Ägyptens Weiße Wüste - Urlaub mal anders

8. August 2012 / Ausdrucken?


Ich habe Fernweh. Fernweh der ganz besonders bösen Sorte. Und zwar so schlimm, dass ich mich am liebsten in mein kleines, altes französisches Auto setzen möchte und bis nach Südfrankreich fahren will. Oder vielleicht doch nur zum Flughafen, um mich in den nächsten Flieger nach Asien oder in die Wüste zu setzen.
Mein letzter richtiger Urlaub ist eine gefühlte Ewigkeit her. Weihnachten 2008 bin ich zusammen mit meiner Mum nach Ägypten in die weiße Wüste geflogen. Oh wie herrlich war es da.


Eine gute Woche waren wir dort zu Fuss unterwegs. Jeden Abend Zelt aufbauen und am Morgen wieder abbauen. Nie zwei Tage am selben Ort schlafen. Begleitet wurden wir von unserer eigenen Kamelkarawane. Die Tiere trugen alles für  uns Lebensnotwendige, wie: Zelte, Wasser, Geschirr, Essen, Kleidung. Aber vor allem waren sie lustig anzuschauen mit ihren ewig langen Wimpern.



Hübsch oder? Immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn ich mir die Fotos so anschaue, kriege ich gleich gute Laune und schwelge in Fernweh.



Die weiße Wüste überzeugt landschaftlich unglaublich. Es gibt so wundervolle Dinge dort zu entdecken. Zum einen die tolle Weite. Ein paar vereinzelte Gräser mal hier und da. Dort ein Meer aus Muscheln, die aus vergangenen Zeiten zurückgeblieben sind.
Hier wieder wundervolle Felsformationen. Ganz ins Weiß versteht sich.


Neben der Steinwüste gibt es auch Sandabschnitte. Richtig klassische Dünen die Meter hoch sind. Da muss man sich schon richtig anstrengen, um eine zu erklimmen. Warm wie man vermuten könnte, war es in der Wüste allerdings nicht. Ich war im Dezember dort und dazu noch im kältesten seit Jahren. Ich war ganz schön froh, dass ich meine dicke Fliesjacke und einen Schal dabei hatte.



Was mich am meisten fasziniert hat, war die Stille. Einfach drauf loszulaufen. Nichts hören ausser seinen eigenen Atmen. Umgeben von einer wundervollen Landschaft, die durch ihre anscheinliche Kargheit verzaubert. Die aber in Wirklichkeit soviel bietet.  Und dann, immer wieder neues sehen, entdecken. Die Sinne frei bekommen. Sich auf Wesentliches besinnen. Den Rest der Welt vergessen. Es war einfach nur wunderbar. So frei wie dort habe ich mich ewig nicht gefühlt.


Im Übrigen habe ich während des gesamten Urlaubs keine einzige Pyramide gesehen. Finde ich persönlich gar nicht schlimm. Ich habe wesentlich eindrucksvollere Natur genießen dürfen, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der Sternenhimmel in der Nacht, der mit nichts vergleichbar ist. Dort sieht man jeden noch so winzigen und kleinen Stern hell leuchten. Die Milchstraße in ihrer vollen Pracht bewundern zu können ist ein einzigartiges Erlebnis.

Zum Glück habe ich wundervolle Fotos gemacht, die mir immer wieder die schönen Erinnerungen zurückbringen.

Voller Sehnsucht,
eure Behyflora



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