Mobil bleiben - wie du in Asien einfach von A nach B kommst

11. Juni 2015 Kommentieren / Ausdrucken?



Da ich ja ohne große Vorplanung nach Asien geflogen bin, hat sich für mich natürlich gerade zu Beginn meiner Reise die Frage gestellt, wie ich überhaupt von A nach B kommen soll. Oder viel mehr wie ich von Bangkok zu den anderen Reisezielen in meinem Kopf gelangen soll. Erfahrene Backpacker hätte mich wahrscheinlich ausgelacht, wenn ich von dieser Sorge erzählt hätte, ich hingegen habe gerade das Mobilbleiben erstmal lernen müssen. Das war aber gar kein großes Problem und deswegen schreibe ich dir hier meine Erfahrungen auf. Achtung: Heute wirds etwas länger!

Gerade in Thailand ist es denkbar einfach mobil zu bleiben. Auf kurze Strecken gesehen gibt es zwei gute Lösungen ohne dicke Blasen an den Füßen mobil zu bleiben. Taxis sind in der Regel nicht sonderlich teuer. TukTuks hingegen schon, wenn du, wie ich, nicht sonderlich gut im Handeln bist. Weil ich darin tatsächlich eine richtige Null bin habe ich es meistens vermieden mit dem TukTuk zu fahren. Ein Taxi mit Taxometer war mir da wesentlich lieber und ich konnte sicher sein, dass ich auch nicht zu viel bezahle.
Wer wie ich Bangkok gerne zu Fuß erobern möchte, dem seien die Routen aus dem Lonely Planet Thailand wärmstens ans Herz gelegt. Ich habe beide Walking-Touren gemacht und fand es sehr schön, durch Bangkok zu laufen, auch wenn ich am nächsten Tag Blasen an den Füßen hatte, weil ich einfach alles erlaufen habe. Aber wie heißt es so schön, du bist nur dort wirklich gewesen, wo du zu Fuß warst.


Weil Taxi, TukTuk oder Laufen bei langen Strecken kaum möglich geschweige den bezahlbar ist, rate ich dir in Thailand den Zug zu nehmen. Wenn du ein bisschen darauf achtest welches Ticket du nimmst kommst du sehr günstig ans Ziel. Für meinen Tagesausflug nach Ayutthaya habe ich hin und zurück sage und schreibe 30 Baht bezahlt. Also nicht mal ganz ein Euro. Wichtig dabei ist es, dass du nur mit dem Ordinary Train fährst, denn Expresszüge sind um einiges teurer. Da bezahlst du für die selbe Strecke locker 350 Baht. Also das 10fache.
Auch das Ticket zu buchen ist denkbar einfach. Direkt am Eingang der Bahnhofshalle gibt es eine Touristen Information. Die Damen dort sind sehr nett und halten auch Fahrpläne für dich bereit. Du musst ihnen einfach nur sagen wohin du möchtest und einen Zug auswählen. Danach gehst du dein Ticket am Schalter kaufen. Eine kurze Erklärung wohin und mit welchem Zug, es wann gehen soll und du bekommst den Preis genannt  und erhälst nach dem Bezahlen dein Ticket. Das ist für den Tag gültig an dem du es kaufst. Großartig vorausplanen und kaufen geht also leider nicht. Ist aber auch keineswegs nötig. Sei einfach etwas früher da. Eine Stunde in etwa sollte reichen.

Von meiner netten Reisebegleitung die ich im Zug kennengelernt habe, habe ich sogar erfahren, dass Thais für die gewöhnlichen Züge gar nichts bezahlen müssen. Unfair, sagst du? Hm... finde ich nicht. Da die Löhne hier um einiges geringer sind, empfinde ich es als angebracht der Bevölkerung diese Möglichkeit zu bieten. Und ganz ehrlich 80 Cent für eine Zugfahrt bringt uns "Touris" wahrlich nicht um. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit dem Eintritt zu den Tempelanlagen in Ayutthaya. Während Touristen dort etwa 50 Baht bezahlen sind es für Einheimische nur 10 Baht.

Damit du im Zug auch die Richtige Haltestelle erwischst, um auszusteigen, ein kleiner Tipp: Die Körpersprache deiner Mitreisenden verrät dir viel. Und gerade die Strecke nach Ayutthaya wird eigentlich immer von Touristen besucht, die genau das selbe Ziele haben. Ähnlich wie Chiang Mai, das weiter nördlich in Thailand liegt. Du kannst es also kaum verpassen. Zugfahren in Thailand finde ich, wie du sicher bemerkt hast richtig klasse und verdammt einfach.


Ein bisschen komplizierter hingegen habe ich die Buchung meines Bustickets nach Siem Reap empfunden. Dabei habe ich extra wert darauf gelegt mit einem staatlichem Unternehmen der Transport Co. Ltd. Thailand zu fahren, um mir irgendwelche Probleme mit Schleppern und zusätzlichen plötzlichen Kosten zu ersparen. Eine gute Entscheidung wie sich finde ich herausgestellt hat. Mein Ticket hat insgesamt 790 Baht gekostet und mich in 12 Stunden über die Grenze in Poi Pet nach Siem Reap gebracht. Die Fahrt war angenehm und sogar Verpflegung war inklusive. Über den Grenzübergang erzähle ich dir ein andermal, den von dort hört man so einige Schauergeschichten. Meine willst du sicherlich auch hören.

Aber warum  nun habe ich die Buchung meines Tickets als schwieriger empfunden?
Ursprünglich wollte ich mein Ticket selbst am Mo Chit Busbahnhof in Bangkok besorgen. Das habe ich allerdings nicht geschafft, weil ich zu Fuß den Busbahnhof einfach nicht gefunden habe. Große Ernüchterung auf meiner Seite. Die ersten Bedenken, ob ich meine Weiterreise organisiert bekomme, kamen entsprechend schnell. Aber alles halb so wild. Nachdem ich mich im Internet etwas eingelesen hatte und wusste, dass ich unbedingt einen direkten Bus nehmen will und deswegen nur die staatliche Linie für mich in Frage kommt (wer weiß schon, was für ein Bus mich nach der Grenze erwartet und ob ich die Sache mit dem Gepäck bewältigt bekomme) hatte ich in Erfahrung gebracht das eine Buchung auch telefonisch möglich ist. Sofern man Thai spricht selbstverständlich.
Da ich zwar Bitte und Danke sagen kann, meine Sprachkenntnisse aber nicht weiter reichen, war ich definitiv auf Hilfe angewiesen. Aber auch das stellte sich als kein Hindernis heraus. Die Ladies an der Rezeption meines Hostels Niras Bangkoc Cultural halfen mir gerne und buchten für mich das Ticket. Das konnte ich  übrigens super bequem für 750 Baht und 40 Baht Gebühr in jeden 7 Eleven mit Hilfe eines Zahlencodes bezahlen. Ich war begeistert. Gibt es sowas auch bei uns?! 

Am Busbahnhof am nächsten Morgen musste ich nur noch am Major Thai-Ticket Counter meine Quittung in ein gültiges Ticket umtauschen. Total einfach. Die Fahrt mit dem Taxi zum Busbahnhof am Samstag morgen hat mich übrigens nur 120 Baht gekostet. Ich hätte mit weitaus mehr gerechnet. Auch das zurechtfinden im Busterminal war denkbar einfach, der Bus schnell gefunden und alles andere lief von selbst.

Ähnlich einfach ist es übrigens auch in Kambodscha an ein Busticket zu kommen. Hier solltest du auch etwas Wert darauf legen renommierte Busgesellschaften auszusuchen. Mein Reiseführer schlägt Capitol Tours und Sorya Transport vor. Da ich von meinem Vater und Bruder nur gutes über Sorya gehört hatte entschied ich mich für die Fahrt von Siem Reap nach Phnom Penh für diese Gesellschaft. Das Ticket dafür kostete mich schlappe 5 $. Buchen konnte ich schon zwei Tage vor der Fahrt. Auch kostenloser Abholservice am Hotel und eine kleine Flasche Wasser war mit drin. Die Fahrt nach Phnom Penh mit dem Bus ist langwierig und sehr sehr holprig. Man wird, und das ist fast schon eine Untertreibung, richtig durchgeschüttelt und das etwa 8 Stunden lang. Aber da musste ich durch, schließlich wollte ich ja noch mehr sehen.



Eine letzte Möglichkeit um lokal mobil zu sein und seine Füße zu schonen möchte ich dir nicht vorenthalten. Wie wäre es mit einer kleinen Fahrradtour? Ayutthaya habe ich zusammen mit meiner Begleitung mit dem Fahrrad erkundet. Das Klima war zwar sehr heiß und die Tour sehr schweißreich aber definitiv eine tolle und spaßige Sache. Ich fand das richtig klasse. Für 40 Baht, also etwa 1 Euro konnte man sich direkt nach der Bootsanlegestelle ein Fahrrad für den ganzen Tag ausleihen. Zwar war ich anfangs noch sehr wackelig unterwegs, da ich das Fahren mit einem Korb am Lenker nicht gewöhnt bin, aber habe schnell meinen Rhytmus gefunden und konnte die Fahrt richtig genießen.
Auch für Angkor kann man sich Fahrräder ausleihen. Ich habe Freunde, die durch Angkor geradelt sind und drücke hiermit meine vollste Bewunderung aus. Ich hätte das nicht gepackt. Angkor ist so weitläufig. Alleine die Tempelanlagen durch die man laufen muss. Ich war froh um jede noch so kurze Fahrt mit dem TukTuk in der ich meine Füße ausruhen und ein wenig entspannen konnte. 


Das TukTuk dort war allerdings verhältnismäßig teuer. Da ich bereits um 5 Uhr morgens zum Sonnenaufgang dort sein wollte habe ich 20$ für den ganzen Tag bezahlt. Inklusive war aber Wasser und vor jedem Tempel den wir angesteuert haben eine kurze Einführung zur Anlage, die ich mal besser mal weniger gut verstanden habe. Die Route konnte ich frei planen und so auch meine "Strategie für Angkor", mit der ich den Touristenströmen entgehen wollte, durchführen. Davon erzähle ich dir bald. Dann gibt's auch Fotos von der Anlage.

Du siehst, mobil zu bleiben ist in Kambodscha und Thailand ziemlich einfach und nur selten mit Schwierigkeiten verbunden. Falls es die dennoch gibt, so habe ich festgestellt, lag es zumeist an mir selbst. Eine einfache Bitte um Hilfe an der Rezeption deines Guesthouses oder Hostels erleichtert einige Dinge sehr.
Also nur zu, sei schlauer als ich und frage gleich nach!

Sicher kannst du dir denken, dass ich mittlerweile schon weiter gezogen bin. Ich bleibe ja mobil. Wo ich aktuell bin erfährst du immer auf Facebook und Instagram

Die Fotos zeigen übrigens 1) meine Füße die im Wasserfall in der nähe von Shianoukville, Kambodscha ein kleines erfrischendes Bad nehmen 2) das Gleis 6 der Hua Lum Pong Central Train Station in Bangkok 3) einen kleinen Einblick in den Zug nach Ayutthaya 4) Die Fahrradstation in Ayutthaya, Thailand 5) meinen TukTuk-Fahrer Yeang, der mich durch Angkor in der Nähe von Siem Reap, Kambodscha begleitet hat. 

Ich hoffe dir gefallen die Bilder und vielleicht konnte ich dir ein wenig die Angst nehmen, dass du womöglich an einem Ort in Asien hängen bleiben musst.

Das Abenteuer Waschen in Kambodscha - oder warum Optimismus manchmal notwendig ist

7. Juni 2015 1 Kommentar / Ausdrucken?



Es war soweit. Ich war etwa eine Woche unterwegs, hatte hin und wieder mal einige Shirts selbst mit der Hand gewaschen, aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass meine Sachen nicht ausreichend sauber wurden. In Siem Reap gibt es an jeder Ecke Wäschereien, die ihre Dienste für etwa 1 $ pro Kilo Wäsche zur Verfügung stellen. Super, dachte ich mir, das probiere ich doch gleich mal aus.
Gesagt getan. Nachdem ich aus Angkor wieder kam, es war etwa 17 Uhr packte ich meinen Schmutzwäschebeutel zusammen und ging in die Wäscherei gleich nebenan. 1,5kg schwer war mein Beutel, also zahlte ich 1,50$ und machte mit der Dame aus, ich würde die Sachen etwa um 21 Uhr wieder abholen. Das schien also ganz einfach zu sein.

Jedoch meine anfänglichen Ängste waren noch da. Sehe ich meine Sachen je wieder? Werden sie vollständig wieder bei mir ankommen? Vielleicht kaputt, oder eingelaufen?
Ich kann dir verraten. Nichts von alle dem ist passiert. Ich habe meine Sachen vollständig, sauber und unversehrt zurückerhalten. Doch nun kommt das aber...



Aber,.... als ich um 21 Uhr wie ausgemacht zur Wäscherei zurückkehrte, ich wollte rechtzeitig meinen Rucksack für die Weiterreise nach Phnom Penh packen, siehe da, große Gesichter. Nein, meine Wäsche sei erst morgen um 17 Uhr fertig. Nach etwas Diskussion, ich machte deutlich, dass ich am folgenden Tag abreisen würde und meine Wäsche spätestens um 7 Uhr brauchte, einigten wir uns darauf, dass ich nicht die dafür fällige „Express-Gebühr" bezahlten musste. Vielmehr weigerte ich mich strikt, abgemacht ist nunmal abgemacht, und wollte im Falle dessen, dass ich meine Kleidung nicht rechtzeitig gewaschen zurückerhalten würde, auch einfach die schmutzigen Sachen wieder mitnehmen. Unverständnis auf der anderen Seite, kombiniert mir klassischen Verständigungsschwierigkeiten. Au weia... da waren sie wieder meine Ängste. Gedanklich hatte ich in diesem Moment schon von meinen T-Shirts und Hosen Abschied genommen. Vermutlich war die Aussage bezüglich der Expressgebühr schlicht und ergreifend ein Versuch mich übers Ohr zu hauen, wer weiß.

Letztendlich atmete ich tief durch und setzte auf Optimismus. Das wird schon alles gut gehen, redete ich mir ein.
Und tatsächlich... Ende gut, alles gut! Am nächsten Morgen um 7 Uhr erhielt ich frisch duftend und zusammengelegt, noch warm vom Trockner, meine Kleidung zurück und freute mich wie ein kleines Kind. Ohne etwas Aufregung und Zittern bei der ganzen Sache, wäre es wahrscheinlich nur ein kleiner Gang in die Wäscherei nebenan gewesen. So war es zugleich auch ein kleines Abenteuer mit Nervenkitzel.


Weil man natürlich in solchen Momenten selten die Kamera in der Hand hält und ich auch so Fotos einer Wäscherei als wenig reizvoll erachte, zeige ich dir hier einige Eindrücke aus der Stadt Siem Reap. Sicherlich möchtest du auch die Bilder aus Angkor sehen. Aber da musst du dich wohl noch ein klein wenig gedulden.

Das erste Bild zeigt eine Straße in Siem Reap mit ein bisschen Verkehr. Auf dem zweiten Bild nehme ich dich mit zur Uferpromenade, an der es sich wunderbar spazieren lässt. Mein letztes Foto für heute zeigt dir meine Marktausbeute. Frische Drachenfrucht und frische Maracuja. Das war ein tolles Picknick. 

Aktuelle Infos über meine Reise findest du übrigens immer auf Instagram und auf Facebook. Wir sehen uns dort! Ach und übrigens, ich habe auch in Thailand auf Koh Chang Wäsche waschen lassen. Das ging so problemlos, dass mir fast ein bisschen das Abenteuer gefehlt hat.

Warum weniger manchmal mehr ist - Die Backpacking Packliste

5. Juni 2015 Kommentieren / Ausdrucken?


So, da bin ich nun. Langsam realisiere ich, dass ich wirklich alleine nach Bangkok geflogen bin und schon einen sehr aufregenden Tag hinter mir habe. Wer meint, er bleibt lange alleine in Bangkok, der irrt. Bereits im Flugzeug habe ich drei nette Mädchen aus Deutschland kennengelernt, die sich mit mir durch die Passkontrolle, den ersten Gang zum Geldautomaten und per Bahn und Taxi ins Zentrum von Bangkok geschlagen haben. Schon allein das ist aufregend genug. Kein Wunder also, dass es am ersten Abend tatsächlich nicht viel mehr als ein schnelles Abendessen, einige Flaschen Wasser, eine Dusche und ein weiches Bett braucht. Besonders die Dusche ist nach einem anstrengenden Flug und dem ersten Hitzeschock dringend notwendig. Im Vergleich zu europäischer Hitze erwartet dich hier nämlich klebrig feuchte Hitze und du fühlst dich ständig so, als ob du in einer Sauna sitzen würdest.
Auch das Bett war mir mehr als Willkommen. An ausreichend Schlaf ist im Flugzeug einfach nicht zu denken. Auch wenn ich dieses mal wirklich Glück hatte und mich nach einem kurzen Aufenthalt von 3 Stunden in Dubai auf dem Flug nach Bangkok im A380 in meiner Reihe ausbreiten konnte. Denn die war komplett leer. Erholsamer Schlaf jedoch ist etwas anderes und so war ich mehr als froh als ich festgestellt habe das die Betten im Niras Cultural Bangkok Hostel nicht nur angenehm weich sind, sondern auch sehr sehr sauber. Auch meine Zimmergenossinnen. Insgesamt könnten hier 6 Frauen übernachten sind sehr nett. Was will man also mehr. Wirklich alleine ist man also doch irgendwie nie, denn täglich lernt man neue Menschen kennen, die alle genau das selbe Ziel haben wie du. Dinge erleben. Und so kam es auch, dass ich mich heut nach einer kleinen Tour zu den Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt tagsüber, abends noch mit zwei Mädels aus London nach Patpong gewagt habe. Eigentlich ein Rot-Licht-Viertel von dem wir allerdings nur am Rande wirklich etwas bemerkt haben.
Über die Sehenswürdigkeiten in Bangkok, die ich tagsüber besucht habe, erzähle ich dir demnächst, denn dann gibt es auch Fotos von meiner Tour.
Heute will ich dir viel lieber verraten, was ich alles in meinen Rucksack gepackt habe und warum weniger manchmal mehr ist.


Beim Rucksackpacken gehe ich tatsächlich nach dem Minimalprinzip. Aber trotzdem habe auch ich 10 kg dabei. Gar nicht soviel wenn man sich das mal überlegt, doch trägt man das kleine Monster Namens Rucksack erstmal einige Zeit auf dem Rücken, dann merkt man jedes Gramm. Da sind dann auch zehn Kilo zu viel wie ich bemerkt habe. Wirklich reduzieren könnte allerdings schwierig werden.
Damit du aber weißt, was du notwendigerweise alles mitnehmen solltest bzw. was ich dabei habe hier nun die ultimative Backpacking Packliste.

1. Kleidung
Insgesamt habe ich nur sage und schreibe 7 kurze Oberteile dabei. Davon sind 4 kurzärmelige Tops und 3 welche mit Arm. Das ist auch notwendig, denn für einige Tempel braucht man etwas längeres. Sonst gibt es Probleme beim Einlass. Ich habe zusätzlich eine Strickjacke und einen Pulli dabei, die mir gute Dienste gegen zu kalte Klimaanlagen leisten. Besonders in der ersten Nacht habe ich nachts doch tatsächlich etwas gefroren. Heute Nacht bin ich gewappnet. Die Strickjacke liegt griffbereit. Auch mit dabei: 1 kurze Hose und 2 Röcke. Vielmehr dürfte es nicht brauchen, da ich auch noch zwei längere sehr leichte und weite Hosen dabei habe. Übrigens habe ich mir gleich am ersten Abend noch eine weitere solche Hose gekauft. Also selbst wenn du zu wenig Kleidung dabei haben solltest, kannst du sehr viel hier kaufen. Auch waschen ist scheinbar nicht so teuer.
Weiter im Gepäck habe ich noch eine Regenjacke, weil ich in der Regenzeit unterwegs bin und lieber auf Nummer sicher gehe, und ein kurzes Kleid das ich mal zum ausgehen anziehen möchte. Mal sehen wann sich die Gelegenheit bietet. Dann noch Unterwäsche für 10 Tage, denn waschen lassen muss ich so oder so, natürlich auch zwei Bikinis und zwei BHs. Auch Socken habe ich eingepackt. Allerdings nur 3 Paar zum anziehen in den Turnschuhen, oder wenns im Bus/Zug sehr kalt wird.
Das wars auch schon an Kleidung. Ich denke viel mehr werde ich nicht brauchen und wenn doch gibt es T-Shirts und Hosen an allen Ecken. Waschen lassen werde ich definitiv ausprobieren müssen. Davon erzähle ich dir ein andermal.


2. Fotografie und Blogging
Natürlich gibt es auch noch zig Dinge die ein leidenschaftlicher Blogger und Fotograf wohl niemals zuhause lassen würde. Also auch ich nicht. Mit dabei sind, auch wenn sie nicht auf den Fotos zu sehen ist, meine Spiegelreflex, ein Mini-Reisestativ, ein kleines Notebook (auf dem ich hier gerade im Bett des Hostels liegend tippe) ein Fernauslöser, damit ich vielleicht auch das ein oder andere Foto von mir selbst schießen kann und niemanden die Kamera in die Hand drücken muss, ein USB Stick zum sichern von Fotos, ein Notzizbuch, das sich hier mehr zum Tagebuch entwickelt hat in das ich sämtliche Eintrittskarten oder Erinnerungen klebe, die mir unterkommen, eine Dreiersteckdose, damit das Handy auch mal gleichzeitig mit dem Laptop am Strom hängen kann, zur Not würde sogar auch noch das Ladekabel der Kamera mit hinpassen. Luxus pur also. Und zu guter Letzt mit dabei: diverse Ladekabel, wobei sich Ebook-Reader und Handy eines teilen und ich das Verbindungskabel von Kamera und Laptop kurz vor Abflug nochmal ausgepackt habe, weil ich am Laptop einen SD-Karten-Slot entdeckt habe. Super... da habe ich doch glatt nochmal 100g Gewicht gespart. Ironiemodus aus.
Alles in Allem ist das aber das Schwerste was ich so mit mir rumtrage. Allein die Kamera und der Laptop bringen mich mit ihrem Gewicht schier um. Aber ich bin hier nunmal um zu Fotografien und da muss das so sein. Außerdem würde es ansonsten nichts für dich zu sehen geben.


3. Schuhe
Dafür konnte ich mich mein Schuhwerk betreffen tatsächlich sehr kurz halten. Einzig im Rucksack dabei sind 1 Paar FlipFlops und 1 Paar Sandalen. Das reicht, denn ich habe ja auf dem Flug noch Sneakers an, die sich super für längere Touren eignen. Was ich allerdings im Bezug auf Schuhe definitiv zu wenig dabei habe? Pflaster! Ja ich kann vermerken, die ersten Blasen von Sandalen und Co. habe ich bereits am ersten Tag bei meiner Tempel-Tour bekommen. Autsch... Zum Glück gibts hier Pflaster an jeder Ecke für nur 2 THB das Stück. Übrigens sind 38 THB aktuell ein Euro. Also ist der Pflasterpreis vergleichbar gering. Mal sehen ob ich mir für morgen einfach den ganzen Fuß einpflastere. Das wäre doch was. Dann gibt es wenigstens auch keinen Sonnenbrand an den Füßen.


4. Kosmetik und Notwendiges

Auch im Kosmetiktäschen schaut es recht leer aus. Dabei sind lediglich eine Mini-Tube Zahnpasta, die sicherlich für eine Person einen Monat reichen sollte, eine Zahnbürste, eine Mini-Packung Shampoo, etwas Gesichtscreme und Gesichtsseife, einen Lush-Shampoobar als Duschgel und Shampoo-Ersatz, eine Nagelschere, Pinzette und einen Nagelhautschneider, Pflaster ( vieeel zu wenig), die notwendigen Frauendinge, die sich bei einem Monat auf Reise einfach nicht vermeiden lassen, if you know what I mean ;) Selbstverständlich mit dabei einige Haargummis, eine große Haarspange und ausreichend kleine Klammern um alles aus dem Gesicht wegzustecken. Auch mit dabei aber auch am 3. Tag noch nicht benutzt: Mascara. Meine Wimpern werden mir die Pause danken. Ganz bewusst habe ich auch sämtliches Make-Up zuhause gelassen. Wer braucht das hier schon? Die Sonnenbräune macht hübsch genug und vor allem tut so eine Make-Up Pause verdammt gut. Außerdem ist es viel, viel zu warm und feucht hier. Wahrscheinlich würde eh alles vom Gesicht schmelzen. Also besser gleich sein lassen. Machen die anderen Mädels hier übrigens ähnlich. Also keine Scheu.

Was aber nicht fehlen darf: mein Tangle Teezer. Schön leicht und perfekt für die lange Mähne, die hier durch die Luftfeuchtigkeit macht was sie will.

Auf jedenfall mit dabei Sonnencreme, Moskitoschutz, einen leichten Hut, eine Sonnenbrille und ein kleines Mittelchen gegen Juckreiz, falls einen doch mal eine Mücke erwischt.
Als kleines Extra habe ich mir noch zwei Mirkofaser Reisehandtücher besorgt, die mir sowohl als Deckenersatz als auch als Strandliegehandtuch sicher sehr nützlich sein werden. Auch mit dabei ein Moskitonetz, dass sich recht klein und leicht zuammenpacken lässt. Ich bin gespannt ob ich es brauchen werde. Unverzichtbar für mich ist mein FlipBelt, den ich normalerweise zuhause zum Joggen verwende. Hier trage ich ihn wenn ich im Bus unterwegs bin unter meiner Kleidung und verstaue dort meine Visa-Karte und mein Geld, sowie einen USB-Stick mit allen meinen wichtigen Unterlagen drauf. Das klaut mir so schnell keiner.

Immer mit dabei wenn ich verreise ist auch mein Taschenbesteck inklusive Messer. Das ist unverzichtbar. Denn sicher werde ich mir einige Früchte auf dem Markt besorgen, die ich schälen muss. Dann noch in der blauen Verpackung ein kleines Reisekopfkissen inklusive Schlafmaske, das mir schon auf dem Flug nützlich war. Auch die ersten Nächte in Bangkok habe ich mit Schlafmaske verbraucht. Super nützlich also, wenn man im Schlafsaal übernachtet und die letzten Mädels erst gegen 4 heimkommen, während du schon schlummerst. 

Für den kleinen Hungernotfall habe ich auch noch einige Kekse und Müsliriegel eingepackt. Irgendwie gibt mir das ein bisschen das Gefühl von zuhause. Auch mit dabei eine Minimale Reiseapotheke mit Ibuprofen, bisschen Verbandszeug, Einweggummihandschuhen, Feuchttücher und Desinfektionsmittel. Aber normalerweise kannst du hier alles kaufen, wie dir meine Pflastergeschichte schon bewiesen haben dürfte. 
Für mich unersetzlich: Eisgel für die Beine. Ich kämpfe schon im Sommer bei uns mit heißen Füssen und Beinen und kann dann meistens nicht richtig schlafen. Da es hier sehr, sehr, sehr warm ist tut die kühlende Minze einfach richtig gut auf der Haut. Gerade wenn du keine Klimaanlage hast. Meine große Liebe hier: Eisgel für die Füße! 


5. Das leidige Thema Handgepäck
Warum leidig, fragst du dich sicher. Nunja, ich habe ewig nach einer passenden Tasche für mein Handgepäck gesucht in der ich gerade auf dem Flug und wenn ich Busfahre alle meine Wertgegenstände unterbringen kann. Das sind nicht gerade wenige, denn ich habe sowohl einen kleinen Laptop dabei, als auch einen Ebookreader, die Kamera, einen dicken TravelGuide "Südostasien" sowie Reisedokumente (Original und auf USB), Reisepass, Impfpass eine Mini Reiseapotheke mit Schmerzmittel, Durchfallmittel, Kaugummi, Oropax, etc. und natürlich ein kleines Reisetagebuch in dem ich alles Einklebe was mir so begegnet und ich meine Erlebnisse aufschreibe. Das alles in einer Tasche unterzubringen war tatsächlich eine kleine Herausforderung. Einen zusätzlichen Rucksack wollte ich nicht haben, weil ich das sehr unpraktisch finde, sowohl auf dem Rücken, als auch auf dem Bauch einen Rucksack zu tragen. Zum Glück ist mir nach zweiwöchiger Suche die Umhängetasche von Deuter "Panier Sling" begegnet. In der bringe ich das alles tatsächlich unter und sogar der Laptop hat ein eigenes leicht gepolstertes Fach, was ich einfach klasse finde. Kann also nix mehr schiefgehen.


Du siehst, ich habe allerhand Zeug eingepackt und sicherlich werde ich in einem der bald folgenden Beiträgen auch noch erzählen, was ich wirklich davon gebraucht habe. Was mir jetzt nach zwei Wochen Reise,  - ja, so lange bin ich tatsächlich schon unterwegs, wenn du das hier liest, bereits aufgefallen ist. Ein Moskitonetz hätte ich nicht kaufen und mitnehmen müssen. In Bangkok und auch in Siem Reap sowie generell in Kambodscha hat meinen Mückenschutz über nacht ausgereicht und hier in Koh Chang, wo ich gerade diese Zeilen tippe, hat mein Zimmer ein Moskitonetz inklusive.
Aber ich freue mich schon eine Nacht auf dem Balkon zu schlafen und es dort zu benutzen, wenn ich wieder zuhause bin und es die Temperaturen zulassen.

Sicher ist dir aufgefallen, dass dieser Artikel in mehreren Etappen entstanden ist und bald erfährst du auch aktuellere Dinge über meine Reise und bekommst die ersten Fotos zu sehen.
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Vielleicht schaust du dort mal vorbei. Bis dahin... bleib neugierig, ich bin es auch und freue mich über Neuigkeiten von zuhause.



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