Sweet Summer Dreams

9. Mai 2013 / Ausdrucken?


Es ist soweit! Die Sonne entfaltet langsam ihre ganze Kraft, es wird warm. Die Nächte werden lauer. Die Frösche im nahegelegenen See veranstalten jeden Abend ein wundervolles Balzkonzert und auch die Vögel am frühen Morgen zwitschern es von den Dächern. Hier ist er: Der Frühsommer!
Spürt ihr ihn genauso wie ich?
Die warmen Strahlen auf der Haut. Sämtliche Poren sind auf Sommer eingestellt. Die dicken Pullis sind schon längst auf dem Dachboden eingemottet. Kurze Hosen und ärmellose Tops - meine erste Wahl beim Griff in den Kleiderschrank.
Gibt es eine schönere Zeit? Wenn alles blüht. Wenn die Natur einfach nur bunt ist und seine volle Pracht entfaltet. Die wundervollen Magnolienbäume, die Kirschbäume, die Apfelbäume in voller Blüte. Der Goldregen am Straßenrand. Ist das nicht schön?
Ist es nicht wunderbar wenn man sich jeden Tag aufs neue fragt, was ist das nur für ein Geruch? Stinken Rapsblüten nun erbärmlich oder duften sie sogar?


So gerne ich auch manchmal auswandern würde, ich glaube ich müsste jedes Jahr um diese Zeit wieder zurückkommen, denn dieses Naturschauspiel würde ich wirklich vermissen. Innerhalb weniger Tage wird es warm, die vorher kahlen Flächen werden grün, die knorrigen Äste sind voller Blüten. Eine Wüstenlandschaft hat schon auch seinen Reiz, aber sind wir mal ehrlich, hier ist es doch auch wunderbar!
Jetzt ist die Zeit gekommen, um uns mit einer Picknickdecke ins Gras zu setzen, die Schuhe auszuziehen & den Sonnehut tief ins Gesicht zu ziehen. Und vor allem ist jetzt die Zeit gekommen, um zu Genießen und um zu Träumen. Um Pläne zu schmieden und um Luftschlösser zu bauen.

Am Besten bei strahlender Abendsonne, mit einer netten Lektüre und einem klitzekleinen Gläschen Champagner oder Sekt mit kandierten Veilchenblüten. Die habe ich selbstverständlich noch vor zwei Wochen eigenhändig von der selben Wiese gepflückt, auf der ich es mir nun bequem gemacht habe. Sie zu kandieren war wirklich recht einfach. Alles was man dazu braucht ist etwas Zucker, Wasser und Veilchenblüten aus dem Garten.
Etwa 250g Veilchenblüten sollten reichen. Löst 150g Zucker in 4 Esslöffeln Wasser auf und kocht damit einen dicken Sirup. Gebt dorthinein die Veilchen und lasst sie etwa eine halbe Minute ziehen. Hebt die Veilchen mit einem Schaumlöffel vorsichtig heraus und gebt sie auf ein mit Zucker bestreutes Backblech. Wälzt sie nun ein wenig darin und lasst sie offen einige Tage trocken. Jetzt sind eure Veilchen fertig und halten sich durch das Bad im Sirup auch länger. In einem Gläschen Prosecco schmecken sie einfach herrlich. Aber auch hier und da mal eines zum Naschen ist einfach wunderbar aromatisch.


Als Lektüre habe ich mir die siebte Ausgabe von Kinfolk mitgenommen. Ein kleines englischsprachiges Magazin, das mich durch seine feinfühlige Gestaltung, die wundervollen Fotografien und die literarisch sehr wertvollen Texte sofort begeistert hat. Ein Magazin, das sich kunstvoll mit den "kleinen Zusammenkünften" auseinander setzt. Darin habe ich Texte gefunden die inspirieren, Fotos die Lust auf mehr machen. Eine wundervolle Entdeckung, die ich für mich nicht mehr missen möchte.


Mit meinem schicken Sonnenhut, saß ich nun da auf meiner Picknickdecke und habe Luftschlösser gebaut. Habe von kommenden Tagen geträumt und Urlaubspläne ausgemalt. Mein Sonnenhut würde doch auch perfekt ans Meer passen, oder?
Und wie wäre es denn, wenn ich meine Ballerinas im Sand ausziehen würde? Meine nackten Füße nicht nur durch saftige Wiesen laufen würden, sondern weiche Abdrücke im feinen Sand hinterlassen würden? Abends der Sonne beim Versinken im Meer zuschauen könnte? Beobachten könnte wie meine Fussspuren von der nächsten Welle verwischt werden? Wenn ich auf einer Meeresbrücke ewig  weit hinauslaufen könnte, unter mir nur Wellen und Wasser? Den salzigen Wind auf meiner Haut spüren könnte? Den Schiffen und kleinen Yachten zusehen wie sie in den Sonnenuntergang segeln, oder wieder zurück in ihren Hafen kommen? Das wäre wunderbar! Ein Gefühl von Freiheit macht sich in mir breit, wenn ich nur daran denke.
Aber es muss ja nicht immer das Mittelmeer oder der Atlantik sein. Wie wäre es wenn wir hier bleiben? Gar nicht so weit weg?  An unser eigenes Meer fahren. Unserem eigenen Stück See einen Besuch abstatten. Wie wäre es also wenn wir an die Ostsee fahren? Vielleicht nach Rostock die Hansesail anschauen, Boltenhagens Steilküste bewundern, die Idylle und Ruhe der Insel Poel genießen? Wenn wir dort unsere regionalen Fische essen würden? Probieren würden, was Deutschland außer wunderbarer Blütenpracht noch so zu bieten hat?
Es muss nicht immer weit sein. Schauen wir uns doch auch mal hier um. Hier, gleich im die Ecke.


Habt ihr schon Urlaubspläne? Wovon träumt ihr in der Sonne? Wie genießt ihr "la vie en rose"? Blüht es bei euch euch auch so wunderschön? Was vermittelt euch ein Gefühl von Freiheit?
Lasst es mich wissen, denn ich bin neugierig, wie immer!

Hut: Primark
Schuhe: Primark
Picknickdecke: aktuell Aldi Süd
Magazin: Kinfolk

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