{Herbst} Lavendeltee und Nebel

22. September 2014 / Ausdrucken?


Wenn man wie ich öfter mal in den Genuss kommt morgens halb 5 das Haus zu verlassen, dann hat man es sicher schon bemerkt. Es wird Herbst. Oder ist es schon? Besonders ist mir das letzte Woche aufgefallen, als ich mir mit meinem kleinen fast-Oldtimer den Weg durch dichte Nebelschwaden bahnen musste. Direkt am Nahe gelegenen Fluss machte sich eine düstere, kalte Atmosphäre breit, die nur eines bedeuten konnte: Sommer adé! Herbst juchee?
Fast verdrängt hatte ich diese unumgängliche Tatsache, da die letzten Tage hier schön warm und sonnig waren und kühle Abende, die nach einem Pullover rufen und die fallenden Blätter beim ersten lauwarmen Sonnenstrahl des Morgens wieder vergessen waren.


Ändern lässt es sich nicht, also machen wir einfach das Beste daraus. Seid ihr dabei, wenn wir jetzt wieder die dicken Socken auspacken, die Kuscheldecken griffbereit auf der Couch verteilen, unsere Filmbestände für gemütliche Abende zuhause neusortieren oder aufstocken, Kissen aufschütteln, Katzen bürsten, damit sie flauschige Fusswärmer werden und vor allem unsere Teetassen einsatzbereit machen?


Was der Engländer ja Sommer wie Winter täglich genießt, ganz davon abgesehen, wie warm oder kalt es Draußen ist, kommt bei uns jetzt wieder richtig in Saison. Allerdings kann ich euch heute nicht mit einer Teeparty überraschen, ich werde auch nicht von der wunderbaren Wirkung von grünem Tee zum Entschlacken sprechen, sondern mache es mir einfach richtig gemütlich.
Zusammen mit dem Kater, einem guten Buch und einer großen Lieblingstasse voll London Fog Tea der nur echt ist mit einer großen Portion Milch. Meine Lieblingstasse ist übrigens diese Wunderschöne auf den Fotos von Esprit, die ein unglaubliches Fassungsvolumen von 500ml hat, was für mich genau die richtige Größe ist. Ich habe sie vor einigen Jahren mal als Goodie zu einem Einkauf in Malaysia bekommen und hüte sie seither wie einen Schatz.


Aber halt, nicht so schnell. London Fog Tea? War das nicht.. ist das nicht gleich nochmal... 
Ja, genau. Eigentlich müsste  mich der Erdboden samt Teetasse verschlucken, dass ich mich überhaupt traue diesen Namen zusammen mit meiner Teekreation zu verwenden. Denn London Fog Tea ist eigentlich eine Mischung aus gutem Earl Grey Tee, der mit Bergamotte aromatisiert ist, heißer Milch und Vanille Sirup. 
Weil ich aber den Geschmack von Earl Grey Tee aufgrund des Bergamottenaromas nicht sonderlich mag und mir sehr gut vorstellen kann, dass es noch einigen Anderen genauso gehen wird, habe ich mir da eine kleine Änderung überlegt. Und die, kann ich versprechen überzeugt vollkommen.


Für meinen Spezial... ähm... "Lech Fog Tea" (benannt nach dem Fluss der uns die wundervollen Nebelschwaden in der Umgebung beschert) ... verwende ich nämlich einen wundervollen Darjeeling zusammen mit spätsommerlichen Lavendelblüten und Palmzucker. Klingt das nicht einfach nur fantastisch? Und bestimmt wollt ihr jetzt sofort losstürmen, Teewasser aufsetzen, Teefilter füllen und euch ins heiße Wohlbefinden werfen.
Könnt ihr auch, nehmt doch aber vorher dieses Mini-Rezept mit, dann kann nichts mehr schief gehen.

Für 2 normale Tassen oder eine riesen Tasse (500ml, darunter fange ich fast gar nicht mehr an) braucht ihr:

2 TL Schwarzen Tee (z.b. Darjeeling)
1TL Lavendlblüten
1 TLPalmzucker

heißes Wasser
etwas heiße Milch

Ich denke ich brauche keine genaue Anleitung zum Teekochen schreiben. Das schafft ihr sicher auch alleine ;)

Aber eine Kleinigkeit kann ich euch noch raten. Falls euch der Tee überzeugt, versucht doch mal Lavendelblütenpalmzucker herzustellen. Das geht ganz einfach.  Gebt dazu einfach etwa 50g Palmzucker zusammen mit ca. 1 EL Lavendelblüten in einen Multizerkleinerer und macht Lavendelpuderzucker daraus. Das schmeckt sehr lecker auch in anderen Tees oder Süßigkeiten.


Selbstverständlich gäbe es keinen Beitrag von mir, mit Fotos von Harry oder Sally, wenn ich nicht auch noch eine kleine Anekdote erzählen könnte. Einige die mir auch auf Facebook (klick) oder Instagram (klick) folgen haben es vielleicht schon mitbekommen. Beim Aufbau des Sets für die Fotos habe ich mit allerhand Stoffen, Kissen und Kuschelzeug gehandwerkt und diese auf meinem Bett arrangiert. Neugierig wie unser Kater Harry nunmal ist, blieb ihm das nicht verborgen und er musste sich mal näher ansehen, was ich da mache und vor allem was denn in dieser riesengroßen Tasse, in der sein ganzer Kopf hineinpasst, drin ist. So ist folgendes Bild entstanden.


Natürlich war das nicht alles. Nein! - kaum hatte er alles eingehend untersucht, empfand er es als sehr gemütlich sich Mitten im Fotoset breit zu machen. Die Laken waren einfach zu flauschig. So kam es wie es musste und ich konnte nicht anders als ihn miteinzubinden. Aber wehe, ich würde planen unsere Katzen als Fotomodelle zu verwenden, dann sind die immer spurlos verschwunden, ähnlich wie beim ersten Geräusch des Staubsaugers. Seltsam.

Auf welche Getränke freut ihr euch im Herbst? Was für Kreationen entwickelt ihr? Oder haltet ihr noch an sommerlichen Getränken fest so lange es geht?
Lasst es mich wissen, ich bin neugierig.  

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