Endlich Maroni-Suppe

5. Dezember 2012 Ausdrucken?


Seit Anfang Herbst jammere ich was das Zeug hält. Angestachelt von anderen Blogs wuchs in mir die Sehnsucht nach selbst geernteten Maroni. Weil ich mich aber trotz meiner Spaziergänge in der Natur nicht wirklich in unseren Wäldern auskenne, wusste ich nicht woher ich das braune Glück bekommen sollte. Aus dem Supermarkt? Nein, danke. Dort sind mir Esskastanien bei uns einfach zu teuer. Bis zu 10 Euro bezahlt man hier für ein Kilo. Andere Mädels gehen in den Wald und sammeln selbst.
Genau das hatte ich mir jetzt auch vorgenommen.


Die Idee war geboren, aber einzig die Umsetzung scheiterte kläglich. Nach mehreren Gesprächen mit ortskundigen Förstern, Jägern und Botanikern kam die Ernüchterung.
In unserer Gegend wachsen einfach keine Esskastanienbäume. Unser Klima ist dafür einfach nicht geeignet. Total geknickt habe ich sogar schon daran gedacht selbst einen Baum zu pflanzen. Nach einiger Recherche kam ich zu dem Ergebnis, dass ich für meine eigenen Maroni mindestens 10 Jahre warten müsste und nicht einen, sondern zwei Bäume, eine Dame und einen Herrn, pflanzen müsste.
Ich blieb also beim jammern. Und irgendwann war sogar mein Freund genervt und fragte mich, ob ich nicht endlich von etwas anderem reden könnte.
Die Geschichte wäre keine gute Geschichte, wenn sie nicht ein Happy End hätte.


Mein Happy End fand ich in der Steiermark am vergangenen Wochenende. Ich habe dort zwar wirklich Bekanntschaft mit einem richtig großen Exemplar eines Esskastanienbaums gemacht, die Maroni habe ich dann aber doch wegen der Saison im Supermarkt gekauft. Allerdings zig-fach günstiger. Ein halbes Kilo für  gerade mal 1,50€.
Logisch, dass ich gleich 2 Kilo mitgenommen habe, oder?


Deswegen kann ich euch heute endlich meine erste Maroni Suppe präsentieren. Geschmacklich war sie übrigens phänomenal.

Ihr braucht dafür:

500g Maroni
etwa 250 g Kartoffeln
Wasser
Gemüsebrühe
Majoran
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1 Zwiebel
1 Spritzer Zitrone

Als erstes weicht ihr die Maroni für einige Stunden im Wasser ein. Mit Schale und allem drum und dran. Einfach schwimmen lassen. Danach ritzt ihr sie kreuzförmig ein und schiebt sie für etwa 10-15 Minuten bei 220° in den Backofen, sodass die Schalen aufplatzen. Jetzt geht es ans schälen. Das sollte allerdings nach der Prozedur recht einfach gehen.
Die geschälten Maroni zusammen mit den Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen und garen bis die Karotffeln weich sind. Danach das Kartoffelwasser abgießen und auffangen.
Jetzt die gekochten Maroni und Kartofeln mit einem Stampfer ordentlich zerdrücken und immer wieder vom aufgefangenen Wasser dazugeben. Bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Vielleicht müsst ihr noch etwas zusätzliches Wasser dazugeben. Je nach Bedarf. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Suppe jetzt noch pürieren.
Mit Salz, Pfeffer, Zitrone, Majoran und Gemüsebrühe abschmecken.
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Olivenöl anbraten, sodass sie schön glasig und vielleicht auch etwas braun sind. Die Zwiebelmischung zum Schluss über die Suppe geben und unterrühren.


Hm.. lecker! Ich finde die süß-würzige Kombination aus Esskastanien und Kartoffeln einfach richtig klasse. Wenn ihr mögt probiert es doch mal aus. Nach der selben Methode machen wir übrigens auch immer unsere Kartoffelsuppe. Einzig, die Kartoffelmenge wird erhöht und noch eine Karotte dazugegeben.
Vielleicht habt ihr auch noch Glück und bekommt Maroni zu so einem günstigen Preis oder ihr habt euch vielleicht noch von eurem eigenen Baum in der Nähe eingedeckt. Dann könnt ihr sicher sein, dass ich furchtbar neidisch bin.

Aber jetzt steht noch ganz dringend die Auslosung des Leinwand-Give-Aways an. Gewonnen hat....


... Ahnungslose Wissende. Herzlichen Glückwunsch! Bitte melde dich doch kurz per Mail bei mir.

An alle anderen, bitte seid nicht traurig. Eure Chance wird kommen!
Solange könnt ihr ja Abwarten und Suppe essen. Vielleicht aus Maroni und Kartoffeln? Möchte jemand nachkochen und bloggt das vielleicht auch? Lasst mir doch einen Link da. Ich freue mich eure Suppen zu bewundern.





    "Behyflora - food lifestyle photography " ist mein privater Blog. Für die Inhalte von verlinkten Seiten übernehme ich keine Verantwortung. Ich distanziere mich demnach ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Adressen und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Ich untersage ausdrücklich Fotos oder Texte meines Blogs zu kopieren (sofern nicht von mir persönlich erlaubt) und auf anderen Webseiten ohne Quellenangabe zu veröffentlichen. Alle die von mir dargestellten Bilder, Texte usw in diesem Blog, sofern nicht anders angegeben, sind mein Eigentum und dürfen nicht ohne Absprache kopiert, übernommen oder anderweitig genutzt werden.
    © Design by Claudia Zesewitz (Behyflora) 2010 - 2017