Paris ist immer eine gute Idee - Vier Tage in Paris

15. November 2016 Kommentieren / / Ausdrucken?

Der Louvre in Paris

Ich kann mich gar nicht mehr recht erinnern, wann ich zum ersten Mal den Wunsch hatte, nach Paris zu reisen. Ist es 10 Jahre her? Oder doch erst 3? Ich weiß nur, die Blogsuche spuckt für den Suchbegriff “Paris” ein Homemade Erdnussbutter-Rezept von 2013 aus. In diesem Beitrag habe ich bereits konkrete Überlegungen aufgeschrieben, wie ich ganz einfach nach Paris kommen könnte. Doch bis zur Umsetzung vergingen Jahre. Bis jetzt. Ende August in diesem Jahr habe ich mir meinen ganz persönlichen Traum von Paris erfüllt. Was mich daran gehindert hat schon viel früher zu fahren und was ich in Paris erlebt habe, das erzähle ich dir heute. Dazu habe ich dir eine wunderbare Fotostrecke aus der Stadt der Liebe mitgebracht.Rutsch ein bisschen näher, dann verrate ich dir auch noch meine ganz persönlichen Tipps für deinen Ausflug nach Paris.

Meine Tipps für Paris. Louvre und Eiffelturm

Bevor wir beginnen, koch’ dir doch eine Tasse leckeren Tee, schalt’ dir deine Lieblingsmusik ein und besorg’ dir eine gute Tafel Schokolade, denn heute wird es etwas länger. Vielleicht nimmst du eine der neuen Sorten aus der Lindt Hello Collection*. Ich bin schon bestens versorgt und wahrscheinlich deshalb so im Schreibfluss, denn netterweise hat Tim wieder an mich gedacht und mich mit feinster Lindt Schokolade für den Winter und die heutige Geschichte eingedeckt.


Während ich dir also erzähle, was ich in Paris erlebt habe, wundere dich bitte nicht, wenn es hin und wieder etwas lauter zwischen den Zeilen knuspert, denn die neue Lindt - Hello! My Name is…-Sorte Crunch Crisp* ist definitiv eine Sünde wert.
Übrigens ist Schokolade auch eine tolle Sache zum Verschenken. Ich habe nämlich gleich eine Tafel der feinsten Crunchy Crisp an meine Nachbarn verschenkt. Meine wundervollen Nachbarn! Die sind nämlich wirklich treue Seelen, die sich immer um Harry & Sally, meine zwei Stubentiger kümmern, wenn wir alle ausgeflogen sind, egal ob nach Paris, an die Mosel, nach Traben-Trarbach oder an das andere Ende von Deutschland. Ich finde dafür hat man hin und wieder ein gutes Stück Schokolade verdient, oder?
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Zurück nach Paris. Ich habe dir ja schon erzählt, dass es mich seit Jahren einmal nach Frankreich gezogen hat. Nach Paris wollte ich. In meinem Kopf hatte ich diese typisch, verklärte und romantische Vorstellung von der Stadt der Liebe. Ich dachte immer, so wie wahrscheinlich viele andere auch, am besten sollte man dorthin mit seinem Partner fahren und dort dann  unglaublich romantische Tage bei Baguette und Sonnenuntergang auf dem Eiffelturm erleben. Nunja, da die potentiellen Reisepartner in den letzten Jahren doch eher weniger, statt mehr wurden, machte ich mich also wieder einmal alleine auf die Reise. Nichts Neues für mich, denn letztes Jahr starte ich ja meinen ersten Solo-Trip nach Thailand und Kambodscha. Erinnerst du dich?

Notre Dame a Paris

Auch dieses Jahr wollte sich niemand finden, der mit mir zusammen die Stadt der Liebe zu Fuß erobern wollte. Ob ich deswegen traurig bin? Ganz und gar nicht! In Nachhinein frage ich mich viel mehr, wie diese Stadt zu ihrem inoffiziellen Namen gekommen ist. Denn von „l'amour” und „romantique” habe ich dort herzlich wenig erlebt. Ich habe mich sogar mit einer Bekannten unterhalten, die seit einigen Jahren selbst in Paris lebt. Sie meinte doch tatsächlich, das Studien ergeben hätten, das Paris eigentlich die einsamste Stadt in ganz Europa sei. Erschreckend, findest du auch?

Das Montmatre Viertel und Sacre Coeur

Egal woran du also denkst, wenn du dir Paris im Kopf vorstellst, ob an eine vergangene Liebe, eine verhängnisvolle Affäre oder einfach nur an gutes Essen und tolle Sehenswürdigkeiten, Paris, ist immer eine Reise wert.
An Sehenswürdigkeiten hat Paris wahrlich genug zu bieten und ich habe wahrscheinlich in den vier Tagen dort bei weitem noch nicht alles gesehen.

Der Louvre am frühen Morgen

Meine ultimativen Tipps für Paris:

  • If you want to travel fast - go alone. Oder auf gut deutsch: Je mehr du dir vornimmst zu sehen, desto weniger Gepäck, quengelnde Freunde oder sonstigen Ballast solltest du mitnehmen.
  • Pack dir gute Schuhe ein, denn laufen wirst du trotz deinem Tagesticket für die Metro viel. Das führt mich aber gleich zum nächsten Punkt:
  • Gönn' dir ein Tagesticket für die Metro, denn das U-Bahn-Netz ist so gut ausgebaut, damit kommst du überall hin
  • Probier' unbedingt die Free Walking Touren von Discover Walks aus. Das sind kostenlose Stadtführungen durch die verschiedenen Viertel von Paris. Das Konzept finanziert sich durch Trinkgelder. Du gibst also genau das aus, was dir die Tour wert ist. Ich fand jede einzelne wirklich fantastisch und habe tolle Sachen über Paris erfahren. Eine tolle Sache, falls du die Stadt noch nicht kennst. > Persönliche Empfehlung!
  • Am Eiffelturm in der Schlange anstehen? Musst du nicht, wenn du unter der Woche am Nachmittag da bist und die Treppe nimmst. Und glaub mir nach den 720 Stufen bis zur zweiten Plattform, wirst du den Eiffelturm und seine Größe mit ganz anderen Gefühlen betrachten. Die Belohnungsmaccarons, die oben auf dich warten, machen deinem „Knackpo” nun auch nichts mehr aus.
  • Den typische Mini-Eifelturm als Souvenir hast du dir erst verdient, wenn du den Eiffelturm auch bestiegen hast, denk an den „Knackpo“!
  • Nutze beim Essengehen die Menü-Angebote. Da bekommst du zu einem guten Preis eine Vor- oder Nachspeise und ein Hauptgericht und kannst dich wirklich durchschlemmen.
  • Habe ich schon erwähnt, dass du dir bequeme Schuhe mitnehmen solltest?
  • Die Katakomben von Paris solltest du dir nicht entgehen lassen. Gönn' dir für einen kleinen Aufpreis einen Audio-Guide, dann erfährst du mehr. Zuhause solltest du dir dann unbedingt den Fiml „Die Katakomben“ ansehen.
Paris, die Stadt an der Seine

  • Erwarte nicht zu viel vom Moulin Rouge. Seine Glanzzeiten scheinen vorbei zu sein.
  • Dafür darfst du dir mehr von Montmatre Viertel hinter La Sacre Coeur erwarten. Dort ist es nämlich wirklich schön und vor allem, im Gegensatz zum Rest von Paris, ruhig.
  • Wenn du bei gutem Wetter in Paris bist, nutze die Zeit draußen und heb' dir die Museen für einen Besuch bei schlechtem Wetter auf.
  • Maccarons kaufst du am besten bei Pierre Hermé. Dort schmecken die Aromen in den Maccarons noch wirklich echt. Ladurée hat ein tolles Packaging und eine schöne Marketingstrategie. Die Maccarons haben mich persönlich aber nicht überzeugt. Trotzdem solltest du einen Blick in den Laden auf den Champs Élysées wagen.
  • Besuche unbedingt eine kleinere, abgelegene Bäckerei und hole dir dort ein „croissant“ oder „pain du chocolate“ als Frühstückssnack. Als kleines Mittagessen solltest du eine der zahlreichen Mini-Quiches probieren.
  • Frankreich ohne Käse? Unvorstellbar! Einige Fromagerien bieten dir eine Auswahl an verschiedenen, perfekt aufeinander abgestimmten Käsesorten an, die du dir auch ohne weiteres für die Heimreise vakuumieren lassen kannst.
  • Vergiss nicht die bequemen Schuhe! ;)
  • Du solltest unbedingt am Abend an der Seine entlang schlendern. Vielleicht nimmst du dazu dann doch besser eine Freundin, Reisebekanntschaft oder deinen Partner mit, damit du dich sicher fühlst. Abends ist es an der Seine wirklich schön, denn dann kommen die Straßenkünstler aus Ihren Ecken und es gibt viel zu sehen.
  • Lass dich unbedingt in einer guten Crêperie davon überzeugen, dass unsere Pfannkuchen rein gar nichts mit den französischen Crêpes zu tun haben.
  • Gönn' dir unbedingt ein kleines Picknick in der Sonne im Jardin des Tuileries. Vielleicht mit den Mini-Quiches, die du dir vorher in der Boulangerie geholt hast.
  • Stöbere in aller Ruhe zwischen den Kunstdrucken und Büchern der Bouquinistes de Paris und nimm dir von dort, wenn du magst, ein kleines Andenken mit.
  • Wenn du den ganz besonderen Charme von alten Friedhöfen magst und ein genauso großer Fan von Molière bist wie ich, solltest du ihm auf dem Père Lachaisse Friedhof einen kleinen Besuch abstatten. Den erreichst du übrigens ganz bequem mit der Metro.
  •  ... und hast du auch an die bequemen Schuhe gedacht?
Das Moulin Rouge und die Pariser Metro

Du merkst, ich habe wahnsinnig viel in nur vier Tagen in Paris erlebt und wahrlich jede Minute dort genossen. Viel geschlafen habe ich nicht, soviel kann ich dir verraten. Doch schon als ich den Eiffelturm langsam in der Nacht kleiner werden gesehen habe, wusste ich, das war nicht die letzte Reise nach Paris.

Gebackener Panzanella - Warum Innovation Mut erfordert

20. September 2016 Kommentieren / Ausdrucken?

… oder warum wir immer nur zweitklassig bleiben, wenn wir anderen hinterherlaufen.

 Geackener Brotsalat mit Feta und Tomaten

Gewagte These für einen kleinen Foodblog. Nicht wahr? Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als habe das Thema Innovation nur am Rande etwas mit einem Foodblog zu tun, ist es im Grunde genommen mehr als so mancher glauben mag. Gerade in der Kombination mit der kleinen und feinen Charaktereigenschaft “Mut”.

Als kleines Beispiel habe ich dir heute einen leckeren, italienischen Brotsalat - einen Panzanella - mitgebracht. Doch nicht etwa irgendeinen Panzanella! Nein! Ich habe ihn im Ofen gebacken. Eigentlich gehört sich das so nicht für einen waschechten Panzanella und die italienische Oma würde mich vermutlich mit dem Nudelholz durch das gesamte Dorf jagen, weil ich meinen Brotauflauf rotzfrech Panzanella nenne. Siehst du - ganz schön mutig! Aber das ist nicht ganz der Mut, auf den ich im Kern meiner Geschichte heute hinaus will.

Bevor ich dir aber erzähle, was es mit Innovation und Mut auf sich hat und warum mich das Thema auf dem Blog so sehr beschäftigt, serviere ich dir lieber erst einmal eine warme Mahlzeit, damit du dich besser konzentrieren kannst.


Vermutlich könnte man diesen Panzanella auch Brotauflauf nennen

Gebackener Panzanella

Für etwa 4 Portionen

500g Tomaten
250g Fetakäse
100g Oliven, falls du magst
250g Brot oder Vollkornsemmeln in grobe Stücken gerissen oder Würfel geschnitten
Basilikum, Salz, Pfeffer, Olivenöl, etwas Zitronensaft, etwas Honig

Schneide die Tomaten und den Fetakäse in grobe Stücke. Gib die Tomaten in eine mit Olivenöl ausgefettete Form und streue etwas Pfeffer und Salz darüber. Gerne kannst du jetzt auch noch ein wenig Honig über die Tomaten geben, um die feine Süße zu unterstreichen. Gib nun reichlich Olivenöl über die Tomaten und mische alles einmal kräftig mit den Händen durch. Jetzt fehlen nur noch einige Spritzer Zitronensaft, die Oliven und die Brotstücke. Als letzte Schicht streust du etwas Feta über den Salat und schiebst alles bei etwa 180°C für 25 Minuten in den Backofen. Als Krönenden Abschluss garnierst du mit gehacktem Basilikum. 

aber egal wie man diesen Brotsalat auch nennt, er ist mit Liebe gemacht

Klar ist das mutige in den Ofen Schieben eines Brotsalats nicht mit dem Mut zu vergleichen, den es braucht, um sich selbst zu definieren. Die Risiken sind schlichtweg kleiner. Allerdings zeugt es von mutiger Kreativität einmal etwas Neues mit etwas Altem auszuprobieren und -  jetzt kommt das für mich Wichtigste daran - etwas einmal ganz anders als all die anderen zu machen.
Wie viele gute Köche sind wohl schon am Konkurrenzdruck untereinander kaputtgegangen, weil sie genau eines nicht begriffen haben: Innovation erfordert Mut! Und das bedeutet vor allem auch: nicht alles genauso zu machen, wie es uns andere vorleben.

Kreativität ohne Vergleich mit der Konkurrenz führt zu authentischer Kreativität und dem Ausschöpfen seines vollen Potentials. Man kann so wirklich zeigen, wer man ist und hechelt nicht immer und immer wieder einem Maßstab hinterher, den man vermutlich eh kaum erreichen wird. Man kann einfach beweisen, wer man ist und was einen selbst ausmacht.


schmeckt lecker und ist einfach nur herrlich mit frischen Tomaten

Inspirationen holen, Kreativität und Ideen entwickeln, das ist das Eine - Hinterherhecheln, das ist eine ganz andere Geschichte.

Eine Lektion, die ich zum Beispiel auf vielerlei Weise lernen musste, bevor sie vollständig bei mir angekommen ist. Egal, ob das nun den eigenen Erfolgsdruck an der Uni betroffen hat, der mich so sehr vor Angst gelähmt hat, dass ich kaum noch ein Wort aufs Papier bekommen habe oder ob es der Konkurrenzdruck unter den Bloggern ist, dem ich nur entkomme, in dem ich klipp und klar sage: Ich mach nur mein eigenes Ding - auf meine Weise.

Dennoch erwische auch ich mich oft genug dabei, mich mit anderen zu vergleichen und mich zu fragen, was machen die, um so erfolgreich zu sein? Die Antwort ist ziemlich simpel. Weißt Du sie?

Sie sind sie selbst.

klein, lecker und innovativ sind auch Kaviarperlen, die perfekt zum Panzanella passen



PS: Innovativ fand ich auch Balsamico-Kaviar, den mir Tine von feinkostundwein.de* zum Probieren zugeschickt hat. Das ist nämlich leckerer Balsamico-Essig in Form von kleinen gefüllten Kügelchen. Falls du dich noch an Bubble Tea erinnern kannst, kannst du dir die Konsistenz in etwa so vorstellen. Nur eben viel kleiner, feiner und innovativer. Passt übrigens super zum mutigen Panzanella.

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