{Soulfood} Veggie Suhsi

26. Februar 2013 Ausdrucken?



Seid ihr noch da?
Jetzt habe ich euch eine ganze Weile wirklich arg alleine gelassen. Ich hoffe ihr lest trotzdem alle noch fleißig mit?
Eine Sache die ich gar nicht gut kann ist, mich auf zwei Dinge gleich intensiv und mit Herzblut zu konzentrieren. Das ist etwas das ich schon als Kind nicht wirklich konnte und auch bis heute einfach nicht unter einen Hut bekomme. Da ist es wochenlang die Fotografie und dieser Blog der mein Ein und Alles ist und dann kommt prompt mein Pflichtbewusstsein der Uni gegenüber zum Vorschein. Ich erhasche einen Stängel an dem ich mich festhalten kann und auf einmal stecke ich voll und ganz drin. Forschungsdesign hier, Theorie dort, Relevanz meiner Fragestellung etc. etc.
Klar, dass ich dann auf einmal weniger zum Fotografieren komme und den Blog zwangsläufig vernachlässige. Zumindest in meinem Verständnis vernachlässige, denn generell würde ich am liebsten 2-3 mal die Woche was von mir hören lassen und vor allem so gerne mehr auf eure Kommentare reagieren. Wenn ich mich dann aber nur noch auf das Abenteuer Blog einlasse, ist hier alles gut, aber in der Uni ganz und gar nicht. Herrje, ein Dilemma.
Bei mir gibt es wohl nur das eine oder das andere. Schwarz oder Weiß. Hopp oder Topp.


Habt ihr Tipps wie ich das besser unter einen Hut bekomme? Denn ich mag beides wirklich gerne, kann und will aber weder das eine noch das andere vernachlässigen. Denn irgendwie funktioniert das auch nicht gut.
Die letzten Tage hatte ich regelrecht Sehnsucht danach, meine Kamera auszupacken und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, war unausgeglichen und bin aber erst heute wirklich dazu gekommen mir bewusst Zeit zu nehmen. Natürlich auf Kosten meiner Diplomarbeit.

Dafür gab es aber Soulfoud vom Feinsten. Sozusagen als Ausgleich fürs schlechte Gewissen.
Ich habe eine leckere vegetarische Sushi-Party vorbereitet und so allerhand lustige Sachen mit Reis und Nori-Blättern veranstaltet.
Ihr seht zum Beispiel einige Makis mit Eierstich und Karotte, dann Inarizushi (gefüllte Tofutaschen), ein Onigiri und einige Eierstich oder Karotten Nigiris.


Selbstverständlich möchte ich euch an "meinen" Sushi-Rezepten teilhaben lassen und verrate euch deshalb ganz genau wie ich meinen Reis würze, den japanischen Eierstich mache und womit ich meine Makis meistens fülle.

Generell gilt für mich beim Reiskochen die einfache Regel: Pro Tasse Reis zwei Tassen Wasser. Dann wird der Reis nämlich wirklich perfekt. Vorher wasche ich den Sushireis aber noch und wechsle dabei 2-3 mal das Wasser. Danach gehts in den Reiskocher, der zusammen mit der richtigen Menge Reis eigentlich immer ein perfektes Ergebnis liefert. So ein Gerät ist wirklich eine Anschaffung wert. Nie mehr harten oder zerkochten Reis essen! Traumhaft. Aber auch generell gilt die zwei-Tassen-Regel. Hier einfach den Reis auf kleiner Flamme solange köcheln lassen bis er die gesamte Flüssigkeit aufgenommen hat.
Jetzt geht es ans würzen. Ich vermenge dazu immer um die 100ml (bitte nagelt mich nicht fest, ich messe fast nie nach) Reisessig mit 1 1/2 EL Zucker und einem TL Salz und vermische alles mit dem noch heißen Reis. Jetzt ordentlich rühren und etwas auskühlen lassen bevor es an das Formen geht. Das geht erstaunlicherweise wirklich am besten, wenn der Reis noch lauwarm ist.


Jetzt ist die halbe Miete schon erledigt. Wir können füllen. Die Inarizushi-Taschen gibt es fertig im Asia-Laden. Allerdings leider nicht sehr günstig. Ein Päkchen mit etwa 12 Taschen kostet stolze 4 Euro.  Ein Preis, der es mir als Tofu-Liebhaber allerdings wert war. Richtig Tofutaschen selbst herzustellen ist wirklich schwer. Ich habe den Reis zu Bällchen geformt und diese in Sesam gewälzt bevor ich sie in die Taschen gepackt habe.
In meine Maki-Rollen habe ich Ei, Karotte, Sesam und (hört! hört!) Remoulade gefüllt. Hm.. lecker. besonders die cremige Konsistenz von Remoulade oder Frischkäse im Sushi ist wirklich gut.

Mein Rezept für japanisches Omelette:
2 Eier
2 TL Sake
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

Alle Zutaten ordentlich vermischen. Geht super mit nem Dressing Shaker. Dann etwa 1/3 hauchdünn in der Pfanne ausbraten lassen und langsam aufrollen. Die Rolle in der Pfanne liegen lassen und ein weiteres Drittel der Mischung daneben hinzugeben. Auch hier wieder stocken lassen und langsam auf die breits fertige Rolle aufrollen. Mit dem Rest genauso verfahren.
Jetzt nur noch zurechtschneiden und fertig.

Ich habe noch für vegetarische Nigirs etwas Eierstich und dünne Karottenstreifen auf Reisbällchen gegeben und mit einem zurechtgeschnittenen Noriblatt verziert. Klassisch gehört dort ja etwas Lachs, Tunfisch oder eine Garnele drauf. Aber auch diese vegetarische Variante lässt sich sehen, oder?


Bevor jemand fragt, wie ich dieses formschöne Onigiri Dreieck hinbekommen habe. Ich gebe zu, ich hatte Hilfe. Vor einiger Zeit habe ich in unserem Asia-Laden Onigiri-Former gesehen und konnte nicht widerstehen einen mitzunehmen. Damit kriegt man den leckeren Klebreis einfach super in Form und man kann seine Onigiris auch noch super einfach damit befüllen. Haltet also mal Ausschau nach solchen kleinen Küchenhilfen. Auch das Sushi-Brett und das blaue Geschirr habe ich aus dem Asia-Laden meines Vertrauens. Dort gibt es immer unglaublich schönes Geschirr und wenn unsere Schränke nicht eh schon so aus allen Nähten platzen, würde ich dort wahrscheinlich jedes Mal etwas mitnehmen.


Mögt ihr Suhsi auch so gerne wie ich? Kennt ihr Inarizushi? Und meine wichtigste Frage heute: Wie kriegt ihr all die tollen Dinge in eurem Leben unter einen Hut ohne, dass ihr eines davon vernachlässigen müsst?

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