{Gesund & Lecker} Erdbeer-Spargelsalat mit Rucola





Eine Sache die ich am Frühsommer mindestens genauso sehr liebe wie die gemütlichen Abende auf der Picknickdecke, ist das frische Obst und Gemüse, das jetzt wieder öfter auf den Tisch kommt. Jedes Jahr warte ich gespannt auf die ersten Erdbeeren. Außergewöhnlich kombiniert finde ich sie im Übrigen tausend mal besser, als klassisch mit Schlagsahne oder Vanilleeis. Am liebsten mag ich sie eher deftig in herzhaften Salaten, weil sie erst da ihre genialen und vielfältigen Aromen entfalten können. Erdbeeren und Rucola oder Erdbeeren und Pfeffer - wow! Das verspricht eine Geschmacksexplosion der Sonderklasse. Stellt euch mal Erdbeeren kombiniert mit feinen Basilikum als Eis zu gegrillter Zucchini vor - da läuft mir glatt beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen. Viele werden sicherlich jetzt den Kopf schütteln und sich fragen, wer mir diesen Floh wieder ins Ohr gesetzt hat, aber ich kann euch versichern, - das schmeckt!


Dass Erdbeeren die Frühjahrsschlankmacher schlechthin sind und deswegen auf dem Weg zur Bikinifigur einfach nicht fehlen dürfen, ist uns allen klar. Aber wusstet ihr auch, dass sie ziemlich gesund sind?
Sie enthalten zum Beispiel mehr Vitamin C als Orangen. Dazu kommen noch Mineralien wie Zink und Kalzium. Vielleicht werden wir deswegen im Frühling nicht so oft krank?
Also nichts wie los, raus aufs Erdbeerfeld oder in den heimischen Garten und ran ans Saisonobst schlechthin!
Richtig gut dazu passt neben Rucola übrigens auch Spargel.
Ich halte es da ähnlich wie Nigel Slater, ein sehr inspirierender britische Fernsehkoch, der am liebsten Gemüse und Obst kombiniert, das zur selben Zeit wächst und erntereif ist. Was würde also besser zusammenpassen als Spargel, Erdbeeren und Rucola? Alles Dinge die man jetzt und in den kommenden Wochen erntefrisch bekommt.
Und? Schüttelt ihr schon fleißig den Kopf, oder stimmt ihr mit mir überein?


Dass diese eher außergewöhnliche Kombination funktioniert möchte ich den Skeptikern unter euch mit Hilfe meines Erdbeer-Spargelsalats mit Rucola und karamellisiertem Zitronendressing beweisen. Atmet tief durch und lasst euch auf dieses Abenteuer ein, ich verspreche euch ihr werdet es nicht bereuen!

Ihr braucht für etwa 2 Portionen:
2 Handvoll Rucola
8 Erdbeeren
6 Stangen Spargel
1 Brötchen

Für eines meiner Lieblingssalatdressings:
1/2 Zitrone, etwas Senf, Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Kräuter nach Wahl, 1 El Joghurt

1) Schält, schneidet und kocht den Spargel bissfest in gesalzenem Wasser. Gießt ihn ab sobald er fertig ist und lasst ihn etwas auskühlen. Hebt unbedingt das Spargelwasser auf. Es eignet sich super für Spargelsuppe und fürs Dressing brauchen wir später auch etwas davon. 2) Halbiert die Zitrone und bestreicht sie an der Schnittstelle mit etwas Olivenöl. Schiebt sie nun auf einem kleinen Backblech bei etwa 180° Oberhitze in den Ofen. Wir haben einen kleinen Miniofen, der sich dafür wunderbar eignet. Wartet bis sie oben schön braun wird und lasst sie danach auskühlen bis sie lauwarm ist. 3) Währenddessen könnt ihr den Rucola und die Erbeeren waschen und für euren Salat vorbereiten. Rupft dazu den Rucola in mundgerechte Stücke und schneidet die Erdbeeren in Scheiben. 4) Schneidet das Brötchen in schöne Würfel und bratet sie in einer Pfanne in Olivenöl knusprig braun an. Macht nun das Dressing. Presst dafür die Zitrone aus, gebt 2 El Spargelkochwasser dazu, 1-2 El Olivenöl ( je nach Gefühl), eine Gabelspitze Senf, eine Prise Zucker, etwas Salz, den Joghurt und ausreichend frisch gemahlenen Pfeffer. Frische Kräuter sind immer gut, also nehmt was ihr habt. Der Schnittlauch in unserem Garten wächst zur Zeit besonders gut, deswegen durfte der mit ins heutige Dressing.
5) Richtet Rucola, Erdbeeren, Spargel und Brotwürfel auf 2 Tellern an und träufelt das frische Dressing darüber.
Mhm... lecker!


Spargel, der bis Ende Juni noch Saison hat und DAS Gemüse momentan schlechthin ist, ist übrigens auch nicht "ohne". Wie Erdbeeren besteht auch er zu über 90% aus Wasser und ist dadurch und durch seine entwässernde Wirkung ein richtiger Frühlingsschlankmacher! Bikinifigur wir kommen! ;)
Für den knusprigen Genuss dürfen aber leckere, in Olivenöl angebratene Brotwürfel nicht fehlen. Wir wollen es ja nicht übertreiben mit "der Gesundheit." Immerhin soll es ja auch noch schmecken. Das tut es übrigens ohne die Würfel auch. Der fein würzige und fast scharfe Rucola kombiniert mit der fruchtigen Süße der Erdbeeren und der feinen bitteren Spargelnote verbindet alle Frühlingsaromen. Man schmeckt förmlich die warmen Sonnenstrahlen, die Frische der Luft, die neue Kraft in den Pflanzen. Herrlich! Es gibt kaum ein besseres Frühlingsrezept.


Zum Beweis, dass es mit der Kombinationsvielfalt von "Spargel +" noch ein Stückchen krasser geht und ich gar nicht soooo ungewöhnlich mit meinen Geschmacksvorlieben bin, muss ich euch glatt noch erzählen, dass ich erst vor kurzem gehört habe, dass manche Sterneköche Spargel sogar mit weißer Schokolade kombinieren. Könnt ihr euch das vorstellen? Das wiederum kann ich mir überhaupt nicht denken. Dann doch lieber Erdbeeren, Rucola und Spargel.

Was ist euer liebstes Frühlingsrezept? Mögt ihr auch so außergewöhnliche Kombinationen wie ich? Habt ihr schon mal Spargel mit weißer Schokolade gegessen? Was ist euer liebstes Salatdressing?
Lasst es mich wissen...

Sweet Summer Dreams





Es ist soweit! Die Sonne entfaltet langsam ihre ganze Kraft, es wird warm. Die Nächte werden lauer. Die Frösche im nahegelegenen See veranstalten jeden Abend ein wundervolles Balzkonzert und auch die Vögel am frühen Morgen zwitschern es von den Dächern. Hier ist er: Der Frühsommer!
Spürt ihr ihn genauso wie ich?
Die warmen Strahlen auf der Haut. Sämtliche Poren sind auf Sommer eingestellt. Die dicken Pullis sind schon längst auf dem Dachboden eingemottet. Kurze Hosen und ärmellose Tops - meine erste Wahl beim Griff in den Kleiderschrank.
Gibt es eine schönere Zeit? Wenn alles blüht. Wenn die Natur einfach nur bunt ist und seine volle Pracht entfaltet. Die wundervollen Magnolienbäume, die Kirschbäume, die Apfelbäume in voller Blüte. Der Goldregen am Straßenrand. Ist das nicht schön?
Ist es nicht wunderbar wenn man sich jeden Tag aufs neue fragt, was ist das nur für ein Geruch? Stinken Rapsblüten nun erbärmlich oder duften sie sogar?


So gerne ich auch manchmal auswandern würde, ich glaube ich müsste jedes Jahr um diese Zeit wieder zurückkommen, denn dieses Naturschauspiel würde ich wirklich vermissen. Innerhalb weniger Tage wird es warm, die vorher kahlen Flächen werden grün, die knorrigen Äste sind voller Blüten. Eine Wüstenlandschaft hat schon auch seinen Reiz, aber sind wir mal ehrlich, hier ist es doch auch wunderbar!
Jetzt ist die Zeit gekommen, um uns mit einer Picknickdecke ins Gras zu setzen, die Schuhe auszuziehen & den Sonnehut tief ins Gesicht zu ziehen. Und vor allem ist jetzt die Zeit gekommen, um zu Genießen und um zu Träumen. Um Pläne zu schmieden und um Luftschlösser zu bauen.

Am Besten bei strahlender Abendsonne, mit einer netten Lektüre und einem klitzekleinen Gläschen Champagner oder Sekt mit kandierten Veilchenblüten. Die habe ich selbstverständlich noch vor zwei Wochen eigenhändig von der selben Wiese gepflückt, auf der ich es mir nun bequem gemacht habe. Sie zu kandieren war wirklich recht einfach. Alles was man dazu braucht ist etwas Zucker, Wasser und Veilchenblüten aus dem Garten.
Etwa 250g Veilchenblüten sollten reichen. Löst 150g Zucker in 4 Esslöffeln Wasser auf und kocht damit einen dicken Sirup. Gebt dorthinein die Veilchen und lasst sie etwa eine halbe Minute ziehen. Hebt die Veilchen mit einem Schaumlöffel vorsichtig heraus und gebt sie auf ein mit Zucker bestreutes Backblech. Wälzt sie nun ein wenig darin und lasst sie offen einige Tage trocken. Jetzt sind eure Veilchen fertig und halten sich durch das Bad im Sirup auch länger. In einem Gläschen Prosecco schmecken sie einfach herrlich. Aber auch hier und da mal eines zum Naschen ist einfach wunderbar aromatisch.


Als Lektüre habe ich mir die siebte Ausgabe von Kinfolk mitgenommen. Ein kleines englischsprachiges Magazin, das mich durch seine feinfühlige Gestaltung, die wundervollen Fotografien und die literarisch sehr wertvollen Texte sofort begeistert hat. Ein Magazin, das sich kunstvoll mit den "kleinen Zusammenkünften" auseinander setzt. Darin habe ich Texte gefunden die inspirieren, Fotos die Lust auf mehr machen. Eine wundervolle Entdeckung, die ich für mich nicht mehr missen möchte.


Mit meinem schicken Sonnenhut, saß ich nun da auf meiner Picknickdecke und habe Luftschlösser gebaut. Habe von kommenden Tagen geträumt und Urlaubspläne ausgemalt. Mein Sonnenhut würde doch auch perfekt ans Meer passen, oder?
Und wie wäre es denn, wenn ich meine Ballerinas im Sand ausziehen würde? Meine nackten Füße nicht nur durch saftige Wiesen laufen würden, sondern weiche Abdrücke im feinen Sand hinterlassen würden? Abends der Sonne beim Versinken im Meer zuschauen könnte? Beobachten könnte wie meine Fussspuren von der nächsten Welle verwischt werden? Wenn ich auf einer Meeresbrücke ewig  weit hinauslaufen könnte, unter mir nur Wellen und Wasser? Den salzigen Wind auf meiner Haut spüren könnte? Den Schiffen und kleinen Yachten zusehen wie sie in den Sonnenuntergang segeln, oder wieder zurück in ihren Hafen kommen? Das wäre wunderbar! Ein Gefühl von Freiheit macht sich in mir breit, wenn ich nur daran denke.
Aber es muss ja nicht immer das Mittelmeer oder der Atlantik sein. Wie wäre es wenn wir hier bleiben? Gar nicht so weit weg?  An unser eigenes Meer fahren. Unserem eigenen Stück See einen Besuch abstatten. Wie wäre es also wenn wir an die Ostsee fahren? Vielleicht nach Rostock die Hansesail anschauen, Boltenhagens Steilküste bewundern, die Idylle und Ruhe der Insel Poel genießen? Wenn wir dort unsere regionalen Fische essen würden? Probieren würden, was Deutschland außer wunderbarer Blütenpracht noch so zu bieten hat?
Es muss nicht immer weit sein. Schauen wir uns doch auch mal hier um. Hier, gleich im die Ecke.


Habt ihr schon Urlaubspläne? Wovon träumt ihr in der Sonne? Wie genießt ihr "la vie en rose"? Blüht es bei euch euch auch so wunderschön? Was vermittelt euch ein Gefühl von Freiheit?
Lasst es mich wissen, denn ich bin neugierig, wie immer!

Hut: Primark
Schuhe: Primark
Picknickdecke: aktuell Aldi Süd
Magazin: Kinfolk

Lavendel-Zitronen Cookies mit Tonka





Ich fühle mich momentan so als ob ich Bäume ausreißen könnte und ich liebe diese Energie, die der Frühling und die erste Sonnenwärme mit sich bringt. Man fühlt sich, als könne man alles schaffen. Seit einigen Tagen habe ich auch wieder mit dem Laufen begonnen, weil ich dieses Jahr unbedingt beim Color Run, der erstmalig in Deutschland stattfinden soll, mitmachen möchte. Außerdem ist es jetzt definitiv Zeit die lästigen Winterkilos wieder loszuwerden, denn die Bikini-Saison kommt schneller als man denkt. Damit aber das Naschen dabei nicht zu kurz kommt, habe ich mir eine hübsche Cookie Variante für den Frühling ausgedacht. Wohl wahr, nicht gerade figurtauglich, wenn man 5 Stück davon futtert, aber einer alleine davon hat schon soviel Aroma, dass man nicht mehr braucht.


Seit längerem schwirrt mir im Kopf rum, dass ich gerne etwas mit Lavendel und Zitrone machen wollte und nachdem ich vor kurzem auf dem Markt war und Lavendelblüten gekauft hatte stand dieser Idee auch nichts mehr im Weg. Dort habe ich übrigens auch einige Tonkabohnen gekauft. Auf die war ich schon seit langer Zeit ziemlich neugierig. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen und bin jetzt aber hellauf begeistert von diesem Gewürz. Ihr werdet sicher noch öfter davon hören.
Tonkabohnen haben ein sehr schönes vanilliges und süßes Aroma mit einer feinen Marzipannote, die aber selbst Marzipanhassern nicht auffallen dürfte. Verwenden kann man sie für alle Rezepte für die man auch Vanille verwenden würde. Also ein schöner Allrounder, den man, gerade wenn man gerne neues probiert, ohne Bedenken im Haus haben kann.


Meine Cookies habe ich nach einem einfachen Standardrezept gemacht und mit besonderen Zutaten aufgewertet. So können selbst aus einfachen Keksen wahre Aromabomben werden.
Hier also mein Rezept.

Für etwa 20 Cookies

125g weiche Butter
150g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200g Mehl
1 TL Backpulver

1 El Lavendelblüten
etwas Abrieb einer Tonkabohne
Abrieb einer halben Zitrone

Rührt Butter, Zucker und Salz schön cremig und fügt danach ein Ei hinzu. Jetzt Mehl und Backpulver vermischen und unterrühren. Schon habt ihr euren Basisteig fertig. Nun noch die Gewürze dazu und ab aufs Blech damit. Lasst die Cookies etwa 10 Minuten bei 150°C Umluft backen, sodass die Ränder goldgelb sind. Nur noch kurz abkühlen lassen, damit sie schön knusprig werden und fertig. So einfach und schnell geht das!



Eine tolle Keksvariante für ein gemütliches Picknick im Freiem oder einfach nur zu einer Tasse Kaffee am Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne. Herrlich! Ich liebe diese Jahreszeit. Es ist noch nicht zu warm, aber auch schon richtig schön sonnig und angenehm.

Wie genießt ihr die Frühlingswärme? Geht jemand von euch vielleicht auch zum Color Run? Was haltet ihr von Blüten auf dem Teller?
Lasst es mich wissen, denn ich bin wie immer neugierig!

Holunderblüten-Zitronen-Kuchen





Ich habe ja tatsächlich alles versucht, um den Frühling noch rechtzeitig zu Ostern auch zu uns zu holen. Neben waghalsigen Ausflügen in die Pflanzenabteilung des örtlichen, schwedischen Einrichtungshaus und der Verbannung der winterlichen Gewürze in das hinterste Eck' des Küchenschranks, habe ich sogar schon überlegt eine Choreographie für einen Frühlingstanz zu entwickeln. Schade nur, dass ich so überhaupt nicht tanzen kann. Aber meint ihr irgendwas davon hätte auch nur annähernd geklappt?
-Nein. Heute morgen lagen gefühlte 10 cm Schnee über den aufgehenden Krokussen. Immerhin schneite es wenigstens in Form meiner Lieblingsflocken. Schön dick und langsam schwebten sie gemütlich vom Himmel hinunter. Aber irgendwie stimmt mich auch diese Tatsache nicht gerade fröhlich.
Na zum Glück habe ich den Frühling rechtzeitig in die Wohnung geholt.


Und zwar in Form von Blumen und eines wunderbaren Kuchens. Zusammen mit Zitrone und Holunder soll er schön auf den Sommer einstimmen. Richtig gehört! Ich spreche von Sommer. Denn den Frühling können wir nun auch getrost überspringen. Ich jedenfalls habe die Nase voll vom Warten. Da konzentriere ich mich lieber auf den Sommer.
Holunderblütensirup erinnert mich an die lauen Sommernächte vom letzten Jahr, an gemütliche Grillabende mit einer erfrischenden Holunderblütenlimonade, an Glühwürmchen und an diesen ganz besonderen lauwarmen Sommerduft. Hm...
Oh was hätte ich mir gewünscht letztes Jahr beim Baden ein Stückchen dieses Kuchens dabei zu haben. Das werde ich dieses Jahr aber sicher Nachholen.

Die Idee zu diesem Kuchenglück kam mir übrigens beim Durchblättern der aktuellen Ausgabe von Sweet Paul. Im Kuchenspecial werden dort zu Beginn 7 Kuchen vorgestellt. Allerdings nur 6 Rezepte. Wo ist also der kleine Kuchen hin, der in der lustigen Charlottenform gebacken wurde?
Weil ich partout kein Rezept finden konnte, habe ich kurzer Hand einfach selbst eins entwickelt.


Seid ihr neugierig auf meine neueste Kreation? Hier ist das Rezept!

Zutaten für 2 kleine Formen (Ø 16 cm)

2 Zitronen
250g Joghurt
80 g Zucker
½ Päkchen Backpulver
2 Eier
70g Butter + etwas für die Form
280g Weichweizengrieß + etwas für die Form
6-7 EL Holunderblütensirup

1. Die Schale von beiden Zitronen abreiben und den Saft auspressen. 2. Zitronenschale und -saft,
Joghurt, Backpulver, Zucker, Eier und Grieß verrühren. 3. Butter schmelzen lassen und zur Masse
geben. 4. Förmchen fetten und mit Grieß ausstreuen. 5. Den Teig in die vorbereiteten Förmchen
geben und bei 180° C im Ofen für etwa 35 Minuten backen. Eventuell die Stäbchenprobe machen.
6. Die Kuchen aus den Formen stürzen und etwas auskühlen lassen. 7. Den Holunderblütensirup
erwärmen und langsam über die noch warmen Kuchen verteilen, sodass sich diese schön vollsaugen
können.


Sicher habt ihr den kleinen Blog-Star erkannt, der sich auch auf meine Bilder gemogelt hat. Richtig gesehen, die hübsche IKEA Vase aus Emaille ist auch bei mir eingezogen und ich verwende sie, wenn sie nicht gerade mit Blumen geschmückt ist, als Gießkanne. Dafür macht sie sich auch wunderbar und ich überlege tatsächlich noch sie mir eine Nummer größer zu kaufen.
Die Idee für den Serviettenring habe ich mir von Tine K abgeschaut und festgestellt das es total einfach ist solche Knoten selbst zu binden. Wollt ihr sehen wie das funktioniert?

Hattet ihr ein schönes Osterwochenende? Wie habt ihr gefeiert? Habt ihr auch Ostereier im Schnee suchen müssen? Was kam bei euch auf den Tisch? Lasst es mich wissen, denn ich bin neugierig, wie ihr ja schon wisst!

{Breakfast Club} Porridge





Frühstücken gehört nicht unbedingt zu einer meiner Stärken. Das zögere ich normalerweise meistens bis in den Vormittag hinaus und esse dann ein langweiliges Brot, Müsli mit Milch oder ich lasse es gleich ganz ausfallen und schlage beim Mittagessen ordentlich zu. Dabei könnte man aber viel kreativer sein und viel besser in den Tag starten. Alles was dazu meistens fehlt, ist Zeit und Lust. Dabei ist Frühstücken ja eigentlich so wichtig. Ich konnte bei mir tatsächlich feststellen, dass ich nach einem richtig guten Frühstück weniger Hunger zwischendurch bekomme und wesentlich mehr Energie und Motivation habe meine Sachen anzupacken. Eigentlich gar nicht so erstaunlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass schon alte Sprichworte zu einem ausgiebigen Frühstück raten.
Ich erinnere mich an die Ernährungslehre während meiner Grundschulzeit. Bereits dort hat man mir eigentlich beigebracht wie es richtig geht:

Iss morgens wie ein König,
mittags wie ein Edelmann,
abends wie ein Bettelmann.

Aber sich daran zu halten ist gar nicht so einfach.


Deswegen möchte ich euch heute ein ganz einfaches Frühstücksrezept zeigen. Es ist innerhalb von wenigen Minuten umsetzbar, schmeckt herrlich lecker und hält bis weit in den Vormittag hinein satt. Gesund ist es noch dazu und vor allem macht es glücklich!
Auf die Idee hat mich der englische Kochbuchautor Nigel Slater gebracht, dessen BBC Serie "Simple Cooking" mich die letzten Tage inspiriert und begeistert hat.
In einer der Folgen von Simple Cooking trifft sich Nigel mit dem weltbesten Porridge-Koch und darf diesem über die Schulter gucken.


Mein Rezept beinhaltet also sämtliche Tipps und Tricks wie Porridge sicher gelingt und hat trotzdem die nötige Eigenständigkeit, um euch ein klein wenig Behyflora-Charme in die Küche zu zaubern.
Habt ihr jetzt Lust bekommen auch königlich zu Frühstücken?
Dann Vorhang auf für den besten Porridge in eurem Umkreis.

Ihr braucht für eine königliche Portion:
1 kleine Tasse Haferflocken, ich nehme grobe
2 kleine Tassen Wasser
1 Prise Salz

Gebt Haferflocken und Wasser zusammen in einen kleinen Topf und lasst es aufkochen. Sobald die Masse zu blubbern beginnt, schaltet den Herd etwas herunter, gebt eine Prise Salz dazu und lasst sie unter regelmäßigem und kräftigen rühren genau 5 Minuten kochen. Ian Bishop, Weltbester Porridge Koch rät dazu nur im Uhrzeigersinn zu rühren. ;)
Jetzt ist der eigentliche Porridge fertig und es geht ans Topping.

Für meine Variante braucht ihr:

Zimt
1/2 Apfel
1/2 Banane
dunkle Schokocreme mit Kakaosplittern (Penny)
Mandeln
Milch

Schneidet den Apfel und die Banane in Scheiben und drappiert sie zusammen mit dem Porridge in eurer Schüssel. Gebt eine Prise Zimt darauf und fügt die Mandeln dazu. Schmelzt nun etwa 1 TL Schokocreme in der Mikrowelle und beträufelt das Obst damit.
Gebt zum Schluss einen guten Schuss kalte Milch hinzu und fertig ist euer leckerer Start in den Tag.

All das innerhalb von 5 Minuten.


Die Schokocreme gibt dem Ganzen die nötige Süße und harmoniert wunderbar mit den anderen Zutaten. Die Kakaospliter darin geben nochmal den nötigen Crunch. Wer allerdings darauf verzichten möchte, dem empfehle ich zumindest mit Honig zu süßen. Das gibt eurem Frühstück das richtige Aroma.
Ihr seht also, in einer kleinen Schüssel kann soviel Tolles und Gesundes, für einen perfekten Start in den Tag, drin stecken. Banane und Schokolade setzen Glückshormone frei, für Vitamine sorgen Apfel und Banane, Mandeln und Milch sind für die Zufuhr von Mineralstoffen und gesunden Fetten zuständig und darüber, dass Haferflocken einfach wunderbare, gesunde Energie- und Mineralienlieferanten sind brauchen wir uns ja gar nicht erst unterhalten.


Hätte ich mal lieber vor dem Fotografieren eine große Portion Porridge verdrückt, dann wäre dieses letzte Foto sicherlich besser geworden. So kann ich euch wenigstens ein kleines Outtake zeigen. Denn es ist wirklich sehr schwierig ohne schwenkbares Kameradisplay alleine ein schönes und vor allem scharfes Foto hinzubekommen auf dem man selbst etwas präsentiert. Ich glaube ich habe es an die 100 mal versucht und das hier war das Akzeptabelste.
Hut ab vor allen Bloggern die das so wunderbar hinbekommen. Wer mir da Tipps verraten kann wie es besser klappt oder wie ihr das hinbekommt, bitte scheut euch nicht mir eine Email oder einen Kommentar zu hinterlassen.
Jetzt wünsch ich euch aber viel Spaß mit eurem neuen gesunden Frühstück.

{Sweet&Spicy} Zimt-Orangen Brot





Meine Essgewohnheiten sind eindeutig vom Wetter dominiert. Als es letzte Woche so schön warm und sonnig war strotzte ich nur so vor Energie. Ich wollte unbedingt etwas Frisches und Leichtes haben. Diese Woche sieht die Welt schon wieder anders aus. Draußen ist es grau, kalt, nass und leider wieder sehr ungemütlich. Prompt meldet sich meine Appetit auf etwas Würziges, Wärmendes und definitiv Süßes. Lust auf eine Kleinigkeit die mich über die Trostlosigkeit da Draußen hinwegtröstet und mir mit einem kleinen Pfiff die Hoffnung zurück bringt, dass es bald sonniger, wärmer und frühlingshafter wird. Etwas, das genauso wie die noch kahlen Bäumen, die nur beim genaueren hinsehen schon kleine grüne Blätterknospen haben, auf den ersten Biss wärmend und tröstend ist und erst nach dem Schlucken ein wunderbar fruchtiges vorahnendes Aroma hinterlässt.


Was würde sich also besser eignen als eine Kombination aus Zucker und Zimt um den wohlingen Geschmack der Heimeligkeit zu vermitteln? Dazu das fruchtig spritzige Aroma von Zitrusfrüchten, die den kleinen Kick geben und sagen: "Hey, schau genau hin, die ersten Knospen sind schon da!"
Alles zusammen verbunden in einem wunderbar lockeren Hefeteig. Hefeteig ist für mich schlichtweg der Inbegriff von dieser ganz bestimmten Wärme im Haus während eines verregneten Nachmittags und sollte unbedingt auch dann gemacht werden. Alleine schon sein süßlicher Duft während er langsam immer größer und größer wird lässt die Welt etwas freundlicher wirken. Am liebsten würde ich ihn immer schon ungebacken essen so sehr lockt er mich an.


Wenn es also die kommenden Tage noch kalt ist und ihr kaum aus dem Haus gehen wollt, dann backt euch doch einen letzten Wintergruß der von sich aus schon verspricht, dass es bald besser wird. Ein letztes Wintergebäck, denn ab spätestens Ostern werden schwere Sachen einfach aus der Küche verbannt. Die haben dann dort erstmal nichts mehr zu suchen. Der Zimt rückt nach Hinten und darf frühestens im Herbst zu selbstgemachten Apfelmus wieder hervorkommen. Er muss Platz machen für frischen Thymian, Basilikum und Oregano.
Genießt die letzte Kälte und verabschiedet euch würdig von den Wintergewürzen. Sie haben es verdient, schließlich sollen sie euch auch noch im nächsten Winter von innen wärmen.
Über Hitze im Auto, blendende Sonne, geschwollene Füße, die miesen Pollen und diese furchtbare feuchtwarme Schwüle können wir uns noch früh genug ärgern. ;)


Wie wäre es also für die restlichen kalten Tage mit einem knusprigen Zimt-Orangen Hefebrot zum auseinander zupfen?
Es eignet sich wunderbar zum Frühstück, aber auch zur Tasse Kaffee oder Tee am Nachmittag ist es einfach nur wunderbar. Und genaugenommen ist es als Frühstück sogar tauglich für die Fastenzeit.  Alternativ passt es natürlich auch super zum Brunch an Ostersonntag und ich könnte mir sogar vorstellen, dass es sogar das einfache Osterbrot schlichtweg ablösen könnte. Vorrausgesetzt es ist bist dahin noch so richtig schön kalt und herrlich nass draußen.


Hier also das Rezept. Es ist etwas zeitaufwändiger, aber nur Geduld, so Gutes braucht nunmal seine Zeit. Und ihr habt eigentlich nicht viel Arbeit damit, denn das meiste macht der Teig alleine.

1.) Vermischt 500g Mehl mit 50g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Trockenhefe und einem halben Teelöffel Salz. 2.) Erwärmt 150ml Milch und gebt sie zusammen mit 2 Eiern und 50g weicher Butter zur Mehlmischung. 3.) Knetet alles ordentlich zusammen sodass der Teig schön glatt und elastisch wird. Das geht wunderbar mit einem Brotbackautomaten auf dem Hefeteigprogramm oder alternativ mit den Knethaken des Rührgeräts. 4.) Lasst den Teig eine gute Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen. Richtig gut funktioniert das im ausgeschalteten aber beleuchtetem Backofen. 5.) Legt eine Kastenform mit Backpapier aus. 6.) Nachdem der Teig gegangen ist, knetet ihn kurz durch und rollt ihn dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 1cm dick aus. 7.) Bestreicht ihn nun mit warmer Butter und streut eine Zucker-Zimt-Orangenschalenmischung darüber. 8.) Damit ihr ein schönes Zupfbrot erhaltet, schneidet nun den Teig in kleine Quadrate und schichtet sie in eure Kastenform. Das klappt am besten, wenn ihr immer 5 Vierecke übereinander legt und erst dann in die Kastenform setzt. 9.) Lasst euer Brot nochmal etwa 30 Minuten aufgehen. 10.) Nun noch 30-40 Minuten bei 150°C Umluft backen. Danach etwa eine halbe Stunde ruhen lassen und noch lauwarm servieren.
Hm... lecker.


Jetzt kann ich beruhigt "Goodbye, Winter!" sagen, denn ich habe mich von Zimt & Co. in würdiger Form verabschiedet und kann nun in meinen Gedanken Platz schaffen für alle frischen Kräuter die in den nächsten Monaten wieder wachsen und nach und nach ihren Weg auf meinen Teller finden werden. Hach, das wird schön...

Verabschiedet ihr euch auch nochmal vom Winter? Was war/ist/wird euer letztes Wintergericht?
Lasst es mich wissen, denn ich bin neugierig wie immer.


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