{Oudside} Dresden, du wunderbare Stadt

12. September 2014 / Ausdrucken?


Eines der Dinge die ich wirklich liebe wie Essen, ist das Reisen. Hätte ich wohl etwas mehr Kleingeld zur Verfügung, ich wäre wahrscheinlich kein Foodblogger, sondern Reiseblogger. Oder eventuell sogar beides zusammen. Das wäre ja in meiner Vorstellung das Beste. Irgendwo hinreisen und ein Land und eine Kultur über ihr Essen kennenzulernen. Neue Früchte und Gemüsesorten auszuprobieren und sich einfach durch die Welt zu futtern. Ähnlich wie in "Schlaraffenland", das wär's doch...

Zum  Glück habe ich schon einige wunderbare Länder dieser Welt bereisen dürfen. Ich hatte schon die Gelegenheit mir in Jordanien Petra anzuschauen (klick), durch die Weiße Wüste Ägyptens zu wandern (klick), konnte wunderbares Dschungelfarngemüse in Malaysia probieren und die leckersten Teesorten Sri Lankas.
Aber in eine deutsche Stadt zieht es mich immer und immer wieder. In meine Geburtsstadt, die einfach nur wunderschön ist.



Ich lade euch ein mit mir durch Dresden zu schlendern, am Elbufer entlang, auf die Semperoper zu. Am Elbufer machen wir einen kurzen Stopp und beobachten die Dampfschiffe und wenn wir Glück haben hupt eines davon ganz laut. Wir gehen weiter, unter den Bäumen hindurch, die Treppe herunter. Auf der linken Seite begrüßt uns das Dresdner Schloss fröhlich und für einen kleinen Moment, denken wir uns.. "hach.. wie das wohl zur Zeit der Kurfürsten hier ausgesehen haben muss?" Wir lassen das Schloss auf der linken Seite zurück und gehen weiter auf den Semperopervorplatz.
Beeindruckt von der Größe und Pracht des Gebäudes bleiben wir stehen und strecken den Kopf in die Höhe und lassen einfach diese wundervolle Atmosphäre der Alten Steine auf uns wirken. Herrlich...
Einen kleinen Schritt weiter betreten wir den Zwinger, lauschen dem Glockenspiel und sind beeindruckt vom Kronentor, dass hellgolden, glänzend in den blauen Himmel ragt und in uns regt sich der Wunsch, direkt darunter hindurchzugehen. Vorher aber noch, entdecken wir verstecke Schätze der Anlage. Das Nymphenbad. Eine Geschichte, die mir dazu immer im Gedächtnis bleiben wird, ist, dass die Dresdner zu Kriegszeiten das Nymphenbad komplett mit Sand gefüllt hatten, um es vor den Bomben und der Zerstörung zu schützen. Beeindruckend, nicht?


Wir spazieren also eine Ebene höher, am Nymphenbad vorbei, sind beeindruckt von den vielen liebevoll gestalteten Figuren und stehen, nun endlich, unter der Krone, die uns blendet, so hell glänzt sie.
Wir wollen weiter, noch mehr sehen, von der Architektur dieser wunderbaren Stadt und verlassen das Zwingergelände, um hineinzukommen zum Herz der Stadt. Weiter geht es zur Frauenkriche, die endlich seit einigen Jahren wieder vollständig aufgebaut ist.
Ich kenne das Gelände noch als Trümmerfeld. Als ich noch ein kleines Kind war, lagen dort überall zig tausend einzelne nummerierte Steine und die Dresdner waren fleißig dabei ihre Kirche wieder aufzubauen. Jetzt ist es soweit und natürlich werfen wir einen Blick hinein und sind beeindruckt von der Höhe der Kuppel.
 In einem der Cafés um die Frauenkirche, essen wir ein Stückchen Eierschecke. Den Dresdner Kuchen schlecht hin. Und ja, ich gebe zu, auch ich bin ein Fan dieser Leckerei.
Unser nächster Stopp ist der "Große Garten". Die Dresdner Parkanlage mitten in der Stadt. Für Läufer, Spaziergänger, Picknicker und in der Sonnesitzer ist das ein einziges Paradies. Wir laufen einmal quer durch den Park, am Carolaschloss vorbei und bewundern dort die Gartenanlage hin zum Carolasee wo wir für einen kurzen Moment auf einer Parkbank verweilen und den Ruderbooten zusehen. Vielleicht haben wir Lust uns auch eines auszuleihen, oder doch lieber eine kleine Rundfahrt mit der parkeigenen Eisenbahn zu machen?


Einen kleinen Spaziergang machen wir jetzt noch durch Altstrehlen nur, um uns von den wunderschönen Jugendstilhäusern in Entzückung versetzen zu lassen und die Atmosphäre in uns aufzunehmen. Ach, Dresden, wie vielseitig du doch bist!
Gegen Spätnachmittag haben wir uns ein Eis verdient und steigen ins Auto um zum Café Lösch zu fahren und dort das beste Softeis der Stadt zu essen.Wir gönnen uns eine kleine Portion für ca. 0,70€ (oder vielleicht auch eine etwas Größere?) und fahren weiter in Richtung Fernsehturm um einmal die Elbe zu überqueren und die Brücke "Das Blaue Wunder" im Sonnenuntergang zu genießen. Vielleicht essen wir dort auch im Elbgarten oder Schillergarten zu Abend. Oder wir besuchen Dresdens Herz der Stadt  bei Nacht nochmal und gehen im Kanadischen Steakhouse Ontario direkt neben der Frauenkirche essen und lassen uns so richtig verwöhnen. Denn sowohl Menü, Getränke und vor allem Service sind dort ausgezeichnet und haben lange, lange, lange richtig Eindruck bei mir hinterlassen.
Ein Spaziergang am Elbufer entlang hin zur Semperoper nach dem Abendessen bei Nacht ist übrigens nur zu Empfehlen. Die Stadt erwacht nochmal mit einem ganz anderen Charme.



Am nächsten Tag sind wir wieder sehenswürdigkeitenhungrig und wollen raus. Entdecken was Dresdens Umgebung noch zu bieten hat. Heute allerdings etwas gemütlicher, denn irgendwie tun die Füße schon ganz schön weh. Wir besuchen kurz vor Mittag Schloss Wesenstein und spazieren durch den Rosengarten zum Pavillon und ärgern uns, dass wir unser Hofkleid vergessen haben, bis uns einfällt, dass wir gar nicht mehr das 18. Jahrhundert haben. Glück gehabt, denn jetzt können wir in der königklichen Schlossküche selbstgebrautes Bier und frisch gebackenes Brot genießen. Zum Bier werden übrigens Körner gereicht, ich glaube es ist Gerste (?) die eine leckere süße Knabberei sind. Unter Hopfendolden genehmigen wir uns eine zünftige Brotzeit mit Kesselgulasch aus dem Brottopf und Käseteller. Vielleicht dazu noch einige Fettbemmen und auf jeden Fall die spannenden Geschichten des Wirts. Denn der, so habe ich mir sagen lassen, hat immer etwas zu erzählen.


Jetzt sind wir gestärkt und schaffen es vielleicht auf Dresdens Shoppingmeile, die Prager Straße und in die Altmarktgalerie. Neben der Altmarkgalerie ist im Übrigen der alte Marktplatz, wo zur Adventszeit einer der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte, der Dresdner Striezelmarkt, direkt im Herzen der Stadt, ist.
Wer also im Winter nach Dresden kommt, sollte sich den wirklich nicht entgehen lassen. Etwas Romantischeres habe ich selten gesehen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Ausflug in meine Geburtstadt gefallen und vielleicht zieht es euch jetzt auch mal dort hin. Bahntickets gibt es übrigens schon für kleines Geld und eine Zugfahrt, die ist ja bekanntlich lustig...
Was sind denn eure liebsten deutschen Städte, wo sollte ich unbedingt noch hinfahren? Lasst es mich wissen, ich bin neugierig wie immer...


Vielleicht noch etwas in eigener Sache: Auf Facebook teile ich auch Fotos ausserhalb des Blogs, exklusiv Material quasi, das hier wenig Platz findet. Wenn ihr also nicht genug bekommen könnt schaut doch mal vorbei über einen Klick oder Kommentar freue ich mich immer.



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