5 Dinge die ich beim Grillen gelernt habe

15. Mai 2015 / Ausdrucken?


Stolz kann ich nun endlich verkünden: "Es ist vollbracht!" Meine letzte Prüfung liegt hinter mir. Mein Asienurlaub in greifbarer Nähe und endlich kann ich die anstrengende Zeit gegen Entspannung und Abenteuer tauschen. Um die letzte Prüfung gebührend zu feiern habe ich mich gleich einer neuen Herausforderung gestellt. Grillen!
Jetzt denkst du dir sicher, nichts einfacher als das. Für mich war das aber eine kleine Premiere. Denn einen Grill selber anheizen musste/durfte ich selbst noch nie. Zum Glück war ich in meiner Kindheit bei den Pfadfindern - hört, hört! - und so war das Feuermachen gar nicht so schwer wie ich eigentlich dachte. Die täglich Gute Tat, die Pfadfinder ja erbringen sollen, habe ich mit Sicherheit auch gleich durch das Füllen dreier hungriger Mäuler erledigt und lernen konnte ich dabei auch noch so einiges. Eine tolle WinWin-Sache also. 

Was ich genau gelernt habe, kann ich natürlich schwer für mich behalten, du sollst ja auch was davon abhaben. Ich verrate dir also die 5 Dinge die ich bei meiner Grillpremiere gelernt habe.


1. Grillen braucht Zeit
Wer hätte gedacht, dass es sooooo unendlich lange dauert bis die Kohle schön heiß geworden ist? Für einen schnellen Snack zwischen durch ist Grillen mit einem Holzkohlegrill wirklich gar nichts. Dann muss schon ein Elektrogrill her, bei dem dann leider auch der Geschmack leidet und räuchern, kann man mit dem leider auch nicht. Also nix wie ran an die Kohlen und rechtzeitig Feuermachen! Ausreichend heiß ist er übrigens, wenn sich auf der Holzkohle eine dünne weiße Ascheschicht entwickelt hat, der Grill nicht raucht und eine tolle rot schimmernde Glut zu sehen ist. Das kann dann schon mal eine gute Stunde dauern.

2. Benutze ausreichen Kohle
Denn ohne die bekommst du einfach keine schöne Glut. Und wir haben ja bei Tipp 1 gelernt: Glut ist wichtig und dafür braucht es eben auch ausreichend Kohle. Im wahrsten Sinne des Wortes. Neben der Menge ist auch die Kohleart ausschlaggebend für dein Grillerlebnis. Statt Holzkohlebriketts nehme ich lieber Holzkohle und davon gleich einen großen Sack. Hier lieber nicht sparen.
Natürlich bin ich bei meinem ersten selbstständigen Grillversuch bei der Wahl der Kohlemenge dem klassischen Anfängerfehler unterlegen, hatte zwar den Grill bereits einige Zeit vorher angefacht, jedoch wesentlich zu wenig Kohle aufgelegt. Ganz große Augen musste ich machen, als meine männliche Unterstützung knallhart die ganze restliche Kohle des Dreikilosacks oben drauf packte. Und dann hieß es leider: Nochmal warten! Denn ohne schöne Glut geht nichts, wie wir schon wissen. Gut, dass Tipp 4 verrät wie man die Wartezeit überbrücken kann.


3. Ein hochwertiger Grill macht mehr Freude
Auch wenn ich selbst zum ersten Mal in meinem Leben einen Grill anwerfen durfte, bin ich doch schon öfter in den Genuss von gegrillten Leckereien gekommen. Persönlich waren für mich Holzkohlegrills immer ein Highlight. Da konnte ich das rauchig-feurige richtig rausschmecken. Richtig klasse fand ich auch mit einem Kugelgrill zu räuchern. Das habe ich bei meiner Grillsause gleich mal ausprobiert und fand es einfach nur genial. Räuchern geht natürlich nur mit Deckel. Schon allein deshalb sollte es schon ein vernünftiger Grill sein. Immerhin will man ja auch etwas länger was davon haben. Ich habe übrigens den Weber Bar-B-Kettle 47 von casando.de*, der reicht von der Größe vollkommen für 4-6 Personen, ist super stabil, sodass er nicht schon nach einer Saison auseinander fällt und räuchern kann man damit auch. Grillfreude, die auch etwas länger anhält. Von Grills für 10 Euro lasse ich lieber die Finger, die sind bei uns meistens schon nach 2-3 Mal grillen einfach kaputt gegangen.

4. Salate und Dips überbrücken die Wartezeit
Wenns mal wieder länger dauert... oder vielmehr wenn Madame einfach zu wenig Kohle aufgelegt hat und wir deswegen aufs Essen warten müssen... Dann hilft nur die geschickte Ablenkung der Grillgäste. Schnell einige Dips und Salate aufgetischt, die auch locker für sich alleine stehen könnten lassen den Grillfrust gar nicht erst aufkommen. Eigentlich hätte ich auch zur Salatparty einladen können, oder? Eine gute Strategie ist das übrigens auch, wenn die SpareRibs der männlichen Grillgäste einen winzigen Ticken zu lang über der Glut lagen. Getrost nach dem Motto: Heut' sind wir Chemiker, wir verwandeln Fleisch in Kohle! Ein Salat oder Dipp mit Brot tröstet da schnell.
Hier meine absoluten Favoriten unter den Grillbeilagen:
- Homemade Guacamole
- Wassermelonen-Feta-Rucolasalat
und natürlich frisches Baguette mit selbstgemachter Kräuter-Knoblauchbutter. Hierfür habe ich folgendes Rezept für dich im Gepäck.

Zutaten für eine große Schale Kräuterbutter (von der du auch am Folgetag nicht genug bekommen wirst):
Ein großes Stück Butter
eine riesige Handvoll frisch geerntete Kräuter, am besten aus dem eigenen Garten
1-2 dicke Zehen Knoblauch
2-3 TL Gemüsebrühpulver

Lass die Butter bei Zimmertemperatur weich werden und mische die gehackten Kräuter, den fein gewürfelten Knoblauch und das trockene Brühpulver unter. Alles gut mixen und die Butter zum durchziehen in den Kühlschrank stellen. Siehst du, gar kein Hexenwerk. Der Effekt ist aber ohoooooo...

Dazu noch knuspriges Brot ...mmmhhmm... und wer wollte eigentlich Grillen? ;)


5. Neues Ausprobieren ist immer gut
Wie schon ständig im Alltag probiere ich gerne Neues aus. Aber das weißt du ja längst. Warum also nicht mal vom Standard-Würstchen und Gemüsegrillen abweichen und etwas ganz anderes ausprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Räuchern? Als ich zum ersten mal von Räucherbrettern gelesen hatte war ich hin und weg. Selbst zuhause im Garten räuchern? Fantastisch! Ich liebe allerlei geräucherte Dinge. Allen voran geräucherter Käse und Tofu. Aber da ich seit einigen Jahren hin und wieder auch etwas Fisch esse, war das die ideale Gelegenheit das mal auszuprobieren. Ich kann dir verraten, das geht einfacher als man denkt.

Räucherbretter kosten nicht sonderlich viel. Für zwei Stück aus Zedernholz habe ich etwa 15,- € bezahlt und im Normalfall sollte man sie etwa 2-3 mal verwenden können. Damit das klappt hier die Kurze Anleitung für dein Räuchererlebnis.

1) Bevor die Bretter auf den Grill kommen heißt es: Wasser marsch! Lege sie gute 2-3 Stunden vorher beschwert in eine Schale mit Wasser, damit sie sich schön vollsaugen können. Praktisch ist dafür auch eine Plastiktüte. Währenddessen hast du genug Zeit für deine Grillvorbereitungen.

2) Würze deine Lachsstücke sparsam mit Salz und Pfeffer. Manchmal ist weniger mehr und du möchtest ja den feinen Rauchgeschmack noch rausschmecken können. Bereite etwas Frühlingszwiebelgrün vor und einige Scheiben Zitrone. Das wandert zusammen mit dem Fisch auf dem Räucherbrett in den Grill.

3) Das Räuchern kann beginnen. Sorge dafür dass du eine schöne Glut im Grill hast und nicht etwa Feuer. Als erstes kommt das Zedernholzbrett solo auf den Grillrost. Schließe den Deckel des Grills und warte etwas. Bald schon wirst du durch die Ritzen etwas Rauch aufsteigen sehen, das dauert etwa 3 Minuten, dann ist die Zeit reif für den großen Auftritt des Lachses. Der darf jetzt aufs Räucherbrett und zwar mit der Hautseite nach unten, garniert mit den Frühlingszwiebeln und den Zitronenscheiben. Deckel wieder zu und nach 20-25 Minuten, je nachdem wie dick die Stücke sind, mal Spitzeln wie weit der Fisch ist. Keine Angst verbrannt ist er bis dahin noch nicht, vielmehr sollte er eine schöne goldbraune Farbe haben. Teste vielleicht an einer Ecke ob er schon durch ist. Wenn ja: Super, du hast zum ersten Mal einen Fisch selbst geräuchert. Serviere ihn doch gleich auf dem Brett, denn das schaut einfach nur wahnsinnig toll aus und deine Gäste werden begeistert sein.

Aus den Mündern meiner Grillgäste habe ich für den Lachs das größte schwäbische Lob bekommen, dass ich mir vorstellen kann: "Subbrrr!" - Wenn das mal nichts ist.


Ich hoffe dir hat mein kleiner Ausflug in den Garten zu meiner Grillparty gefallen. Möglicherweise hast du ja noch einige nützliche Tipps aufschnappen können und bist auf den Geschmack gekommen vielleicht auch selbst mal das Heißräuchern im Grill auszuprobieren. Ich sage dir, es lohnt sich voll und ganz.

An dieser Stelle gilt mein Dank noch Marco und dem Team von Casando.de mit deren freundlicher Unterstützung dieser Beitrag entstanden ist. 

Den nächsten Beitrag hier im Blog schreibe ich übrigens bereits aus meinem Urlaub. Vermutlich befinde ich mich dann gerade auf dem Weg nach Bangkok oder bin dort (hoffentlich) bereits angekommen. Denn ab sofort breche ich mein Zelt zuhause ab und begebe mich einen Monat lang ins große Abenteuer: "Backpacking durch Thailand und Kambodscha!"

Bleib neugierig, ich bin mir sicher ich habe von dort einige spannende Dinge zu erzählen und auch kulinarisch dürfte dort einiges geboten sein. Außergewöhnlich wird es auf jeden Fall.

*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

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