{Gesund} Overnight Frühstück


30. September 2014 Kommentieren


Von meinen frühmorgendlichen Abenteuern in den herbstlichen Nebelfeldern habe ich euch letztes Mal schon erzählt. Was aber viel wichtiger ist, wenn man so früh aufstehen muss ist, dass man ein leckeres Frühstück hat, das man gut mitnehmen kann und morgens nicht noch mehr Zeit raubt.
Für mich Frühstücksmuffel ist das wirklich eine kleine Herausforderung und so habe ich lange gesucht und experimentiert, was ich gut mit zur Arbeit nehmen kann. Gesund sollte es sein, nicht zuviel Zeit kosten, damit ich morgens etwas länger liegen bleiben kann und lange satt machen.


Anforderungen die mit einem einfachen belegten Brot mit Käse und frischen Gemüse sicherlich auch abgetan wären, wäre da nicht die morgendliche Zeitnot und der Fakt, dass am Vorabend vorbereitete Frühstücksbrote leider partout nicht schmecken. Das lasche Gemüse, das durchweichte Brot... ein Graus für mich.
Also musste eine andere Idee her und so habe ich mein Wochenendfrühstück einfach mal so verändert, dass ich es auch super unter der Woche mitnehmen kann. Chiapudding mit Overnight Müsli.
Dazu noch frisches Obst, ein Klecks Marmelade, Gewürze oder pur. Einfach lecker.


Das Geheimnis liegt in der Zeit. In der Zeit in der wir schlafen und nichts tun passiert nämlich die ganze Magie.
Dann verbindet sich wundervolle Kokosmilch mit weltklasse Trockenfrrüchten, Nüssen und Haferflocken und verleiht ihnen einen neuen Charme. Die Früchte werden weich und saftig süß, die Nüsse frisch und durchfeuchet und die Haferflocken erinnern mich an leckeren Porridge ohne aus der Form zu fallen. Das altbekannte Müsli wird zu einer ganz neuen Geschmackserfahrung.
Selbstverständlich funktioniert ein gesundes Müsli ohne den Trendsetter Chia heutzutage gar nicht mehr. Deswegen dürfen die kleinen Samen nicht fehlen. Sie sorgen für ausreichend Ballaststoffe und machen schön lange satt.
Und weil ich statt Kuhmilch auf die pflanzliche Variante Kokosmilch umgestiegen bin, ist das ganze Frühstück sogar Vegan.



Eigentlich, so finde ich, müsste man das nicht mal betonen. Es gibt ausreichend vegane Gerichte, die nicht mal auffällig vegan sind oder erst lange veganisiert werden müssen.
Gute Vollkornnudeln mit selbstgemachter Tomatensoße beispielsweise. Vollkommen vegan, da in den wenigsten Vollkornnudeln Ei enthalten ist. Oder leckere Kürbissuppe... Komplett vegan, ohne aufzufallen. Schön ist sowas, wenn man sich das erstmal bewusst machen kann.

Jetzt spanne ich euch aber nicht auf die lange Folter und verrate euch genau was in meinem "Übernacht-Frühstück" drin steckt und mir Power für den Tag gibt.
Für 1 Portion braucht ihr in etwa:

2 Tl Chiasamen. Weicht diese in etwas Wasser ein und lasst sie solange quellen, bis sie eine gelartige
Konsistenz erlangen. Immer wieder umrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Gebt auf die Chiaschicht nun einige Esslöffel gutes Früchtemüsli und gießt etwa 50ml Kokosmilch darauf. Ein guter Schluck Wasser dazu danach Gewürze, wie Zimt, Anis, Nelkenpulver etc., Marmelade oder am nächsten morgen frische Früchte als letzte Schicht oben drauf und schon könnt ihr euer Frühstücksgläschen getrost dem Kühlschrank überlassen.


Und weil ich finde, dass das Auge ja bekanntlich mitisst, mag ich gerade auch beim Frühstück nicht auf eine tolle Verpackung verzichten. Weckgläschen eignen sich super für ein Kühlschrankfrühstück, sind nicht nur schön anzusehen, sondern halten auch dicht, sodass nichts in der Handtasche auslaufen kann.
Übrigens werden in unserer Mensa sogar Desserts und Salate in Weckgläschen serviert. Da bekommt sogar schnödes Mensaessen noch etwas Stil, wer hätte das gedacht?!

Meine Gläser kaufe ich übrigens immer hier oder hier.

Wie ist das bei euch und dem Thema Frühstück? Was nehmt ihr mit in die Arbeit, oder verzichtet ihr vollkommen und habt den Luxus einer guten Kantine? Habt ihr morgens genug Zeit, um gemütlich zu frühstücken?
Ich bin neugierig, ihr wisst ja...


{Herbst} Lavendeltee und Nebel


22. September 2014 Kommentieren /


Wenn man wie ich öfter mal in den Genuss kommt morgens halb 5 das Haus zu verlassen, dann hat man es sicher schon bemerkt. Es wird Herbst. Oder ist es schon? Besonders ist mir das letzte Woche aufgefallen, als ich mir mit meinem kleinen fast-Oldtimer den Weg durch dichte Nebelschwaden bahnen musste. Direkt am Nahe gelegenen Fluss machte sich eine düstere, kalte Atmosphäre breit, die nur eines bedeuten konnte: Sommer adé! Herbst juchee?
Fast verdrängt hatte ich diese unumgängliche Tatsache, da die letzten Tage hier schön warm und sonnig waren und kühle Abende, die nach einem Pullover rufen und die fallenden Blätter beim ersten lauwarmen Sonnenstrahl des Morgens wieder vergessen waren.


Ändern lässt es sich nicht, also machen wir einfach das Beste daraus. Seit ihr dabei, wenn wir jetzt wieder die dicken Socken auspacken, die Kuscheldecken griffbereit auf der Couch verteilen, unsere Filmbestände für gemütliche Abende zuhause neusortieren oder aufstocken, Kissen aufschütteln, Katzen bürsten, damit sie flauschige Fusswärmer werden und vor allem unsere Teetassen einsatzbereit machen?


Was der Engländer ja Sommer wie Winter täglich genießt, ganz davon abgesehen, wie warm oder kalt es Draußen ist, kommt bei uns jetzt wieder richtig in Saison. Allerdings kann ich euch heute nicht mit einer Teeparty überraschen, ich werde auch nicht von der wunderbaren Wirkung von grünem Tee zum Entschlacken sprechen, sondern mache es mir einfach richtig gemütlich.
Zusammen mit dem Kater, einem guten Buch und einer großen Lieblingstasse voll London Fog Tea der nur echt ist mit einer großen Portion Milch. Meine Lieblingstasse ist übrigens diese Wunderschöne auf den Fotos von Esprit, die ein unglaubliches Fassungsvolumen von 500ml hat, was für mich genau die richtige Größe ist. Ich habe sie vor einigen Jahren mal als Goodie zu einem Einkauf in Malaysia bekommen und hüte sie seither wie einen Schatz.


Aber halt, nicht so schnell. London Fog Tea? War das nicht.. ist das nicht gleich nochmal... 
Ja, genau. Eigentlich müsste  mich der Erdboden samt Teetasse verschlucken, dass ich mich überhaupt traue diesen Namen zusammen mit meiner Teekreation zu verwenden. Denn London Fog Tea ist eigentlich eine Mischung aus gutem Earl Grey Tee, der mit Bergamotte aromatisiert ist, heißer Milch und Vanille Sirup. 
Weil ich aber den Geschmack von Earl Grey Tee aufgrund des Bergamottenaromas nicht sonderlich mag und mir sehr gut vorstellen kann, dass es noch einigen Anderen genauso gehen wird, habe ich mir da eine kleine Änderung überlegt. Und die, kann ich versprechen überzeugt vollkommen.


Für meinen Spezial... ähm... "Lech Fog Tea" (benannt nach dem Fluss der uns die wundervollen Nebelschwaden in der Umgebung beschert) ... verwende ich nämlich einen wundervollen Darjeeling zusammen mit spätsommerlichen Lavendelblüten und Palmzucker. Klingt das nicht einfach nur fantastisch? Und bestimmt wollt ihr jetzt sofort losstürmen, Teewasser aufsetzen, Teefilter füllen und euch ins heiße Wohlbefinden werfen.
Könnt ihr auch, nehmt doch aber vorher dieses Mini-Rezept mit, dann kann nichts mehr schief gehen.

Für 2 normale Tassen oder eine riesen Tasse (500ml, darunter fange ich fast gar nicht mehr an) braucht ihr:

2 TL Schwarzen Tee (z.b. Darjeeling)
1TL Lavendlblüten
1 TLPalmzucker

heißes Wasser
etwas heiße Milch

Ich denke ich brauche keine genaue Anleitung zum Teekochen schreiben. Das schafft ihr sicher auch alleine ;)

Aber eine Kleinigkeit kann ich euch noch raten. Falls euch der Tee überzeugt, versucht doch mal Lavendelblütenpalmzucker herzustellen. Das geht ganz einfach.  Gebt dazu einfach etwa 50g Palmzucker zusammen mit ca. 1 EL Lavendelblüten in einen Multizerkleinerer und macht Lavendelpuderzucker daraus. Das schmeckt sehr lecker auch in anderen Tees oder Süßigkeiten.


Selbstverständlich gäbe es keinen Beitrag von mir, mit Fotos von Harry oder Sally, wenn ich nicht auch noch eine kleine Anekdote erzählen könnte. Einige die mir auch auf Facebook (klick) oder Instagram (klick) folgen haben es vielleicht schon mitbekommen. Beim Aufbau des Sets für die Fotos habe ich mit allerhand Stoffen, Kissen und Kuschelzeug gehandwerkt und diese auf meinem Bett arrangiert. Neugierig wie unser Kater Harry nunmal ist, blieb ihm das nicht verborgen und er musste sich mal näher ansehen, was ich da mache und vor allem was denn in dieser riesengroßen Tasse, in der sein ganzer Kopf hineinpasst, drin ist. So ist folgendes Bild entstanden.


Natürlich war das nicht alles. Nein! - kaum hatte er alles eingehend untersucht, empfand er es als sehr gemütlich sich Mitten im Fotoset breit zu machen. Die Laken waren einfach zu flauschig. So kam es wie es musste und ich konnte nicht anders als ihn miteinzubinden. Aber wehe, ich würde planen unsere Katzen als Fotomodelle zu verwenden, dann sind die immer spurlos verschwunden, ähnlich wie beim ersten Geräusch des Staubsaugers. Seltsam.

Auf welche Getränke freut ihr euch im Herbst? Was für Kreationen entwickelt ihr? Oder haltet ihr noch an sommerlichen Getränken fest so lange es geht?
Lasst es mich wissen, ich bin neugierig.  

{Outside} Ein Wochenende mit Wein


17. September 2014 Kommentieren /


Ich muss es zugeben, die Häufigkeit meiner Reisen hat dieses Jahr beachtlich zugenommen und ich habe mich in den letzten Wochen mehr bekochen lassen, als selbst den Löffel geschwungen. Erst konnte ich mich durch die Bergküche schlemmen, dort habe ich immerhin wenigstens ein bisschen selbst gekocht, dann in Dresden kulinarische Hotspots ausfindig machen und nun sogar im Weinberg dinieren. Vielleicht klappt das ja doch noch mit dem Reiseblogger? - Nein, keine Angst, bald stelle ich mich wieder selbst in die Küche und zaubere allerhand Dinge für euch. Ich habe da schon Einiges im Kopf.
Heute möchte ich euch aber nochmal auf eine kleine Reise an die Mosel mitnehmen.
Dorthin wurde ich nämlich zu einem Winzerwochenende eingeladen.


Einer Flaschenpost bin ich bis nach Traben-Trarbach zum Weingut der Familie F.W. Langguth und dem Hauptsitz der Erben Weine gefolgt. Obwohl die Fahrt dorthin wirklich anstrengend und verursacht durch Staus extrem lang war, habe ich dieses Wochenende wirklich sehr genießen können. Nach einem kleinen Kennenlernen aller Teilnehmer am Freitag Abend, hatte ich schon das Gefühl mit Freunden die Weingläser zu heben und war wirklich überrascht wie vielseitig und unterschiedlich die Mitglieder der Erben-Gemeinschaft sind. Wer einige Fotos mehr vom Wochenende sehen möchte darf gerne hier klicken und vielleicht entdeckt ihr mich ja auf dem einen oder anderen Bild.


Aber nicht nur dieses Kennenlernen so vieler interessanter Menschen hat mich beeindruckt, sondern auch das, was ich am Samstag erleben konnte. Nach einer kleinen Wanderung durch die malerische Landschaft und Weinberge habe ich zwischen vielen Weinstöcken sogar meinen eigenen kleinen Rebstock entdeckt. Hier könnt ihr ein Foto von mir, ganz stolz neben dem Weinstock, bewundern. Und das Schönste ist, er trägt schon massig Trauben (die wirklich lecker sind, aber psssst). Ich freue mich, dass aus diesen bald schon ein leckerer Riesling wird. Vielleicht stecken dann einige Trauben von meinem Pflänzchen auch irgendwann in eurer Flasche?
Nach der Suche gab es den ersten kulinarischen Zwischenstopp. Eine Vesper in Mitten von Weinbergen.


Natürlich mit allerhand Leckereien und viel gutem Erben Wein. Allein die Luft, die Aussicht, das gute Essen und der Wein waren einfach nur Wahnsinn. Sowas könnte ich ja jeden Tag machen. Eine kleine Wanderung und hinterher gutes Essen. Hach, wäre das schön. Und obwohl anschließend ein kleiner "Social Media Workshop" an stand, hat sich das alles fast wie Urlaub angefühlt.
Besonders die inspirierenden Gespräche unterwegs und beim gemeinsamen Abendessen im Weinkeller der Familie Langguth.


In einer wundervollen Kulisse konnten wir uns festlich angezogen nämlich am Buffet bedienen, wo mich die Muskatkürbissuppe voll und ganz überzeugt hat und mich mich daran erinnert, dass auch ich wieder ein neues Rezept vorbereitet habe. Letztes Jahr habe ich euch ja schon meine Variante mit Salbei vorgestellt, dieses Jahr wird es wohl etwas schärfer. Aber nicht nur am Buffet konnten wir uns austoben, sondern auch selbst Wein zapfen und uns durch das Sortiment der Erben Weine probieren. Dabei habe ich tatsächlich einen Rotwein entdeckt der mir auf Anhieb und ohne Abstriche geschmeckt hat. Normalerweise trinke ich selbst am liebsten Weißwein, aber der Erben Spätburgunder Réserve wird wohl der erste Rotwein sein, den ich mit voller Überzeugung weiterhin trinken und auch mal verschenken werde.


Nach dem Essen und der Weinprobe durften wir dann noch einen kleinen Einblick in den historischen Weinkeller der Familie werfen und uns mal ein Bild machen, wie in etwa Wein gelagert wird. In riesigen Tanks und Fässern schlummert er unter dem ganzen Dorf verteilt, denn das halbe Dorf ist mit solchen "Katakomben" unterkellert. Dort lagern Schätze wie Champagner, wie im linken Bild zu sehen ist oder aber auch wie im rechten Bild, leider schwer zu erkennen ist, ganze Weintanks. Nur kleine Zapfhähne lassen auf den Inhalt schließen. Solche Keller sind übrigens die perfekten Kulissen für sämtliche schaurige Horrorfilme, da nicht nur Spinnweben und Staub die Flaschen bedecken, sondern sich auch schier endlose, ins Dunkle führende Gänge, wie ein Netz unterirdisch verteilen.


Ich sage nur, wow! Was für ein spannendes Wochenende.
Und weil ich ja bereits erzählt habe, dass ich selbst nun stolzer Pate eines Rebstocks bin möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, dass auch ihr eine Chance habt einen solchen zu gewinnen und sogar jedes Jahr überprüfen könnt, wie der Wein aus der Region schmeckt und sich entwickelt.

Nehmt dazu einfach am Erben-Wein-Gewinnspiel teil und hofft, dass ihr von der Glücksfee ausgelost werdet. Im Übrigen, durfte ich sogar selbst Glücksfee sein und konnte schon 20 Gewinnern zu ihrer Patenschaft verhelfen.

Zu guter Letzt bleibt mir nur noch zu sagen: "Danke"! Tausend mal "Danke" an Verena, Sven, André, Alois, der Familie F.W. Langguth, dem Rest der Erbengemeinschaft und dem ganzen Team der vm-people für das wunderbare Wochenende.

{Oudside} Dresden, du wunderbare Stadt


12. September 2014 2 Kommentare /


Eines der Dinge die ich wirklich liebe wie Essen, ist das Reisen. Hätte ich wohl etwas mehr Kleingeld zur Verfügung, ich wäre wahrscheinlich kein Foodblogger, sondern Reiseblogger. Oder eventuell sogar beides zusammen. Das wäre ja in meiner Vorstellung das Beste. Irgendwo hinreisen und ein Land und eine Kultur über ihr Essen kennenzulernen. Neue Früchte und Gemüsesorten auszuprobieren und sich einfach durch die Welt zu futtern. Ähnlich wie in "Schlaraffenland", das wär's doch...

Zum  Glück habe ich schon einige wunderbare Länder dieser Welt bereisen dürfen. Ich hatte schon die Gelegenheit mir in Jordanien Petra anzuschauen (klick), durch die Weiße Wüste Ägyptens zu wandern (klick), konnte wunderbares Dschungelfarngemüse in Malaysia probieren und die leckersten Teesorten Sri Lankas.
Aber in eine deutsche Stadt zieht es mich immer und immer wieder. In meine Geburtsstadt, die einfach nur wunderschön ist.



Ich lade euch ein mit mir durch Dresden zu schlendern, am Elbufer entlang, auf die Semperoper zu. Am Elbufer machen wir einen kurzen Stopp und beobachten die Dampfschiffe und wenn wir Glück haben hupt eines davon ganz laut. Wir gehen weiter, unter den Bäumen hindurch, die Treppe herunter. Auf der linken Seite begrüßt uns das Dresdner Schloss fröhlich und für einen kleinen Moment, denken wir uns.. "hach.. wie das wohl zur Zeit der Kurfürsten hier ausgesehen haben muss?" Wir lassen das Schloss auf der linken Seite zurück und gehen weiter auf den Semperopervorplatz.
Beeindruckt von der Größe und Pracht des Gebäudes bleiben wir stehen und strecken den Kopf in die Höhe und lassen einfach diese wundervolle Atmosphäre der Alten Steine auf uns wirken. Herrlich...
Einen kleinen Schritt weiter betreten wir den Zwinger, lauschen dem Glockenspiel und sind beeindruckt vom Kronentor, dass hellgolden, glänzend in den blauen Himmel ragt und in uns regt sich der Wunsch, direkt darunter hindurchzugehen. Vorher aber noch, entdecken wir verstecke Schätze der Anlage. Das Nymphenbad. Eine Geschichte, die mir dazu immer im Gedächtnis bleiben wird, ist, dass die Dresdner zu Kriegszeiten das Nymphenbad komplett mit Sand gefüllt hatten, um es vor den Bomben und der Zerstörung zu schützen. Beeindruckend, nicht?


Wir spazieren also eine Ebene höher, am Nymphenbad vorbei, sind beeindruckt von den vielen liebevoll gestalteten Figuren und stehen, nun endlich, unter der Krone, die uns blendet, so hell glänzt sie.
Wir wollen weiter, noch mehr sehen, von der Architektur dieser wunderbaren Stadt und verlassen das Zwingergelände, um hineinzukommen zum Herz der Stadt. Weiter geht es zur Frauenkriche, die endlich seit einigen Jahren wieder vollständig aufgebaut ist.
Ich kenne das Gelände noch als Trümmerfeld. Als ich noch ein kleines Kind war, lagen dort überall zig tausend einzelne nummerierte Steine und die Dresdner waren fleißig dabei ihre Kirche wieder aufzubauen. Jetzt ist es soweit und natürlich werfen wir einen Blick hinein und sind beeindruckt von der Höhe der Kuppel.
 In einem der Cafés um die Frauenkirche, essen wir ein Stückchen Eierschecke. Den Dresdner Kuchen schlecht hin. Und ja, ich gebe zu, auch ich bin ein Fan dieser Leckerei.
Unser nächster Stopp ist der "Große Garten". Die Dresdner Parkanlage mitten in der Stadt. Für Läufer, Spaziergänger, Picknicker und in der Sonnesitzer ist das ein einziges Paradies. Wir laufen einmal quer durch den Park, am Carolaschloss vorbei und bewundern dort die Gartenanlage hin zum Carolasee wo wir für einen kurzen Moment auf einer Parkbank verweilen und den Ruderbooten zusehen. Vielleicht haben wir Lust uns auch eines auszuleihen, oder doch lieber eine kleine Rundfahrt mit der parkeigenen Eisenbahn zu machen?


Einen kleinen Spaziergang machen wir jetzt noch durch Altstrehlen nur, um uns von den wunderschönen Jugendstilhäusern in Entzückung versetzen zu lassen und die Atmosphäre in uns aufzunehmen. Ach, Dresden, wie vielseitig du doch bist!
Gegen Spätnachmittag haben wir uns ein Eis verdient und steigen ins Auto um zum Café Lösch zu fahren und dort das beste Softeis der Stadt zu essen.Wir gönnen uns eine kleine Portion für ca. 0,70€ (oder vielleicht auch eine etwas Größere?) und fahren weiter in Richtung Fernsehturm um einmal die Elbe zu überqueren und die Brücke "Das Blaue Wunder" im Sonnenuntergang zu genießen. Vielleicht essen wir dort auch im Elbgarten oder Schillergarten zu Abend. Oder wir besuchen Dresdens Herz der Stadt  bei Nacht nochmal und gehen im Kanadischen Steakhouse Ontario direkt neben der Frauenkirche essen und lassen uns so richtig verwöhnen. Denn sowohl Menü, Getränke und vor allem Service sind dort ausgezeichnet und haben lange, lange, lange richtig Eindruck bei mir hinterlassen.
Ein Spaziergang am Elbufer entlang hin zur Semperoper nach dem Abendessen bei Nacht ist übrigens nur zu Empfehlen. Die Stadt erwacht nochmal mit einem ganz anderen Charme.



Am nächsten Tag sind wir wieder sehenswürdigkeitenhungrig und wollen raus. Entdecken was Dresdens Umgebung noch zu bieten hat. Heute allerdings etwas gemütlicher, denn irgendwie tun die Füße schon ganz schön weh. Wir besuchen kurz vor Mittag Schloss Wesenstein und spazieren durch den Rosengarten zum Pavillon und ärgern uns, dass wir unser Hofkleid vergessen haben, bis uns einfällt, dass wir gar nicht mehr das 18. Jahrhundert haben. Glück gehabt, denn jetzt können wir in der königklichen Schlossküche selbstgebrautes Bier und frisch gebackenes Brot genießen. Zum Bier werden übrigens Körner gereicht, ich glaube es ist Gerste (?) die eine leckere süße Knabberei sind. Unter Hopfendolden genehmigen wir uns eine zünftige Brotzeit mit Kesselgulasch aus dem Brottopf und Käseteller. Vielleicht dazu noch einige Fettbemmen und auf jeden Fall die spannenden Geschichten des Wirts. Denn der, so habe ich mir sagen lassen, hat immer etwas zu erzählen.


Jetzt sind wir gestärkt und schaffen es vielleicht auf Dresdens Shoppingmeile, die Prager Straße und in die Altmarktgalerie. Neben der Altmarkgalerie ist im Übrigen der alte Marktplatz, wo zur Adventszeit einer der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte, der Dresdner Striezelmarkt, direkt im Herzen der Stadt, ist.
Wer also im Winter nach Dresden kommt, sollte sich den wirklich nicht entgehen lassen. Etwas Romantischeres habe ich selten gesehen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Ausflug in meine Geburtstadt gefallen und vielleicht zieht es euch jetzt auch mal dort hin. Bahntickets gibt es übrigens schon für kleines Geld und eine Zugfahrt, die ist ja bekanntlich lustig...
Was sind denn eure liebsten deutschen Städte, wo sollte ich unbedingt noch hinfahren? Lasst es mich wissen, ich bin neugierig wie immer...


Vielleicht noch etwas in eigener Sache: Auf Facebook teile ich auch Fotos ausserhalb des Blogs, exklusiv Material quasi, das hier wenig Platz findet. Wenn ihr also nicht genug bekommen könnt schaut doch mal vorbei über einen Klick oder Kommentar freue ich mich immer.

{Gut bayerisch} Hüttenfood


31. August 2014 Kommentieren /


August ist für mich Hüttenzeit. Ach wenn der jetzt schon um ist möchte ich euch an Meinem nochmal teilhalben lassen. Für einen schönen gelungenen Sommer gehört für mich Wandern und ein Wochenende auf einer Hütte einfach mit dazu. Und vor allem die ganzen gut bayerischen Leckereien die jeder von uns einfach so aus dem Ärmel schütteln kann.
Dieses Jahr, habe ich euch keine romantisch verspielten Fotos von einer verlassenen Hütte mitgebracht. Die könnt ihr euch aber trotzdem hier anschauen. Denn vor zwei Jahren hatte ich das riesige Glück einen Blick in die "Obere Alp Glocke" zu werfen und habe dort die romantischsten Dinge entdeckt.


Dieses Jahr habe ich euch einige Ideen für euren Gaumen mitgebracht die auch super zu einer Oktoberfestparty passen, wie ich sie hier schon mal gemacht habe.
Zu einer zünftigen Brotzzeit gehört neben gutem Brot, toller Gesellschaft auch ein richtig guter Bergkäse, viele Zwiebeln und frische Alpenkräuter. All das verbindet ein "Saurer Romadur", den ihr auf dem ersten Foto sehen könnt.
Das ist vermutlich der einfachste und schmackhafteste Käsesalat der Welt.

Dazu einfach einige Stücke Romadur aufschneiden und auf einer Platte zusammen mit Zwiebelringen anrichten. Etwas Essig darüber träufeln und mit Pfeffer und frischem Schnittlauch würzen und garnieren.

Dazu ein gutes herzhaftes dunkles Bort und man braucht nach einer anstrengenden Wanderung nichts anderes mehr.


Vermutlich liegt das Geheimnis in einer guten sommerlichen Bergküche in den Zwiebeln. Unvorstellbar, wieviel ich davon an nur einem Wochenende gegessen habe. Aber, das macht ja nichts... man ist ja Draußen unterwegs.

Auch im bunten Käsesalat dürfen Zwiebeln nicht fehlen.
Neben klein geschnittenen Äpfeln tummeln sich dort noch Paprika, Bergkäse, etwas Schmand, Alpenkräuter Salz, Pfeffer und Currypulver. 
Wieder eine sehr einfache aber schmackhafte Brotzeitvariante, die sogar etwas leichter ist, da tatsächlich mehr Apfelstückchen enthalten sind als Käse.

Eine riesige Schüssel davon und dazu ein Laib Brot mach eine ganze Mannschaft glücklich und fit für weitere Unternehmungen.



Nun aber zum Herzstück. Ein Gericht das für mich auf keiner Hüttenfahrt fehlen darf. Der Grund warum ich jedes Jahr wieder mitfahre. Ohne das ich einfach nicht glücklich bin und das ich tatsächlich nur einmal im Jahr auf der Hütte esse.

Der Kaiserschmarrn.

Davon gibt es ja zig tausend Abwandlungen und Kombinationsmöglichkeiten. Sei es mit Apfelmus, wie ich ihn auf der Alpe Gschwenderberg essen konnte, oder mit Zwetschgenröster, wie wir ihn am dann Abend selbst gemacht haben.



Das führt mich zu einem klitzekleinen Gastrotipp, der erste überhaupt auf diesem Blog, die Alpe Gschwenderberg.
Dort gibt es tatsächlich den knusprigsten und aromatischsten Kaiserschmarrn den ich je gegessen habe. Und sicherlich liegt das nicht nur daran, dass man erstmal zur Hütte wandern muss.
Ich meine das Geheimnis ist die Karamellkruste die mit Rum abgelöscht wurde, aber das würde mir ein guter Koch niemals verraten. Deswegen sei euch dieser Kaiserschmarrn warm ans Herz gelegt, wenn ihr mal in der Gegend rund um den Alpsee unterwegs seid. Mit 10€ ist er nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert und die Portion reicht locker für zwei Personen. 


Nicht zu verachten ist auch "unser Hüttenkaiserschmarrn mit Zwetschgenröster." Denn der ist wahre Handarbeit. Angefangen vom Anschüren des Herds bis hin zum Schlagen des Eischnees. Alles Handarbeit. Da wird vom Eischneeschlagen so mancher Arm taub und die Schüssel samt Handmixer muss fleißig an die stärksten Männer und Frauen durchgereicht werden. Da ich hier quasi live dabei war kann ich euch sogar verraten, wie er gemacht wird.


Für etwa Portionen Kaiserschmarrn:
4 Eier
350 ml Milch
125gr Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Trennt die Eier und schlagt den Eischnee richtig schön steif. Schlagt nun die Eigelb mit dem Zucker und der Prise Salz etwas schaumig auf, gebt Milch und Mehl hinzu und hebt ganz vorsichtig den Eischnee unter, sodass ein fluffiger Teig entsteht. Backt nun etwas dickere Pfannkuchen in Butter aus und legt sie wenn sie goldbraun sind auf einem Teller beiseite.
Nun kommt das Geheimnis.
Gebt nun einen Stich Butter in die heiße Pfanne und streut etwas Zucker ein. Lasst den Zucker schmelzen und gebt den Pfannkuchen dazu. Nun darf er in der heißen Karamellpfanne zerrupft werden und die Stückchen im Karamell gewälzt werden.
Heiß, mit Puderzucker und Zwetschgenröster servieren.

Für den Zwetschgenröster kann ich euch leider nur ein Pi mal Daumen Rezept geben, aber der ist wirklich sehr einfach.

Gebt etwa 100g Zucker nach und nach in einen Topf und lasst ihn zu Karamell einschmelzen. Löscht den hellbraunen Karamell mit einem Glas Rotwein ab. Achtung hier spritzt und brutzelt es gewaltig. Lasst nun die Karamellkruste im Rotwein leicht köcheln bis sie sich gelöst hat und gebt dann die frischen Pflaumen oder Zwetschgen zusammen mit einigen Stangen Zimt, etwas Sternanis und Nelken hinzu und lasst alles etwas einköcheln bis die Pflaumen schön weich sind. Und das wars schon. 


Bergessen oder Hüttenfood ist für mich einfach nur eine Wucht und wahrscheinlich schmeckt es wegen der wundervollen Bergluft und den vielen Wanderungen einfach nur doppelt so gut. Jeder der mal die Gelegenheit hat in die Berge zu fahren, sollte sie nutzen und das mal ausprobieren. Ich kann mir nichts schöneres vorstellen. Klar, Urlaub am Meer hat auch seinen Reiz oder eine wundervolle Städtereise, aber Berge.. ja das ist eine Geschichte für sich.
Zum Thema Städtereise gibt es demnächst übrigens mehr.. dann entführe ich euch in meine Geburtstadt.
Bleibt neugierig!


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