Schmeckt vegan? - Wirsingrouladen auf Kartoffelbett

28. Juli 2015 2 Kommentare Ausdrucken?


Immer wieder toll finde ich die Blicke die ich ernte, wenn ich Anfang August ( ja in meiner Welt ist schon Anfang August) mit Sprüchen daherkomme wie: "Riechst du das?! Das riecht nach Herbst. Und guck mal die Blätter fallen auch schon runter. Das wars jetzt mit Sommer!" Dazu ziehe ich immer eine ganz furchtbar leidige Mine und gucke enttäuscht. Dann versucht meine Umgebung mich erstmal zu tröste oder für total banana abzustempeln, aber wenn dann zwei Tage später tatsächlich die Temperaturen um 10 Grad abfallen, es zu regnen und zu stürmen beginnt, halten mich alle wirklich für irre und ich behaupte stolz: "Ja, ich kann Schnee und Herbst riechen!" -  Kann ich natürlich nicht. ;)
Dafür aber futtertechnisch wunderbar auf Wetterumschwünge reagieren.


Und so dauert es nicht lange und ich komme freudestrahlend aus der Küche und halte ein spätherbstliches Gericht in den Händen. Übertreibung muss ja sein, denn ein einfacher Wetterumschwung war das sicher nicht. Genauso wenig wie die fallenden Blätter der Bäume rein gar nichts mit der Trockenheit und Hitze der vergangenen Wochen zu tun haben. Neeeiiiin, denn in meiner Welt ist Herbst und deswegen gibt es auch wieder Herbstgerichte aus dem Backofen.
Heute steht dafür ein veganes Menü auf dem Speiseplan und zwar herbstlich mediterrane Wirsingrouladen auf Kartoffelgemüse-Bett. Wenn das mal nicht ausgefallen klingt. Und weil das Rezept heute so lang ist und im Vergleich zu meinen anderen Ideen, tatsächlich etwas aufwendiger ist, spare ich mir viele Worte, lasse die Bilder sprechen und übergebe dir hiermit gleich das Rezept.


Rezept „Vegane Wirsingrouladen auf mediterranem Kartoffelbett“ für 3 - 4 Personen:

Wirsingrouladen:
1 mittlerer Wirsing
175g Räuchertofu
200g weißer Tofu
100g Cranberries
100g Walnüsse
4 Champignons
1EL Sojasauce
1 ½ EL veganes Gemüsebrühpulver
Kräuter z.B. 2 Blatt Salbei, 2 Stile Minze, 1 Zweig Thymian
das Weiß 1 Frühlingszwiebel
1TL Agavensirup oder brauner Zucker
etwas Olivenöl um die Masse geschmeidig zu machen
Salz & Pfeffer nach Bedarf

mediterranes Kartoffelbett
1 - 1,5 kg junge Kartoffeln
½ Glas schwarze Oliven
5 – 6 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten (in Streifen geschnitten)
1 rote Paprika
1-2 kleine Zucchini
5 - 8 braune Champignons
frische Kräuter z.B. 1 Zweig Rosmarin, 1 Zweig Oregano
Handvoll Walnüsse
2 in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel, nur das Weiße, den Rest später über das fertige Gericht streuen
3-4 EL Olivenöl oder halb-halb gemischt mit dem Öl der eingelegten Tomaten für mehr Aroma
1 kleine Tasse warme Gemüsebrühe oder veganes Gemüsebrühpulver in Weißwein aufgelöst
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Den Römertopf* wässern.
Für die Füllung der Wirsingrouladen alle Zutaten im Multi-Zerkleinerer zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten. Die Kohlblätter vom Strunk entfernen und blanchieren. Dazu 3 Minuten in kochendes Wasser geben, danach kalt abschrecken. Den harten Stil mit einem Messer entfernen. Jetzt lassen sie sich gut formen.

2 Wirsingblätter überlappend übereinanderlegen und etwa 1-2 EL der Füllung, je nach Größe des Blatts in die Mitte geben. Die Seiten einschlagen und von unten her aufrollen. Mit Zahnstochern oder Küchengarn fixieren. Das frische Gemüse für das mediterrane Kartoffelbett waschen und in mundgerechte Stücke zerteilen. Alles zusammen mit den anderen Zutaten, Kräutern und Gewürzen in den Römertopf geben, mit Olivenöl beträufeln und gut durchmischen. Mit Gemüsebrühe oder Weißwein aufgießen. Die gerollten Wirsingrouladen auf das Kartoffelbett geben. Den Deckel schließen.

Jetzt in den kalten Backofen stellen und bei 180°C etwa 1- 1,5h garen lassen. Nach einer Stunde testen ob
die Kartoffeln weich sind.
Um eine schöne Bräunung zu erhalten, etwa 10 Minuten bei offenem Deckel garen lassen.
Mit frischem Grün der Frühlingszwiebel und Kräutern Servieren.


Hm... yummy. Wer übrigens bemerkt hat, wer hier mein Tischgast war, wird sich sicherlich fragen: Kann ich das auch ausgesprochenen Fleischessern servieren? Nach einer kleinen vegetarsichen Eingewöhnungszeit geht das sicherlich. ;) Lustigerweise habe ich nämlich immer wieder zu hören bekommen, wenn Menschen lange genug meine vegetarischen Köstlichkeiten essen, verlieren sie immer mehr das Bedürfnis nach Fleisch. Ein Schnitzel erscheint dann zwar noch lecker aber nicht mehr zwingend notwendig. Das nenn ich doch mal ein Kompliment an die vegetarische Küche!

Wie überzeugst du deine Fleischesser? Ist für dich auch schon bald Herbst?
Lass es mich wissen

An dieser Stelle noch ein keiner Dank an die Firma Römertopf, die mich für diesen Beitrag mit dem neuen Römertopf TREND ausgestattet hat. Merci beaucoup!


*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

Gesund und Lecker - Homemade Gartenkräuterpesto

22. Juli 2015 Kommentieren Ausdrucken?


Weißt du was ich an Sommerabenden am meisten liebe? Wahrscheinlich genau das selbe wie du. Nämlich die gemütliche Zeit zusammen mit Freunden im Garten. Jeder bringt ein wenigzu essen mit, um den Grillabend schön zu gestalten und plötzlich hat man ein wunderbares Buffet allerhand Leckereien die jede für sich eine andere Handschrift aus der Küche tragen. Abwechslungsreich, bunt gemischt und schlichtweg schön.

Zu späterer Stunde, wenn der Grill langsam ausgeht, die Hitze nachlässt und sich jeder den Bauch hält, weil er mehr gegessen hat als hineinpasst, - alles sah ja so köstlich aus - werden alte Geschichten erzählt, gelacht, vielleicht auch mal wieder das Kartenspiel ausgepackt und eine Reise in die Kindheit unternommen und manchmal auch auf besondere Momente angestoßen.

Das alles unter freiem Himmel, über uns nur die Äste des Apfelbaumes, der hin und wieder auch mal einen Apfel abwirft, der dann mit einem lauten "Wusch" durch die Blätter saust und ploppend auf dem Boden aufschlägt. Etwas weiter oben der klare Sternenhimmel. Herrlich. Am liebsten möchte ich diese Momente für immer festhalten.


So ein Abend war gestern und natürlich stand auch der Backkartoffel-Salat aus meinem letzten Beitrag mit auf dem Buffettisch (den kannst du übrigens auf Instagram sehen). Leider diesmal ohne selbstgemachtes Pesto. Das hat mich tatsächlich etwas geärgert. Aber die Kräuter hier im Garten sind noch ganz jung und werfen noch nicht soviel Ernte ab, sodass eine zweite Plünderung ausfallen musste.

Aber sicherlich sind deine Kräutertöpfe mittlerweile übervoll und du hast richtig Lust etwas tolles daraus zu zaubern. Hier entlang zum letzten Rezept meiner Grillserie, hier sind Teil 1 und Teil 2:


Selbstgemachtes Gartenkräuterpesto

Viel brauchst du dazu nicht, einfach einige Kräuter frisch aus deinem Kräuterbeet, einen Mörser, etwas Salz, Pfeffer, Olivenöl, Parmesan, ein wenig Knoblauch (etwa 1 Zehe pro Glas), Mandeln und einige Gläschen zum Abfüllen.

Mit der Kräuterschere bewaffnet ziehst du los, um dir deine eigene Mischung zusammenzustellen. Vermeiden solltest im Pesto du allerdings zu viele harte Kräuter, wie Salbei oder Rosmarin, denn dann könnte es sein das es am Ende eher bitter als frisch schmeckt. Super hingegen sind lila oder grüner Basilikum, Dill, Rucola, Bärlauch Zitronenmelisse, Minze, Oregano und etwas Thymian. Aber deiner Phantasie sind im Kräuterbeet keine Grenzen gesetzt.
Das Beste am Gartenkräuterpesto machen? Es hält sich mit reichlich Olivenöl bedeckt wunderbar im Kühlschrank und du kannst es gleich für den Backkartoffel-Rucola-Salat verwenden.
Aber auch zu Nudeln schmeckt es wunderbar, wie ich beim Shooten der Fotos bemerkt habe. Da habe ich nämlich die Pestoreste gleich mit einigen frisch gekochten Nudeln im Mörser vermischt und somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens, weniger Abwasch und zweitens ein wunderbar leckeres und stylisches Mittagessen. Hier kannst du mein spontanes Mittagessen sehen und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Was liebst du am Sommer?
Lass es mich wissen. Ich freue mich über deine Antwort.

Mörser: Rig-Tig Crush-it Mörser*
Kräuterschere: Hay - Küchenschere*
Brettchen: snug.studio - snug.cloud*
Danke an Connox-Wohndesign für die Bereitstellung der Verwendeten Produkte.


*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

Warum schnöder Kartoffelsalat out und Backkartoffelsalat in ist

17. Juli 2015 Kommentieren Ausdrucken?



Vor kurzem habe ich dir ja hier schon von meinen Erlebnissen meiner ersten Grillparty erzählt. Den Grill richtig anheizen will gelernt sein, wie ich da festgestellt habe. Gut also, dass endlich wieder Sommer ist und ich noch einige weitere Gelegenheiten hatte mich mit der Grillzange auszutoben. Und das schönste dieses Jahr? Wir haben keinen lausig kalten regnerischen Sommern, sondern so einen, wie wie ich ihn aus meiner frühesten Kindheit kenne. Tage an denen es noch Hitzefrei gab, man täglich zum See gehen konnte und das herrliche Sonnenwetter und die heißen Temperaturen bei Eis und Gegrilltem genießen konnte. Kein Wunder das Sommerzeit auch Garten- und Grillzeit ist.



Nach meiner letzten Grillstory und beim Durchgucken der ultimativen Ablenkungsmanöver und Rezepte sind mir allerdings ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich glatt vergessen habe. Ich habe dir im letzten Beitrag sogar ein ganzes Rezept unterschlagen. Schande auf mein Haupt, denn sicher ist dir aufgefallen, dass du gar nicht weißt wie du den leckersten Backkartoffelsalat der Welt zaubern kannst. Der ist hundertmal besser als schnöder, langweiliger Kartoffelsalat, den jeder schon kennt.
Weil ich diesen Fauxpas kaum auf mir sitzen lassen kann habe ich heute nicht nur das Rezept dazu im Gepäck, sondern auch noch ein weiteres Wartezeit-Überbrückungsmanöver für deine Grillgäste. Da wäre nämlich noch ganz wichtig:

"Die Tischdeko"

Was wäre eine Party ohne die richtige Tischdekoration. Aber wie wäre es wenn sich deine Gäste auch noch etwas wundern könnten? Sicherlich hast du bereits schöne Teller, Gläser und Servietten ausgewählt. Das i-Tüperl bei deiner nächsten Grillparty könnte das Steckbesteck von Konstantin Slawinski* sein. Denn damit ist Verwunderung und Neugier garantiert. So kann nach Herzenslaune erst mal ausprobiert werden, wie genau das Besteck denn so zusammenhält, wie es auseinandergebaut wird und vor allem wie wieder zusammen? Ein Spaß, der sicherlich alle Generationen deiner Grillgäste begeistern und vor allem von lästiger Wartezeit ablenken wird. Ich war begeistert davon und habe nicht nur einmal basteln müssen um es zusammen und auseinander zu bauen.


Nun aber wie versprochen, das Rezept zum Backkartoffelsalat mit Pesto

Für hungrige 4 benötigst du:

1kg kleine Kartoffeln
150g Rucola
einige getrocknete Tomaten in Öl eingelegt, evtl. etwas klein geschnitten
1-2 EL selbstgemachtes Gartenkräuterpesto
grüne oder schwarze Oliven soviel du magst
Salz, Pfeffer, Balsamicoessig
Olivenöl
Paprikapulver

Wasche die kleinen Kartoffeln gründlich, denn die Schale bleibt diesmal dran. Schneide sie danach in Viertel und gib sie in eine Schüssel. Einen guten Schuss Olivenöl, etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver dazu und vermische alles ordentlich. Jetzt wandern sie für etwa 30-45 Minuten in den 180° C heißen Backofen, bis sie knusprig braun und gar sind. Ab jetzt geht alles fix. Lasse die Kartoffeln auskühlen bis sie lauwarm sind und vermische sie dann mit allen anderen Zutaten. Schmecke mit Pesto, Salz, Pfeffer und Balsamico ab und schon hast du einen wunderbar ausgefallenen Salat kreiert.

Super dazu passt übrigens gegrillter Feta-Käse. Der wird nur in Alu-Folie eingewickelt, vorher mit Schnittlauch, Käsegewürz oder Paprika-ChiliPulver und Pfeffer bestreut und mit Olivenöl beträufelt bevor er auf den Grill darf. Yummy!

Weitere Dip und Salatideen die sich nicht nur super zur Ablenkung eignen sondern als ausgefallene Beilage richtig klasse sind:
homemade Kräuterbutter mit Ohooo-Effekt,
Wassermelonen-Feta-Salat als spannende Erfrischung
und die göttlichste Avocadocreme für alle Situationen und Beilagen.

Im nächsten Beitrag schicke ich dich übrigens ins Beet. Genauer gesagt ins Kräuterbeet. Denn da können sich nicht nur deine Gäste austoben, sondern auch du mit der Kräuterschere. Das Tollste danach? Du kannst gleich ein schönes Gartenkräuterpesto zaubern für deinen nächsten Backkartoffelsalat.

Bleib neugierig.


Danke an Connox Wohndesign für die freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Beitrags.
Wolkenbrettchen - snug.studio*
Steckbesteck - Konstantin Slawinski - Join*
Teller - Marimekko - Oiva Räsymatto*


*Dieser Beitrag enthält gesponserte Inhalte.

    "Behyflora - food lifestyle photography " ist mein privater Blog. Für die Inhalte von verlinkten Seiten übernehme ich keine Verantwortung. Ich distanziere mich demnach ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Adressen und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Ich untersage ausdrücklich Fotos oder Texte meines Blogs zu kopieren (sofern nicht von mir persönlich erlaubt) und auf anderen Webseiten ohne Quellenangabe zu veröffentlichen. Alle die von mir dargestellten Bilder, Texte usw in diesem Blog, sofern nicht anders angegeben, sind mein Eigentum und dürfen nicht ohne Absprache kopiert, übernommen oder anderweitig genutzt werden.
    © Design by Claudia Zesewitz (Behyflora) 2010 - 2017