Weihnachtsplätzchen & eine gute Prise Melancholie

16. Dezember 2013 Kommentieren / Ausdrucken?




Irgendwie stimmt mich die Vorweihnachtszeit jedes Jahr nachdenklich. Immer öfter halte ich inne und überlege mir, was ich dieses Jahr erlebt habe. Wie rastlos ich dieses Jahr innerlich war. Wie orientierungslos manchmal. Was sich verändert hat.
Und das war dieses Jahr eine ganze Menge.
Ich habe mich dieses Jahr von einigen Menschen in meinem Leben verabschiedet. Von Einigen bewusst, von Anderen ohne eigenes Zutun. Manchmal tat das mehr weh, manchmal weniger. Aber im Gegenzug hat mir dieses Jahr auch unglaublich viele neue Freundschaften ermöglicht, die ich gegen nichts in der Welt mehr tauschen möchte. Wenn ich dieses Jahr eines gelernt habe, dann dass der alte Spruch stimmt: "Schließt sich die eine Tür, öffnet sich die Nächste."


Mitte des Jahres sind auch Harry und Sally bei uns eingezogen. Die beiden sind mittlerweile schon richtig groß, aber gedanklich sind sie immernoch meine kleinen Katzenkinder die auf eine Handfläche passen. Besonders bei Sally ist das so, weil sie immernoch so klein und zierlich ist und bei jeder kleinsten Berührung durch lautes Schnurren zeigt wie gern sie uns hat. Harry hat sich zu einem richtigen Charakterkater entwickelt, der genau weiß was er will, aber soviel Liebe und Zuneigung gibt, dass einem fast das Herz schmilzt. Er würde niemals vergessen an meinen Beinen entlang zu streifen wenn er an mir vorbei geht. Kleine Liebesbeweise im Alltag, die schöner nicht sein könnten.



Eines ist über das Jahr hinweg aber konstant geblieben. Mein Fernweh. Ich war in einigen Städten unterwegs. Graz, München und erst jetzt am Wochenende in Dresden, meiner Geburtstadt. Und jede einzelne Stadt hat in mir das Gefühl geweckt, dass ich am liebsten für immer dort bleiben würde. Dass ich hier meine Zelte abbrechen sollte und in einer neuen und großen Stadt nochmal neu anfangen sollte. Ein Heimweh nach etwas Neuem, von dem ich mich jedes Mal wenn ich wieder zu Hause ankomme erstmal erholen muss. Eine Verwirrung, die mich hier rastlos werden lässt und mich zwingt mich jedes mal neu zurecht finden zu müssen.


Und doch scheint es so, als ob sich schlussendlich alles fügen würde. Es wird ruhiger. Das Gefühl des Ankommens macht sich bemerkbar. Die Veränderungen in diesem Jahr haben sich gefestigt. Sind so geblieben und wurden zu einem neuen Alltag. Zu neuen Freunden, zu neuen Mitbewohnern, zu neuen Ideen und Gedanken. Und auch wenn noch einige weitere hohe Wellen über mich herein brechen ( und das werden sie), weiß ich doch mittlerweile wie man schwimmt.

Heute etwas mehr Melancholie und weniger Rezept. Aber die tollen Plätzchen dürft ihr euch trotzdem nicht entgehen lassen. Die Rezepte zu den Mohnsternen findet ihr hier. Ich habe sie bereits letztes Jahr schon mal gemacht. 
Die Traumstückchen und die Gewürzbrocken (ich nenne sie ganz platt so, eigentlich ist es ein Panforte) findet ihr bei Sylvia auf ihrem Blog rock the kitchen
Einzig bei den Traumstückchen habe ich noch eine Prise frisch gemahlenen Kardamom hinzugefügt. 
Elchservietten und Geschirrtücher: Ikea.

Werdet ihr zum Jahresende hin auch immer etwas stiller und nachdenklicher? Zieht ihr Bilanz? Wie sehen eure Plätzchenteller dieses Jahr aus? Auf was freut ihr euch in den nächsten Wochen am meisten?
Lasst es mich wissen, meine Neugier ist und bleibt die Gleiche!



Heiße Schokolade mit {homemade} Chili Marzipan

13. November 2013 7 Kommentare Ausdrucken?


Jetzt, wenn es abends immer sehr früh dunkel wird und wir immer öfter zum zweiten Paar Socken greifen, wird uns schmerzlich bewusst, dass sich ein weiteres Jahr dem Ende zuneigt. Vor ein paar Tagen habe ich doch tatsächlich zum ersten Mal dieses Jahr einige Schneeflocken zum Boden rieseln sehen. Zwar waren sie ordentlich mit Regen vermischt und verdienen eigentlich noch nicht den Namen "Flocke" aber trotzdem wurde mir da klar, dass es jetzt wieder eine ganze Weile dauert bis es richtig warm draußen wird.


Vielleicht hat es dieses Jahr ja auch nicht geklappt die Sommerliebe mit in den Winter zu nehmen. Die gemütlichen Stunden zu Zweit auf der Couch, unter der wärmenden Decke, die wir uns vorgestellt haben müssen also leider ausfallen. Höchste Zeit nun, dass wir uns Gedanken machen, wie wir unsere Stimmung dennoch aufhellen und uns von Innen wärmen.
Am Besten doch mit einer kleinen aber feinen Süßigkeit und einer schönen dampfenden heißen Schokolade.
Aber ihr kennt mich schlecht wenn ihr jetzt vermutet ich präsentiere euch einfache und langweilige Idee.
Erwartet vielmehr eine Explosion an Aromen in einer einzigen Tasse.


Was nämlich wirklich wichtig ist, um ordentlich von Innen zu wärmen und dem Winterblues mit Glückshormonen entgegenzuwirken sind die intensivsten Gewürze und Aromen die uns so einfallen.  Wie wäre es also mit der geballten Ladung Zimt, Schokolade, Orange, Mandeln und Chili in einer Tasse? Schokolade und Mandeln sorgen für eine tolle Süße, die besonders uns Naschkatzen richtig freut, die Orange bringt einen fruchtigen Ausgleich und Zimt und Chili heizen spürbar ein und geben den richtigen Kick bei der Sache. Schuld daran ist der Wirkstoff Capsaicin, der reizt nämlich die Schleimhäute, weswegen wir Chili als scharf und heiß empfinden und regt den Stoffwechsel an. Schlussendlich wird uns richtig warm. Das ist übrigens auch nicht schlecht gegen die Winterpfunde.

Hier also mein ultimatives Rezept gegen Winterblues:
Heiße Chili-Orangen-Marzipan Schokolade. Und für alle die auch unterwegs ein bisschen süßes Glück brauchen gibts das ganze sogar zum Mitnehmen in Form von selbstgemachtem Chili-Orangen Marzipan.

Für den selbstgemachten Marzipan braucht ihr:
200g blanchierte gemahlene Mandeln
200g Puderzucker
Orangenschalenabrieb einer Bio Orange
3-5 EL Orangensaft
3-4 Tropfen Orangenaroma
2-3 getrocknete kleine Thai Chilies (2 für eine angenehme Schärfe die sehr subtil ist, 3-4 wenn ihr den richtigen Kick braucht)

Gebt alle Zutaten bis auf den Orangensaft in eine Küchenmaschine. Alternativ, könnt ihr die Chilis auch ganz fein hacken und alles zusammen in eine Schüssel geben. Fügt nun vorsichtig Esslöffelweise den Orangensaft dazu und knetet alles durch. Genau soviel, bis sich die Masse zu einer großen Kugel formen lässt. Und schon habt ihr selbstgemachten Marzipan. Kinderleicht!
Wenn ihr mögt könnt ihr nun noch gehackte Schokolade darunterkneten, oder ihr formt wie ich kleine Bällchen oder Herzen und überzieht sie mit Schokolade.

Für unsere heiße Schokolade gebt ihr nun etwa 25g Edelbitterschokolade mit etwa 73% Kakaoanteil und ein walnussgroßes Stück vom selbstgemachten Marzipan zusammen mit etwas gemahlenem Zimt und einer Scheibe Orange in einen kleinen Topf und gießt etwa 250-300ml Milch dazu. Wenn ihr mögt könnt ihr natürlich auch noch etwas Chili und Kakaopulver für einen kräftigeren Geschmack hinzufügen. Lasst die Schokolade und den Marzipan schmelzen und gebt dem heißen Kakao noch etwa 5-10 Minuten auf der heißen Herdplatte, damit sich die Aromen gut entfalten können. Fischt nun die Orange heraus und serviert euren heißen Gewürz-Kakao zusammen mit einigen kleinen Marzipankügelchen.

Glaubt mir, das ist ein richtiger schokoladiger Seelentröster, der sicherlich auch zu Zweit schmeckt. Verdoppelt dafür einfach die Menge.


Wie wärmt ihr euch von Innen? Was sind eure besten Strategien, um dem Winterblues rechtzeitig entgegenzusetzen?
Steht ihr auch so sehr auf Gewürz-Kakaos, Chai-Tees und feine Zimtnoten?
Lasst es mich wissen, denn ich bin neugierig wie immer.


{Herbstklassiker} Kürbissuppe

30. September 2013 7 Kommentare Ausdrucken?


Essen ist nicht immer nur reine Nahrungsaufnahme, sondern im Idealfall vermittelt es uns auch Gefühle. Es tröstet uns, wie das Wurstbrot das mir meine Oma gemacht hat, als ich die Sommerferien bei ihr verbrachte, furchtbares Heimweh bekam und die ganze Zeit weinte. Damals habe ich noch Fleisch gegessen. Oder wie die Hühnersuppe, die uns von Innen wärmt wenn wir krank sind und das Gefühl des Umsorgtseins vermittelt. Wie der heiße, duftende Kakao der uns erwartet wenn wir durchgefroren nach Hause kommen und das Gefühl vermittelt anzukommen, da zu sein, zu Ruhe zu kommen. Aber auch wie der Coffee to Go, in Eile an der Ecke geholt, der schon beim ersten Schluck bei uns den Eindruck hinterlässt, jetzt energiegeladener zu sein und so bestimmt das nächste Seminar oder Meeting mit links zu nehmen.
Oder wie meine Kürbissuppe, die bei mir irgendwie nach Abschied schmeckt.


Ich bin fest davon überzeugt, dass man wenn man sehr aufmerksam ist, herausschmecken kann, welche Gefühle der Koch in unser Essen gegeben hat. Und so kann einem beim Probieren eines einfachen Bananenkuchens förmlich der Atmen wegbleiben, weil man die ganze zarte Liebe schmeckt, die mithineingebacken würde. Oder einem wird beim ersten Löffel der köstlich dampfenden Kürbissuppe das Herz schwer, weil sie mit bittersüßem Abschiedsschmerz gewürzt ist.
Das Gefühl das man selbst während des Kochens in seine Gerichte dazugibt macht den eigentlichen Geschmack aus. Nicht umsonst heißt es doch auch  "... mit Liebe gekocht."


Diese Kürbissuppe hier, schmeckt in meiner Zubereitung nun eben nach zartem Abschied, der eigentlich kein Wirklicher ist. Denn erst gestern habe ich eine sehr liebe Freundin verabschiedet, die nun zum Studieren nach Graz gezogen ist. Sie ist nicht aus der Welt und ich freue mich riesig, dass sie einen wundervollen neuen Lebensabschnitt anfangen kann, aber trotzdem wird mir das Herz irgendwie schwer. Wir haben den kompletten Sommer fast jeden Tag miteinander verbracht. Waren wie Pech und Schwefel und ich durfte mir schon anhören, sie sei wie mein Schatten, immer mit mir verbunden. Nach so einer Zeit, in der man erkennt, dass man seine Seelenverwandte gefunden hat, fällt ihr Fehlen schon nach einem Tag auf.
Bei ihr habe ich zum ersten Mal Kürbissuppe probiert und so wird es wohl auf ewig sein, dass Kürbissuppe immer etwas nach Abschied schmecken wird.

Wollt ihr einen Löffel davon probieren?

Ihr braucht für etwa 4 Portionen als Vorspeise
400 g Hokkaidokürbis
100 g geschälte Kartoffeln
100 ml Sahne
ein Daumengroßes Stück Ingwer
eine Hand voll Mandeln
Butter
einige frische Salbeiblätter
1 kleine Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer

Halbiert den Kürbis, entfernt die Kerne und zerteilt ihn in grobe Stücke. Schälen müsst ihr ihn nicht, wenn ihr einen Hokkaido erwischt, schneidet nur eventuelle schlechte Stellen weg. Schält die Kartoffeln und schneidet sie in Würfel. Gebt alles zusammen in einen großen Topf und bedeckt das Gemüse mit ausreichend Wasser. Lasst es nun solange kochen, bis alles schön weich ist.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis sie duften. Lasst sie auskühlen und hackt sie klein. Schält danach eine kleine Zehe Knoblauch. Schneidet den Knoblauch in feine Scheiben und lasst ihn zusammen mit dem Salbei in reichlich Butter schön ausfrittieren, bis der Salbei knusprig wird. Jetzt habt ihr eure Toppings für die Suppe fertig. Wer mag kann noch Brotwürfel in Butter anbraten.
Schält nun den Ingwer und hackt in entweder ganz klein oder reibt ihn auf einer Ingwerreibe zu feinem Mus. Gebt ihn zum weich gekochten Gemüse und püriert alles fein durch. Würzt nun noch mit Salz und Pfeffer und gebt die Sahne hinzu.
Richtet die Suppe zusammen mit den Toppings an. Schon fertig!

Eigentlich bin ich kein Kürbisfan. Ich mag den Eigengeschmack einfach nicht so gerne und kann es nicht leiden wenn er sehr penetrant schmeckt. Das ist bei dieser Suppe gar nicht der Fall. Also kann ich sie auch für Kürbis-Hasser empfehlen.


Ein schöner Film zum Thema Gefühle und Essen ist übrigens "The Ramen Girl." Dort lernt die Filmheldin, was es wirklich heißt eine gute Ramen-Nudelsuppe zu kochen und, dass dazu viel mehr gehört als das einfache Zusammenwerfen von Zutaten.

Wie steht ihr dazu? Sehr ihr das auch so? Essen bedeutet Gefühl?
Lasst es mich wissen, ich bin neugierig wie immer!

Brioche mit Brombeermarmelade

28. September 2013 5 Kommentare Ausdrucken?


Endlich scheint die Welt wieder zur Ruhe zu kommen. Während ich in den Sommermonaten unglaublich viel unterwegs war und lauter neue Sachen entdeckt habe, Städte für mich erobern konnte (vor allem Graz und München), mit wilden Tieren (Kühen auf der Alm) kämpfen musste und neue Geschmäcker probieren durfte (wer hätte gedacht, dass mir Cider so gut schmeckt?) ist zuhause doch einiges liegen geblieben. Jetzt wird es aber langsam Zeit sich gemütlich, oder viel mehr "gmieatlich" wie unsere österreichischen Nachbarn sagen würden, einzurichten. Etwas Nestwärme für die grauen Tage zu schaffen, die Kissen aufzuschütteln, die Duftkerzen zu reaktivieren, gute Bücher zu stapeln und den warmen Ofen für die langen grauen und kalten Abende einzuheizen.
Und wie könnte das denn besser klappen als mit einem kleinen süßen Hefeteigteilchen, dass nicht nur auf der Zunge zergeht, sondern auch schon beim Backen diesen unglaublich warmen, würzigen Duft im ganzen Haus verströmt?


Hefeteig... uhh! Höre ich schon die ersten Jammern... aber lasst euch gesagt sein, alles halb so wild. Mit ein paar Kniffen gehören eure Ängste bald der Vergangenheit an. Und, was noch viel wichtiger ist: es lohnt sich! Es lohnt sich sogar so sehr, dass ich noch vor dem fotografieren ganz dringend das Bedürfnis verspürte in ein süßes, kleines, marmeladengefülltes Brioche zu beissen und ganz vergessen hatte, dass im Inneren wirklich sehr, sehr, sehr, sehr heiße Marmelade schlummert. Ende vom Lied ist ein klassischer "Küchenunfall", Spott von allen Seiten, ein mit Brombeermarmelade verkleckertes Geschirrtuch, schade um die gute Marmelade (!) und eine verbrannte Lippe.
Diese Brioches sind also, lasst euch das eine Warnung sein, sehr gefährlich und mit Vorsicht zu genießen. Zumindest für so ungeduldige Menschen wie mich, die leckeren Düften einfach nicht widerstehen können.


Hier also das das Rezept mit Warnstufe 3.
Für 3 kleine, 2 mittlere und 2 größere Brioches braucht man nachfolgende Zutaten:
Ich habe leider nur 4 Briocheformen in 2 verschiedenen Größen, deswegen diese seltsame Angabe, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie auch wunderbar in einer einfachen Muffinform gelingen, sodass eine Briocheform nicht zwingend notwendig ist.

200ml Milch
1 Würfel Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
500g Mehl
50g Zucker
eine Prise Salz
1 Ei
100g Butter
Zitronenschalenabrieb von einer Biozitrone

Brombeermarmelade, wir hatten noch ein Glas selbstgemachte da, aber sicher schmeckt auch jede andere rote Marmelade.

Erwärmt die Milch. Aber bitte nicht zu heiß, damit die Hefepilze nicht sterben, und bröckelt die Hefe vorsichtig hinein. Rührt solange, bis sie sich vorständig aufgelöst hat. Gebt nun Mehl, Zucker, Salz, Zitronenschalenabrieb und ein Ei in eine große Schüssel und gießt die Hefemischung dazu. Knetet das ganze ordentlich durch ( ich lasse das immer unseren Backautomaten machen, der ein eigenes Programm dafür hat) und knetet danach die Butter in kleinen Stückchen darunter. Sobald er sich zu einer Kugel formen lässt, knetet noch etwas weiter und stellt ihn danach abgedeckt für 40-60 Minuten beiseite damit er in Ruhe gehen kann. Das funktioniert meiner Meinung nach am besten im Backofen bei eingeschaltenem Licht.
Das war auch schon der ganze Zauber.
Jetzt geht es nur noch ans Formen. Teilt den Teig dazu in je eine größere und eine kleinere Kugel pro Brioche. Setzt die Größeren in eure Formen und stellt sie nochmal 20 Minuten zum gehen beiseite. Drückt danach mit einem Kochlöffel kleine Mulden in den Teig und befüllt diese mit Marmelade und setzt die kleine Kugel als Deckel oben drauf. Nehmt ruhig reichlich Marmelade, dann bleibt genug für das ganze Brioche zum Dippen.
Bestreicht die fertigen Teigbrioche nun noch mit etwas Milch und lasst sie bei 175°C Umluft für etwa 15 Minuten im Ofen backen, sodass sie schon goldgelb werden.


Und hier nun noch die gut gemeinte Warnung. Nicht sofort hineinbeißen! Sondern lauwarm auskühlen lassen oder wenns gar nicht anders geht, wie bei mir, dann ganz, ganz vorsichtig zerrupfen und die Teigteile in die noch heiße Marmelade dippen und ordentlich pusten! Hm... ein Gedicht!

Richtig lecker schmecken die übrigens zu einer schönen Tasse Kaffee am Nachmittag, wenn die Welt draußen grau ist und man sich mit einem guten Buch oder Film auf die Couch verkrümelt, aber auch als Frühstück an einem Wochenendmorgen sind sie einfach nur wunderbar. Besonders der Duft, der das ganze Haus durchströmt ist einfach nur großartig!
Lasst es euch schmecken!



{Bye bye Summer} Piña Colada Cheesecake

20. September 2013 Kommentieren Ausdrucken?


Frisch erholt und endlich wieder zurück aus der Sommerpause hat mich der Herbst schneller eingeholt als ich das geplant hatte.
Grau und nass ist es momentan dort draußen. Kälte und täglicher Regen sind unsere ständigen Begleiter. Und mal ganz ehrlich, auch wenn ich den Herbst wirklich gerne mag, stelle ich mir doch lieber bunte Blätterwälder, die von goldenem Licht durchflutet sind, vor, wenn ich an diese Jahreszeit denke. Vermutlich werden wir das dann wirklich im Oktober genießen können.
Habt ihr solange Lust mit mir zusammen die letzten Erinnerungen an den Sommer festzuhalten?
Sozusagen ein Sommer-Abschiedsgedicht? Eine Liste der Dinge, die wir diesen Sommer getan haben? Oder die wir uns unbedingt für nächstes Jahr vornehmen müssen.
Hier mal einige meiner Vorschläge.


Ich habe euch natürlich auch das perfekte "Schmankerl" mitgebracht, damit es euch leichter fällt eure eigene Liste zu machen. Mit einem Piña Colada Cheesecake könnt ihr nochmal Karibikfeeling pur auf den heimischen Kaffeetisch bringen. Wär das nicht was? Dem grauen Wetter zum trotz verabschieden wir uns mit exotischen Aromen vom Sommer. Genauso wie wir das im Frühling mit dem Winter gemacht haben. Den jede Jahreszeit verdient einen würdigen kulinarischen Abgang.
Habe ich eigentlich schon mal erzählt, warum ich so ein großer Jahreszeitenfan bin?
Festgestellt habe ich das eigentlich während unseren zahlreichen Asienreisen. Dort gibt es nur zwei verschiedene "Jahreszeiten": Regenzeit und Trockenzeit. Das ganze Jahr über ist es eigentlich, wirklich vereinfacht gesagt, gleichbleibend warm, die Natur sieht immer gleich grün aus und irgendwie fehlen dort auch diese typischen Jahreszeitendüfte, wie die frische blumige Luft im Frühling, der eigenartige Geruch von blühenden Rapsfeldern im Sommer, bei dem man sich wirklich immer fragt:"Stinkt das nun, oder riecht es gut?!" oder eben der warme, holzige Blätterduft des Herbsts und ich meine sogar, dass Schnee einen eigenen "Duft" hat. All das fehlt dort und das ist für mich einer der Gründe, warum ich wohl nie aus Europa auswandern könnte. Mir würde das wohl fehlen.

 
Jetzt aber genug geschwärmt und erzählt. Lasst uns den Sommer kulinarisch verabschieden. Hier meine Idee dazu.

Für einen richtig leckeren und exotischen Piña Colada Cheesecake braucht ihr:

Für den Boden:
300g Mehl
120g Zucker
175g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei

Verknetet alle Zutaten schnell zu einem Mürbeteig. Gebt ihn in eine eingefettete Form und drückt ihn schön flach auf den Boden und formt einen hohen Rand. Stellt ihn nun für einige Zeit kalt.Währenddessen könnt ihr den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Füllung vorbereiten.
Dafür braucht ihr:

750g Quark (nehmt am den mit 40% Fett)
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
4 Eier
150g Zucker

Vermischt Quark, Zucker, Puddingpulver und Zitronenschale zu einer glatten Creme und rührt nacheinander die 4 Eier unter. Verteilt nun die Masse auf euren vorbereiteten Boden und lasst den Kuchen 50-60 Minuten backen. Nach 30 Minuten solltet ihr ihn vielleicht mit etwas Alufolie abdecken, damit er oben nicht verbrennt.

Sobald der Kuchen fertig ist und auskühlt könnt ihr das Topping vorbereiten.
Nehmt dazu:

1 Dose Ananas
lasst die Fruchtstücke abtropfen, fangt aber etwas von dem Saft auf. Gebt sie ihn einen Topf und fügt etwas von dem Saft dazu. Lasst das ganze aufkochen unf fügt dann etwa 1 EL Speisestärke, die ihr vorher mit etwas Wasser oder Ananassud angerührt habt hinzu und lasst alles nochmal aufkochen, sodass es schön eindickt. Gebt die Masse über den abgekühlten Kuchen und bestreut sie sofort mit 2 EL Kokosflocken.
Schon fertig!


Nun haben wir uns aber gut verabschiedet und können in freudiger Erwartung auf heiße Suppen, Eintöpfe, deftige Kuchen und Gerichte endlich die kälteren Jahreszeiten willkommen heißen. 
Ich freue mich schon wieder richtig auf das erste vegetarische Chili der Saison oder einen tollen Schokokuchen, der mir im Sommer einfach zu mächtig ist.
Hach ja.. alles zu seiner Zeit.
Worauf freut ihr euch im Herbst? Konntet ihr im Sommer eure persönliche "To-Do"Liste abarbeiten? Was habt ihr erlebt?
Lasst es mich wissen, ich bin neugieriger den je!

...

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{Sommerfarbe} Wassermelonensalat mit Rucola

1. August 2013 1 Kommentar Ausdrucken?


Würde mich jemand nach den aktuellen Sommerfarben fragen, wüsste ich sofort eine Antwort. Beim Essen ist es definitiv Rot, Weiß und Grün. Mir fallen tausend tolle und frische Rezepte ein zu genau diesen Farben. Eigentlich denke ich schon in gar keinen Anderen Kombinationen mehr. Vor kurzem erst habe ich euch einen Erdbeer-Spargel-Rucolasalat gezaubert, dann gibt es noch den Klassiker, Tomate-Morzarella mit Basilikum, ich hatte euch Rhabarbersirup und-Curd vor einer Grün-Weißen Kulisse präsentiert und heute komme ich daher und tische euch einen Wassermelonen-Feta Salat mit Rucola auf. Man könnte meinen diese drei Farben bestimmen gerade mein Leben.


Dabei gibt es doch noch so viele andere tolle Kombinationen! Aber meine neuste Entdeckung ist nunmal das tolle Zusammenspiel von Wassermelone, Feta und Rucola. Könnt ihr euch das vorstellen? Die Frische und Süße der Wassermelone zusammen mir dem würzigen und salzigen Aroma des Feta und des scharfen Rucola? Einfach perfekt. Dazu noch ein Hauch Pfeffer und Honig und so schnell hat man einen extrem erfrischenden Sommersalat gezaubert. Ich glaube das einzige was daran wirklich schwierig werden könnte ist das aufschneiden der Wassermelone. Denn wo fängt man am besten an?


Auf jeden Fall brauchen wir ein scharfes Messer. Meine neueste Errungenschaft ist ein Damastmesser, das sich natürlich auch gleich mit aufs Foto geschlichen hat. Richtig stolz bin ich darauf, denn es schneidet einfach nur wunderbar und ich mag eigentlich kein anderes mehr. Damit schneidet sich einfach alles in perfekte Stückchen. Sei es die harte Schale der Wassermelone oder fein zarter Feta, ich verwende es für alles und pflege und hege es wie meinen Augapfel. Den Geschirrspüler wird es wohl niemals von innen sehen. Denn richtig gute scharfe Messer sollte man immer von Hand abwaschen, damit sie länger scharf bleiben.


Zum Glück kann man Wassermelonen ja mittlerweile schon halbiert oder im Viertel kaufen. Dann hat man gar nicht erst das Problem sich zu überlegen wo man am besten das Messer ansetzt ohne sich  gleich alle 10 Finger abzuschneiden. Für alle die da genauso ungeschickt sind wie ich, empfehle ich Kettenhandschuhe. Zumindest solange, bis man sich an die Schärfe des neuen Messers gewöhnt hat. Dann bleiben die Finger sicher mit dran.


Für den Wassermelonensalat habe ich heute nicht mal ein ordentliches Rezept für euch. Vielmehr sind es ungefähre Angaben, damit ihr wisst was auf alle Fälle mit rein muss, damit er auch richtig lecker schmeckt und die nötige Erfrischung liefert die wir an diesen Tagen brauchen.

Man nehme (Achtung es wird mathematisch!):
Feta, Wassermelone und Rucola. Im Verhältnis 1:2:3. Also doppelt soviel Wassermelone wie Feta und 3-fach soviel Rucola wie Feta. Ich denke das ist dann die beste Mischung.
Den Rucola Waschen und in mundgerechte Stückchen zupfen, zusammen mit dem geschnittenen Käse und der zerkleinerten Wassermelone in eine große Schüssel geben.
Jetzt das Dressing zusammenrühren. Dazu braucht es nicht viel, wir machen ein leichtes Honigdressing, denn Honig harmoniert hier wirklich wunderbar und bricht die fruchtige Süße der Wassermelone nochmal so richtig schön zur Geltung.
Dazu brauchen wir:
- Olivenöl,
- Essig, ich würde hier Apfelessig, oder einen schönen Weinessig empfehlen, Balsamico macht sich leider nicht so gut.
- Honig
- Salz und Pfeffer. Bitte seid mit dem Salz sparsam, weil der Feta selbst ja schon sehr viel Salz enthält.
- Auf Kräuter kann man getrost verzichten, weil der Rucola eh schon eine schön kräutrige Note mitbringt.
Aus all den Zutaten mischt ihr euch ein Dressing und zwar genau so, dass es euch schmeckt! Gebt alles über euren vorbereiteten Salat, mischt einmal ordentlich durch und schon fertig.
Total einfach und auch noch super gesund und bikinifigurtauglich. Ist das nicht was?


Was esst ihr denn an einem richtig heißen Sommertag am liebsten? Ist es dann auch ein kühler knackiger Salat? Etwas leichtes? Oder lasst ihr dann die Mahlzeiten zugunsten von Eis und Co aus?
Sind es die Klassiker, wie Tomate und Morzarella, oder habt ihr auch außergewöhnliche Rezepte?
Lasst es mich wissen, ich bin neugierig!



{Sommersünden} Pfrisich-Basilikumsorbet auf Kokosjoghurtcreme

30. Juli 2013 7 Kommentare Ausdrucken?


Was gibt es Tolleres im Sommer als eine kleine erfrischende Süßigkeit oder einen leckeren süßen Abschluss nach einem wunderbaren Grillen? Ganz klar "Eis". Nicht umsonst fährt an heißen Tagen der Eismann durch Kleingartenanlagen oder klappert sämtliche Dorfstraßen ab. Also kein Wunder, dass unsere Eisgelüste zusammen mit den Temperaturen in die Höhe schnellen und obwohl ich lange genug in einem Eiscafé gearbeitet habe und dort Unmengen von Eis essen konnte, weiß ich, dass es hin und wieder auch etwas anderes als die Fürst-Pücklermischung sein muss. Etwas Besonderes eben.


Etwas, was man in keiner Eisdiele oder im Supermarkt bekommt und trotzdem herrlich erfrischend ist. Eine besondere Sorte Eis und vielleicht noch ein klein wenig mehr. Ein Dessert, das so leicht und frisch ist, dass man förmlich spüren kann wie der Körper langsam 1-2 Grad herunter kühlt und sich eine angenehme Ruhe in einem ausbreitet. Ein Gefühl, dass uns gedanklich fast schon unter Palmen ans Meer schickt und uns innerlich glücklich macht. Ja, dieses Dessert schafft es tatsächlich, wie ich mir von meinen Mitmenschen habe sagen lassen.



All unsere glücklichen Gedanken habe ich versucht in einem kleinen Becher einzufangen und auf den Tisch, an den Pool oder in den Garten zu bringen und ich hoffe es ist mir gelungen. Schon alleine Zutaten wie Limette und Kokos lassen mich an Sonne, Meer und Strand denken. Aber kombiniert mit Leckereien die auch bei uns wachsen bekommen diese Früchte gleich nochmal eine andere Note. Und wieder einmal kombiniere ich das, was zusammen Saison hat, denn da weiß ich: Das klappt. Pfirsich und Basilikum sind heute meine Hauptdarsteller, zumindest im Sorbet.
Freut euch auf "Pfirisch-Basilikum Sorbet mit frischem Pfeffer auf Kokos-Joghurtcreme"
Na, klingt das nicht wunderbar?


Das schönste an unserer Eiskreation ist, dass sie sehr, sehr einfach ist und dabei trotzdem in Anlehnung an ein Rezept einer der ganz großen französischen Pâtissier ist. Wer dieses Sorbet also ausprobiert, kann danach mit Fug und Recht behaupten er hätte ein Sorbet à la Gaston Lenôtre hergestellt. Ist das nicht etwas, womit man angeben kann?
Natürlich ist nur das Grundrezept von Lenôtre, der Rest, die Kreativität, ist dann aber bitteschön à la Behyflora! :)
So, jetzt lasst uns aber die Ärmel hochkrempeln und loslegen.

Zutaten fürs Pfirsichsorbet:
650g Berg- oder Flachpfirsiche ohne Haut und Kern
200ml Sirup von 28° Baumé, bitte nicht erschrecken das ist nichts anderes als Zuckersirup und sehr leicht herzustellen
1 gute Handvoll Basilikum
2 EL Honig
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 gute Prise Fleur de Sel
1 Limette

Mischt 200g Zucker mit 200ml Wasser und kocht alles sprudelnd bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Schon habt ihr euren Sirup von 28° Baumé. Lasst ihn gut auskühlen. 
Nehmt in etwa 750g Bergpfirsiche und überbrüht sie mit heißem Wasser. Danach könnt ihr wunderbar die Haut abziehen und den Kern entfernen. Ihr solltet nun in etwa  650g Fruchtfleisch haben. Jetzt müsst ihr zügig arbeiten, weil die Pfirsiche sonst sehr schnell braun werden. Gebt das Fruchtfleisch zusammen mit dem Saft einer Limette in eine Schüssel und püriert die Früchte sodass ihr ein feines Mus erhaltet. Gebt nun den Sirup, den fein gehackten Basilikum, 2 EL Honig, den frisch gemahlenen Pfeffer und die Prise Salz dazu und verrührt alles gut miteinander.
Jetzt könnt ihr die Mischung in eine Eismaschine füllen, die euch die Arbeit abnimmt und die Herstellung beschleunigt. Alternativ geht natürlich auch das gute alte Gefrierfach und ein einfacher Behälter. Da müsst ihr euch dann allerdings etwas Gedulden und alle paar Stunden einmal kräftig umrühren.


Perfekt passt zu einer Kugel von unserem außergwöhnlichen Sorbet eine lecker leichte Kokos-Joghurtcreme. Und natürlich verrate ich euch auch hier wieder, wie ich die gemacht habe. Ihr sollt ja schließlich auch in meinem Südseetraum eintauchen können.

Ihr braucht für etwa 10 kleine Gläschen oder 5 Große:
2 Blatt Gelatine
500g 1,5%  Joghurt
250ml Sahne
50g Kokosraspeln
40g Honig
1 Päckchen Vanillezucker
Saft von 1 1/2 Limetten
1 Prise Salz
Abrieb von einer Orange

Weicht die Gelatine in etwas Wasser ein. Mischt nun Joghurt, Kokosraspeln, Honig, Vanillezucker, Limettensaft, Salz und Orangenschalenabrieb miteinander. Drückt die Gelatine vorsichtig aus und lasst sie in einem kleinen Top bei leichter Hitze schmelzen. Gebt nun 2 EL Joghurtmasse dazu und mischt sie erst einmal gut mit der Gelatine bevor ihr die Mischung zur gesamten Joghurtmasse gebt. Das verhindert, dass es unangenehme Klumpen gibt. Nun einmal gut durchrühren. Jetzt schlagt noch die Sahne auf und hebt sie vorsichtig unter die Joghurtmasse.
Nun müsst ihr die Creme nur noch in kleine Gläschen füllen und etwa 1 Stunde kühlstellen. Schon fertig.

Eine Kugel von unserem Sorbet obendrauf, etwas Dekoration in Form von frischen Pfirsichen und einer Spalte Kokosnuss und schon habt ihr eine kleine perfekte und leichte Sommersünde gezaubert.


Ich liebe einfach diese wundervoll Kombination aus Frucht und Joghurt! Und das Beste daran ist, dass dieses Dessert aus vielen frischen und leichten Zutaten entstanden ist, die sicherlich unserer hart erarbeiteten Bikinifigur nicht wirklich gefährlich werden können. Vorausgesetzt natürlich, wir können uns beherrschen und bleiben bei einem Gläschen pro Person! :)

An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei Nadja und dem Team von ThisIsWhatWeLove für die tolle Anregung und Möglichkeit bedanken, dieses Dessert zu entwickeln und nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf dem Trendblog ThisIsWhatWeLove vorstellen zu dürfen. Mir hat die Entwicklung soviel Spaß gemacht und glaubt mir meinen Mitmenschen auch!

Wie  verwöhnt ihr euch im Sommer kulinarisch? Was bringt euch die nötige Abkühlung? Oder vielmehr, was könnt ihr gar nicht essen?
Lasst es mich wissen!


*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

{What's in my bag} Sportedition

23. Juli 2013 2 Kommentare Ausdrucken?


Jetzt gewähre ich euch Einblicke. Tiefe Einblicke! Und zwar in eine meiner Handtaschen. Insgesamt habe ich ja drei die ständig in Benutzung sind. Zum einen meine Alltagshandtasche, die schleppe ich eigentlich überall mit hin, sei es in die Arbeit oder zum Shopping. Dort sind so alltägliche Sachen drin, wie Portemonnaie, Handy, Schlüssel, Taschentücher, ein Stift, Notfallbox mit Tampons, Antiallergiemittel, Kopfwehtabletten etc. Aber dann gibt es da noch die Uni-Handtasche und die Sporthandtasche. Die Uni-Tasche ist meist vollgestopft mit Büchern, Stiften, Papier und natürlich meinem Lapotp. Und in meine Sporthandtasche gewähre ich euch nun erstmals exklusive Einblicke.


Dort drin befinden sich allerhand Sachen, die ich alle brauche wenn ich ins Fitnessstudio gehe. Am wichtigsten ist dabei ein kleines Schloss für die Fächer. Denn ohne das hat man keine Möglichkeit seine Sachen sicher zu verräumen. Natürlich mit dabei: Deo und Abschminktücher. Wobei viele wahrscheinlich auf die Tücher verzichten würden.
Ich habe aber festgestellt, dass ich kleine Pickel bekomme wenn ich nicht, bevor ich mit dem Training anfange und dabei ordentlich schwitze, mein Make Up entferne. Gerade bei den heißen Temperaturen sind die also ein absolutes Muss, damit man auch "danach" gut aussieht.
Dann wären da noch etwas Kleingeld in 50 Cent Münzen, damit ich auch mal wenn es unbedingt sein Muss im Fitnessstudio duschen gehen kann. Generell mag ich das nicht so gerne und dusche lieber zuhause, aber manchmal geht es zeitlich nicht anders oder ich habe keine Lust extra nochmal 8 km nach Hause zu fahren.
Richtig wichtig sind für mich Kaugummis beim Training. Ich weiß nicht warum, aber ich bekomme machmal einen doofen Geschmack im Mund während ich Laufen gehe. Da kann ich mit Kaugummi gut vorbeugen. Die Sorten wechseln dabei übrigens ständig.


Auch immer dabei und in jedem Fitnessstudio vorgeschrieben, ein Handtuch. Einerseits zum drunter legen für die Geräte, andererseits nutze ich es auch zum Duschen. Da reicht mir ein kleines minimalistisches Handtuch, weil ich ungern mit einem riesigen Koffer ankommen möchte, den ich sicher brauchen würde wenn ich ein riesiges Tuch benutzen würde. Deswegen habe ich auch nur ein festes Shampoo von Lush in meiner Tasche. Das reicht sowohl fürs Haarewaschen und auch als Duschgelersatz, wenns mal unbedingt sein muss. Hauptsache klein und leicht. Mit dabei sind auch ein Einwegrasierer (denn man weiß ja nie!), jede Menge Haarklammern und Haargummis und eine Lippencreme, weil ich in letzter Zeit so trockne Lippen vom Training bekomme.

Weil ich ohne einen Trainingsplan total aufgeschmissen bin, lasse ich den gleich für jedes Training griffbereit in der Tasche. Genauso wie meine Kopfhörer. Im Alltag brauche ich sie kaum, aber Sport ohne Musik ist für mich unvorstellbar. Musik höre ich übrigens über mein Handy und damit ich das auch ordentlich verstauen kann während ich mich an den Geräten plage, habe ich mir beim Color Run eine kleine Handgelenktasche gekauft in der ich den Schlüssel von meinem Spind und mein Handy unterbringen kann. Das klappt einfach super damit.
Was natürlich jetzt nicht mit auf den Bildern zu sehen ist sind Wechselunterwäsche, Trinkflasche und Traubenzucker. Das darf aber auch nicht fehlen.


Kommen wir aber zu den wirklich wichtigen Dingen. Dem Sportoutfit. Man möchte ja als Frau auch im Fitnessstudio, egal ob man total durchgeschwitzt ist oder ein verzerrtes Gesicht macht, weil die Geräteübungen mal wieder so verdammt schwer sind, richtig gut aussehen.
Also muss in die Tasche auf jeden Fall der Sport-BH, damit alles gut sitzt und bleibt wo es hingehört. Meinen habe ich mir Anfang des Jahres zusammen mit Sportsocken bei Tschibo gekauft und bin wirklich sehr zufrieden damit. In den letzten Monaten ist er etwas groß geworden und ich muss mich demnächst mal nach einem Neuen umsehen.
Auch mit dabei eine Sporthose. Ich liebe enganliegende Caprihosen. Da fühle ich mich gut und nicht zu warm angezogen. In HotPants trainieren, so wie es einige Ladies bei uns machen könnte ich nicht. Manche Übungen sind dafür einfach viel zu unvorteilhaft. Das muss nicht sein. Warum ich eng anliegende Hosen bevorzuge? Ganz einfach, da habe ich auf dem Laufband nicht das Gefühl, das ständig etwas an meinen Beinen streift. Weil das mag ich nämlich gar nicht. Eine enge Capri fühlt sich eher wie eine zweite Haut an und das finde ich viel angenehmer.
Logischerweise befinden sich auch meine Laufschuhe in meiner Tasche, bzw. vielmehr sind sie ständig in meinem Auto und ich trage sie dann in der Hand mit ins Studio. Gekauft habe ich sie Anfang des Jahres bei Aldi und sie haben mir für den Einstieg wirklich gute Dienste gleistet. Aber ich weiß auch, dass ich jetzt langsam in ein paar richtig gute Laufschuhe investieren sollte. Dafür möchte ich übrigens eine Laufanalyse machen lassen, damit die dann auch wirklich gut sitzen und auf mich abgestimmt sind. Vielleicht laufe ich dann gleich ein paar Stundenkilometer schneller, wer weiß?


Last but not least, das wichtigste. Das was das ganze Outfit eigentlich ausmacht. Das Top, T-Shirt, das Oberteil! Richtig lustig finde ich dabei Motto T-Shirts*, wie das was ich euch auf den Fotos zeige. Ist der Spruch nicht witzig und total motivierend?!
Er erinnert mich immer an den Film Zombieland und bringt mich so zum lachen, dass ich gleich viel lieber aufs Laufband steige. Außerdem ist es auch ein toller Gesprächsmagnet, wenn man beim Sport jemanden kennenlernen will. So hat der andere gleich die Möglichkeit euch anzusprechen. ;)
Richtig hübsch an genau diesem T-Shirt finde ich übrigens auch den Schnitt und den Stoff. Die Ärmel sind ganz toll ausgestellt und es ist auch super weiblich auf Taille geschneidert. Damit wird alles wichtige richtig gut betont und kleine Pölsterchen, die wir noch nicht wegtrainiert haben, auch kaschiert. Beim Sport liegt es toll an und fühlt sich richitg schön weich und wie eine zweite Haut an. Ihr wisst ja, dass ich sowas mag.
Kaufen könnt ihr genau dieses T-Shirt* und viele ähnlich Lustige übrigens beim Kater Likoli. Der hat nämlich seinen eigenen Online-Shop (*klick*). Da können sich Harry und Sally mal eine Scheibe abschneiden. Aber die sind ja noch klein und wer weiß auf was für Ideen sie noch kommen.


Was habt ihr so in euren (Sport-)Taschen? Seid ihr auch so drauf wie ich, dass ihr gleich drei verschiedene je nachdem was ihr macht, braucht? Was ist für euch beim Sport unverzichtbar?


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{New in} Harry und Sally

9. Juli 2013 12 Kommentare Ausdrucken?


Mein Leben steht Kopf! Auf einmal sind da zwei Geschöpfe in meinem Leben, die mein Herz im Sturm erobert haben und meinen Alltag um so vieles bereichern. Darf ich euch heute Harry und Sally vorstellen?
Harry und Sally sind zwei süße Katzenkinder, die mittlerweile fast schon 2 Wochen bei uns leben und nicht nur unsere Wohnung, sondern auch unser Leben total auf den Kopf stellen.
Mittlerweile ist es fast schon ein festes Ritual geworden, dass wir morgens zu dritt von 7 bis etwa 8 Uhr nochmal ne Runde im Bett kuscheln und dösen. Aber auch abends vor dem Schlafengehen fordern die zwei Racker ihre Kuscheleinheiten ein. Mit den Lieblingsmenschen an der Seite lässt es sich eben viel besser einschlafen und immerhin sind die zwei ja auch nur Kinder. 


Harry und Sally habe ich übrigens von einer sehr lieben Freundin, deren zwei Kätzinnen eher ungewollt ein kleines Abenteuer mit einem Kater hatten. Harry und Sally sind also Cousin und Cousine. Ihren Namen haben sie nach dem gleichnamigen Film erhalten. Wir fanden die Idee sehr lustig einen Päarchennamen zu nehmen. Immerhin sind sie nur eine Woche nacheinander auf die Welt gekommen und verbringen schon ihr ganzes Leben zusammen. Ich dachte schon an Romeo und Julia oder Tom und Jerry, aber auch Blair und Chuck fände ich sehr schön. Letztendlich sind es dann aber doch klassische Namen geworden und ich finde sie passen auch.
Weil Sally ja eine dreifarbige Kätzin ist und solche Katzen ja gerne als Glückskatzen bezeichnet werden hieß sie als Baby übrigens Lucky und ich musste mich wirklich erstmal umgewöhnen.


Harry ist ein ganz schöner Wildfang, der wirklich ein Charakterkater werden wird. Was er will, das will er und da gibts auch kein Pardon. Auch wenn uns das nicht so gut gefällt, dass er beispielsweise lieber Sallys Futter frisst, oder gerne mal die Kissen von der Couch wirft. Er will das, also macht er das. Auch verrücktes durch die Wohnung Fetzen ist eher seine Idee. Damit steckt er Sally, die eine Woche jünger ist, natürlich dann gerne an und prompt hat man zwei wilde Katzenkinder in der Wohnung, die keine Rücksicht darauf nehmen, ob wir jetzt im Gang stehen oder nicht.
Sally hingegen ist sehr menschenbezogen und total verschmust. Sie braucht das einfach, sich an uns hinzukuscheln und dort einzuschlafen. Manchmal kommt sie auch miauend auf mich zu und fordert einfach die ihr zustehende Aufmerksamkeit ein. Geschnurrt wird dann sofort!


Das schöne bei beiden ist, sie sind charakterlich so unterschiedlich, dass sie sich super ergänzen und sich soviel vom jeweils anderen abgucken. Einfach perfekt. Harry war zu Beginn zum Beispiel sehr zurückhaltend und schüchtern, während Sally mutig die Welt erkundet hat. Durch sie hat er auch eine gewisse Sicherheit gewonnen und auch einen Zugangspunkt zu uns gefunden.
Das beide aber definitiv zu mir gehören beweist eindeutig, dass sie genauso gerne Kochbücher lesen wie ich. Wer mir auf Instagram folgt konnte den Beweis schon sehen, aber auch sonst interessieren sie sich total für Foodfotografie. Nunja, vielleicht weniger für die Fotografie, aber Harry fand ganz toll, dass ich letztens mit sovielen Leckereien experimentiert habe. Ihr seht also, es ist etwas komplizierter geworden zu Fotografieren.


Aber ein Leben ohne die Zwei? Das ist schon nach 2 Wochen so gut wie unvorstellbar geworden. Nach einem stressigen Arbeitstag heitert mich Sally auf, weil sie mit mir zusammen im Zimmer tanzt. Ja richtig gehört, Sally tanzt mit mir. Letztens kam ich sehr kaputt nach Hause, habe Musik angemacht und bin wie ein Teenie durchs Zimmer gehüpft und Sally mit mir. Immer schön im Takt. Ich musste so lachen, dass ich perfekt entspannen konnte. Sie weiß eben wie sie mich aufheitert.
Aber auch Harry ist ein super Kater, der manchmal ganz vorsichtig durch die Wohnung schleicht und dich mit seinen neugierigen Augen anschaut. Von ihm habe ich sogar schon einen Katzenblinzler erhalten. Ein großer Liebesbeweis in Katzensprache. Hört, hört!


The Color Run

5. Juli 2013 7 Kommentare Ausdrucken?


Heute habe ich mal eine ganz andere Geschichte für euch. Eine, deren Thema eigentlich noch nie auf dem Plan stand und auch für mich ziemlich neu ist. Sport!
Eigentlich war ich ein totaler Sportmuffel. Schulsport habe ich gehasst wie die Pest und außer einige Male Inline-Skaten im Sommer aus Vergnügungszwecken habe ich allerhöchstens einmal im Jahr für etwa 14 Tage Sport gemacht. Nämlich genau dann, wenn es wieder auf die Bade-Saison zu ging und der Bikini doch nicht so ganz saß wie ich mir das vorgestellt habe und ich von der Traumfigur schlechthin geträumt habe. Erreicht habe ich die natürlich nie und war dementsprechend gefrustet und hab das mit dem Sport lieber gleich wieder sein gelassen. Ist ja vieeeel zu anstrengend. Ich glaube, das ist ein Szenario das wir alle kennen.
Aber dieses Jahr war alles irgendwie anders. Ich möchte euch heute erzählen, wie ich meine Motivation gefunden habe. Neugierig?


Irgendwann letztes Jahr im Winter bin ich auf einige nette Videos vom amerikanischen Color Run gestoßen und war sofort hin und weg. Ich war total begeistert und habe mich regelrecht geärgert, dass es so etwas Cooles, das Joggen mit Spaß verbindet einfach nicht bei uns gibt. Wobei ich wirklich sagen muss, die Videos sehen nach mehr Spaß aus als nach sportlichen Leistungen. Zwar sollen 5 km gelaufen werden, aber auch tanzen, walken und spazieren sind in Ordnung. Motto ist: Hauptsache Spaß und immer schön bunt! Die Musik in den Videos, die bunten Farben und alles haben mich sosehr mitgerissen, dass ich am liebsten sofort mitgelaufen wäre.
Total begeistert wie ich war, habe ich also in meinem Freundeskreis lautstark verkündet, dass ich bei sowas ja sofort mit machen würde und dann sogar mit dem Joggen beginnen würde. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, der Color Run findet bzw. fand dieses Jahr erstmals in Deutschland statt.


Als ich das später erfahren habe, war ich natürlich total begeistert und wollte mir auf keinen Fall die Blöße geben, dass ich da jetzt nicht mitmache. Also ran an den Speck, Trainingsplan ausgedruckt und los ging es. Mein Trainigspaln sah vor in 8 Wochen die 5km Marke zu knacken. In 8 Wochen habe ich das natürlich nicht geschafft, weil Sport von null auf hundert meinem Körper nicht so gut gefallen hat. Der hat mich nämlich erstmal nach 3 Wochen Training 14 Tage mit Knieproblemen gestraft, Stichwort: Überbelastung und später dann nochmal für 14 Tage mit einer dicken Erkältung außer Gefecht gesetzt. Meine Motivation war aber ungebrochen. Die Aussicht auf einen wunderbaren Tag voller Spaß und Farbe, aber auch die Umbrüche und Veränderungen in meinem Offline-Leben haben mir soviel Energie gegeben, dass ich das einfach für mich durchziehen musste. Ich hatte in den letzten Monaten sehr oft denn Kopf unglaublich voll und habe für mich festgestellt, dass mir Laufen hilft meine Gedanken zu sortieren oder einfach mal für eine halbe Stunde abschalten zu können und einfach nichts zu denken. Wieso sollte ich also dann wieder damit aufhören?


Seit dem 10. April laufe ich nun wöchentlich circa drei mal für 30-40 Minuten und habe es tatsächlich geschafft noch vor dem Color Run in München 5 km durchjoggen zu können. Das alles sogar trotz anfänglicher Trainingspausen.
Ich habe mir jetzt eine wunderbare Kondition aufgebaut und für mich eine Möglichkeit gefunden einfach mal Dampf abzulassen, Gedanken zu sortieren, oder einfach mal "Nichts" zu denken. Mal ganz davon abgesehen, dass es ein wundervolles Gefühl ist, wenn nach dem Lauf sämtliche Glückshormone durch den Körper fließen die einfach nur Happy machen.

Letzten Sonntag war es dann endlich soweit. Der Color Run in München fand statt und ich war natürlich ganz vorne mit dabei. Mein Ticket dafür hatte ich gleich am Startdatum gekauft und seitdem ganz hibbelig auf diesen Tag gewartet.
Und was soll ich sagen, ich hatte an diesem Tag den Spaß meines Lebens, habe tolle Menschen getroffen und hatte wunderbare Freunde dabei, die mich angefeuert und motiviert haben. Ich denke ihr seht auf den Fotos sehr gut, wie ausgeglichen und fröhlich ich bin. Ein Zustand, den ich die letzten Monate leider etwas weniger oft hatte. Für mich hat sich der Color Run in München absolut gelohnt. Ich habe einen tollen Einstieg gefunden, um das Thema Sport für mich neu zu entdecken und ich kann euch eines verraten, jetzt habe ich die Bikinifigur, die ich immer wollte.
Außerdem habe ich mir schon zum Ziel gesetzt, dass ich beim nächsten Color Run in München 2014, sofern denn einer stattfindet, auch wieder mit dabei bin und vielleicht schaffe ich vorher noch einen 10km Stadtlauf, wer weiß?


Der Color Run in München ist zwar schon vorbei, aber in vielen anderen deutschen Städten findet er noch statt und vielleicht hat ja jemand von euch noch die Möglichkeit und die Lust auch daran teilzunehmen. Ich lege ihn euch absolut ans Herz, denn es macht einfach nur Spaß mit 9000 anderen Menschen eine bunte Party zu feiern und etwas Sport zu treiben!
War vielleicht jemand von euch auch mit in München? Wie waren eure Eindrücke? Treibt ihr Sport? Was ist eure Motivation? Wie habt ihr angefangen?
Ihr wisst ja, ich bin neugierig ...

{yummy} Banana Bread

2. Juli 2013 2 Kommentare Ausdrucken?


Bananen haben ein ganz schweres Los. Ich persönlich mag sie ja nur frisch, wenn sie noch schön gelb sind, ohne braune Flecken oder so, aber es gibt auch Menschen die lieben sie erst so richtig wenn sie schön braun und süß geworden sind. Tja, nur leider nicht in meiner Familie. Und so kam was kommen musste, aus unseren frischen Bananen wurden braun gepunktete Dinger, die keiner mehr so recht essen mochte. Aber deswegen wegwerfen? Niemals! Lebensmittel zu vergeuden ist eine Schande und es gibt wenig was ich mehr hasse als das. Aber was nun tun mit den Matschdingern? Trotzdem einfach so essen oder ins Müsli mischen? Ein Ding der Unmöglichkeit. Zum Glück kam Nigel Slater mit der rettenden Idee.


Für dieses Rezept eignen sich am besten die richtig braunen Matschbananen, die eh keiner mehr mag. (Zumindes bei uns) Denn dort hat sich ganz toller Fruchtzucker gebildet und die warmen Aromen kommen richtig gut zur Geltung. Solche Bananen sind dann schon mehr als überreif und riechen einfach nur fantastisch, dass muss ich zugeben. Aber essen? urgs.. lieber verbacken, denn in einem Kuchen oder vielmehr im "Banana Bread" sind sie einfach nur die Wucht. Zuckersüß und voller glücklichmachender Geschmacksexplosionen auf der Zunge.


Mit diesem Rezept habe ich sogar meine Mutter übezeugt, dass Bananen im Kuchen schmecken können und das will etwas heißen. Denn sie mag Bananen eigentlich nur als Stückobst. Ihr merkt schon, eine sehr wählerische Familie habe ich da.
Nun habe ich euch aber genug auf die Folter gespannt und euch den Mund wässrig gemacht. Hier endlich das Rezept zum Nachbacken und das Beste dran ist, dass es so simpel ist, dass man wirklich nicht viel beachten muss. Bei mir hat die ganze Arbeit unsere Küchenmaschine übernommen und den Abwasch der Geschirrspüler. Besser als jede Backmischung!

Zutaten:
175g weiche Butter
150g Zucker, für ein besonderes Aroma habe ich die Hälfte davon durch Palmzucker ersetzt. Den gibt es in jedem Asialaden und er ist eine tolle Bereicherung für dieses Rezept. Wer keinen hat nimmt normalen Zucker.
1 Prise Salz
75g gemahlene Haselnüsse, am besten ist es natürlich sie selbst zu rösten und dann erst zu mahlen aber aus der Tüte geht natürlich auch. Ich habe mir diesmal die Arbeit gemacht, bzw. vielmehr die Küchenmaschine arbeiten lassen und es hat sich wirklich gelohnt.
2 Eier
175g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
2 super reife Bananen die eh keiner mehr mag ;)
100 - 175 g Chocolate Chips oder Schokostückchen, je nachdem wieviel ihr mögt

 1. Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen und eine Kastenform mit Backpapier auslegen. 2. Butter, Zucker, Salz cremig schlagen, am besten mit der Küchenmaschine, aber ein Handmixer geht genauso gut. 3. Eier hinzufügen und anschließend Haselnüsse rösten, mahlen und mit Mehl und Backpulver dazugeben. 4. Nun endlich die wichtigste Zutat: Die Bananen schälen und in Stücke brechen und einmal ordentlich durchmixen, damit die Stückchen nicht zu groß bleiben. 5. Schokostückchen dazugeben und unterrühren. Und dann ab in die Form mit dem Teig, mit etwas Zucker bestreuen (das macht eine schöne knackige Kruste) und für etwa 1 Stunde im Ofen backen. Wenn der Kuchen zu dunkel wird, einfach mit etwas Alu-Folie abdecken und weiterbacken. Ob er wirklich gut ist bekommt ihr mit der Stäbchenprobe raus. Dazu einfach ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen und herausziehen. Klebt noch Teig daran, braucht euer Kuchen noch.



So, das einzige was zu einem gemütlichen Nachmittag mit unserem Banana Bread nun noch fehlt ist eine gute Tasse Tee oder Kaffee und ein gutes Buch. Schlechtes Wetter haben wir ja ausreichend, sodass es nicht schwer sein dürfte einen kalten und nassen Sommernachmittag zu finden, um dieses Rezept auszuprobieren. Als Buch kann ich Haruki Murakamis "1Q84" empfehlen, aber auch einen Klassiker wie F.Scott Fitzgeralds "Der große Gatsby" sollte man nicht außer Acht lassen. Oder wir machen es uns einfach mit der neuen Ausgabe von Kinfolk gemütlich. In der geht es nämlich um Japan und das ist einfach wunderbar! Ich bräuchte viel mehr solche verregneten Nachmittage! :)

Aber keine Sorge, der Sommer kommt schon nochmal. Bei uns ist es momentan sogar recht schön und dann gibt es auch wieder knackige und frische Rezepte. Freut euch drauf! Wie haltet ihr euch bei Sommerregen und Co bei Laune? Lasst es mich wissen, ich bin neugierig wie eh und je!



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