Von Eierlikör-Kaffeegelee und dem Umgang mit Schreibblockaden

27. November 2014 3 Kommentare Ausdrucken?


Manchmal ist es tatsächlich schwer die ersten Sätze zu schreiben. Die Sätze die am Besten auf das eigentliche Thema des Beitrags einstimmen sollen. So auch heute. Während ich eigentlich über ein tolles Eierlikörrezept schreiben möchte, fällt mir viel eher ein, wie schwer es sein kann Texte zu verfassen. Ich frage mich wie man mit Schreibblockkaden umgehen sollte und wie man denn nun die perfekten Überleitungen schreiben kann.
Ich merke schon, hier steht wieder Jammern auf hohem Niveau an.  Allerdings vermute ich, dass Dir meine Überlegungen vielleicht selbst helfen können, gut mit Schreibproblemen umzugehen und so möchte ich ein bisschen aus meinem Nähkästchen plaudern. Mit Schreibblockaden muss ich nämlich fast täglich umgehen. Nicht nur einmal am Tag sitze ich da und komme ins Stocken, weiß nicht wie ich den weiteren Themenabschnitt der Diplomarbeit anfangen soll und hoffe eigentlich nur auf diesen bekannten Workflow. In dem alles von alleine fließt. Der beruhigende Schreibfluss.
Für den, so habe ich festgestellt kann man aber selbst etwas tun. Hier also meine drei Methoden, um die eigenen Gedanken aufs Papier zu bekommen:



1) Ein Zeitlimit kann helfen. Nimm dir konzentriert 25 Minuten Zeit in denen du tatsächlich nichts anderes machst, als dich auf dein vorliegendes Thema zu konzentrieren. Ganz schnell wirst du sehen, dass es zwar anfangs ziemlich schwierig ist, sich erstmal von Nichts ablenken zu lassen, aber dass es dir leichter fällt dran zu bleiben. Nach den 25 Minuten gönn dir eine kleine Pause, etwa 5 Minuten lang. Koch dir eine Tasse Tee, steh auf, knuddle deine Haustiere, gönn dir vielleicht auch einen kleinen Social Media check. Aber bedenke, dir bleiben nur 5 Minuten. Danach geht es weiter mit 25 Minuten konzentrierter Arbeit. Nach 3-4 Dieser Arbeitsdurchläufe, hast du dir eine längere Pause verdient. Bevor es in den nächsten Teil der Arbeit losgeht. Übrigens nennt sich diese Methode auch die Tomato-Strategie. Da der Entwickler sich selbst einen kleinen Küchenwecker in Form einer Tomate gestellt hat, um seine 25 Minuteneinheiten zu messen. Clever, oder?

2) Schreib einfach drauf los. Mir hilft es Gedanken zu sortieren und in den Schreibfluss hineinzukommen, wenn ich tatsächlich anfange zu schreiben. Egal was. Meistens schreibe ich mir in mein Notizbuch auf, was ich gestern geschafft habe und was heute auf dem Plan steht, was ich auf keinen Fall vergessen darf, oder was ich unbedingt nochmal überarbeiten muss. Das kann dann schon mal eine Seite lang werden. Eine Seite geschriebener Text. Wunderbar! Schon bin ich drin, habe mir während des Aufschreibens Prioritäten zurecht gelegt und kann gleich weitermachen und an meinem Text schreiben. Denn es ist viel leichter weiterzuschreiben, als einfach nur anzufangen. Die Methode heißt übrigens auch Frei-Schreiben. Genausogut könnte man eine halbe Stunde lang einfach mal aufschreiben, was alles in seinem Kopf rumgeistert. Das klassische Tagebuch. Und ja, es ist tatsächlich so, ich führe neben meiner eigentlichen Diplomarbeit ein keines Forschungstagebuch, in dem eben genau solche Sachen drin stehen.

3) Verändere deine Gewohnheiten. Wenn du an einer längeren Arbeit sitzt und du nach einigen Tagen merkst, dass du dich einfach nicht mehr konzentrieren kannst, deine Motivation abnimmt und alle Strategien einfach nicht mehr recht helfen wollen, hilft vielleicht eine Veränderung. Verlasse deinen Schreibtisch und schreib an einem anderen Ort z.B. in der Uni-Bibliothek, falls du an einer Abschlussarbeit sitzt, oder in einem Café nebenan. Verändere deine Umgebung auch durch ein paar Kleinigkeiten: Räume deinen Schreibtisch auf und alles Unnötige darauf weg, damit du nicht abgelenkt wirst, ändere vielleicht auch deine Musikgewohnheiten. Ich selbst höre gerne Radio während des Schreibens, aber es gibt auch genug Tage an denen mich Radio mehr ablenkt als mir bei der Konzentration hilft. Dann bin ich konsequent und schalte es ab. Arbeite still vor mich hin. Das kann auch sehr angenehm sein und nochmal zu neuer innerer Kraft führen. 


4) Belohne dich! Und sicher ist Dir jetzt aufgefallen, dass ich vorhin nur von drei Methoden gesprochen habe. Genau!

Belohne dich mit etwas was du gerne machst z.B. Kochen und Essen. Für mich am Besten in dieser Reihenfolge. Und wenn es dann noch etwas Ausgefallenes ist freut sich mein Geist darüber, dass ich auch meine kreative Ader wieder ausleben konnte, wie im heutigen Rezept.
Ich wurde nämlich vor Kurzem gefragt, ob ich nicht Lust hätte für Verpoorten und gofeminin.de ein interessantes und ausgefallenes Eierlikörrezept mit Kaffee zu entwickeln. Kaffee scheint momentan hoch im Kurs zu sein, aber etwas Ausgefallenes einfallen lassen, gehört ja zu meinen kleineren Küren.
Gesagt getan und deswegen kann ich euch heute ein sehr leckeres Verpoorten* Eierlikör-Kaffee-Gelee als Belohnung für erledigte Schreibarbeit präsentieren. War das nicht mal eine perfekte Überleitung?

Ihr braucht für etwa 6 Portionen:

Kaffee-Gelee-Schicht
250 ml Kaffee
3 EL Zucker
5g gemahlene Gelatine, das ist etwa 1/2 Päckchen

Eierlikör-Schicht
6 Blatt oder 1 Päckchen gemahlene weiße Gelatine
300 ml Milch
1 Pck. Vanillezucker
200 ml Verpoorten Original  Eierlikör *

Für den nötigen Kick und als Deko
eine Prise Chili, denn der harmoniert super mit Eierlikör

Lass die Gelatine nach Packungsanweisung etwas quellen und löse sie unter rühren im heißen Kaffee zusammen mit dem Zucker auf. Gib die noch flüssige Mischung in eine Schüssel, oder Kastenform und lass die erste Schicht einige Stunden auskühlen und fest werden.

Bereite erst dann die Eierlikörschicht vor, indem Du die Gelatine wieder nach Packungsanweisung quellen lässt während die Milch mit dem Vanillezucker einmal aufkocht. Nimm nun die heiße Milch  vom Herd und rühre die Gelatinemasse ein und  lass sie etwas auflösen. Füge nun den Eierlikör hinzu und lasse die Masse noch im Topf abkühlen bis sie nur noch lauwarm ist. Jetzt kannst du sie als zweite Schicht über das Kaffeegelee geben und vollständig auskühlen lassen.

Wenn du die Eierlikörmasse noch heiß zum Kaffeegelee geben würdest, könnte es dir passieren, dass es schmilzt und der schöne Zwei-Schicht-Effekt ausbleibt.
Als Deko kannst du nun noch einen Schuss Eierlikör ober das Dessert geben und mit Chili garnieren.
Und dann heißt es.. Genießen!



Ist das nicht mal eine schöne Belohnung? Und versprochen, die schmeckt auch deinen Nachbarn, Familienmitgliedern, vor allem unseren Omis und auch unseren Freunden. Denn das hier ist Eierlikör auf hohem Niveau! ;)

*Vielen Dank an dieser Stelle an das Team von Verpoorten Original und gofeminin.de für die Bereitstellung eines Testpäckchens voller Eierlikör.

Und nun noch meine bekannte Fragerunde:
Wie gehst du mit Schreibblockaden um? Was sind deine Strategien um besser konzentriert zu arbeiten? Wie belohnst du dich?
Ich bin neugierig und freue mich auf deinen Kommentar.



*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.


{Healthy} Kale Chips - Snacks mal anders

21. November 2014 2 Kommentare / Ausdrucken?


Zugegeben. Ich bin ein Typ Mensch der Sorte "Denker", bin fasziniert von sozialen Zusammenhängen. Kein Wunder also, dass ich mich vor Jahren dazu entschlossen habe eine Geisteswissenschaft zu studieren. Entdecke ich beispielsweise eine neue Serie, wie vor kurzem erst "Lie to Me", fällt mir wieder ein, dass ich zig Bücher zum Thema Lügenforschung, Kommunikation, Rhetorik und Körpersprache im Schrank stehen habe und mein Interesse ist sofort wieder geweckt. Dann passiert es auch, dass ich sofort alle Menschen meiner Umgebung scanne und drüber nachdenke, warum sich wer, wie verhält und welche Rollen er spielt. Hier lässt mein Soziologiestudium grüßen. ;)

Oder aber ich lasse mich von Seiten wie lifehack.org inspirieren und überlege, wie ich in meinem Alltag produktiver sein könnte, wie ich Harmonie in meinen Freundschaften herstellen kann, ob ich eher ein introvertierter oder extrovertierter Menschentyp bin oder wie ein für mich optimaler Lebenstil aussieht. Ja, ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Lebensstil, habe sowohl sehr extrovertierte Seiten an mir, als auch introvertierte Phasen, in denen ich mich lieber zu hause verkrieche und nichts sehen und hören mag, aber trotzdem frage ich mich immer wieder... da geht doch noch mehr im Leben? Und wie .. ja, wie kann man das erreichen?


Ihr seht schon, ich mag nicht Stillstehen. Möchte immer wieder Neues erfahren, meiner Neugier nachgeben, Alltagswissen hinzugewinnen, mich selber jeden Tag neu erfinden und optimieren. Ein Trend, der übrigens auch in der Soziologie schon seit Jahren bekannt ist. Die Optimierung des Menschen. Dort aber eher auf körperliche Maßnahmen, wie Schönheitchirurgie etc. bezogen. Allerdings trifft das, glaube ich, auch auf unseren aktuellen Lebensstil zu. Wir versuchen uns und unseren Körper zu optimieren, ihm nur die beste Nahrung, egal ob geistig oder durch Lebensmittel, zu geben und das Beste aus ihm herauszuholen. Immer produktiver zu werden. Eine Sache die mir vor allem aufgefallen ist, wenn ich mal durch die Kochbuchabteilungen der Buchläden schlendere. Da schauen mich Titel an wie: Vegan for fit, Die grüne Küche, Ein Fest im Grünen und viele weitere. Allesamt Titel, die genau darauf ansprechen gesund und genussvoll zu Leben.


Das ist eine Sache die mir auffällt, aber ganz ehrlich? Ich für meinen Teil finde sie gut. Ich bin mit einem gesunden Bewusstsein und Lebensstil aufgewachsen. Viele Dinge sind für mich nicht Neu, sondern nur auffällig. Trotzdem, strebe auch ich nach Selbstoptimierung, nach Neuem, nach Außergewöhnlichem und vor allem nach Balance und Harmonie. Sowohl körperlich, als auch in meinen Freundschaften. Warum also nicht dem alten Sprichwort glauben: Man ist, was man isst. - Und aufspringen auf den gesunden Zug, wenn man nicht eh schon mitfährt?

Deswegen habe ich heute auch eine wirklich gesunde Snack-Alternative im Gepäck.
Anstatt von der allabendlichen Portion Kartoffelchips vor dem TV, wie wäre es denn mal mit einer gesunden Knabberei und einigen anspruchsvollen Filmvorschlägen, die, zugegebenermaßen tatsächlich etwas sonderbar erscheinen mögen, jedoch zum Nachdenken anregen?
Neugierig? - Ich hoffe doch.



Zuersteinmal meine Filmempfehlungen:

  • Einen Ruf nach Freiheit vermittelt der Film: Into the Wild, der mich vor allem eines gelehrt hat. "Happines is only real when shared."
  • Ein Film über Freundschaft und wie wichtig, aufregend und unerwartet sie sein kann zeigt mir: Station Agent
  • Dass "Liebe" auch mal anders aussehen kann und viel mehr ist als nur reine Paarbeziehungen hat mich: Lars und die Frauen gelehrt. Übrigens ein Film mit Frauenschwarm Ryan Gossling
  • Up in the Air bringt eine wundervolle Wende und ist endlich mal ein Film, der kein Happy End hat, sondern nur dieses komische Gefühl der Leere hinterlässt. 
  • Last but not least mein Lieblingsfilm, der einfach nur zeigt, wie großartige Frauen agieren können und wie man mit dem Thema "Scheitern" umgehen sollte: Elizabethtown
Und nun noch die tolle Snack-Variante für den gemütlichen Filmabend:
Kale Chips oder auf gut deutsch: Schwarzkohl-Chips.
Eine super tolle Alternative zu den herkömmlichen Kartoffel-Chips oder den neuen Karotten oder Beete Chips, von denen ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel halte. Karotten mag ich beispielsweise nur roh, und Beete nur sauer eingelegt. Als Chips leider für mich unvorstellbar.

Für einen lustigen Knabber-Abend braucht ihr nicht mehr als einen Dörrautomaten* ( ich verwende Dank Simon von perfektegesundheit.de diesen *klick*) oder einen Backofen.

200g Kale, also Schwarzkohl oder Grünkohl
2-3 EL Olivenöl

Dazu noch zum Würzen: (hier sind eurer Phantasie aber keinerlei Grenzen gesetzt)
2-3 EL Sojasauce
2-3 EL Ahornsirup
1 EL Gewürzpulver, ich habe Ras al Hanout genommen, lecker schmeckt aber sicher auch Harissa, Paprika, Knoblauch, Gartenkräuter etc.

Wascht und schneidet den Kohl in grobe Stücken. Gebt ihn zusammen mit Olivenöl und euren Gewürzen in eine große Schüssel und knetet die Gewürze ordentlich mit den Händen ein.
Verteilt die Mischung nun auf den Gittern des Dörrautomaten oder auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech und lasst den Kohl für etwa 3-4 Stunden bei anfänglich ca. 80°C trocknen. Geht nach etwa einer Stunde etwas mit der Temperatur runter. So auf 60°. Wenn die Kohl-Chips schön knusprig sind, sind sie fertig. Lasst, wenn ihr den Backofen verwendet die Türe einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Ein eingeklemmter Kochlöffel wirkt hier wahre Wunder.
Sorgenfreier geht es natürlich im Dörrautomaten.



Jetzt bleibt mir nur nochmal "Danke" zu sagen, an Simon von www.perfektegesundheit.de für die Bereitstellung des tollen Dörrautomaten Excalibur, der mir seither schon viel Freude bereitet hat. Ohne ihn wäre ich wohl kaum auf die Idee gekommen, unser wucherndes Gartenproblem "Schwarzkohl" auch mal in eine leckere Chips-Knabberei zu verwandeln.

Und es bleibt noch eine kleine Sache:

Hallooooooo? Ist da draussen jemand? 

Was ist euch aufgefallen, wie wir unseren Lebensstil zu optimieren versuchen? Werdet ihr beeinflusst von Gesundheitsthemen? Beeinflussen neue Lebensstile auch euren eigenen Alltag?
Ich bin neugierig.. lasst uns diskutieren.. hier oder gerne auch auf Facebook *klick*


*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

    "Behyflora - food lifestyle photography " ist mein privater Blog. Für die Inhalte von verlinkten Seiten übernehme ich keine Verantwortung. Ich distanziere mich demnach ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Adressen und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Ich untersage ausdrücklich Fotos oder Texte meines Blogs zu kopieren (sofern nicht von mir persönlich erlaubt) und auf anderen Webseiten ohne Quellenangabe zu veröffentlichen. Alle die von mir dargestellten Bilder, Texte usw in diesem Blog, sofern nicht anders angegeben, sind mein Eigentum und dürfen nicht ohne Absprache kopiert, übernommen oder anderweitig genutzt werden.
    © Design by Claudia Zesewitz (Behyflora) 2010 - 2017