Das ist ziemlich schön, denn so können wir den Kontakt zueinander relativ gut halten, obwohl wir alle in unsere Jobs eingespannt sind und nicht so viel Zeit haben.

An solchen Abenden kommen dann eben auch mal, zusammen mit dem Essen, fixe Ideen auf den Tisch. Vor zwei Wochen war es diese hier:

Wir alle sind davon überzeugt, dass jeder Mensch in den Genuss dieser tollen Schokocreme kommen sollte. Das Rezept zu veröffentlichen, wäre nur ein Anfang, aber noch lange nicht genug. Also haben wir einen Abend lang gerechnet, überlegt und geträumt wie wir die Schokocreme unter die Menschen bekommen könnten. Schlussendlich sind wird dann doch leider übereingekommen, dass allein die Haltbarkeit der Schokocreme uns ordentlich Probleme beim Vertrieb machen würde. Denn länger als 2-3 Wochen würde ich sie nicht im Kühlschrank aufheben.
Zumindest wenn wir davon ausgehen, dass in dieser Zeit überhaupt noch etwas davon da ist… aber das ist wieder eine andere Sache. Tests diesbezüglich stehen noch aus.
Aber auch allein die Deklaration und Abnahme durch die verschiedenen Lebensmittelbehörden wären wohl viel zu aufwendig und zu teuer. Also bleibt es dabei, dass du diese verflucht, leckere Schokocreme auch auf Dauer zuhause selbst herstellen musst. Sorry. ;)
Vermutlich wird diese Tatsache eine Freunde nicht davon abhalten können, im nächsten Futterkoma, wieder Ideen in mein kleines Köpfchen zu pflanzen. Sollen sie ruhig...

So lecker. Schokocreme mit Tee und Lavendel


Vielen Dank an dieser Stelle an Caroline von Cérémonie Tea* für das wundervolle Päckchen voller Tee und Genuss. Schon alleine wegen des Packagings kann ich Euren Tee uneingeschränkt weiterempfehlen. Geschmacklich hat er mich ebenso überzeugt. Daumen  hoch für die Idee euren Tee auch in Deutschland zu verbreiten. Ich finde das super und unterstütze in diesem Fall sehr gerne. 

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