Crêpes aux marrons

6. Januar 2013 Ausdrucken?


Ab morgen hat mich der Alltag wieder. Alle Feste sind gefeiert. Angefangen hat die große Feierei mit Weihnachten, danach Silvester und zum Abschluss mein Geburtstag am Freitag, den wir gestern ausgiebig gefeiert haben. Jetzt kehrt erstmal wieder Ruhe ein und ich nutze das frische Jahr, um meinen Alltag etwas umzubauen. Obwohl wir kalendarisch noch reinsten Winter haben und das Wetter das auch bestätigt, lasse ich mich davon nicht beeindrucken und halte es wie mein kleiner Ginkobaum, der jetzt schon entschieden hat, dass Frühling ist und neue Blätter trägt. Noch ganz klein und Frisch sind sie, genau wie das neue Jahr. Irgendwie ist so ein kleiner Baum ein schönes Sinnbild für den ständigen Neuanfang. So möchte ich dieses Neujahrsgefühl, das ich durch den Jahreswechsel und meinen Geburtstag verspüre nutzen, um Dinge zu erledigen und, um meine Kreativität in neue Richtungen zu schubsen. Lasst euch also überraschen.

Für heute habe ich euch aber noch eine kleine Leckerei mitgebracht.


Zu Weihnachten habe ich ein wundervolles Kochbuch geschenkt bekommen. So wundervoll ist es, dass ich es sogar zweimal erhalten habe. Deswegen gibt es heute für euch, das erste Rezept, dass ich aus aus Rachel Khoos Little Paris Kitchen nachgekocht habe.
Rachel Khoo fasziniert mich total. Ich liebe ihren Stil und als ich auch durch Zufall auch auf die zum Buch gehörige BBC Show mit ihr gestoßen bin, war es um mich geschehen. Paris, Essen und eine sympathische Engländerin die sämtliche Furcht aus der französischen Küche nimmt. Die Kombination könnte nicht besser sein.


Ich hatte noch einige Maronen aus der Steiermark übrig und diese mussten dringen zu etwas tollem verarbeitet werden. Trotz der guten Lagerung war es einfach an der Zeit. Maronensuppe gab es schon an Silvester, also was damit tun?
Da viel mir Rachels wunderbare Maronencreme ins Auge.
Das erste Rezept sollte also eine Maronencreme werden, die ich gleich in leckere Crêpes gepackt habe. Noch etwas verfeinert mit beschwipsten Orangen und fertig ist ein leckerer Nachmittagssnack.  Wunderbar einfach ist es zudem auch noch. Dünne Pfannkuchen, oder edler ausgedrückt feine französische Crêpes bekommt fast jeder hin und das Rezept für die Füllung liefere ich euch hier.

Für die Creme braucht kocht ihr etwa 200g geschälte und vorgegarte Maroni zusammen mit 200ml Sahne und einem Päckchen Vanillezucker oder dem Mark einer Vanilleschote, 20-30g Zucker, einer Prise Salz und einem Esslöffel Congnac auf und lasst das ganze 10 Minuten sanft köcheln. Ich habe in Ermangelung des Congnacs einfach einen Esslöffel Likör 43 hinzugegeben. Der macht sich auch wunderbar. Wenn die Maronis weich sind püriert ihr die Masse und füllt sie in Gläser ab. Jetzt nur noch kaltstellen oder gleich zusammen mit leicht angebratenen Organgenscheiben in die Crêpes füllen. Et Voilà, c'est tout!


Einfach und köstlich, so wie ich es liebe! Die Maronencreme schmeckt übrigens auch super als Brotaufstrich und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sie sich auch als Füllung für Maccarons bestens eignet. Aber jetzt ist die Maronensaison endgültig vorbei und wir läuten jetzt bald auch kulinarisch den Frühling ein.
Je eher desto besser! Ich freue mich schon wahnsinnig auf die frische und leichte Frühlingsküche und vielleicht ist das die beste und leckerste Möglichkeit die Winterkilos wieder loszuwerden.

Auf welche Frühlingsgerichte freut ihr euch schon? Was darf ich nicht verpassen? Lasst es mich wissen!



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