Mohn Marzipan Pudding


16. Dezember 2014 Kommentieren


Weihnachtlicher Endpsurt! Geschenke zusammensuchen! Glühwein trinken! Auf, auf, Weihnachtsstimmung, los, jetzt sofort. Oh.. zu viel Druck?

Ja, - bei mir auch. Ich habe das Gefühl, dass es jedes Jahr schwieriger wird in richtige Weihnachtsstimmung zu kommen und das, obwohl wir doch unser Bestes geben. Jedes Wochenende hüpfen wir von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt, trinken literweise Kinderpunsch und Glühwein, essen pünktlich zu den Adventssonntagen Plätzchen und Stollen, haben unsere Häuser schon seit Wochen weihnachtlich dekoriert und schauen jeden Weihnachtsfilm der uns in die Finger kommt, aber das Gefühl der Besinnlichkeit geht im Endspurt immer ein wenig verloren.

Teilweise wünsche ich mir sogar, einfach nochmal zwei Wochen Zeit vor Weihnachten, um den Zauber zu genießen, noch etwas mehr Plätzchen zu essen, noch etwas mehr Weihnachtsstimmung auf Weihnachtsmärkten einzufangen und einfach noch etwas mehr von Allem zu haben. 
Dieses Jahr ist es sogar besonders hart in Stimmung zu kommen. Kein Schnee weit und breit, viel mehr frühlingshafte Temperaturen und dann noch die Sache mit den Plätzchen.
Oder sollte ich eher sagen die Sache mit den "Nicht-vorhandenen" Plätzchen?


In den letzten Wochen blieb tatsächlich sogar das Plätzchenbacken auf der Strecke. Während ich in den vergangenen Jahren immer 3-5 Sorten gebacken habe, war es dieses Jahr nicht mal ein einziges, kleines Plätzchen. Kein Wunder also, dass sich bei mir die festliche Weihnachtsstimmung nicht einstellen mag. Da kann ich wohl noch soviel zuckersüßen Glühwein und Punsch trinken wie ich mag. Ohne den süßen Butterduft gemischt mit Gewürzen und Mohn, der sich durch die ganze Nachbarschaft zieht, wird das wohl nichts mehr dieses Jahr.


Was mache ich denn nun? Zum Plätzchenbacken ist es fast zu spät und selbst gekaufte vom Bäcker des Vertrauens sind zwar lecker, aber verbreiten nicht diesen wohligen Duft. Panik macht sich breit. Wie soll ich denn nun noch in Weihnachtsstimmung kommen? So kurz vor knapp?!
Erstmal durchatmen und ruhig bleiben:
Ideen sammeln und los gehts mit Plan B. Wie wäre es denn mit einem winterlichen Dessert, das alle Komponenten vereint und vor allem mein Gemüt wieder etwas beruhigt?
Mohn, Gewürze, Marzipan und winterliche Kindheitserinnerungen, das wäre perfekt.


Kindheitserinnerungen, da fällt mir das Pudding-Buch ein, das mir Jürgen von Edition Esspapier vor kurzem zugeschickt hat - Vielen herzlichen Dank dafür! :)
Pudding und Kindheitserinnerungen gehören einfach zusammen. Besonders an das Milchtopfausschlecken erinnere ich mich richtig gerne. Schon als kleines Kind habe ich immer die Puddingreste aus dem blauen Milchtopf, den ihr auf den Fotos hier seht, gekratzt. Der ist mindestens so alt wie ich. Fabelhaft nicht wahr?
Im Buch "What's for Pudding" zeigt Eva Maria Lipp, dass Pudding aber viel mehr sein kann. Und auch wenn ich dir hier ein winterliches Puddingrezept zeige, geht Pudding sogar herzhaft. Das hätte ich nie gedacht. Weil mich aber das Mohn-Marzipan Puddingrezept so sehr überzeugt hat, traue ich mich demnächst auch mal an Käferbohnen-Pudding oder Kürbiskern-Pudding. Das klingt nämlich in meinen Ohren genauso wunderbar ausgefallen und lecker wie Mohn-Marzipan Pudding. Du weißt ja, ich mag sowas.


Eine kleine Anekdote zum Rezept gibt es natürlich auch noch. Denn so schnell wie die erste Runde Mohn-Marzipan Pudding weg war, konnte ich meine Kamera gar nicht zücken. Spontan hatte ich Freunde zum Essen eingeladen und weil ich es da einfach nicht lassen kann, ein Drei-Gänge-Menü zu kochen, das allerdings nicht zu viel Zeit raubt sah das Menü diesmal so au:
1) Kürbissuppe 2) Gefüllte Paprika mit Reis und Brokkoli 3) Mohn Marzipan Pudding, den ich natürlich, bevor ich ihn hier präsentiere gerne probieren wollte.
Deswegen habe ich etwas mehr gemacht und rechtzeitig angefangen, um ihn vorher noch zu fotografieren. Aber Pustekuchen, die Gäste kamen, der Pudding war schneller weg als gedacht und sogar die Extraportion, die ich im Kühlschrank für eben solche Blognotfälle versteckt hatte, konnte nicht gerettet werden.
Wenn das nun nicht vom Geschmack dieses leckeren Winterdesserts überzeugt, na dann weiß ich auch nicht.


Um nun endlich das Rezept lesen zu können, klick doch einfach nochmal aufs Bild, dann wird es größer. Er geht super einfach und schmeckt herrlich winterlich, vielleicht magst du es ausprobieren und mir sagen wie es dir geschmeckt hat?

Und nun möchte ich natürlich, wie immer, noch ein paar Kleinigkeiten von dir wissen. Ich bin ja neugierig. Wie ist das denn mit deiner Weihnachtsstimmung... ist die bei dir schon da? Was tust du um sie in dein Leben zu holen? Wie wichtig ist dir Weihnachten?
Und vor allem: Was gibt es dieses Jahr bei dir an Heilig Abend zu essen? Wieviele Plätzchensorten hast du dieses Jahr gebacken? Oder geht es dir ähnlich wie mir?

Über einen Kommentar hier auf dem Blog, oder auch gerne als Diskussion bei Facebook freue ich mich sehr.



Winterausflug in den Schnee




Langsam werde ich wirklich richtig ärgerlich. Was soll denn das?! Anfang Dezember und hier war noch kein Krümelchen Schnee. Nicht eine noch so winzige Flocke hat sich in mein Sichtfeld verirrt. Keine Einzige! Und das, obwohl ich doch der größte Schneeflocken-Fan überhaupt bin! Mittlerweile bin ich sogar schon so verzweifelt, dass ich von Schnee träume.

Wirklich wahr!


Erst vor 14 Tagen hatte ich einen der aufregendsten Schneeträume. Mit viel Action, ein bisschen Drama aber ganz viel Schneeromantik. Ich habe nämlich geträumt, dass ich abends mit meinem kleinen Auto unterwegs war und im Nachbardorf von Schneemassen überrascht wurde. Unvorbereitet wie ich war, verwandelten sich die Reifen meines Autos in Kufen und eine schöne Schlitterpartie quer über die menschenleeren Straßen war angesagt. Action und Drama pur. Steven Spielberg hätte keine besseren Specialeffects einbauen können. Puh.. zum Glück nichts passiert, dachte ich mir und entschloss mich, mein Auto zu parken und lieber die schöne Winternacht zu genießen.
Im Traum fing es auch noch wundervoll zu Schneien an, so richtig dicke Flocken, müsst ihr wissen und die Schneeflocken tanzten wie verrückt im Licht der Straßenlaternen. Übrigens meine liebste Wintervorstellung. Solche Winternächte liebe ich mehr als alles andere. Da gibt es kein Halten mehr. Ich muss dann einfach Schal, Handschuhe und Wintermantel anziehen und hinaus und mit den Flocken tanzen.
Ja... ich bin ein klein wenig besessen von Schneeflocken. Gebe ich zu.


Nach den Aufwachen aus meinem Wintertraum war ich natürlich dementsprechend enttäuscht, als ich aus dem Fenster gesehen habe und nach wie vor die ganze Landschaft matsch-braun vor mir lag. Toll, dachte ich mir und war den halben Tag unglücklich. Um meinem Unglück Luft zu verschaffen konnte ich nicht umhin meinen Mitmenschen von meiner wunderbaren Schneevorstellung zu erzählen. Und tatsächlich!!!
Einer meiner Freunde hatte Erbarmen, erkannte meine bittere Not, meine Sehnsucht nach dem weißen Glück und schlug spontan vor: "Naja, lass uns in die Berge fahren, da gibts schon Schnee!"
In die Berge fahren... na klar, da hätte ich ja auch drauf kommen können. Wenn der Schnee nicht zu mir kommt, muss ich zu ihm. Gesagt getan und nach 3 Stunden Autofahrt, rein in die Gondel, rauf auf den Berg und Schneeluft genießen. Herrlich!


Doch das Beste überhaupt war die Kombination aus Sonne und Schnee. Denn die Sonne habe ich hier auch seit Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum Glück aber hatte ich meine Sonnenbrille mit dabei. Denn ohne die wäre ich aufgeschmissen gewesen und hätte meine Glitzerflocken vor lauter grellem Strahlen gar nicht richtig betrachten können.
Übrigens finde ich Sonnenbrillenkaufen immer total furchtbar. Ich glaube ich habe ewig gebraucht, um meine zu finden. In den meisten sehe ich einfach übermäßig aus wie "Puk, die Stubenfliege". Ich finde die hier auf den Fotos, die ich bei Esprit gefunden habe, ist eine einfach und schöne Lösung.

Und weil ich soviel Spaß im Schnee hatte, schicke ich euch ganz viele Winterküsse mit meinen Lieblingsflocken und hoffe wirklich sehr, dass ich bald nicht mehr soweit fahren muss, um mich auszutoben. Seht ihr wie glücklich mich so ein bisschen gefrorenes Wasser machen kann?


Jetzt wollt ihr sicherlich noch wissen "wo" genau ich war.  Ich habe das große Glück, dass ich um in die Berge zu fahren wirklich nicht weit fahren muss und der Stubai-Gletscher in Österreich ist tatsächlich nur 3 Stunden von mir entfernt.
Die Gondelfahrt nach oben ist schon eine tolle Sache für sich und auch für nicht Ski-Fahrer lohnt sich der Ausflug auf den Berg. Da  oben ist es einfach nur fantastisch. Man kann so weit gucken. Das ist richtig beeindruckend. Eigentlich wäre ich am liebsten auf dem Berg geblieben.

Freut ihr euch auch so auf den ersten Schnee, wie ich?
Hattet ihr ihn schon? Sind unter euch so richtige Schneemuffel? Schneefans?
Lasst es mich wissen, gerne hier als Kommentar oder auch per mail oder facebook. Ich freue mich auf euch!




Von Eierlikör-Kaffeegelee und dem Umgang mit Schreibblockaden


27. November 2014 3 Kommentare


Manchmal ist es tatsächlich schwer die ersten Sätze zu schreiben. Die Sätze die am Besten auf das eigentliche Thema des Beitrags einstimmen sollen. So auch heute. Während ich eigentlich über ein tolles Eierlikörrezept schreiben möchte, fällt mir viel eher ein, wie schwer es sein kann Texte zu verfassen. Ich frage mich wie man mit Schreibblockkaden umgehen sollte und wie man denn nun die perfekten Überleitungen schreiben kann.
Ich merke schon, hier steht wieder Jammern auf hohem Niveau an.  Allerdings vermute ich, dass Dir meine Überlegungen vielleicht selbst helfen können, gut mit Schreibproblemen umzugehen und so möchte ich ein bisschen aus meinem Nähkästchen plaudern. Mit Schreibblockaden muss ich nämlich fast täglich umgehen. Nicht nur einmal am Tag sitze ich da und komme ins Stocken, weiß nicht wie ich den weiteren Themenabschnitt der Diplomarbeit anfangen soll und hoffe eigentlich nur auf diesen bekannten Workflow. In dem alles von alleine fließt. Der beruhigende Schreibfluss.
Für den, so habe ich festgestellt kann man aber selbst etwas tun. Hier also meine drei Methoden, um die eigenen Gedanken aufs Papier zu bekommen:



1) Ein Zeitlimit kann helfen. Nimm dir konzentriert 25 Minuten Zeit in denen du tatsächlich nichts anderes machst, als dich auf dein vorliegendes Thema zu konzentrieren. Ganz schnell wirst du sehen, dass es zwar anfangs ziemlich schwierig ist, sich erstmal von Nichts ablenken zu lassen, aber dass es dir leichter fällt dran zu bleiben. Nach den 25 Minuten gönn dir eine kleine Pause, etwa 5 Minuten lang. Koch dir eine Tasse Tee, steh auf, knuddle deine Haustiere, gönn dir vielleicht auch einen kleinen Social Media check. Aber bedenke, dir bleiben nur 5 Minuten. Danach geht es weiter mit 25 Minuten konzentrierter Arbeit. Nach 3-4 Dieser Arbeitsdurchläufe, hast du dir eine längere Pause verdient. Bevor es in den nächsten Teil der Arbeit losgeht. Übrigens nennt sich diese Methode auch die Tomato-Strategie. Da der Entwickler sich selbst einen kleinen Küchenwecker in Form einer Tomate gestellt hat, um seine 25 Minuteneinheiten zu messen. Clever, oder?

2) Schreib einfach drauf los. Mir hilft es Gedanken zu sortieren und in den Schreibfluss hineinzukommen, wenn ich tatsächlich anfange zu schreiben. Egal was. Meistens schreibe ich mir in mein Notizbuch auf, was ich gestern geschafft habe und was heute auf dem Plan steht, was ich auf keinen Fall vergessen darf, oder was ich unbedingt nochmal überarbeiten muss. Das kann dann schon mal eine Seite lang werden. Eine Seite geschriebener Text. Wunderbar! Schon bin ich drin, habe mir während des Aufschreibens Prioritäten zurecht gelegt und kann gleich weitermachen und an meinem Text schreiben. Denn es ist viel leichter weiterzuschreiben, als einfach nur anzufangen. Die Methode heißt übrigens auch Frei-Schreiben. Genausogut könnte man eine halbe Stunde lang einfach mal aufschreiben, was alles in seinem Kopf rumgeistert. Das klassische Tagebuch. Und ja, es ist tatsächlich so, ich führe neben meiner eigentlichen Diplomarbeit ein keines Forschungstagebuch, in dem eben genau solche Sachen drin stehen.

3) Verändere deine Gewohnheiten. Wenn du an einer längeren Arbeit sitzt und du nach einigen Tagen merkst, dass du dich einfach nicht mehr konzentrieren kannst, deine Motivation abnimmt und alle Strategien einfach nicht mehr recht helfen wollen, hilft vielleicht eine Veränderung. Verlasse deinen Schreibtisch und schreib an einem anderen Ort z.B. in der Uni-Bibliothek, falls du an einer Abschlussarbeit sitzt, oder in einem Café nebenan. Verändere deine Umgebung auch durch ein paar Kleinigkeiten: Räume deinen Schreibtisch auf und alles Unnötige darauf weg, damit du nicht abgelenkt wirst, ändere vielleicht auch deine Musikgewohnheiten. Ich selbst höre gerne Radio während des Schreibens, aber es gibt auch genug Tage an denen mich Radio mehr ablenkt als mir bei der Konzentration hilft. Dann bin ich konsequent und schalte es ab. Arbeite still vor mich hin. Das kann auch sehr angenehm sein und nochmal zu neuer innerer Kraft führen. 


4) Belohne dich! Und sicher ist Dir jetzt aufgefallen, dass ich vorhin nur von drei Methoden gesprochen habe. Genau!

Belohne dich mit etwas was du gerne machst z.B. Kochen und Essen. Für mich am Besten in dieser Reihenfolge. Und wenn es dann noch etwas Ausgefallenes ist freut sich mein Geist darüber, dass ich auch meine kreative Ader wieder ausleben konnte, wie im heutigen Rezept.
Ich wurde nämlich vor Kurzem gefragt, ob ich nicht Lust hätte für Verpoorten und gofeminin.de ein interessantes und ausgefallenes Eierlikörrezept mit Kaffee zu entwickeln. Kaffee scheint momentan hoch im Kurs zu sein, aber etwas Ausgefallenes einfallen lassen, gehört ja zu meinen kleineren Küren.
Gesagt getan und deswegen kann ich euch heute ein sehr leckeres Verpoorten Eierlikör-Kaffee-Gelee als Belohnung für erledigte Schreibarbeit präsentieren. War das nicht mal eine perfekte Überleitung?

Ihr braucht für etwa 6 Portionen:

Kaffee-Gelee-Schicht
250 ml Kaffee
3 EL Zucker
5g gemahlene Gelatine, das ist etwa 1/2 Päckchen

Eierlikör-Schicht
6 Blatt oder 1 Päckchen gemahlene weiße Gelatine
300 ml Milch
1 Pck. Vanillezucker
200 ml Verpoorten Original  Eierlikör *

Für den nötigen Kick und als Deko
eine Prise Chili, denn der harmoniert super mit Eierlikör

Lass die Gelatine nach Packungsanweisung etwas quellen und löse sie unter rühren im heißen Kaffee zusammen mit dem Zucker auf. Gib die noch flüssige Mischung in eine Schüssel, oder Kastenform und lass die erste Schicht einige Stunden auskühlen und fest werden.

Bereite erst dann die Eierlikörschicht vor, indem Du die Gelatine wieder nach Packungsanweisung quellen lässt während die Milch mit dem Vanillezucker einmal aufkocht. Nimm nun die heiße Milch  vom Herd und rühre die Gelatinemasse ein und  lass sie etwas auflösen. Füge nun den Eierlikör hinzu und lasse die Masse noch im Topf abkühlen bis sie nur noch lauwarm ist. Jetzt kannst du sie als zweite Schicht über das Kaffeegelee geben und vollständig auskühlen lassen.

Wenn du die Eierlikörmasse noch heiß zum Kaffeegelee geben würdest, könnte es dir passieren, dass es schmilzt und der schöne Zwei-Schicht-Effekt ausbleibt.
Als Deko kannst du nun noch einen Schuss Eierlikör ober das Dessert geben und mit Chili garnieren.
Und dann heißt es.. Genießen!



Ist das nicht mal eine schöne Belohnung? Und versprochen, die schmeckt auch deinen Nachbarn, Familienmitgliedern, vor allem unseren Omis und auch unseren Freunden. Denn das hier ist Eierlikör auf hohem Niveau! ;)

*Vielen Dank an dieser Stelle an das Team von Verpoorten Original und gofeminin.de für die Bereitstellung eines Testpäckchens voller Eierlikör.

Und nun noch meine bekannte Fragerunde:
Wie gehst du mit Schreibblockaden um? Was sind deine Strategien um besser konzentriert zu arbeiten? Wie belohnst du dich?
Ich bin neugierig und freue mich auf deinen Kommentar.






{Healthy} Kale Chips - Snacks mal anders


21. November 2014 2 Kommentare /


Zugegeben. Ich bin ein Typ Mensch der Sorte "Denker", bin fasziniert von sozialen Zusammenhängen. Kein Wunder also, dass ich mich vor Jahren dazu entschlossen habe eine Geisteswissenschaft zu studieren. Entdecke ich beispielsweise eine neue Serie, wie vor kurzem erst "Lie to Me", fällt mir wieder ein, dass ich zig Bücher zum Thema Lügenforschung, Kommunikation, Rhetorik und Körpersprache im Schrank stehen habe und mein Interesse ist sofort wieder geweckt. Dann passiert es auch, dass ich sofort alle Menschen meiner Umgebung scanne und drüber nachdenke, warum sich wer, wie verhält und welche Rollen er spielt. Hier lässt mein Soziologiestudium grüßen. ;)

Oder aber ich lasse mich von Seiten wie lifehack.org inspirieren und überlege, wie ich in meinem Alltag produktiver sein könnte, wie ich Harmonie in meinen Freundschaften herstellen kann, ob ich eher ein introvertierter oder extrovertierter Menschentyp bin oder wie ein für mich optimaler Lebenstil aussieht. Ja, ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Lebensstil, habe sowohl sehr extrovertierte Seiten an mir, als auch introvertierte Phasen, in denen ich mich lieber zu hause verkrieche und nichts sehen und hören mag, aber trotzdem frage ich mich immer wieder... da geht doch noch mehr im Leben? Und wie .. ja, wie kann man das erreichen?


Ihr seht schon, ich mag nicht Stillstehen. Möchte immer wieder Neues erfahren, meiner Neugier nachgeben, Alltagswissen hinzugewinnen, mich selber jeden Tag neu erfinden und optimieren. Ein Trend, der übrigens auch in der Soziologie schon seit Jahren bekannt ist. Die Optimierung des Menschen. Dort aber eher auf körperliche Maßnahmen, wie Schönheitchirurgie etc. bezogen. Allerdings trifft das, glaube ich, auch auf unseren aktuellen Lebensstil zu. Wir versuchen uns und unseren Körper zu optimieren, ihm nur die beste Nahrung, egal ob geistig oder durch Lebensmittel, zu geben und das Beste aus ihm herauszuholen. Immer produktiver zu werden. Eine Sache die mir vor allem aufgefallen ist, wenn ich mal durch die Kochbuchabteilungen der Buchläden schlendere. Da schauen mich Titel an wie: Vegan for fit, Die grüne Küche, Ein Fest im Grünen und viele weitere. Allesamt Titel, die genau darauf ansprechen gesund und genussvoll zu Leben.


Das ist eine Sache die mir auffällt, aber ganz ehrlich? Ich für meinen Teil finde sie gut. Ich bin mit einem gesunden Bewusstsein und Lebensstil aufgewachsen. Viele Dinge sind für mich nicht Neu, sondern nur auffällig. Trotzdem, strebe auch ich nach Selbstoptimierung, nach Neuem, nach Außergewöhnlichem und vor allem nach Balance und Harmonie. Sowohl körperlich, als auch in meinen Freundschaften. Warum also nicht dem alten Sprichwort glauben: Man ist, was man isst. - Und aufspringen auf den gesunden Zug, wenn man nicht eh schon mitfährt?

Deswegen habe ich heute auch eine wirklich gesunde Snack-Alternative im Gepäck.
Anstatt von der allabendlichen Portion Kartoffelchips vor dem TV, wie wäre es denn mal mit einer gesunden Knabberei und einigen anspruchsvollen Filmvorschlägen, die, zugegebenermaßen tatsächlich etwas sonderbar erscheinen mögen, jedoch zum Nachdenken anregen?
Neugierig? - Ich hoffe doch.



Zuersteinmal meine Filmempfehlungen:

  • Einen Ruf nach Freiheit vermittelt der Film: Into the Wild, der mich vor allem eines gelehrt hat. "Happines is only real when shared."
  • Ein Film über Freundschaft und wie wichtig, aufregend und unerwartet sie sein kann zeigt mir: Station Agent
  • Dass "Liebe" auch mal anders aussehen kann und viel mehr ist als nur reine Paarbeziehungen hat mich: Lars und die Frauen gelehrt. Übrigens ein Film mit Frauenschwarm Ryan Gossling
  • Up in the Air bringt eine wundervolle Wende und ist endlich mal ein Film, der kein Happy End hat, sondern nur dieses komische Gefühl der Leere hinterlässt. 
  • Last but not least mein Lieblingsfilm, der einfach nur zeigt, wie großartige Frauen agieren können und wie man mit dem Thema "Scheitern" umgehen sollte: Elizabethtown
Und nun noch die tolle Snack-Variante für den gemütlichen Filmabend:
Kale Chips oder auf gut deutsch: Schwarzkohl-Chips.
Eine super tolle Alternative zu den herkömmlichen Kartoffel-Chips oder den neuen Karotten oder Beete Chips, von denen ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel halte. Karotten mag ich beispielsweise nur roh, und Beete nur sauer eingelegt. Als Chips leider für mich unvorstellbar.

Für einen lustigen Knabber-Abend braucht ihr nicht mehr als einen Dörrautomaten ( ich verwende Dank Simon von perfektegesundheit.de diesen *klick*) oder einen Backofen.

200g Kale, also Schwarzkohl oder Grünkohl
2-3 EL Olivenöl

Dazu noch zum Würzen: (hier sind eurer Phantasie aber keinerlei Grenzen gesetzt)
2-3 EL Sojasauce
2-3 EL Ahornsirup
1 EL Gewürzpulver, ich habe Ras al Hanout genommen, lecker schmeckt aber sicher auch Harissa, Paprika, Knoblauch, Gartenkräuter etc.

Wascht und schneidet den Kohl in grobe Stücken. Gebt ihn zusammen mit Olivenöl und euren Gewürzen in eine große Schüssel und knetet die Gewürze ordentlich mit den Händen ein.
Verteilt die Mischung nun auf den Gittern des Dörrautomaten oder auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech und lasst den Kohl für etwa 3-4 Stunden bei anfänglich ca. 80°C trocknen. Geht nach etwa einer Stunde etwas mit der Temperatur runter. So auf 60°. Wenn die Kohl-Chips schön knusprig sind, sind sie fertig. Lasst, wenn ihr den Backofen verwendet die Türe einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Ein eingeklemmter Kochlöffel wirkt hier wahre Wunder.
Sorgenfreier geht es natürlich im Dörrautomaten.



Jetzt bleibt mir nur nochmal "Danke" zu sagen, an Simon von www.perfektegesundheit.de für die Bereitstellung des tollen Dörrautomaten Excalibur, der mir seither schon viel Freude bereitet hat. Ohne ihn wäre ich wohl kaum auf die Idee gekommen, unser wucherndes Gartenproblem "Schwarzkohl" auch mal in eine leckere Chips-Knabberei zu verwandeln.

Und es bleibt noch eine kleine Sache:

Hallooooooo? Ist da draussen jemand? 

Was ist euch aufgefallen, wie wir unseren Lebensstil zu optimieren versuchen? Werdet ihr beeinflusst von Gesundheitsthemen? Beeinflussen neue Lebensstile auch euren eigenen Alltag?
Ich bin neugierig.. lasst uns diskutieren.. hier oder gerne auch auf Facebook *klick*


Kaffee Olivenölkuchen mit scharfem Harissa


31. Oktober 2014 3 Kommentare


Wisst ihr was Freiheit ist? Nach einigen anstrengenden Wochen mit viel Termindruck abends todmüde ins Bett zu fallen mit dem guten Gefühl, den darauffolgenden Tag einfach nur nach dem eigenen Rhythmus zu verbringen. Nicht, dass die To-Do Liste deswegen kleiner geworden wäre, aber man kann sich seinen Tag doch besser einteilen, so wie man selbst gerne lebt und arbeitet. Ein schönes Gefühl.


Aber wie übersteht man denn Phasen, in denen die Abgabetermine, Arbeitszeiten, Fristen und Co. unser Leben bestimmen, ohne dabei völlig durchzudrehen? Oder gar, bei länger andauerndem Stress am Ende als Nervenbündel aus der Sache rauszugehen?
Vermutlich hat da jeder so seine Ventile. Bei mir sind es insgesamt drei.
Einmal wäre da das Laufen. Was für mich bedeutet eine Stunde lang laut Musik zuhören und mich körperlich zu entspannen. Danach geht es mir im Kopf meistens auch ziemlich gut.
Die andere Sache sind gemütliche Abende mit Freunden, einem guten Glas Wein und anregenden Gesprächen. Optimalerweise gibts sogar noch ein feines Essen.
Aber was wenn selbst für diese zwei Dinge kaum Zeit bleibt?


Dann muss Plan B her! Und der heißt Kaffee und Schokolade! 5 Minuten zurücklehnen. Eine heiße Tasse guten Kaffee trinken und etwas Schokolade dazu. Schon kann ich Gedanken wieder etwas besser Sortieren, mein Gehirn entspannt sich und Probleme, über die ich vorher nachgedacht habe (Problemlösung und Definition von einzelnen Wörtern steht für meine Diplomarbeit gerade auf der Tagesordnung), erscheinen etwas leichter lösbar. Manchmal kommt mir während dieser paar Minuten auch die ausschlaggebende Idee, die das Blatt dann schlussendlich wendet.


An der Kombination von Kaffee und Schokolade muss also was dran sein! Nicht nur, das beide super miteinander harmonieren, wie ich euch im heutigen Rezept beweisen werde - nein, sie machen auch glücklich und verleihen neue Kräfte.
Umso schöner fand ich es, als ich vor kurzem eine Email von Hanna bekommen habe, die mich gefragt hat was ich von Kaffee halte und ob ich nicht mal etwas neues ausprobieren möchte. Möchte ich immer! ;)

Gesagt getan und einige Tage später hatte ich die neuen Senseo Capsules, die extra für Nespresso Maschinen konzipiert sind, zuhause und konnte mich durch das Sortiment trinken. Das ist ganz schön vielfältig und ich habe die ganze Produktpalette jetzt auch immer öfter in den Supermärkten in meiner Umgebung gesehen. Nicht schlecht, den vom Geschmack fand ich die Kaffeesorten allesamt lecker. Den Senseo Lungo Elegante kann ich sogar schwarz - ganz ohne Milch trinken und das will was heißen.
Woher wusste sie nur, dass mich das Päckchen in einer stressigen Zeit erreicht in der ich eh Entspannung nötig habe?
Gefreut habe ich mich also richtig darüber und so kam mir auch die Idee einem meiner liebsten Schokokuchen ein neues Gesicht zu verleihen.


Voller Stolz kann ich euch also meinen Kaffee-Schokokuchen mit Olivenöl und Harissa präsentieren.
Und ja, ich wäre ja nicht ich, wenn das nicht ein außergewöhnliches Rezept wäre. Die Kombination von Kaffee und Schokolade funktioniert ja in unseren Köpfen noch recht gut. Auch an Chili und Schokolade haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Harissa besteht ja zu ca. 80% aus Chili, zumindest diese Sorte. Aber jetzt noch Olivenöl dazu? Wow... Ist das nun noch ein süßer Kuchen oder doch eher ein deftiges Abendessen?

Es ist ein Kuchen, versprochen. Und was für einer! Das schöne an diesem Kaffee-Schokokuchen ist seine tiefschwarze Farbe. Sieht das nicht einfach klasse aus? Normalerweise kenne ich Schokoladenkuchen eigentlich nur in einem samtigen braun und habe mich immer gefragt, wie machen die anderen das nur, dass er so schön dunkel aussieht?
Und nein.. hier ist kein Photoshop am Werk. Aber das könnt ihr ja leicht ausprobieren!


Hier also das Rezept dazu... das Geheimnis für die Farbe liegt übrigens darin, das er kein Mehl enthält.

Für eine kleine Backform braucht ihr:

50g Kakaopulver
120 ml starken Kaffee oder Espresso
2 Tl Vanille Extrakt (den mache ich mittlerweile selbst*)
120 ml Olivenöl
200g Zucker
3 Eier
150g gemahlene Mandeln
1/2 TL Natron
1 TL Harissa

Lasst das Kakaopulver im heißen Kaffee oder Espresso auflösen während ihr Olivenöl, Zucker und Eier mindestens 3 Minuten kräftig durchmixt. Das ist wichtig, da sich so die Konsistenz der Eier verändert und der Kuchen besser wird. Gebt danach die Kaffee-Schokomischung, die gemahlenen Mandeln, Natron, eine Prise Salz, Harissa und Vanilleextrakt dazu. und vermengt alles miteinander.
Jetzt darf der Kuchen noch für etwa 40-45 Minuten in den 170°C heißen Ofen.

Wichtig: Lasst ihn unbedingt in der Form auskühlen bis er nur noch lauwarm ist. Sonst zerfällt er euch in lauter einzelne Krümel. Das ist mir leider schon öfter passiert, weil ich viel zu ungeduldig war! - Es fällt schwer so lange zu warten, aber es lohnt sich.


Dieser Kuchen, an einem verregneten Sonntagnachmittag, zusammen mit einer heißen Tasse Kaffee und einem guten Buch. Was braucht man mehr zur Entspannung und zum Kräftesammeln für die nächste Woche.
Vielleicht habt ihr ja Lust ihn am Wochenende nachzubacken. Über eure Erfahnungen würde ich mich sehr freuen.
Und auch eure Gedanken zum Thema Stress, Ventile, Methoden um dem zu Entgehen interessieren mich sehr... wie macht ihr das? Was nutzt ihr um auf dem Teppich zu bleiben?

 An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Hanna für das Kaffeepäckchen und den netten Kontakt!




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