Pudding Tarte mit Matcha Frosting

22. Februar 2015 6 Kommentare Ausdrucken?



Beim Kochen und Backen sind meine liebsten Inspirationsquellen meine Freunde. So weiß ich mittlerweile ganz genau mit welchen Gericht und welchen Zutaten ich welchen Liebslingsmenschen glücklich machen kann. Toll ist dieses Wissen wenn man jemanden mit einem kleinen Geburtstagskuchen überraschen möchte. Größtes Lob; Wenn ich bereits bei der Übergabe des kostbaren Guts in leuchtenden Augen blicken kann und folgenden Satz höre:
"Ohhhhh... hmm.. ein Kuchen von Claudi..."
Könnte man Freude besser ausdrücken?
Die Inspiration für diesen Puddingkuchen kam mir als ich mir überlegte wie ich einen lieben Menschen, der unter anderem auch einige dieser Fotos (klick) von einem gemeinsamen Abend geschossen hat, glücklich machen könnte. Selbstverständlich gibt es zu dieser Idee auch eine kleine Geschichte.


Irgendwann im Herbst saßen wir nach einem gemütlichen Essen zusammen und es gelüstete uns nach Dessert. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch schnell einen kleinen Kuchen aus dem Ärmel schütteln könnte, der in null komma nichts fertig ist und einfach der beste Schokoladenkuchen der Welt zu sein scheint. Übrigens spreche ich hier vom Schoko-Olivenölkuchen, der auch auf dem Blog schon seinen großen Auftritt hatte (klick).
Der Kuchen war fertig und stand warm duftend vor uns. Und noch während ich die Stückchen reihum verteilte, hatte besagter Freund, er hatte als erstes bekommen, sein Stück bereits gegessen, sodass nur noch wenige Krümel auf dem Teller liegen blieben. Erstaunt sah ich ihn an und meinte nur augenzwinkernd: "Huch, da hab ich dich ja wohl ganz vergessen beim Verteilen." So ging es einige Male, bis der gesamte Kuchen verputzt war.
Währenddessen überlegten wir, wie wir ihn noch weiter verbessern könnten und die Idee des Abends war ihn mit Pudding zu füllen: "Puddingkuchen!"
Und genau deswegen, gab es Puddingkuchen als Geburtstagsgeschenk.


Und weil dies wirklich eine ganz einfache und leckere Überraschung ist, möchte ich dir das Rezept hierfür nicht vorenthalten. Vielleicht magst du ja auch selbst Puddingkuchen?

Für eine längliche kleine Tarteform nimmst du am besten:

130g Mehl
40g  Zucker
100g kalte Butter
1 Prise Salz
2-3 EL Kakaopulver

Für die Füllung:
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
2 EL Zucker
500 ml Milch
je nach belieben 100g Marzipan

Matchafrosting für die Deko:
125g Puderzucker
70g weiche Butter
1-2 Tl Matcha-Teepulver, je nach Geschmack.

Für den Boden alle Zutaten schnell zu einem Teig zusammenkneten. Eventuell einige Esslöffel eiskaltes Wasser hinzugeben. Zu einer Kugel formen und mindestens eine halbe Stunde kaltstellen.
Währenddessen den Pudding nach Packungsanleitung kochen, wer mag löst vorher in der heißen Milch noch den Marzipan auf.
Auch das Frosting zubereiten. Dazu die Butter mindestens 10 Minuten aufschlagen, danach nach und nach den Puderzucker zufügen und unterschlagen. Zum Schluss mit Matcha verfeinern.

Den Teig auf Tartegröße ausrollen und in die ausgefettete Form geben, leicht andrücken und mit einer Gabel einstechen. Nun in etwa 10-15 Minuten bei 180°C Blindbacken. Dazu den Teig mit Backpapier belegen und zum beschweren mit getrocknete Hülsenfrüchten, wie Bohnen oder Kichererbsen befüllen. Nach 15 Minuten aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier vorsichtig entfernen und den Pudding einfüllen. Etwas glattstreichen und nochmal 15-20 Minuten backen.
Auskühlen lassen und mit dem Frosting verzieren.



Geht ganz einfach, siehst du? Und richtig lecker ist er auch wie das folgende Zitat einer Nachricht beweist, die mich am Tag nach dem Geburtstag erreicht hat:

"... ich weiß, das klingt jetzt wirklich unverschämt und mir ist das wirklich etwas peinlich... Aber ich glaube ich brauch' nochmal so einen Kuchen, und das am besten jede Woche, geht das? :D"

Für meine Lieben jederzeit!
Vielleicht magst auch du jemanden so glücklich machen?

Vielen Dank, an dieser Stelle auch an Jörg Nerlich von www.meincupcake.de für den netten Kontakt und die Kooperation für diesen Beitrag.

Tarteform: Städter*
Eulenservietten: Miss Étoile*
Tortenständer: Miss Étoile*
verwendete Spritztüllen: Wilton M1*

*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

Hungary meets India - Szegediner Tofu Curry

4. Februar 2015 6 Kommentare Ausdrucken?


Long time no blog... was ist passiert?
Man könnte meinen es sei wie im Mottto: "Wenn du nichts zu sagen hast, sage nichts." Doch zu sagen habe ich immer was und eigentlich auch immer ziemlich viel. Wer hätte es gedacht?!
Die letzten Wochen habe ich meine Buchstaben jedoch in andere Worte gepackt. Dabei herausgekommen sind stolze 130 Seiten Diplomarbeit. Kaum ein Wunder also, dass da nicht mehr viel Worte, geschweige denn Zeit hier angekommen sind.
Vermisst habe ich das Kochen. Aber noch viel mehr das Fotografieren, denn gekocht, habe ich trotz der zahlreichen Stunden am Schreibtisch viel. Und selbst dort ging es weiter, nicht nur einmal habe ich vor Wut über Diagramme und Grafiken oder über Kommas und Formulierungen gekocht. Schön also, dass ich jetzt wieder in die Küche darf.
Denn jetzt wird es Zeit die Chips, Gummibärchen und Schokokekse neben dem PC zu verbannen. Die Nervenahrung hat ihr Gutes getan. Nicht nur meine Nerven während des Schreibens, sondern auch meine Hüften haben sich über das süße Zuckerzeug gefreut. Aber nun ist Schluss mit lustig, der Körper verlangt nach Superfood - Nach Soulfood, das am Besten auch noch zu den Schneestürmen der letzten Tage passt.


Was schön Warmes, was deftig Leckeres, was super Gesundes, etwas das herrliche Düfte durch das Haus ziehen lässt und am besten was mit vielen Gewürzen.
Ich bin dafür, dass wir kulinarisch verreisen. Kommst du mit?
 
Herzlich Willkommen in Indien...
aber... aber... was macht den das Sauerkraut im Topf?  Das gehört doch so ganz und gar nicht nach Indien.
Denkst du!
Denn auf unserer kulinarischen Reise nach Indien haben wir einen kurzen Halt in Ungarn gemacht und uns vom Szegediner Gulasch mit Sauerkraut inspirieren lassen. Das Fleisch lassen wir zuhause und freuen uns mehr über ein leckeres vegetarisches, - nein sogar veganes - Tofu Curry nach Szegediner Art. 


Klingt spannend, nicht? Aber noch wichtiger, es schmeckt hervorragend und ist sehr gesund, weil hier eine ganze Portion Vitamine mit drin steckt. Nicht nur im Paprika, sondern gerade auch im Sauerkraut. Absolut figurtauglich ist es obendrein! Das kommt davon, weil in der ganze Menge Tofu Curry tatsächlich nur 2 TL Kokosöl drin sind. Vielmehr braucht es auch nicht, da durch das lange garen im Römertopf* das Gemüse richtig schön weich wird und die ganzen Gewürze richtig toll aufnehmen kann.
Für dieses Gericht dürfte ich nämlich einen Römertopf Swing* ausprobieren und bin ehrlich begeistert. So weiche, saftig, süße Paprika hatte ich noch nie. Ich bin schon gespannt, wie gefülltes Gemüse darin wird.
Das Prinzip vom Römertopf ist, dass alles was darin zubereitet wird prinzipiell im eigenen Saft gart und die Aromen und Gewürze die dazugegeben werden viel besser auf nimmt. Damit das klappt muss der Tontopf vorher gut gewässert werden, denn er speichert das Wasser und gibt es nach und nach im Ofen an das Gemüse ab. Heraus kommt das bei super weiches, saftiges Gemüse mit viel Eigengeschmack.
Ich muss sagen, da warte ich gerne etwas länger. Denn viel zutun hatte ich für dieses Gericht wirklich nicht. Perfekt also für Foodblogger, die während das Essen fröhlich vor sich hinschmort schon mal Fotosets aufbauen oder das Schlachtfeld in der Küche beseitigen können.

 
Natürlich war ich auch etwas skeptisch als der Swing vor mir stand. Mit der moderneren Form grenzt er sich zwar schön von den traditionellen Römertöpfen ab, so gefällt mir schon viel besser, aber richtig stilvoll modern geht vielleicht noch etwas anders:
Wie wäre es mit weißem Ton und einer schwarzen Innenlasur? Stilfaktor hoch zehn!

Die Farbe tut dem Können allerdings gar nichts ab.
Um Klassen besser war mein Tofu Curry als in der Pfanne oder im Topf. 
Aber genug um den heißen Eintopf drum rum geredet, hier ist mein Rezept.

Für 4 richtig Hungrige:

10 größere Kartoffeln, geschält und in 1/4 geschnitten und am besten schon vorher gekocht, da die Säure vom Sauerkraut den Kochprozess verhindert und die Kartoffeln roh nicht ganz weich werden.
1 rote Zwiebel
1 Päckchen Sauerkraut
1 Päckchen Räuchertofu
4 rote Spitzpaprika
3 große Tomaten
1 Dose gehackte Tomaten
300ml Brühe
etwa 2 TL Räuchersalz, je nach Geschmack
2 EL Tomatenmark
2 Tl Kokosöl
4 TL Kakaopulver (am besten bereits in der Brühe aufgelöst)
2 TL Honig

....und folgende Gewürzmischung, die zuerst in der Pfanne etwas trocken angeröstet wird und anschließend im Kokosöl zusammen mit der Zwiebel leicht angedünstet wird.
4 Lorbeerblätter
etwa 6 Gwürznelken
2 Stangen Zimt
1 Zweig Rosmarin
etwa 6-7 Pimentkörner
1 Tl Koriandersamen
etwa 15 Pfefferkörner
1 getrocknete kleine Thai-Chilischote

Als erstes den Römertopf gut wässern, d.h. mit Wasser füllen und den Deckel umgekehrt auflegen und auch ihn mit Wasser füllen. Währendessen das Gemüse waschen und genauso wie den Tofu, in grobe Stücke schneiden. Die Gewürze anrösten, Kokosöl dazugeben und zusammen mit der gewürfelten Zwiebel andünsten lassen. In der Brühe das Kakaopulver, Tomatenmark und das Rauchsalz auflösen.

Das Gemüse und Tofu in den Römertopf füllen, die Gewürzmischung mit den Zwiebeln darüber geben, mit der Kakao-Tomaten-Brühe-Mischung aufgießen, Honig darüber träufeln und alles einmal kräftig durchmischen. Vielleicht noch etwas gemahlenen Pfeffer und getrocknete Gartenkräuter darüber geben und ab in den kalten Backofen mit dem Topf.
Dort bei 180C° ca. 1 Stunde oder 1 1/2 Stunden, je nachdem ob die Kartoffeln bereits gekocht waren oder nicht, schmoren lassen. Die Letzten 20 Minuten ohne Deckel garen lassen, dann dickt das Curry noch etwas ein. Und schon fertig.
Wer keinen Römertopf hat. Keine Panik. In einer großen Pfanne oder einem Topf geht das Rezept natürlich auch, nur da sollte man doch hin und wieder umrühren, damit nichts anhängt.

Das Rezept sieht nach viel Arbeit aus, ist es aber gar nicht, weil die meiste Zeit der Römertopf im Backofen alles alleine macht. Kein umrühren, kein Aufpassen. Nix.. ganz toll!


Ein richtig tolles Soulfoodrezept in einem Topf, der mittlerweile gerade in den Küchen meines Alters etwas wenig Beachtung findet. Schade eigentlich. Mir hat das Kochen darin viel Spaß und Genuss bereitet und ich freue mich auf weitere Leckereien.
Ein großes Dankeschön also nochmal an Janine Graf und die Firma Römertopf, die mir den Swing kosten- und bedingungslos zum Ausprobieren geschickt haben.  


Wie vertreibst du den Winterblues? Wie regenerierst du dich nach nicht, sonderlich gesunden Lebensphasen, in denen ordentliches Essen zu kurz kam? Und was hälst du vom Prinzip Römertopf?

Ich bin neugierig, lass es mich wissen hier oder auf Facebook, ich freu mich über deine Anregungen.


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