Matcha Bananen Smoothie mit Basilikumsamen

26. Februar 2014 1 Kommentar Ausdrucken?


Stellt euch vor, manchmal passiert auf diesem Blog etwas, ohne dass man es wirklich mitbekommt. Vielleicht sind euch einige kleine Details aufgefallen, die sich verändert haben. Aber so im Großen und Ganzen sieht alles aus wie immer. Gut so! Die Technik die dahinter steckt, die ist es, die sich gewaltig verändert hat. Dieses Update war mehr als nötig und endlich läuft der Blog wieder so stabil und ordentlich, wie es eigentlich sein sollte. Sowas kostet Mühe und manchmal auch Nerven. Nicht schlecht also, wenn man hin und wieder eine Pause macht und sich einen kleinen gesunden Snack gönnt.
Wie wäre es heute mit einem Matcha Bananen Shake mit Basilikumsamen?
Der eignet sich übrigens genauso gut als schnelles Frühstück!


Das Rezept ist übrigens eines meiner Lieblingssnackrezepte und den Shake gibt es bei mir wirklich sehr oft. Kein Wunder, es ist so einfach.
Man nehme:
1 Banane
1 Glas Milch
1-2 Teelöffel Matcha
2 Teelöffel Basilikumsamen oder Chia Samen
und je nachdem wie süß man es mag etwas Honig.
Alles zusammen in den Standmixer und kräftig mixen. Sehr lecker!

Sicher ist euch aufgefallen, dass auch ich um den Chia-Samen Trend kaum drum rum komme. Da ich aber sehr selten im Bio-Laden vorbei komme habe ich mich mal nach Alternativen umgesehen.


Vom Quellverhalten, dem Ballaststoffgehalt und der Konsistenz ähneln sich Chia und Basilikumsamen so sehr, dass ich beide wahrscheinlich nebeneinander nicht unterscheiden könnte. Ob sie allerdings die selben gesunden Mineralstoffe enthalten kann ich leider nicht sagen. Vielleicht kann mich jemand von euch aufklären?
Jedenfalls bekommt man Basilikumsamen im gut sortiertem Asia Laden im Gewürzregal. In den asiatischen Ländern wird er gerne im Sommer in Getränke gegeben, weil ihm eine kühlende Wirkung nachgesagt wird. Tatsächlich kann ich mir einen leckeren Sommerdrink bei Temperaturen über 26° C mit Basilikumsamen wirklich gut vorstellen. Ich freue mich schon es auszuprobieren.

Seid ihr auch schon im Chia Fieber? Kann mir jemand von euch den Unterschied von Chia und Basilikumsamen verraten? Lasst es mich wissen, ich brenne vor Neugier!

{Soulfood} Avocado Pasta mit Ingwer

19. Februar 2014 3 Kommentare Ausdrucken?


Es gibt Tage, da brauche ich einfach so richtig gutes Seelenfutter, um wieder in die Gänge zu kommen. Besonders wenn die Zeit vorher stressig und auslaugend war. Wenn ich dann eine kurze Pause mache, die Füsse hochlege, möchte ich am Liebsten einfach für imme rliegen bleiben. Aber es steht einfach noch soviel Leben an.
Wenn die Tage am besten mehr als 24 Stunden haben sollten und mal wieder die Motivation fehlt doch noch zum Sport zu gehen, oder endlich diesen einen Text fertig zu lesen, wenn der Tag grau in grau ist und sowieso fast alles schief geht. Wenn man kurz nach dem Aufstehen eigentlich schon wieder soviel erlebt hat, dass es für 2 Tage reicht, wenn das Leben einfach nur so rast und man gar nicht richtig dazu kommt alles zu verarbeiten. Genau dann, brauche ich einen richtig gesunden Energiekick, der mich für ein paar Minuten inne Halten lässt und dann wieder auf die Beine stellt und mir soviel Kraft verschafft, dass ich Bäume ausreißen könnte.


Schön, dass Gewürze und Lebensmittelkombinationen genau das können.
Bestes Beispiel die Pastasauce die ich heute mit im Gepäck habe. Voller frischer Aromen kommt sie daher. Knackige süß-säuerliche Tomaten, spritzige Zitrone und frisch-scharfer Ingwer. Aromen die sich perfekt mit der cremigen Konsistenz von Avocados verbinden und großartig ergänzen. Normalerweise würde man Avocado klassisch mit Knoblauch kombinieren, aber hey, wir sprachen hier von vollgestopftem Leben, da passt die Knoblauchfahne meistens einfach nicht mit rein. Man weiß ja nie was noch passiert, besser also nach scharf würzigen Alternativen suchen.
Gut das Ingwer eine ähnliche Wirkung wie Knoblauch hat. Er wärmt von innen, perfekt also für die grauen Tage und er soll sogar wie ein natürliches Schmerzmittel wirken und Muskelkater vorbeugen. - Klugscheißer-Modus aus. ;)
Wichtig ist nur, er schmeckt frisch und gibt fast jedem Essen nochmal den richtigen Kick. Uns gibt er als Bonus die nötige Energie, um mühelos einfach dort weiter zu machen, wo uns die Kraft ausgegangen ist.


Das Nudeln glücklich machen, brauche ich ja eigentlich nicht zu erwähnen. Besonders wenn's richtig gute sind. Am besten sind es noch etwas Außergewöhnlichere und schon kriegt man mich. Vor einiger Zeit habe ich mich mal wieder auf Erkundungstour durch den örtlichen Asia Markt gemacht. Ich suche ja immer nach neuen Geschmackserlebnissen und schleppe dann meistens allerhand Zeugs mit nach Hause, von dem ich nicht mal weiß, was man damit jetzt anstellen soll. So kam es dann auch, dass ich in unserem Schrank noch eine Packung japanische Soba Nudeln gefunden habe, die dort seelenruhig auf ihren großen Auftritt gewartet haben. Eine Nudelart die aus Buchweizen hergestellt wird und einfach ein richtig feines, nussiges Aroma hat. Farblich ähneln sie Vollkornnudeln, sind aber nach dem Kochen weicher und klebriger. Optimale Voraussetzungen für eine leichte cremige Avocadopaste. Aber wie gesagt, Vollkornnudeln passen mindestens genauso gut dazu, wenn man keine Sobanudeln findet.


Ich hoffe ihr habt jetzt richtig Hunger bekommen und lechzt förmlich nach einem Teller Soulfood.
Hier also mein Rezept für eine richtig leckere Avocadopaste, die übrigens auch super aufs Brot schmeckt oder als einfacher Avocadosalat.

Das Rezept reicht für zwei Teller voller Pasta-Glück.

1 Avocado
Saft und Schale einer halben Bio-Zitrone
etwa 7 Kirschtomaten
ein daumengroßes Stück Ingwer
Salz, Pfeffer

Schneidet die reife Avocado einmal am Kern entlang durch und öffnet sie durch drehen. Ob sie reif ist  erkennt man gut, indem man den Stielansatz vorsichtig ab macht. Löst er sich leicht und ist er darunter hellgrün ist sie perfekt - tut man sich schwer, braucht sie noch etwas - ist sie bereits braun unter dem Stiel, ist sie schon zu reif.
Hackt nun kurz mit dem Messer in den Kern, sodass es leicht darin stecken bleibt und entfernt den Kern indem ihr das Messer vorsichtig dreht. So wird man das harte Innere am unkompliziertesten los. Nun könnt ihr die Avocado von ihrer dunkelgrünen Schale befreien. Das sollte mit den Fingern leicht gehen. Schneidet sie nun in Würfel und gebt sie mit den kleingeschnittenen Tomaten in eine Schüssel. Reibt nun die Schale einer Bio-Zitrone ab und presst ihren Saft aus und vermischt alles mit der Avocado-Tomatenmasse. Schält ein daumengroßes Stück Ingwer und reibt ihn auf einer Ingwerreibe oder schneidet ihn alternativ in feine Würfelchen und gebt ihn anschließend mit einer großzügigen Prise Salz und Pfeffer zur Avocadomasse. Vermischt alles gut und lasst es für etwa 15-30 Minuten durchziehen. Genug Zeit um die Pasta zu kochen.
Jetzt nur noch Nudeln und Avocadosauce mischen und genießen.


Was macht ihr um euch neue Energie zu verschaffen? Wie tröstet ihr euch über graue Tage hinweg? Was gibt euch richtig Kraft um den manchmal stressigen Alltag zu meistern?
Lasst es mich wissen... Ich bin neugierig, wie immer.

Wasser & Eis im Winter

9. Februar 2014 1 Kommentar / Ausdrucken?


Momentan kann ich mich einfach nicht so recht entscheiden. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ist nun bald Frühling und sollte ich eher Frühlingsrezepte auspacken? Oder bleiben wir noch ein bisschen beim Winter und genießen die frostigen Temperaturen bei Winterspaziergängen und heißem Tee danach? Seit etwa einer Woche liegt bei uns nun auch endlich etwas Schnee. Wobei man das matschige Etwas was da am Straßenrand liegt kaum so nennen kann. Auch draußen im Wald oder auf den Feldern, dort wo der Schneeräumer nichts zu suchen hat sieht es nicht viel besser aus. So richtig viel Schnee gibt es bis jetzt noch nicht. Schade eigentlich, weil mir bei Schneefall eigentlich schon etwas das Herz aufgeht. Besonders, wenn er abends in richtig dicken Flocken herunter fällt und ich in der Kleinstadt nebenan unterwegs bin. Dort stehen nämlich die Straßenlaternen mit der schönsten Lichtfarbe. Dort fällt nicht einfach Schnee.. nein, es ist pures, glitzerndes Gold das dort vom Himmel fällt. Ein einziges Mal habe ich das diesen Winter gesehen und ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Einmal mindestens möchte ich das diesen Winter eigentlich schon noch sehen.


Sicher habt ihr jetzt schon herrauslesen können, dass ich ein absoluter Fan von Naturphänomenen bin. Ich liebe alles was man meistens viel zu selten wirklich bewusst sieht. Seien es Sommergewitter, wenn man sich vom Baggersee ins Auto rettet und der Starkregen auch so schön aufs Autodach prasselt und man die Blitze beobachten kann oder Sonnenaufgänge nach einer wunderbaren Sommernacht mit Freunden. Aber auch Herbststürme liebe ich sehr, wenn der Wind richtig kräftig durch die Blätter rauscht und alles mit sich nimmt was nicht festgemacht ist.
Aber auch jetzt, in der frostigen Jahreszeit in der eigentlich alles nur grau in grau da liegt gibt es doch Naturschauspiele, die man wirklich genießen kann. Die entdeckt man allerdings nur wenn man genau hinsieht.


Vor einigen Wochen war ich beispielsweise mal wieder mit meiner Kamera spazieren und habe ganz in der Nähe einen neu ausgebaggerten See entdeckt. Es war nicht mal so sehr kalt, aber der Wind pfiff extrem frostig durch die frische Kiesgrube. Die größere Hälfte der Seeoberfläche war dadurch bereits leicht zugefroren, nur am Rand konnte man noch sehen wie der Wind das Wasser in Wellen vor sich herschiebt. Sieht das nicht wunderbar aus? Stillstand, Ruhe und Frost zusammen mit Bewegung, Dynamik und Aktion - So wie die Natur eben ist. Dazu noch das wunderbare kalte und klare Blau des Sees. Großartig!


Auf dem Rückweg konnte ich dann beobachten, wie Regenwolken über die Nachbardörfer gezogen sind. Ein tolles Schauspiel, wenn man Regen beobachten kann ohne dabei selbst nass zu werden. Klasse!

Habt ihr euch so ein Faible für Wetterereignisse? Konntet ihr auch schon Schnappschüsse von Gewittern, Regen und anderem machen?
Lasst es mich wissen, gerne auch mit Verlinkung zu euren eigenen Fotos. Die schönsten werde ich sammeln und demnächst hier nochmal veröffentlichen.

Madleines mit Orangencurd und Mohn

6. Februar 2014 4 Kommentare Ausdrucken?


Zur Zeit fehlt mir richtig die Sonne. Jedes Jahr Ende Januar und Anfang Februar merke ich das immer extrem. Wie als ob sämtliche Reserven vom Sommer nun endgültig aufgebraucht sind. Alles in mir lechtzt nach Frühling, nach Blumen, nach Wärme und Sonnenstrahlen auf der Haut. Hinzu kommen sämtliche Schaufenstereindrücke die einen beim Stadtbummel beeinflussen. Überall werden wir jetzt auf den Frühling getrimmt. Alles ist bunt dekoriert mit knalligen Gelb- und Grüntönen. Ob ich davon beeinflusst werde? Wie kommt ihr denn darauf?!


Ja.. ich gebe es zu. Auch bei mir hat die Werbemaschinerie voll ins Schwarze getroffen. Manipuliert und beeinflusst wie ich nach meinem ersten "Frühlingsbummel" durch die örtliche Einkaufsmeile war, konnte ich nicht umhin und musste ganz dringend ein weiteres Paar Dekoteller haben. Als ob ich nicht schon Drölfmillionen davon hätte. Unsere Schränke platzen bereits aus allen Näten und gedanklich müsste ich fast eine Wohnungserweiterung planen. Herrjee. Aber so schönes knalliges Gelb und Grün.. wer kann da nur "Nein" sagen? Und dann passten die Untersetzer auch noch so toll in der Größe und Farbe dazu... Ihr versteht was ich meine?
Mit meiner Beute im Gepäck und dem nagenden Gewissen, das ich ganz schnell verdrängt habe ("wo hin damit, wenn ich fotografiert habe?") stolzierte ich also nach Hause und hatte selbstverständlich noch keine Idee was ich denn eigentlich auf meinem neuen Geschirr präsentieren könnte.


In solchen Fällen nehme ich mir normalerweise immer meinen Stapel Kochbücher zu Hilfe. Diesmal war es aber anders. Durch Zufall stieß ich auf einen tollen Beitrag zum Thema "Lemon Curd". Ihr wisst wie fasziniert ich seit letzem Jahr von dieser, ich nenne es jetzt mal plump "Zitronencreme" bin. Letzen Sommer gab es ja schon Muffins mit Lemon Curd und Rhabarbertarte mit Rhabarber Curd, der mich ganz stark an sahnige Erdbeerbonbons erinnert hat. Seit dem ist es um mich geschehen und als ich nun noch diesen Beitrag zuende gelesen hatte, indem es darum ging, dass es gar nicht viel Aufwand braucht, um guten Lemon Curd herzustellen (nichts von wegen zig hundert Eier trennen, alles schön überm Wasserbad erhitzen, nur Eigelb, aber was tun mit dem übrigen Eiweiß?) gab es kaum noch Argumente gegen ein weiteres Curd Rezept.
Dazu noch das sonnige Gelb von Zitronen... ha, dachte ich mir... passt perfekt zu meinen Tellern!


Aber wieder "nur" Lemon Curd wäre auch langweilig. Also habe ich euch heute mal ganz kreativ Orangen Curd gekocht und in eine hübsche Madleinehülle gepackt. So kann ich euch nämlich ganz unaufällig auch noch mein Lieblingsmadleinerezept vorstellen. Ich bin ein Fuchs, was?
Und damit das Ganze noch einen Hauch von Winter erhält spielt Mohn, eine, meiner Meinung nach, absolute Winterbackzutat (wer isst schon Mohnstollen im Sommer?), auch noch ein wenig mit.
Hier also meine Madleine Variante mit Orangen Curd und Mohn.
Selbstverständlich wie immer ganz einfach:

Für den Orange Curd: (es wird etwas mehr, sodass es auch noch für ein 200ml Glas reicht. Super lecker im Joghurt oderpur aufs Brot)

3 Eier
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1/2 Cup Zucker
1/2 Cup Orangensaft
6 Esslöffel Butter

Gebt alles zusammen in einen kleinen Topf, die Butter zu letzt und lasst es auf schwacher Hitze unter ständigem rühren solange auf dem Herd stehen, bis der Curd eindickt und an den Seiten blasen wirft. Das beginnt etwa dann wenn die Butter schmilzt. Rührt noch etwa 30 Sekunden weiter und schon ist der ganze Zauber geschehen.
Füllt nun einen Teil des Curds in einen Spritzbeutel und lasst ihn im Kühlschrank vollständig auskühlen. Den Rest könnt ihr in ein kleines Glas füllen und für andere Leckereien verwenden oder pur naschen.

Für die Madleines:
3 Eier
100g Zucker
200g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
20g Honig
60 ml Milch
200g zerlassene Butter

Eier und Zucker schaumig schlagen. Honig, Milch und die zerlassene Butter darunterrühren und schließlich Orangenschale, Mehl und Backpulver in kleinen Portionen unterheben. Jetzt den Teig kalt stellen und ruhen lassen. Mindestens eine Stunde, gut geht aber auch über Nacht.
Danach Förmchen fetten und mit Mehl bestäuben. Pro Mulde etwa einen Esslöffel Teig einfüllen und bei 180°C ca. 10 Minuten Backen lassen. Der Profi würde 5 Minuten bei 190°C backen lassen, den Ofen für eine Minute ausstellen und die Madleines 5 weitere Minuten bei 160°C weiterbacken. Aber wir wollen ja nicht mehr Aufwand als nötig, oder?

Die Madleines aus der Form stürzen und etwas auskühlen lassen. Nun mit Hilfe eines Spritzbeutels mit kleiner Lochtülle die  Madleines mit dem Orange Curd füllen.

Zu guter Letzt:
Etwas Puderzucker
Etwas Zitronensaft
1-2 El gemahlener Mohn

Für den Guss Puderzucker und Zitronensaft vermischen, sodass eine klebrige Masse entsteht die nicht zu feucht ist. Die Madleines damit bepinseln und Mohn darüber streuen.
Fertig!



Damit mir jetzt keine Klagen kommen, dass ich nicht verraten hätte, dass ich auch noch eine Tasse zu meinen Tellern gekauft habe. Nein, nein, die gab es bereits vor den Tellern. Aber sie passt trotzdem ganz nett dazu.
Die Teller habe ich übrigens bei NanuNana gefunden, genauso wie die Untersetzer. Die Tasse is von Bloomingville und ein Erinnerungsstück an einen Besuch in München und den besten Cappucino der Stadt.

So und jetzt verratet ihr mir doch: Winderfood oder doch schon Frühlingsdessert? Kann ich mit diesen Madleines ein bisschen Frühlingswärme und frische Sonnenstrahlen in euer Herz schicken?
Was meint ihr?



When Harry met Sally..

4. Februar 2014 4 Kommentare / Ausdrucken?


Erinnert ihr euch noch an unsere zwei süßen Babykitten die letzten Sommer bei uns eingezogen sind? Zwei Miezen die allein schon durch ihre Namen auf ewig miteinander verbunden sein werden. Zwei Namen, die sogar unseren Tierarzt zum schmunzeln gebracht haben, als er sie zum ersten Mal hörte. Harry und Sally. Ein Päarchen, dass nicht unterschiedlicher sein könnte. Im Film genauso wie in unserem Leben. Zur Erinnerung habe ich euch nochmal zwei Fotos mitgebracht, die die zwei zeigen, als sie erst wenige Wochen alt waren. Da passte Harry noch in meine Ballarinas und Sally war ein einziges strubbeliges kleines Fellknäul.
Heute ist ans Schlafen in meinen Schuhen nicht mehr zu denken. Dafür ist Harry einfach viel zu groß! Das weiß er aber selbst nicht und wir wollen es ihm auch nicht verraten.Viel zu viel Spaß würde uns entgehen, wenn wir es dennoch tun würden. So würde er sich sicher nicht mehr in die noch so kleinsten Höhlen, Zwischenräume unter Schrank und Bett oder Schuhkartons quetschen und versuchen dort zu schlafen.


Auch Sally ist eine richtig hübsche Katze geworden. Ihr buntes Fell ist nun endlich nicht mehr so strubbelig, sondern seidig weich. Nach wie vor ist sie aber unsere Mini-Katze. Schon als Kitten war sie eher klein, zierlich und vor allem verschmust und das ist auch so geblieben. Am liebsten schläft sie mittlerweile in der Armbeuge, schnurrt fröhlich vor sich hin und hält uns bereitwillig ihren flauschigen Bauch zum kraulen entgegen. Besonders gerne macht sie das morgens. Da springt sie plötzlich ins Bett, klettert einmal quer über den Rücken und gibt mit einem leisen "Mauuu" das Startzeichen für die Kuschelzeit. Dann heißt es nämlich, schnell auf den Rücken drehen, die Bettdecke etwas anheben, sodass Madame es sich darunter gemütlich machen kann. Belohnt wird das mit lauten Schnurren und einer Extraportion Katzenliebe am Morgen. Könnte der Tag besser anfangen?


Aber wer jetzt denkt, die zwei wären immer lieb und anständig, der kennt Harry und Sally aber nicht! Die haben es nämlich faustdick hinter den Ohren. Vor allem im Team geht es richtig rund. Da wird gerauft und allerhand Blödsinn angestellt. Organisiertes Verbrechen ist es dann auch, wenn Sally mal wieder Schmiere steht oder uns ablenkt während Harry in aller Seelenruhe die Futtertruhe leer räumt oder auf die Küchenanrichte springt und nach Fressbaren sucht. Selbstverständlich wirft er dann auch einen Teil davon zu ihr runter. Schließlich ist man ja ein Team.
Wenn es ums Fressen geht sind beide besonders kreativ, wer hätt's gedacht?! Da wird Leckerlis hinterhergejagt, schwere Truhendeckel angehoben, Futterbeutel fein säuberlich geöffnet, Paprika und Brot, in Plastiktüten verpackt, vom Tisch geschubst, Kartons zerlegt - ja, nichts ist sicher wenn die Tiger mal auf Beutezug sind. Nicht einmal neue Spannbettlacken, die noch in Folie eingeschweißt sind. Man kann ja nie wissen was unter der Folie, die ja ach so herrlich knistert, für wundervolle Dinge versteckt sind.


Die Liste der kaputten Dinge ist also lang. Aber zum Glück nicht so lang, als dass wir uns wirklich Gedanken machen müssten. Abgesehen von einem paar durchgenagten Kopfhörerkabeln, ach was haben die so toll aus der Tasche gebaumelt, einem kaputten Bettlaken, ein, zwei Vasen und die üblichen Katzenkratzer an Armen und Beinen können wir uns tatsächlich glücklich schätzen. Alle Vorhänge hängen nach wie vor an ihrem Platz, Kissen und Teppiche sind in Originalzustand und auch die Couch steht noch gut da, obwohl sie fast jeden Abend als Rennbahn benutzt wird.
Verwunderlich eigentlich, dass bei diesen messerscharfen Mordwerkzeugen an den Pfoten, doch so wenig passiert ist. Aber Harry und Sally haben im Laufe der Zeit gelernt, das Waden nicht zum festkrallen geeignet sind, dass man die Hand die einen füttert behutsam behandeln muss und dass man nicht gleich mit ausgefahrenen Krallen strampeln muss, wenns einem nicht mehr auf dem Arm gefällt.
Höchstwahrscheinlich ist ein laut geschrienes "Auuu" die beste Methode, um klar zu machen, dass wir unglücklich über zerkratzte Arme und Beine sind. 


Was habt ihr bereits mit euren Haustieren erlebt? Wieviel ist bei euch im ersten Jahr kaputt gegangen? Worüber könnt ihr immernoch herzlich lachen? Wann machen sich eure Tiere so richtig lächerlich?
Lasst es mich wissen...

    "Behyflora - food lifestyle photography " ist mein privater Blog. Für die Inhalte von verlinkten Seiten übernehme ich keine Verantwortung. Ich distanziere mich demnach ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Adressen und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Ich untersage ausdrücklich Fotos oder Texte meines Blogs zu kopieren (sofern nicht von mir persönlich erlaubt) und auf anderen Webseiten ohne Quellenangabe zu veröffentlichen. Alle die von mir dargestellten Bilder, Texte usw in diesem Blog, sofern nicht anders angegeben, sind mein Eigentum und dürfen nicht ohne Absprache kopiert, übernommen oder anderweitig genutzt werden.
    © Design by Claudia Zesewitz (Behyflora) 2010 - 2017