{DIY} Strickkissen und Papierkunst

9. Januar 2013 / / / Ausdrucken?


Ich bin krank und das obwohl ich so sehr aufgepasst habe. Aber anscheinend hat mein Immunsystem durch die ganze Feierei etwas gelitten. Jetzt sitze ich da mit einer dicken fetten Erkältung, habe Kopfweh und tue mir mit dem Atmen etwas schwerer.
Aber anstatt mich davon unterkriegen zu lassen nutze ich die Zeit um ein paar liegengebliebene Kreativ-Dinge fertig zu machen. Bestes Beispiel mein süßes rosa Strickkissen. Endlich ist es fertig. Ich habe es schon letztes Jahr (ui ui wie das klingt) fertig gestrickt und seitdem lag es unzusammengenäht da. Nun endlich kann es seinen Zweck erfüllen. Nämlich: Hübsch aussehen!


Die "Wolle" dafür habe ich schon im November in der Buttinette gekauft. Ich habe wirklich Glück, denn die ist gar nicht so weit weg von uns und so kann ich dort hin und wieder richtige Schnäppchen machen. Pro  Rolle Textilgarn habe ich etwa 3,50 € bezahlt. Eine Rolle hat bei mir für die Vorderseite des Kissens gereicht. An der Rückseite habe ich etwas gemogelt und einen einfachen Kissenbezug genäht. Der ist genauso geschnitten wie bei Moniseur Fêntre oder Mme Boilève. Also ganz einfach. Eigentlich ist es nicht viel mehr als eine Stoffbahn überlappend zusammengenäht. Auf die Vorderseite habe ich dann mein vorbereitetes Strick Viereck per Hand genäht. Das hat zwar etwas gedauert, aber so habe ich zum Einen Wolle gespart und zum Anderen ist das Kissen nicht so steif geworden, wie wenn ich es nur gestrickt hätte. Übrigens habe ich gar nicht soviel Arbeit mit dem Stricken gehabt. Ich habe einfach die eine Hälfte nur rechte Maschen gestrickt und die andere Hälfte nur linke Maschen. Das Ganze habe ich nach der Hälfte dann gewechselt. Mit dem dicken Textilgarn ging das ganz flott an zwei Abenden. Fast wie von allein.



Stickkissen sind ja seit letztem Winter total in Mode und auch wenn ich etwas spät dran bin, passen sie gerade in Pastelltönen auch wunderbar in den Frühling. Jetzt hat meine Mme Boilève neben der netten Gesellschaft meines selbstgemachten Seidenkissens auch noch Unterhaltung eines etwas rustikaleren Strickkissens.
Die Garnreste habe ich aufgehoben und sie dann um geleerte  und ausgewaschene Crodino-Fläschchen gewickelt. Jetzt sind es süße kleine Vasen und ich freue mich richtig auf die ersten Frühlingsblumen die ich dort hineinstecken kann. Weil ich nicht viel von Kunstblumen halte, habe ich mir aber eine andere Kleinigkeit ausgedacht, die mir die Wartezeit etwas versüßen soll.


Aus dünnen rosanen und weißen Papierstreifen habe ich kleine Bälle gewebt. Die habe ich dann auf einfache Holzspieße gesteckt und in den kleinen Vasen wie Blumen arrangiert. Sieht das nicht niedlich aus?
Fast wie echte rosane Blumen. Ich finde sie wunderschön und so habe ich etwas länger was davon, anstatt die ersten Fühlingsblüher schon nach wenigen Tagen in der Wohnung verblühen zu sehen. Jetzt seid ihr sicher total neugierig wie ihr euch selbst einige kleine Papierwebeblumen basteln könnt. Nun das erfordert zwar etwas Geschick, ist aber doch recht einfach wenn man erstmal weiß wie es funktioniert.


Grundlage ist eigentlich ein einfacher Viererzopf. Die Papierstreifen wölben sich beim Flechten so gut wie von selbst nach Innen, sodass automatisch ein kleiner Ball entsteht. Man flicht einige Reihen und verwebt die Enden der Papierstreifen dann so ineinander, dass der Ball auch schön zusammenhält. Eigentlich braucht man dazu keinen Kleber, ich musste aber trotzdem ein ein zwei Enden etwas mogeln und habe sie mit einem Mini-Streifen durchsichtigem Klebeband zur Sicherheit fixiert. Weil ich das nicht so gut erklären kann ,wie man diese Bällchen nun genau macht verweise ich euch auf zwei wunderbare Videos, in denen alles haargenau erklärt wird. Sie sind zwar auf Englisch, aber wirklich einfach zu verstehen.
Wie man einen Vierer-Zopf flicht. Klick.
Wie man einen Papierball webt. Klick.
Fertig zugeschnittene Papierstreifen gibt es übrigens in fast jedem Bastelgeschäft. Ich habe meine auch aus der Buttinette. Die Holzspießchen habe ich aus unserem Asia-Laden mitgenommen. Dort gibt es zig verschiedene Varianten. Haltet mal die Augen auf, wenn ihr mal dort seid.


Zum Gesundwerden und für das innere Seelenheil gehört natürlich auch eine kleine Süßigkeit um den Nachmittag mit neuer Deko richtig genießen zu können. Also habe ich mir noch ein paar Mini-Gugls gebacken. Die Form habe ich zu Weihnachten von meiner Mum geschenkt bekommen und seither habe ich sicherlich schon 5 verschiedene Sorten der lustigen kleinen Gebäckstücke gebacken. Hm.. die sind so lecker und auf jeden Fall eine kleine Sünde wert.
Heute gab es Gewürz-Honig-Gugls mit einer kleinen Blaubeerfüllung.
Der Teig ist etwas fester und man durch den Grieß ordentlich was zu kauen. Wenn ich ehrlich bin, überzeugt mich das Rezept nicht so ganz. Geschmacklich sind sie einfach super. Der Honig ist wunderbar darin, aber ich würde euch auf jeden Fall empfehlen weniger Grieß und etwas mehr Mehl zu verwenden.
In etwa so:
30g zimmerwarme Butter und 30g Zucker gut miteinander vermischen. Ein Ei dazugeben und die Masse schaumig schlagen. Danach nacheinander 20g Weizengrieß und 25g Mehl untermengen . Eine Messerspitze Zimtpulver und Nelkenpulver zusammen mit 30g Honig unterrühren. In die Mini-Guglhupfformen füllen und etwa 12 Minuten bei 180°C Umluft backen.
Nach dem Auskühlen in jeden Gugl eine Blaubeere füllen und mit Puderzucker bestreuen.
Et voilà, c'est tout!



Habt ihr übrigens das tolle weiße Holzbrett gesehen auf dem meine Vasen und die Gugls heute Platz nehmen durften?
Das ist meine neueste Foto-Errungenschaft. Ein einfaches Holz-Regalbrett aus dem Bauhaus. Ich habe es die letzten Tage nach und nach  mit verdünnter weißer Acrylfarbe gestrichen und freue mich sosehr über meinen neuen Foto-Hintergrund. So ein Brett wollte ich schon so lange haben. Dass ich da nicht schon eher drauf gekommen bin, wundert mich sehr. Im Bauhaus habe ich übrigens noch viel mehr Utensilien geshoppt. Aber dazu nach und nach mehr!

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Basteln, Backen, Stricken und allem anderen. Werdet ihr auch kreativ wenn ihr krank Zuhause sitzt und nicht viel lesen oder vor dem Bildschirm verbringen könnt? Was macht ihr so mit der Zeit?

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