{Soulfood} Veggie Suhsi

26. Februar 2013 10 Kommentare Ausdrucken?



Seid ihr noch da?
Jetzt habe ich euch eine ganze Weile wirklich arg alleine gelassen. Ich hoffe ihr lest trotzdem alle noch fleißig mit?
Eine Sache die ich gar nicht gut kann ist, mich auf zwei Dinge gleich intensiv und mit Herzblut zu konzentrieren. Das ist etwas das ich schon als Kind nicht wirklich konnte und auch bis heute einfach nicht unter einen Hut bekomme. Da ist es wochenlang die Fotografie und dieser Blog der mein Ein und Alles ist und dann kommt prompt mein Pflichtbewusstsein der Uni gegenüber zum Vorschein. Ich erhasche einen Stängel an dem ich mich festhalten kann und auf einmal stecke ich voll und ganz drin. Forschungsdesign hier, Theorie dort, Relevanz meiner Fragestellung etc. etc.
Klar, dass ich dann auf einmal weniger zum Fotografieren komme und den Blog zwangsläufig vernachlässige. Zumindest in meinem Verständnis vernachlässige, denn generell würde ich am liebsten 2-3 mal die Woche was von mir hören lassen und vor allem so gerne mehr auf eure Kommentare reagieren. Wenn ich mich dann aber nur noch auf das Abenteuer Blog einlasse, ist hier alles gut, aber in der Uni ganz und gar nicht. Herrje, ein Dilemma.
Bei mir gibt es wohl nur das eine oder das andere. Schwarz oder Weiß. Hopp oder Topp.


Habt ihr Tipps wie ich das besser unter einen Hut bekomme? Denn ich mag beides wirklich gerne, kann und will aber weder das eine noch das andere vernachlässigen. Denn irgendwie funktioniert das auch nicht gut.
Die letzten Tage hatte ich regelrecht Sehnsucht danach, meine Kamera auszupacken und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, war unausgeglichen und bin aber erst heute wirklich dazu gekommen mir bewusst Zeit zu nehmen. Natürlich auf Kosten meiner Diplomarbeit.

Dafür gab es aber Soulfoud vom Feinsten. Sozusagen als Ausgleich fürs schlechte Gewissen.
Ich habe eine leckere vegetarische Sushi-Party vorbereitet und so allerhand lustige Sachen mit Reis und Nori-Blättern veranstaltet.
Ihr seht zum Beispiel einige Makis mit Eierstich und Karotte, dann Inarizushi (gefüllte Tofutaschen), ein Onigiri und einige Eierstich oder Karotten Nigiris.


Selbstverständlich möchte ich euch an "meinen" Sushi-Rezepten teilhaben lassen und verrate euch deshalb ganz genau wie ich meinen Reis würze, den japanischen Eierstich mache und womit ich meine Makis meistens fülle.

Generell gilt für mich beim Reiskochen die einfache Regel: Pro Tasse Reis zwei Tassen Wasser. Dann wird der Reis nämlich wirklich perfekt. Vorher wasche ich den Sushireis aber noch und wechsle dabei 2-3 mal das Wasser. Danach gehts in den Reiskocher, der zusammen mit der richtigen Menge Reis eigentlich immer ein perfektes Ergebnis liefert. So ein Gerät ist wirklich eine Anschaffung wert. Nie mehr harten oder zerkochten Reis essen! Traumhaft. Aber auch generell gilt die zwei-Tassen-Regel. Hier einfach den Reis auf kleiner Flamme solange köcheln lassen bis er die gesamte Flüssigkeit aufgenommen hat.
Jetzt geht es ans würzen. Ich vermenge dazu immer um die 100ml (bitte nagelt mich nicht fest, ich messe fast nie nach) Reisessig mit 1 1/2 EL Zucker und einem TL Salz und vermische alles mit dem noch heißen Reis. Jetzt ordentlich rühren und etwas auskühlen lassen bevor es an das Formen geht. Das geht erstaunlicherweise wirklich am besten, wenn der Reis noch lauwarm ist.


Jetzt ist die halbe Miete schon erledigt. Wir können füllen. Die Inarizushi-Taschen gibt es fertig im Asia-Laden. Allerdings leider nicht sehr günstig. Ein Päkchen mit etwa 12 Taschen kostet stolze 4 Euro.  Ein Preis, der es mir als Tofu-Liebhaber allerdings wert war. Richtig Tofutaschen selbst herzustellen ist wirklich schwer. Ich habe den Reis zu Bällchen geformt und diese in Sesam gewälzt bevor ich sie in die Taschen gepackt habe.
In meine Maki-Rollen habe ich Ei, Karotte, Sesam und (hört! hört!) Remoulade gefüllt. Hm.. lecker. besonders die cremige Konsistenz von Remoulade oder Frischkäse im Sushi ist wirklich gut.

Mein Rezept für japanisches Omelette:
2 Eier
2 TL Sake
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

Alle Zutaten ordentlich vermischen. Geht super mit nem Dressing Shaker. Dann etwa 1/3 hauchdünn in der Pfanne ausbraten lassen und langsam aufrollen. Die Rolle in der Pfanne liegen lassen und ein weiteres Drittel der Mischung daneben hinzugeben. Auch hier wieder stocken lassen und langsam auf die breits fertige Rolle aufrollen. Mit dem Rest genauso verfahren.
Jetzt nur noch zurechtschneiden und fertig.

Ich habe noch für vegetarische Nigirs etwas Eierstich und dünne Karottenstreifen auf Reisbällchen gegeben und mit einem zurechtgeschnittenen Noriblatt verziert. Klassisch gehört dort ja etwas Lachs, Tunfisch oder eine Garnele drauf. Aber auch diese vegetarische Variante lässt sich sehen, oder?


Bevor jemand fragt, wie ich dieses formschöne Onigiri Dreieck hinbekommen habe. Ich gebe zu, ich hatte Hilfe. Vor einiger Zeit habe ich in unserem Asia-Laden Onigiri-Former gesehen und konnte nicht widerstehen einen mitzunehmen. Damit kriegt man den leckeren Klebreis einfach super in Form und man kann seine Onigiris auch noch super einfach damit befüllen. Haltet also mal Ausschau nach solchen kleinen Küchenhilfen. Auch das Sushi-Brett und das blaue Geschirr habe ich aus dem Asia-Laden meines Vertrauens. Dort gibt es immer unglaublich schönes Geschirr und wenn unsere Schränke nicht eh schon so aus allen Nähten platzen, würde ich dort wahrscheinlich jedes Mal etwas mitnehmen.


Mögt ihr Suhsi auch so gerne wie ich? Kennt ihr Inarizushi? Und meine wichtigste Frage heute: Wie kriegt ihr all die tollen Dinge in eurem Leben unter einen Hut ohne, dass ihr eines davon vernachlässigen müsst?

{Asia} Coconut Lime Soup

18. Februar 2013 6 Kommentare Ausdrucken?


Ich bin ja ein kleiner Asien-Fan. Nicht nur das asiatische Essen, sondern auch die Länder finde ich richtig toll. Eine meiner ersten richtig langen Flugreisen hat mich zum Beispiel nach Sri Lanka geführt. Ja klar, nicht wirklich asiatisch, eher indisch, aber damit hat alles angefangen. Danach ging es einige Male nach Malaysia, ein Land in dem es mein absolutes Lieblingsgemüse gibt. Midin, also Dschungel-Farn scharf angebraten. Googelt es doch mal, es gibt zahlreiche Bilder dazu.
Leider gibt es dieses Gericht auch nur dort und da ich in absehbarer Zeit nicht nach Malaysia kommen werde, werde ich wohl auch noch sehr lange darauf verzichten müssen. Etwas später ging es dann nach Taiwan bis wir etwas später unsere Liebe für die arabischen Länder entdeckt haben.
Die Asiatische Küche finde ich aber nach wie vor richtig spannend. Besonders die japanische Küche hat es mir richtig angetan und so habe ich mittlerweile einige japanische und asiatische Kochbücher angesammelt.


Mein heutiges Rezept führt uns aber eher an asiatische Sandstrände wo Palmen wachsen und die Limetten zum greifen Nahe sind. Sonnenuntergang, Sand zwischen den Zehen, die Meereskrabben laufen am Stand entlang und ihr habt den ganzen Tag in der Sonne verbracht, wart Schnorcheln, seid am Stand entlang gelaufen und habt diese wunderbar feucht warme Luft eingeatmet. Abends dann die Hauptmahlzeit des Tages. Euch erwartet eine wunderbar köstliche Suppe als Vorspeise. Sie wird serviert und ihr riecht schon die ätherischen Öle von Lemongras, Galgant und Kafirblättern.
Dann der erste Schluck, süß, scharf, sauer würzig und vor allem zitronig frisch. Na, wär' das nicht was für euch?


Aber jetzt fragt ihr euch sicher: Galgant? Kafirblätter?
Ok, von Ingwer haben wir ja schon eine ganze Menge gehört. Ginger Ale, Gingerbread, Ingwer in den Woknudeln, kandierter Ingwer, eingelegter Sushi Ingwer, aber Galgant? Was ist das denn nun schon wieder?
Zum Vergleich habe ich euch mal eine Ingwerwurze und eine Galganwurzel zusammen fotografiert. Man sieht recht schön, dass sich die beiden Knollen wirklich ähnlich sind. Ingwer ist allerdings etwas rauher in der Oberfläche und auch im Inneren fasriger als Galgant. Auch geschmacklich unterscheiden sich die beiden Gewürze. Ingwer ist eher scharf, würzig und ehrlich gesagt pur überhaupt nicht meine Sache. Galgant hingegen ist zitronig, frisch, säuerlich und richtig toll in der Kombination mit Limettengerichten.
Gerade in asiatischen Suppen ist er eigentlich immer mit von der Partie. Bei Klassikern wie der sauer-scharfen Tom Yum Gum Suppe mit Garnelen, übrigens der Favorit meines Vaters, darf er auf keinen Fall fehlen und auch bei dieser Kokos-Limetten Suppe würde die Abwesenheit auffallen.

Ich hoffe ich konnte euch jetzt genug Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, sodass ihr diese Suppe unbedingt probieren wollt.
Hier also das Rezept plus Anleitung.

Ihr braucht:
1 l Kokosmilch
3 Schalotten
5 Stangen Zitronengras
2-4 Thai Chilis, je nach Wunsch
ein großes Stück Galgant, etwa 50g (zur Not tuts auch Ingwer)
etwa 50g Palmzucker (der ist feiner im Geschmack, eher ein bisschen malzig und nicht zu süß)
etwa 12-13 Kafir Limonenblätter
etwa 300g Champignons
2-4 Knoblauchzehen
Saft von 2 Limetten
Salz und Wasser

Bereitet zurerst alle Gewürze vor. Dazu schält ihr den Galgant und schneidet ihn in große Scheiben. Schneidet die trockenen Enden des Zitronengrases ab und zerteilt die Stangen einmal quer und einmal längst. Brecht die Fasern mit den Händen etwas auf sodass die Öle besser austreten. Schält die Schalotten und zerteilt sie in große Stücke. Macht das selbe mit dem Knoblauch. Schneidet die Chilis einmal in der Mitte auf und entfernt die Kerne. Entfernt die Kafirblätter vom Stängel und brecht sie ein bisschen auf, sodass auch hier die ätherischen Öle besser austreten können.

Gebt nun alle Gewürze, also: Galgant, Zitronengras, Schalotten, Knoblauch, Chilies, Kafirblätter zusammen mit dem Palmzucker und der Kokosmilch in einen großen Topf und lasst alles etwa 15 Minuten bei geschlossenem Kochtopf vor sich hin simmern.

Gießt danach die Suppe durch ein Sieb ab. Die Gewürze braucht ihr nun nicht mehr.
Setzt eure Suppe nochmal im Kochtopf auf und fügt nun den Limettensaft, Salz nach Geschmack und eventuell etwas Wasser hinzu um die Konsistenz euren Wünschen anzupassen. Statt Salz könnt ihr auch Fisch-Sauce (bekommt ihr auch im Asia-Laden) hinzufügen. Gebt zum Schluss noch angebratenen Champignons dazu.
Probiert das ganze doch auch mal mit Garnelen aus. Gebt diese dazu auch in die heiße Suppe und lasst sie dort nochmal garen. Ich stelle mir das richtig lecker vor.


Galgant, Zitronengras und auch Kafirblätter, die auch als Limonenblätter bezeichnet werden, bekommt ihr übrigens in fast jedem gut sortierten Asia-Laden. Kafiblätter haben auch ein richtig tolles limettiges und frisches Aroma. Schnuppert ruhig mal dran, ihr werdet den Duft lieben! Lemongras oder Zitronengras ist ebenfalls eine wunderbare Pflanze deren Duft ich auch als Kerzenduft oder fürs Duftlämpchen sehr schätze. Frisch ist es aber um Klassen besser. Hier ist der Name übrigens Programm. Zitronengras heißt so weil es wirklich zitronig und grasig riecht. Einfach herrlich.
Meine Thai-Chilis habe ich auch vor einiger Zeit frisch im Asia-Laden gekauft und da ich nicht alle aufbrauche konnte, huiii scharf, habe ich den Rest kurzer Hand getrocknet. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch und so halten sie sich einfach länger. Wer allerdings frische findet und nicht sowieso schon 10 Sorten Chili zu hause hat, der sollte die kleinen scharfen Schoten mal probieren. Aber Vorsicht! Bitte auf gar keinen Fall nach dem Aufschneiden mit den Fingern in die Augen kommen.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurer kulinarischen Reise an asiatische Sandstrände. Genießt die Wärme und die Aromen dort!
Tausend Dank übrigens für all eure lieben Kommentare für die süßen Beerentörtchen und glaubt mir, ja, sie haben genauso toll geschmeckt, wie sie aussehen!

{Lecker} Beerentörtchen

12. Februar 2013 14 Kommentare Ausdrucken?


Ab morgen beginnt ja wieder die Fastenzeit und diesmal habe auch ich mir vorgenommen auch auf etwas zu verzichten. Ich will die ganze Zeit bewusst keine Süßigkeiten essen. Vor allem keine gekauften Süßigkeiten. Also sind die nächsten Wochen Schokolade, Gummibärchen, Chips und Co. für mich gestrichen. Ganz schön schwer, finde ich. Aber der Wille ist da und ich gehe auch fest davon aus, dass ich das schaffen werde.
Im Grunde möchte ich auch auf Desserts und Selbstgebackenes verzichten und nehme mir das auch fest vor, aber selbstgemachten Süßkram zu verzichten fällt mir schon ordentlich schwer, deswegen gestehe ich mir ein Dessert pro Woche  zu. Allerdings nur wenn es unbedingt sein muss. Schließlich soll man ja bewusst auf etwas verzichten und meiner Linie wird das sicherlich auch nicht schaden.
Ihr könnt euch also in den nächsten Wochen auf viele gesunde Sachen freuen.


Heute soll es aber nochmal ein kleines Dessert geben. Das konnte ich mir einfach nicht nehmen lassen. Immerhin soll gibt es ja die nächsten 6 Wochen nichts Süßes geben.
Diese wunderbaren Beerentörtchen habe ich in der aktuellen Lecker Bakery Vol. 3 entdeckt und bereits das 2te Mal nachgebacken. Das erste Mal war das Licht leider so mies und die Törtchen so schnell weg, dass ich nicht mal ordentliche Fotos machen konnte. Fand ich gar nicht schlimm, denn so sind meine Lieben und ich nochmal in den fruchtigen Genuss gekommen.


Ich kann euch das Rezept also nur ganz nah ans Herz legen. Es ist wirklich was für Leckermäuler die die Kombination aus vanillig-fruchtig mit leckerem Keks genauso lieben wie ich. Ich bin auch ein großer Fan von Vanilleeis mit heißen Kirschen oder Himbeeren. Vanillepudding mit Kirschkompott finde ich auch richtig stark. Diese Beerentörtchen verbinden genau all das was ich daran richtig gerne mag und sind dabei richtig handlich, im Verhältnis einfach nachzubacken und wirklich hübsch im Mund. :)
Ich hatte sogar alle Zutaten die man dafür brauch sowieso schon im Haus und musste nicht mal extra dafür einkaufen gehen. Perfekter geht es also kaum. Mit diesem Dessert kann man glaube ich auch richtig beeindrucken.


So lange genug auf die Folter gespannt. Hier kommt das Rezept, damit auch ihr demnächst eure Liebsten einfach beeindrucken könnt. Vielleicht ja gleich zum Valentinstag?

Mit diesem Rezept könnt ihr in etwa 16 Törtchen machen.
Ihr braucht für die Keksförmchen:
60g Butter
40g Zucker
etwas abgeriebene Zitronenschale (bitte nur ungespritzte)
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
150 g Mehl

Vermixt Butter, Zucker, Zitronenschale, Vanillezucker und eine Prise Salz mit dem Handrührgerät. Gebt danach das Ei dazu und rührt es kurz unter. Nun 125g Mehl dazugeben und nochmal kurz vermixen. Jetzt sollte der Teig schon krümelig sein. Gebt nun die restlichen 25g Mehl dazu und knetet es mit der Hand mit dem restlichen teig. Formt eine Kugel und lasst nun euren Teig für mindestens 1-2 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Rollt nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Nudelholz aus und stecht in etwa 16 Kreise aus. Ein großes Glas funktioniert dafür wunderbar. Wer Tarteletteförmchen besitzt kann diese nun Buttern, mit Mehl bestäuben, die Teigkreise hineinsetzen und mit Hilfe von Hülsenfrüchten Blindbacken. Wer keine Tarteletteförmchen besitzt, so wie ich, der dreht einfach das Muffinblech um und fettet die Rückseite der Mudeln ein und bestäubt sie mit Mehl. Jetzt nur noch die Kreise darauf setzen und nach unten hin etwas festdrücken. So spart ihr euch das Blindbacken mit Hülsenfrüchten und bekommt auch sehr hübsche Keksförmchen. Backt eure Förmchen bei 160°C Umluft etwa 12-13 Minuten lang. Lasst sie kurz auf dem Blech auskühlen und hebt sie danach vorsichtig mit einem Küchentuch vom Muffinblech. Lasst sie vorllständig auf einem Küchengitter auskühlen.

Für die Füllung
250g Tiefkühlbeeren (ich habe eine Beerenmischung genommen)
3 EL Vanillepuddingpulver
etwa 50-80g Butter

Während der Teig ruht, lasst eure Tiefkühlbeeren auftauen. Oder ihr taut sie mit Hilfe der Mikrowelle auf. Streicht sie nun fest durch ein Sieb und fangt den Saft gleich in einem Topf auf. Gebt etwa 150ml Wasser (oder roten Fruchtsaft) dazu und bringt alles zum Kochen. Wer es etwas süßer mag kann nun noch bis zu 100g Zucker hinzugeben. Vermischt das Vanillepuddingpulver mit etwa 3 EL Wasser und 20g Zucker und gebt es zum kochendem Saft. Jetzt heißt es ca. 1 Minute lang weiter kochen lassen und dabei kräftig rühren. Danach ca. 50-80g kalte Butter unter die heiße Creme rühren bist die Butter vollständig geschmolzen ist. Etwas auskühlen lassen und in die Förmchen füllen. Mit gehackten Pistazien dekorieren und kalt stellen.
Et voilà, c'est tout.

Schon sind sie fertig eure Törtchen! Das Rezept klappt übrigens auch wenn ihr den Teig nur eine halbe Stunde ruhen lasst. Dann ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl beim Ausrollen angesagt.



Übrigens könnt ihr auf den Fotos ein wunderbares Outtake sehen. Auf der Schieferplatte sieht man leider, leider einige widerliche Fettflecken. Beim Dekorieren sind mir die schon aufgefallen, aber ich dachte mir so, "Das schluckt sicher das Licht, das fällt gar nicht auf." Pustekuchen! Ich bin mir aber sicher, wenn ich nochmal umdekoriert hätte und die Platte nochmal abgewaschen hätte, wären die Bilder nicht mehr s schön geworden. Also habe ich diesen kleinen unperfekten Teil einfach so gelassen wie er ist. Muss ja nicht immer alles perfekt sein. Sonst wirds doch langweilig und niemand hat mehr was zu meckern! :)

Bei euren Kommentaren zu Barney musste ich wirklich richtig oft schmunzeln. Ihr habt den kleinen Kerl ja richtig gern! Ich freue mich so sehr und auch die stolzen Katzeneltern freuen sich richtig.
Ich muss aber noch eine Kleinigkeit aufklären, sonst ist Balko beleidigt. Einige dachten Balko sei auch ne "hübsche Mieze" dabei ist er ein mords männlicher Weimaranerrrüde. Ein Hund. Balko ist ein Hund! Wollt ihr beweise sehen? Klickt hier! Ich musste das einfach richtigstellen! Aber ich habe wirklich herzhaft über diese Verwechslung lachen können. Ab sofort hat unser Weimi Balko einen neuen Spitznamen. "Mieze!" :)


Barney, the Cat

10. Februar 2013 13 Kommentare / Ausdrucken?


Es gibt Familienzuwachs und richtig süßen noch dazu!
Leider nicht bei mir, sondern bei meiner Schwägerin in Spe die ihr hier schon mal kennenlernen durftet. Sie und ihr Freund haben vorletzte Woche ein kleines Kätzchen adoptiert und so hat natürlich natürlich das Wohlergehen des kleinen, neuen Mitbewohners die erste Zeit den Alltag bestimmt. Da wurde gefüttert, mit Mäusen gespielt, gekuschelt und geschnurrt was das Zeug hielt.
Damit sich Barney, so heißt das lustige Fellknäuel, nicht so alleine fühlte durfte auch ich einen Vormittag lang Babysitten und ihn so richtig verwöhnen. Klar, dass ich das kann, denn ich bin schon oft für Balko Ersatzmama gewesen.


Der Unterschied zwischen Balko und Barney könnte aber nicht größer sein. Während Balko mich nie aus den Augen lässt, weil er ja was Wunderbares verpassen könnte, musste Barney mit mir erstmal eine Zeit lang warm werden. Klar, wenn die Umgebung auch noch so neu ist und er jeden Tag neue Menschen kennenlernt. Mit Spielzeugmaus und Futter haben wir aber letztendlich auch das Eis gebrochen und Barney war sogar so nett und hat mir für einige Fotos Modell gestanden. Am Ende des Vormittags wollte er mich sogar kaum noch gehen lassen und ist immer wieder zwischen meinen Beinen umhergestreift. Könnt ihr euch vorstellen wie niedlich das ist?


Barney kommt übrigens von einem Bauernhof aus unserer Umgebung. Dort hatte man sich nicht wirklich um den Katzennachwuchs gekümmert und so haben, soviel man weiß, auch all seine Geschwister leider nicht überlebt. Dementsprechend könnt ihr euch sicher vorstellen, dass der kleine Kerl nicht von Anfang an so flauschig war und dass er unter seinem Babyfell auch ganz schön abgemagert ist. Bevor er richtig einziehen konnte musste er erstmal zum Tierarzt und einige Checks über sich ergehen lassen. Die hat er aber mit Bravur gemeistert und man merkt wirklich täglich wie sehr er aufblüht.


Barney ist schon ein ganz schön Süßer und ich konnte euch die Fotos einfach nicht vorenthalten. Aber keine Sorge, auch wenn ein Tierkind immer ganz viel Freude mit sich bringt, Balko wird deswegen nicht vergessen. Immerhin wohnen die beiden ja nicht zusammen und ich verbringe wesentlich mehr Zeit mit ihm. Eine Begegnung der Beiden stelle ich mir im Übrigen sehr spannend vor. Ich glaube ja fest daran, dass die zwei sich super verstehen würden. Balko hat generell einen sehr defensiven Charakter und würde sich wohl eher hinter uns verstecken als den kleinen Barney zu jagen.
Ihr seht also es bleibt spannend!



Valentine's Treasure Hunt

5. Februar 2013 8 Kommentare / Ausdrucken?


Es tagt beinah, ich wollte nun, du gingst;
Doch weiter nicht, als wie ein tändelnd Mädchen
Ihr Vögelchen der Hand entschlüpfen lässt,
Gleich einem Armen in der Banden Druck, 
Und dann zurück ihn zieht am seidnen Faden;
So liebevoll mißgönnt sie ihm die Freiheit.

Wär' ich dein Vögelchen!

Ach, wärst du's, Lieber!
Doch hegt' und pflegt' ich dich gewiß zu Tod.
Nun gute Nacht! So süß ist Trennungswehe,
Ich rief' wohl gute Nacht, bis ich den Morgen sähe. 

(Romeo und Julia, Shakespeare, 2. Aufzug, 2. Szene)


Valentinstag steht vor der Tür. Das sagt mir aber keineswegs nur mein Kalender, sondern vielmehr die zahlreichen Blogeinträge die ich in letzter Zeit gelesen habe. Oder auch nicht gelesen habe. Ich war leider nicht sehr aktiv in den letzten Tagen und in meiner Blogliste haben sich tatsächlich 183 (!) ungelesene Artikel angesammelt. Wann soll ich das denn alles nachlesen?

Valentinstag ist für mich kein sonderlich wichtiger Tag und deswegen möchte ich euch heute eine vielleicht eher unkonventionelle Valentinstags-Idee präsentieren, die man auch mal für andere Anlässe verwenden kann.


Die Idee dazu schwirrt mir eigentlich schon ziemlich lange im Kopf rum. Aber ich habe sie nie durchgeführt.
Wie wäre es denn mit einer Valentinstags-Schnitzeljagd?
Eigentlich ist sowas wirklich schnell organisiert. Mit Google Earth noch viel schneller. Denn da muss man zum ersten Planen nicht mal rausgehen. Sucht euch einfach ein Stück Natur in eurer Umgebung, oder vielleicht euren Lieblingsplatz (hier ist meiner) und schaut wo man dort schön spazieren gehen kann. Auf Google Earth sieht man auch richtig gut wo Bäume stehen, in denen man eventuell kleine Dinge verstecken kann. Der eigentliche Schatz, natürlich eine Ausgabe von Romeo und Julia, sollte dort gut und für fremde Augen unsichtbar versteckt werden können!
Verpackt euer Geschenk bitte wasserdicht, denn das Wetter lässt uns ja momentan sehr im Stich. Von Sonne keine Spur und nur Regen und nass. Brrr. Wiederverschließbare Plastiktüten können da wirklich gute Dienste erweisen.


Kleine selbstgebastelte Hinweisschilder führen euren Liebsten dann später auf den richtigen Weg. Aber natürlich nicht ohne eine kleine Schatzkarte oder ein Gedicht, dass ihn zum "Schatz" führt. Das könnte dann in etwa so aussehen. Hier nur mal ein kleiner Auszug.

Folge auch hier wieder dem höchsten Sonnenstand,
bis du erblickst ein seltsam schmales Land.
Über's Wasser kannst du darauf gehn,
musst du aber nicht, ist das nicht schön?

Am Brückenanfang wirst du deinen Schatz bestimmt finden,
du musst nur ein bisschen suchen, zwischen all den Baumrinden.
 Mit etwas Glück und viel Überredungsgeschick,
bekommst du sogar, falls du nicht weiter weißt von mir einen kleinen Tipp.

So oder so ähnlich. Richtig gut kann man solche einfachen Gedichte mit Hilfe einer Reimemaschine selbst dichten. Das erleichtert die Arbeit ungemein und ist manchmal wirklich lustig, wenn man sich so anschaut was sich alles reimt.


Jetzt müssen nur noch kleine Wegweiser gebastelt werden, die ihr dann beim ersten Abgehen eurer Route geschickt platziert, sodass sich euer Liebster nicht verirrt. Dazu habe ich mal zwei Valentinsvarianten gebastelt. Einmal ein 3D Herz, dafür braucht ihr aber eine Nähmaschine oder viel Geduld.
Dazu schneidet ihr einfach 6 gleichgroße Herzen aus Papier aus. Ich finde Basteleien aus alten Bücherseiten total schick und habe meine Herzen deswegen daraus ausgeschnitten. Nun legt ihr die Herzen übereinander und näht sie in der Mitte mit der Nähmaschine zusammen. Jetzt könnt ihr die einzelnen Herz-Hälften noch auseinanderfalten und so ein 3D Herz basteln. Es geht so einfach!
Oder ihr faltet Origami-Herzen. Ich habe euch hier mal ein kleines Turorial fotografiert, weil das Beschreiben ohne Bilder immer so schwer ist.


Schneidet eure Buchseite erstmal quadratisch zu und faltet sie dann zweimal diagonal. Jetzt habt ihr in der Mitte einen Schnittpunkt der Falzlinien. Bis dorthin faltet ihr nun eine Ecke.Nun faltet ihr die gegenüberliegende Ecke bis ganz nach oben. Jetzt noch die zwei Herzflügel nach oben klappen und schon seht ihr das Herz. Schlussendlich müsst ihr nur noch die Ecken nach hinten wegklappen und schon habt ihr wundervolle Herz-Wegweiser gebastelt. Super einfach!

Ich kann mir auch super vorstellen, dass man in das Innere des Herzes noch kleine Botschaften, Hinweise oder vielleicht auch eure Lieblingszitate aus Romeo und Julia schreibt Sodass euer Liebster an jeder Station noch etwas zu Lesen hat.


Die keinen Roten Herzen stechen in der momentan noch kargen Natur richtig raus und auch die Buchseiten-Herzen fallen richtig schön auf.
Ich habe sogar schon überlegt einfach so noch welche aufzuhängen, nur damit sich die anderen Spaziergänger wundern und vielleicht auch ein bisschen freuen.

Was habt ihr so für euren Valentinstag geplant? Gibt es ein besonderes Menü? Macht ihr was schönes? Oder haltet ihr es eher wie ich, wenn dann ganz schlicht, ohne viel Tamtam? Falls ich Valentinstag "feiern" sollte, dann nur mit selbstgebastelten Dingen.

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