{Vegan} Erdnuss-Bananenkekse


3. März 2015 1 Kommentar


... oder: "Warum Kreativität manchmal Zeit braucht."
Mit der Kreativität ist es ja immer so eine Sache. Mal strotzt man nur so vor Ideen und findet kaum Zeit alles umzusetzen. Ein anderes mal tut man sich schwer überhaupt an Farbzusammenstellungen und Bildaufbau zu denken.
So geschehen auch bei der kleinen Leckerei die ich heute mitgebracht habe. Da hat die Kreativität und Umsetzungskraft sogar monatelang auf sich warten lassen.
Denn schon seit Dezember steht bei mir das Kochbuch "Sophias vegane Welt" im Schrank, das ich beim nu3-Bloggerwichteln in meinem Wichtelpäckchen hatte und es ruft laut nach Beachtung. Zusammen mit leckerem Bio-Kokosöl, einer Kostprobe Kokoswasser und Kokoskonfekt war es eine richtig schöne Weihnachtsüberraschung von nu3 und den anderen Bloggerwicheteln, von der ich auch heute noch etwas habe.
Bereits beim ersten Durchblättern Dezember war ich fasziniert von den veganen Backrezepten aus Sophias Buch. Denn veganes Backen ist für mich komplettes Neuland.


Weil bei mir die Neugier ja immer siegt, bot es sich also an, dass ich mich endlich mal an die vegane Backkunst vage. Sich auf neues Territorium zu begeben ist ja immer mit gewissen Erwartungen und Ängsten verbunden. Auch beim veganen Backen sind die Vorurteile, trotz der zahlreichen Neuerscheinungen an Artikeln und Kochbüchern in der letzten Zeit, noch recht weit verbreitet und so erntet man nicht nur einmal skeptische Blicke oder eine gerümpfte Nase wenn man mit veganen Keksen herumwedelt. Dass das aber nicht sein muss, beweisen diese leckeren Erdnuss-Bananenkekse die Sohpia in ihrem Buch liebevoll "Kieferkleber" nennt. Wie sie wohl darauf gekommen ist?

Das Rezept ist so einfach, dass es sämtliche Ängste wie "Schmeckt das?!", "Hält der Teig zusammen?!" oder "Wie ersetze ich XY?!" ganz einfach ausräumt.
Gerade das Thema: "Wie ersetze ich..." fällt bei diesem Rezept komplett aus, weswegen ich es als perfektes veganes Einsteiger-Backrezept empfinde. Hier muss nichts ersetzt werden oder gar weggelassen werden. Gerade beim Backen selbst fällt kaum auf, dass es sich um eine vegane Süßigkeit handelt. Einzig beim Magarinekauf solltest du ein bisschen acht geben.
Viele Magarinesorten enthalten Milchpulver oder sind zum Backen schlichtweg nicht geeignet. Also vorsicht. Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe verrät dir normalerweise schnell mehr.


Vielmehr wird dich jetzt aber sicher der Geschmack interessieren, nicht wahr?
Banane und Erdnuss, das ist ja eine Kombination die immer harmoniert und einfach nur gut sein muss. Das wusste ich schon 2012! Komm, mal hier entlang, wir machen eine kurze Zeitreise ins Jahr 2012 und trinken unterwegs auf die Schnelle einen Bananen-Erdnuss-Shake.

Hm... lecker. So ungefähr schmecken nun auch diese veganen Erdnuss-Bananen-Kekse. Schön mürbe, knusprig und cremig bananig mit leckerer salzig nussiger Erdnussbutterfüllung. Fantastisch.
Danke Sophia, für das schöne Rezept und das wir uns vorsichtig an einfache vegane Rezepte vagen dürfen, die auf Anhieb und ohne Schwierigkeiten gelingen.
Ich denke da du das Rezept auf folgendem Foto sicher lesen kannst (klick es doch an, dann wird es größer) brauche ich es dir nicht nochmal extra abschreiben? Doch? - Dann hinterlass mir einen kleinen Vermerk.


Viel wichtiger ist es noch aufzuklären, was es nun mit dem Thema Kreativität auf sich hatte. Das Rezept umzusetzen ist ja nur die erste Hälfte der Geschichte. Die Zweite betrifft tatsächlich den Bildaufbau. So wollte mir einfach keine richtige Idee kommen, wie ich die veganen Gebäckstücke am besten in gutes Licht rücken könnte, sodass du am Ende auch wirklich Lust bekommst sie mal zu probieren.

Ausnahmsweise hat es diesmal ewig gedauert bis mir die zündende Idee kam. Auslöser oder vielmehr Erlöser war schlussendlich das hübsche braune Kästchen, indem sie es sich nun bequem gemacht haben. Darin aufbewahrt war ursprünglich ein sehr leckerer seltener Tee (Iramusu für die Teetrinker unter euch) den mir ein lieber Freund geschenkt hatte und der wochenlang direkt vor meiner Nase auf dem Schreibtisch stand. Schön, dass die Teeschachtel nun auch Keksschachtel sein darf.

Was hälst du selbst vom veganen Backen? Hast du das schon mal probiert, oder gar ein tolles Rezept, dass mir nicht engehen sollte? Lass es mich wissen....

Wenn du übrigens schon immer mal wissen wolltest wie es hinter den Kulissen bei mir aussieht, kannst du dich jetzt richtig freuen.
Ich habe für dich einige Fotos auf Facebook hochgeladen, die das Hintergrundchaos der letzten zwei Beträge zeigen. Ich hoffe nun, ich zerstöre damit nicht deine romantische Vorstellung...
Bist du bereit? - Dann hier entlang...



Pudding Tarte mit Matcha Frosting


22. Februar 2015 5 Kommentare



Beim Kochen und Backen sind meine liebsten Inspirationsquellen meine Freunde. So weiß ich mittlerweile ganz genau mit welchen Gericht und welchen Zutaten ich welchen Liebslingsmenschen glücklich machen kann. Toll ist dieses Wissen wenn man jemanden mit einem kleinen Geburtstagskuchen überraschen möchte. Größtes Lob; Wenn ich bereits bei der Übergabe des kostbaren Guts in leuchtenden Augen blicken kann und folgenden Satz höre:
"Ohhhhh... hmm.. ein Kuchen von Claudi..."
Könnte man Freude besser ausdrücken?
Die Inspiration für diesen Puddingkuchen kam mir als ich mir überlegte wie ich einen lieben Menschen, der unter anderem auch einige dieser Fotos (klick) von einem gemeinsamen Abend geschossen hat, glücklich machen könnte. Selbstverständlich gibt es zu dieser Idee auch eine kleine Geschichte.


Irgendwann im Herbst saßen wir nach einem gemütlichen Essen zusammen und es gelüstete uns nach Dessert. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch schnell einen kleinen Kuchen aus dem Ärmel schütteln könnte, der in null komma nichts fertig ist und einfach der beste Schokoladenkuchen der Welt zu sein scheint. Übrigens spreche ich hier vom Schoko-Olivenölkuchen, der auch auf dem Blog schon seinen großen Auftritt hatte (klick).
Der Kuchen war fertig und stand warm duftend vor uns. Und noch während ich die Stückchen reihum verteilte, hatte besagter Freund, er hatte als erstes bekommen, sein Stück bereits gegessen, sodass nur noch wenige Krümel auf dem Teller liegen blieben. Erstaunt sah ich ihn an und meinte nur augenzwinkernd: "Huch, da hab ich dich ja wohl ganz vergessen beim Verteilen." So ging es einige Male, bis der gesamte Kuchen verputzt war.
Währenddessen überlegten wir, wie wir ihn noch weiter verbessern könnten und die Idee des Abends war ihn mit Pudding zu füllen: "Puddingkuchen!"
Und genau deswegen, gab es Puddingkuchen als Geburtstagsgeschenk.


Und weil dies wirklich eine ganz einfache und leckere Überraschung ist, möchte ich dir das Rezept hierfür nicht vorenthalten. Vielleicht magst du ja auch selbst Puddingkuchen?

Für eine längliche kleine Tarteform nimmst du am besten:

130g Mehl
40g  Zucker
100g kalte Butter
1 Prise Salz
2-3 EL Kakaopulver

Für die Füllung:
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
2 EL Zucker
500 ml Milch
je nach belieben 100g Marzipan

Matchafrosting für die Deko:
125g Puderzucker
70g weiche Butter
1-2 Tl Matcha-Teepulver, je nach Geschmack.

Für den Boden alle Zutaten schnell zu einem Teig zusammenkneten. Eventuell einige Esslöffel eiskaltes Wasser hinzugeben. Zu einer Kugel formen und mindestens eine halbe Stunde kaltstellen.
Währenddessen den Pudding nach Packungsanleitung kochen, wer mag löst vorher in der heißen Milch noch den Marzipan auf.
Auch das Frosting zubereiten. Dazu die Butter mindestens 10 Minuten aufschlagen, danach nach und nach den Puderzucker zufügen und unterschlagen. Zum Schluss mit Matcha verfeinern.

Den Teig auf Tartegröße ausrollen und in die ausgefettete Form geben, leicht andrücken und mit einer Gabel einstechen. Nun in etwa 10-15 Minuten bei 180°C Blindbacken. Dazu den Teig mit Backpapier belegen und zum beschweren mit getrocknete Hülsenfrüchten, wie Bohnen oder Kichererbsen befüllen. Nach 15 Minuten aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier vorsichtig entfernen und den Pudding einfüllen. Etwas glattstreichen und nochmal 15-20 Minuten backen.
Auskühlen lassen und mit dem Frosting verzieren.



Geht ganz einfach, siehst du? Und richtig lecker ist er auch wie das folgende Zitat einer Nachricht beweist, die mich am Tag nach dem Geburtstag erreicht hat:

"... ich weiß, das klingt jetzt wirklich unverschämt und mir ist das wirklich etwas peinlich... Aber ich glaube ich brauch' nochmal so einen Kuchen, und das am besten jede Woche, geht das? :D"

Für meine Lieben jederzeit!
Vielleicht magst auch du jemanden so glücklich machen?

Vielen Dank, an dieser Stelle auch an Jörg Nerlich von www.meincupcake.de für den netten Kontakt und die Kooperation für diesen Beitrag.

Tarteform: Städter
Eulenservietten: Miss Étoile
Tortenständer: Miss Étoile
verwendete Spritztüllen: Wilton M1

Hungary meets India - Szegediner Tofu Curry


4. Februar 2015 6 Kommentare


Long time no blog... was ist passiert?
Man könnte meinen es sei wie im Mottto: "Wenn du nichts zu sagen hast, sage nichts." Doch zu sagen habe ich immer was und eigentlich auch immer ziemlich viel. Wer hätte es gedacht?!
Die letzten Wochen habe ich meine Buchstaben jedoch in andere Worte gepackt. Dabei herausgekommen sind stolze 130 Seiten Diplomarbeit. Kaum ein Wunder also, dass da nicht mehr viel Worte, geschweige denn Zeit hier angekommen sind.
Vermisst habe ich das Kochen. Aber noch viel mehr das Fotografieren, denn gekocht, habe ich trotz der zahlreichen Stunden am Schreibtisch viel. Und selbst dort ging es weiter, nicht nur einmal habe ich vor Wut über Diagramme und Grafiken oder über Kommas und Formulierungen gekocht. Schön also, dass ich jetzt wieder in die Küche darf.
Denn jetzt wird es Zeit die Chips, Gummibärchen und Schokokekse neben dem PC zu verbannen. Die Nervenahrung hat ihr Gutes getan. Nicht nur meine Nerven während des Schreibens, sondern auch meine Hüften haben sich über das süße Zuckerzeug gefreut. Aber nun ist Schluss mit lustig, der Körper verlangt nach Superfood - Nach Soulfood, das am Besten auch noch zu den Schneestürmen der letzten Tage passt.


Was schön Warmes, was deftig Leckeres, was super Gesundes, etwas das herrliche Düfte durch das Haus ziehen lässt und am besten was mit vielen Gewürzen.
Ich bin dafür, dass wir kulinarisch verreisen. Kommst du mit?
 
Herzlich Willkommen in Indien...
aber... aber... was macht den das Sauerkraut im Topf?  Das gehört doch so ganz und gar nicht nach Indien.
Denkst du!
Denn auf unserer kulinarischen Reise nach Indien haben wir einen kurzen Halt in Ungarn gemacht und uns vom Szegediner Gulasch mit Sauerkraut inspirieren lassen. Das Fleisch lassen wir zuhause und freuen uns mehr über ein leckeres vegetarisches, - nein sogar veganes - Tofu Curry nach Szegediner Art. 


Klingt spannend, nicht? Aber noch wichtiger, es schmeckt hervorragend und ist sehr gesund, weil hier eine ganze Portion Vitamine mit drin steckt. Nicht nur im Paprika, sondern gerade auch im Sauerkraut. Absolut figurtauglich ist es obendrein! Das kommt davon, weil in der ganze Menge Tofu Curry tatsächlich nur 2 TL Kokosöl drin sind. Vielmehr braucht es auch nicht, da durch das lange garen im Römertopf das Gemüse richtig schön weich wird und die ganzen Gewürze richtig toll aufnehmen kann.
Für dieses Gericht dürfte ich nämlich einen Römertopf Swing ausprobieren und bin ehrlich begeistert. So weiche, saftig, süße Paprika hatte ich noch nie. Ich bin schon gespannt, wie gefülltes Gemüse darin wird.
Das Prinzip vom Römertopf ist, dass alles was darin zubereitet wird prinzipiell im eigenen Saft gart und die Aromen und Gewürze die dazugegeben werden viel besser auf nimmt. Damit das klappt muss der Tontopf vorher gut gewässert werden, denn er speichert das Wasser und gibt es nach und nach im Ofen an das Gemüse ab. Heraus kommt das bei super weiches, saftiges Gemüse mit viel Eigengeschmack.
Ich muss sagen, da warte ich gerne etwas länger. Denn viel zutun hatte ich für dieses Gericht wirklich nicht. Perfekt also für Foodblogger, die während das Essen fröhlich vor sich hinschmort schon mal Fotosets aufbauen oder das Schlachtfeld in der Küche beseitigen können.

 
Natürlich war ich auch etwas skeptisch als der Swing vor mir stand. Mit der moderneren Form grenzt er sich zwar schön von den traditionellen Römertöpfen ab, so gefällt mir schon viel besser, aber richtig stilvoll modern geht vielleicht noch etwas anders:
Wie wäre es mit weißem Ton und einer schwarzen Innenlasur? Stilfaktor hoch zehn!

Die Farbe tut dem Können allerdings gar nichts ab.
Um Klassen besser war mein Tofu Curry als in der Pfanne oder im Topf. 
Aber genug um den heißen Eintopf drum rum geredet, hier ist mein Rezept.

Für 4 richtig Hungrige:

10 größere Kartoffeln, geschält und in 1/4 geschnitten und am besten schon vorher gekocht, da die Säure vom Sauerkraut den Kochprozess verhindert und die Kartoffeln roh nicht ganz weich werden.
1 rote Zwiebel
1 Päckchen Sauerkraut
1 Päckchen Räuchertofu
4 rote Spitzpaprika
3 große Tomaten
1 Dose gehackte Tomaten
300ml Brühe
etwa 2 TL Räuchersalz, je nach Geschmack
2 EL Tomatenmark
2 Tl Kokosöl
4 TL Kakaopulver (am besten bereits in der Brühe aufgelöst)
2 TL Honig

....und folgende Gewürzmischung, die zuerst in der Pfanne etwas trocken angeröstet wird und anschließend im Kokosöl zusammen mit der Zwiebel leicht angedünstet wird.
4 Lorbeerblätter
etwa 6 Gwürznelken
2 Stangen Zimt
1 Zweig Rosmarin
etwa 6-7 Pimentkörner
1 Tl Koriandersamen
etwa 15 Pfefferkörner
1 getrocknete kleine Thai-Chilischote

Als erstes den Römertopf gut wässern, d.h. mit Wasser füllen und den Deckel umgekehrt auflegen und auch ihn mit Wasser füllen. Währendessen das Gemüse waschen und genauso wie den Tofu, in grobe Stücke schneiden. Die Gewürze anrösten, Kokosöl dazugeben und zusammen mit der gewürfelten Zwiebel andünsten lassen. In der Brühe das Kakaopulver, Tomatenmark und das Rauchsalz auflösen.

Das Gemüse und Tofu in den Römertopf füllen, die Gewürzmischung mit den Zwiebeln darüber geben, mit der Kakao-Tomaten-Brühe-Mischung aufgießen, Honig darüber träufeln und alles einmal kräftig durchmischen. Vielleicht noch etwas gemahlenen Pfeffer und getrocknete Gartenkräuter darüber geben und ab in den kalten Backofen mit dem Topf.
Dort bei 180C° ca. 1 Stunde oder 1 1/2 Stunden, je nachdem ob die Kartoffeln bereits gekocht waren oder nicht, schmoren lassen. Die Letzten 20 Minuten ohne Deckel garen lassen, dann dickt das Curry noch etwas ein. Und schon fertig.
Wer keinen Römertopf hat. Keine Panik. In einer großen Pfanne oder einem Topf geht das Rezept natürlich auch, nur da sollte man doch hin und wieder umrühren, damit nichts anhängt.

Das Rezept sieht nach viel Arbeit aus, ist es aber gar nicht, weil die meiste Zeit der Römertopf im Backofen alles alleine macht. Kein umrühren, kein Aufpassen. Nix.. ganz toll!


Ein richtig tolles Soulfoodrezept in einem Topf, der mittlerweile gerade in den Küchen meines Alters etwas wenig Beachtung findet. Schade eigentlich. Mir hat das Kochen darin viel Spaß und Genuss bereitet und ich freue mich auf weitere Leckereien.
Ein großes Dankeschön also nochmal an Janine Graf und die Firma Römertopf, die mir den Swing kosten- und bedingungslos zum Ausprobieren geschickt haben.  


Wie vertreibst du den Winterblues? Wie regenerierst du dich nach nicht, sonderlich gesunden Lebensphasen, in denen ordentliches Essen zu kurz kam? Und was hälst du vom Prinzip Römertopf?

Ich bin neugierig, lass es mich wissen hier oder auf Facebook, ich freu mich über deine Anregungen.





Die grausamsten Weihnachtsbeleuchtungen...




... oder ein"How to do it NOT."
Heute komme ich mal mit einem ganz anderen Thema her. Köstliche und kulinarische Leckereien kannst du heute leider nicht von mir erwarten. Aber, weil wir eben Foodliebhaber sind, habe ich am Ende dieses Beitrags noch ein paar wirklich feine Last-Minute Ideen vorbereitet mit denen du deine Lieben in den kommenden Tagen gesund und lecker verwöhnen kannst.

Viel lieber möchte ich dir jetzt, so kurz vor Weihnachten, noch etwas außergewöhnliches zeigen, das dir sicherlich auch schon bei deinem allabendlichen Weg nach Hause aufgefallen ist.
Weihnachtsbeleuchtungen. 


"Ha,... außergewöhnlich?", fragst du dich jetzt. "Natürlich!" grinse ich zurück. "Außergewöhnlich, ähm.. hust... hässlich."
Ich weiß ja, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aber tatsächlich, finde ich sind die meisten Weihnachtsbeleuchtungen, die man in den vergangenen Wochen zu Gesicht bekommen hat teilweise wirklich geschmacklos. Da hängen fünf Weihnachtsmänner vom Balkon, in jedem zweiten Vorgarten zieht Rudolf das Rentier einen Schlitten samt Weihnachtsmann über den grünen Rasen - oder übers Garagendach, verzweifelt werden grell bunte Schneemänner platziert und lieblos Lichtschläuche um alle möglichen Gegenstände gewickelt.


Bunt ist sowieso total angesagt diese Saison. Bunt und kaltes Blau. Auf meiner Tour über die Dörfer leuchten mir lila und grüne Balkonbeleuchtungen entgegen und ich frage mich tatsächlich: "Lila?! Woher kommt das denn jetzt?"
Und ja, richtig gehört, ich spreche hier von "Tour". Denn letztes Wochenende kam mir spontan die Idee mal die furchtbarsten Weihnachtsbeleuchtungen der Umgebung zu fotografieren. Also habe ich die beste Freundin eingepackt, das Radio aufgedreht, die Kamera vorbereitet und los ging es. Einmal quer über die Dörfer. Wir hatten wahnsinnigen Spaß. Denn soviele Gartenverunstaltungen wie um diese Jahreszeit sieht man selten.


Übrigens, finde ich besonders das erste Bild dieses Posts, sogar sehr schön. Es geht also auch etwas stilvoll mit Geschmack. Die anderen Fotos zeigen in meinen Augen recht gut, wie lieblos teilweise dekoriert wird. Dann lieber gar nicht, oder?
Oder nächstes Jahr bitte noch grausamer und furchtbarer, damit wir wieder was zu lachen haben. Das wäre mir tatsächlich sogar noch lieber.
Lass die nächsten Bilder einfach auf dich wirken, freu dich über die schöne Weihnachtsstimmung die sie verbreiten. - Sarkasmus aus.




War das nicht einfach nur herrlich?
Aber weil ja versprochen, versprochen ist. Gibt es jetzt für dich doch noch etwas Gehaltvolles und Informatives.
Tipps für die optimale Weihnachtsbeleuchtung kann ich dir leider nicht geben, aber ich denke aus den Negativbeispielen können wir gut lernen, wie es nicht sein sollte.
Aber ich kann dir noch einige Last-Minute Weihnachtstipps für ausgefallene Leckereien und Geschenke da lassen.

Für alle die auch an Weihnachten lieber etwas gesünder unterwegs sind und vielleicht hart abgearbeitete Kilos nicht sofort wieder drauf futtern wollen, zeigt das Weihnachtskochbuch von Gymondo wirklich schön wie es geht. Richtig lecker und toll gestaltet kommt das kleine Ebook daher. Mir hats sehr gefallen, deswegen möchte ich es euch nicht vorenthalten: *klick*

Und allen die noch ein Last-Minute Weihnachtsgeschenk oder Mitbringsel suchen, was auch morgen Vormittag noch vorbereitet werden kann, sei wärmstens die "Lecker schenken" Rezeptesammlung ans Herz gelegt. Hier haben sich einige Blogger wirklich tolle Sachen zum verschenken einfallen lassen.
*klick*

Ich hoffe da sind noch einige Ideen für dich mit dabei.


Jetzt bleibt mir nur noch, dir ein wundervolles Weihnachtsfest zu wünschen. Genieß die Tage mit deinen Lieben, das Beisammensein, das gute Essen, die grausamen Weihnachtsbeleuchtungen, -oder auch die Schönen in deiner Umgebung und vor allem lass es dir gutgehen und nimm dir Zeit.

Und vielleicht magst du mir zeigen, wie die Menschen in deiner Umgebung ihre Vorgärten verunstalten, oder mir verraten, was es an Heilig Abend zu essen gibt und wie du die Feiertage verbringst... *klick*



Mohn Marzipan Pudding


16. Dezember 2014 1 Kommentar


Weihnachtlicher Endpsurt! Geschenke zusammensuchen! Glühwein trinken! Auf, auf, Weihnachtsstimmung, los, jetzt sofort. Oh.. zu viel Druck?

Ja, - bei mir auch. Ich habe das Gefühl, dass es jedes Jahr schwieriger wird in richtige Weihnachtsstimmung zu kommen und das, obwohl wir doch unser Bestes geben. Jedes Wochenende hüpfen wir von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt, trinken literweise Kinderpunsch und Glühwein, essen pünktlich zu den Adventssonntagen Plätzchen und Stollen, haben unsere Häuser schon seit Wochen weihnachtlich dekoriert und schauen jeden Weihnachtsfilm der uns in die Finger kommt, aber das Gefühl der Besinnlichkeit geht im Endspurt immer ein wenig verloren.

Teilweise wünsche ich mir sogar, einfach nochmal zwei Wochen Zeit vor Weihnachten, um den Zauber zu genießen, noch etwas mehr Plätzchen zu essen, noch etwas mehr Weihnachtsstimmung auf Weihnachtsmärkten einzufangen und einfach noch etwas mehr von Allem zu haben. 
Dieses Jahr ist es sogar besonders hart in Stimmung zu kommen. Kein Schnee weit und breit, viel mehr frühlingshafte Temperaturen und dann noch die Sache mit den Plätzchen.
Oder sollte ich eher sagen die Sache mit den "Nicht-vorhandenen" Plätzchen?


In den letzten Wochen blieb tatsächlich sogar das Plätzchenbacken auf der Strecke. Während ich in den vergangenen Jahren immer 3-5 Sorten gebacken habe, war es dieses Jahr nicht mal ein einziges, kleines Plätzchen. Kein Wunder also, dass sich bei mir die festliche Weihnachtsstimmung nicht einstellen mag. Da kann ich wohl noch soviel zuckersüßen Glühwein und Punsch trinken wie ich mag. Ohne den süßen Butterduft gemischt mit Gewürzen und Mohn, der sich durch die ganze Nachbarschaft zieht, wird das wohl nichts mehr dieses Jahr.


Was mache ich denn nun? Zum Plätzchenbacken ist es fast zu spät und selbst gekaufte vom Bäcker des Vertrauens sind zwar lecker, aber verbreiten nicht diesen wohligen Duft. Panik macht sich breit. Wie soll ich denn nun noch in Weihnachtsstimmung kommen? So kurz vor knapp?!
Erstmal durchatmen und ruhig bleiben:
Ideen sammeln und los gehts mit Plan B. Wie wäre es denn mit einem winterlichen Dessert, das alle Komponenten vereint und vor allem mein Gemüt wieder etwas beruhigt?
Mohn, Gewürze, Marzipan und winterliche Kindheitserinnerungen, das wäre perfekt.


Kindheitserinnerungen, da fällt mir das Pudding-Buch ein, das mir Jürgen von Edition Esspapier vor kurzem zugeschickt hat - Vielen herzlichen Dank dafür! :)
Pudding und Kindheitserinnerungen gehören einfach zusammen. Besonders an das Milchtopfausschlecken erinnere ich mich richtig gerne. Schon als kleines Kind habe ich immer die Puddingreste aus dem blauen Milchtopf, den ihr auf den Fotos hier seht, gekratzt. Der ist mindestens so alt wie ich. Fabelhaft nicht wahr?
Im Buch "What's for Pudding" zeigt Eva Maria Lipp, dass Pudding aber viel mehr sein kann. Und auch wenn ich dir hier ein winterliches Puddingrezept zeige, geht Pudding sogar herzhaft. Das hätte ich nie gedacht. Weil mich aber das Mohn-Marzipan Puddingrezept so sehr überzeugt hat, traue ich mich demnächst auch mal an Käferbohnen-Pudding oder Kürbiskern-Pudding. Das klingt nämlich in meinen Ohren genauso wunderbar ausgefallen und lecker wie Mohn-Marzipan Pudding. Du weißt ja, ich mag sowas.


Eine kleine Anekdote zum Rezept gibt es natürlich auch noch. Denn so schnell wie die erste Runde Mohn-Marzipan Pudding weg war, konnte ich meine Kamera gar nicht zücken. Spontan hatte ich Freunde zum Essen eingeladen und weil ich es da einfach nicht lassen kann, ein Drei-Gänge-Menü zu kochen, das allerdings nicht zu viel Zeit raubt sah das Menü diesmal so au:
1) Kürbissuppe 2) Gefüllte Paprika mit Reis und Brokkoli 3) Mohn Marzipan Pudding, den ich natürlich, bevor ich ihn hier präsentiere gerne probieren wollte.
Deswegen habe ich etwas mehr gemacht und rechtzeitig angefangen, um ihn vorher noch zu fotografieren. Aber Pustekuchen, die Gäste kamen, der Pudding war schneller weg als gedacht und sogar die Extraportion, die ich im Kühlschrank für eben solche Blognotfälle versteckt hatte, konnte nicht gerettet werden.
Wenn das nun nicht vom Geschmack dieses leckeren Winterdesserts überzeugt, na dann weiß ich auch nicht.


Um nun endlich das Rezept lesen zu können, klick doch einfach nochmal aufs Bild, dann wird es größer. Er geht super einfach und schmeckt herrlich winterlich, vielleicht magst du es ausprobieren und mir sagen wie es dir geschmeckt hat?

Und nun möchte ich natürlich, wie immer, noch ein paar Kleinigkeiten von dir wissen. Ich bin ja neugierig. Wie ist das denn mit deiner Weihnachtsstimmung... ist die bei dir schon da? Was tust du um sie in dein Leben zu holen? Wie wichtig ist dir Weihnachten?
Und vor allem: Was gibt es dieses Jahr bei dir an Heilig Abend zu essen? Wieviele Plätzchensorten hast du dieses Jahr gebacken? Oder geht es dir ähnlich wie mir?

Über einen Kommentar hier auf dem Blog, oder auch gerne als Diskussion bei Facebook freue ich mich sehr.




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