Paris ist immer eine gute Idee - Vier Tage in Paris

15. November 2016 Kommentieren / / Ausdrucken?

Der Louvre in Paris

Ich kann mich gar nicht mehr recht erinnern, wann ich zum ersten Mal den Wunsch hatte, nach Paris zu reisen. Ist es 10 Jahre her? Oder doch erst 3? Ich weiß nur, die Blogsuche spuckt für den Suchbegriff “Paris” ein Homemade Erdnussbutter-Rezept von 2013 aus. In diesem Beitrag habe ich bereits konkrete Überlegungen aufgeschrieben, wie ich ganz einfach nach Paris kommen könnte. Doch bis zur Umsetzung vergingen Jahre. Bis jetzt. Ende August in diesem Jahr habe ich mir meinen ganz persönlichen Traum von Paris erfüllt. Was mich daran gehindert hat schon viel früher zu fahren und was ich in Paris erlebt habe, das erzähle ich dir heute. Dazu habe ich dir eine wunderbare Fotostrecke aus der Stadt der Liebe mitgebracht.Rutsch ein bisschen näher, dann verrate ich dir auch noch meine ganz persönlichen Tipps für deinen Ausflug nach Paris.

Meine Tipps für Paris. Louvre und Eiffelturm

Bevor wir beginnen, koch’ dir doch eine Tasse leckeren Tee, schalt’ dir deine Lieblingsmusik ein und besorg’ dir eine gute Tafel Schokolade, denn heute wird es etwas länger. Vielleicht nimmst du eine der neuen Sorten aus der Lindt Hello Collection*. Ich bin schon bestens versorgt und wahrscheinlich deshalb so im Schreibfluss, denn netterweise hat Tim wieder an mich gedacht und mich mit feinster Lindt Schokolade für den Winter und die heutige Geschichte eingedeckt.


Während ich dir also erzähle, was ich in Paris erlebt habe, wundere dich bitte nicht, wenn es hin und wieder etwas lauter zwischen den Zeilen knuspert, denn die neue Lindt - Hello! My Name is…-Sorte Crunch Crisp* ist definitiv eine Sünde wert.
Übrigens ist Schokolade auch eine tolle Sache zum Verschenken. Ich habe nämlich gleich eine Tafel der feinsten Crunchy Crisp an meine Nachbarn verschenkt. Meine wundervollen Nachbarn! Die sind nämlich wirklich treue Seelen, die sich immer um Harry & Sally, meine zwei Stubentiger kümmern, wenn wir alle ausgeflogen sind, egal ob nach Paris, an die Mosel, nach Traben-Trarbach oder an das andere Ende von Deutschland. Ich finde dafür hat man hin und wieder ein gutes Stück Schokolade verdient, oder?
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Zurück nach Paris. Ich habe dir ja schon erzählt, dass es mich seit Jahren einmal nach Frankreich gezogen hat. Nach Paris wollte ich. In meinem Kopf hatte ich diese typisch, verklärte und romantische Vorstellung von der Stadt der Liebe. Ich dachte immer, so wie wahrscheinlich viele andere auch, am besten sollte man dorthin mit seinem Partner fahren und dort dann  unglaublich romantische Tage bei Baguette und Sonnenuntergang auf dem Eiffelturm erleben. Nunja, da die potentiellen Reisepartner in den letzten Jahren doch eher weniger, statt mehr wurden, machte ich mich also wieder einmal alleine auf die Reise. Nichts Neues für mich, denn letztes Jahr starte ich ja meinen ersten Solo-Trip nach Thailand und Kambodscha. Erinnerst du dich?

Notre Dame a Paris

Auch dieses Jahr wollte sich niemand finden, der mit mir zusammen die Stadt der Liebe zu Fuß erobern wollte. Ob ich deswegen traurig bin? Ganz und gar nicht! In Nachhinein frage ich mich viel mehr, wie diese Stadt zu ihrem inoffiziellen Namen gekommen ist. Denn von „l'amour” und „romantique” habe ich dort herzlich wenig erlebt. Ich habe mich sogar mit einer Bekannten unterhalten, die seit einigen Jahren selbst in Paris lebt. Sie meinte doch tatsächlich, das Studien ergeben hätten, das Paris eigentlich die einsamste Stadt in ganz Europa sei. Erschreckend, findest du auch?

Das Montmatre Viertel und Sacre Coeur

Egal woran du also denkst, wenn du dir Paris im Kopf vorstellst, ob an eine vergangene Liebe, eine verhängnisvolle Affäre oder einfach nur an gutes Essen und tolle Sehenswürdigkeiten, Paris, ist immer eine Reise wert.
An Sehenswürdigkeiten hat Paris wahrlich genug zu bieten und ich habe wahrscheinlich in den vier Tagen dort bei weitem noch nicht alles gesehen.

Der Louvre am frühen Morgen

Meine ultimativen Tipps für Paris:

  • If you want to travel fast - go alone. Oder auf gut deutsch: Je mehr du dir vornimmst zu sehen, desto weniger Gepäck, quengelnde Freunde oder sonstigen Ballast solltest du mitnehmen.
  • Pack dir gute Schuhe ein, denn laufen wirst du trotz deinem Tagesticket für die Metro viel. Das führt mich aber gleich zum nächsten Punkt:
  • Gönn' dir ein Tagesticket für die Metro, denn das U-Bahn-Netz ist so gut ausgebaut, damit kommst du überall hin
  • Probier' unbedingt die Free Walking Touren von Discover Walks aus. Das sind kostenlose Stadtführungen durch die verschiedenen Viertel von Paris. Das Konzept finanziert sich durch Trinkgelder. Du gibst also genau das aus, was dir die Tour wert ist. Ich fand jede einzelne wirklich fantastisch und habe tolle Sachen über Paris erfahren. Eine tolle Sache, falls du die Stadt noch nicht kennst. > Persönliche Empfehlung!
  • Am Eiffelturm in der Schlange anstehen? Musst du nicht, wenn du unter der Woche am Nachmittag da bist und die Treppe nimmst. Und glaub mir nach den 720 Stufen bis zur zweiten Plattform, wirst du den Eiffelturm und seine Größe mit ganz anderen Gefühlen betrachten. Die Belohnungsmaccarons, die oben auf dich warten, machen deinem „Knackpo” nun auch nichts mehr aus.
  • Den typische Mini-Eifelturm als Souvenir hast du dir erst verdient, wenn du den Eiffelturm auch bestiegen hast, denk an den „Knackpo“!
  • Nutze beim Essengehen die Menü-Angebote. Da bekommst du zu einem guten Preis eine Vor- oder Nachspeise und ein Hauptgericht und kannst dich wirklich durchschlemmen.
  • Habe ich schon erwähnt, dass du dir bequeme Schuhe mitnehmen solltest?
  • Die Katakomben von Paris solltest du dir nicht entgehen lassen. Gönn' dir für einen kleinen Aufpreis einen Audio-Guide, dann erfährst du mehr. Zuhause solltest du dir dann unbedingt den Fiml „Die Katakomben“ ansehen.
Paris, die Stadt an der Seine

  • Erwarte nicht zu viel vom Moulin Rouge. Seine Glanzzeiten scheinen vorbei zu sein.
  • Dafür darfst du dir mehr von Montmatre Viertel hinter La Sacre Coeur erwarten. Dort ist es nämlich wirklich schön und vor allem, im Gegensatz zum Rest von Paris, ruhig.
  • Wenn du bei gutem Wetter in Paris bist, nutze die Zeit draußen und heb' dir die Museen für einen Besuch bei schlechtem Wetter auf.
  • Maccarons kaufst du am besten bei Pierre Hermé. Dort schmecken die Aromen in den Maccarons noch wirklich echt. Ladurée hat ein tolles Packaging und eine schöne Marketingstrategie. Die Maccarons haben mich persönlich aber nicht überzeugt. Trotzdem solltest du einen Blick in den Laden auf den Champs Élysées wagen.
  • Besuche unbedingt eine kleinere, abgelegene Bäckerei und hole dir dort ein „croissant“ oder „pain du chocolate“ als Frühstückssnack. Als kleines Mittagessen solltest du eine der zahlreichen Mini-Quiches probieren.
  • Frankreich ohne Käse? Unvorstellbar! Einige Fromagerien bieten dir eine Auswahl an verschiedenen, perfekt aufeinander abgestimmten Käsesorten an, die du dir auch ohne weiteres für die Heimreise vakuumieren lassen kannst.
  • Vergiss nicht die bequemen Schuhe! ;)
  • Du solltest unbedingt am Abend an der Seine entlang schlendern. Vielleicht nimmst du dazu dann doch besser eine Freundin, Reisebekanntschaft oder deinen Partner mit, damit du dich sicher fühlst. Abends ist es an der Seine wirklich schön, denn dann kommen die Straßenkünstler aus Ihren Ecken und es gibt viel zu sehen.
  • Lass dich unbedingt in einer guten Crêperie davon überzeugen, dass unsere Pfannkuchen rein gar nichts mit den französischen Crêpes zu tun haben.
  • Gönn' dir unbedingt ein kleines Picknick in der Sonne im Jardin des Tuileries. Vielleicht mit den Mini-Quiches, die du dir vorher in der Boulangerie geholt hast.
  • Stöbere in aller Ruhe zwischen den Kunstdrucken und Büchern der Bouquinistes de Paris und nimm dir von dort, wenn du magst, ein kleines Andenken mit.
  • Wenn du den ganz besonderen Charme von alten Friedhöfen magst und ein genauso großer Fan von Molière bist wie ich, solltest du ihm auf dem Père Lachaisse Friedhof einen kleinen Besuch abstatten. Den erreichst du übrigens ganz bequem mit der Metro.
  •  ... und hast du auch an die bequemen Schuhe gedacht?
Das Moulin Rouge und die Pariser Metro

Du merkst, ich habe wahnsinnig viel in nur vier Tagen in Paris erlebt und wahrlich jede Minute dort genossen. Viel geschlafen habe ich nicht, soviel kann ich dir verraten. Doch schon als ich den Eiffelturm langsam in der Nacht kleiner werden gesehen habe, wusste ich, das war nicht die letzte Reise nach Paris.

Gebackener Panzanella - Warum Innovation Mut erfordert

20. September 2016 Kommentieren / Ausdrucken?

… oder warum wir immer nur zweitklassig bleiben, wenn wir anderen hinterherlaufen.

 Geackener Brotsalat mit Feta und Tomaten

Gewagte These für einen kleinen Foodblog. Nicht wahr? Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als habe das Thema Innovation nur am Rande etwas mit einem Foodblog zu tun, ist es im Grunde genommen mehr als so mancher glauben mag. Gerade in der Kombination mit der kleinen und feinen Charaktereigenschaft “Mut”.

Als kleines Beispiel habe ich dir heute einen leckeren, italienischen Brotsalat - einen Panzanella - mitgebracht. Doch nicht etwa irgendeinen Panzanella! Nein! Ich habe ihn im Ofen gebacken. Eigentlich gehört sich das so nicht für einen waschechten Panzanella und die italienische Oma würde mich vermutlich mit dem Nudelholz durch das gesamte Dorf jagen, weil ich meinen Brotauflauf rotzfrech Panzanella nenne. Siehst du - ganz schön mutig! Aber das ist nicht ganz der Mut, auf den ich im Kern meiner Geschichte heute hinaus will.

Bevor ich dir aber erzähle, was es mit Innovation und Mut auf sich hat und warum mich das Thema auf dem Blog so sehr beschäftigt, serviere ich dir lieber erst einmal eine warme Mahlzeit, damit du dich besser konzentrieren kannst.


Vermutlich könnte man diesen Panzanella auch Brotauflauf nennen

Gebackener Panzanella

Für etwa 4 Portionen

500g Tomaten
250g Fetakäse
100g Oliven, falls du magst
250g Brot oder Vollkornsemmeln in grobe Stücken gerissen oder Würfel geschnitten
Basilikum, Salz, Pfeffer, Olivenöl, etwas Zitronensaft, etwas Honig

Schneide die Tomaten und den Fetakäse in grobe Stücke. Gib die Tomaten in eine mit Olivenöl ausgefettete Form und streue etwas Pfeffer und Salz darüber. Gerne kannst du jetzt auch noch ein wenig Honig über die Tomaten geben, um die feine Süße zu unterstreichen. Gib nun reichlich Olivenöl über die Tomaten und mische alles einmal kräftig mit den Händen durch. Jetzt fehlen nur noch einige Spritzer Zitronensaft, die Oliven und die Brotstücke. Als letzte Schicht streust du etwas Feta über den Salat und schiebst alles bei etwa 180°C für 25 Minuten in den Backofen. Als Krönenden Abschluss garnierst du mit gehacktem Basilikum. 

aber egal wie man diesen Brotsalat auch nennt, er ist mit Liebe gemacht

Klar ist das mutige in den Ofen Schieben eines Brotsalats nicht mit dem Mut zu vergleichen, den es braucht, um sich selbst zu definieren. Die Risiken sind schlichtweg kleiner. Allerdings zeugt es von mutiger Kreativität einmal etwas Neues mit etwas Altem auszuprobieren und -  jetzt kommt das für mich Wichtigste daran - etwas einmal ganz anders als all die anderen zu machen.
Wie viele gute Köche sind wohl schon am Konkurrenzdruck untereinander kaputtgegangen, weil sie genau eines nicht begriffen haben: Innovation erfordert Mut! Und das bedeutet vor allem auch: nicht alles genauso zu machen, wie es uns andere vorleben.

Kreativität ohne Vergleich mit der Konkurrenz führt zu authentischer Kreativität und dem Ausschöpfen seines vollen Potentials. Man kann so wirklich zeigen, wer man ist und hechelt nicht immer und immer wieder einem Maßstab hinterher, den man vermutlich eh kaum erreichen wird. Man kann einfach beweisen, wer man ist und was einen selbst ausmacht.


schmeckt lecker und ist einfach nur herrlich mit frischen Tomaten

Inspirationen holen, Kreativität und Ideen entwickeln, das ist das Eine - Hinterherhecheln, das ist eine ganz andere Geschichte.

Eine Lektion, die ich zum Beispiel auf vielerlei Weise lernen musste, bevor sie vollständig bei mir angekommen ist. Egal, ob das nun den eigenen Erfolgsdruck an der Uni betroffen hat, der mich so sehr vor Angst gelähmt hat, dass ich kaum noch ein Wort aufs Papier bekommen habe oder ob es der Konkurrenzdruck unter den Bloggern ist, dem ich nur entkomme, in dem ich klipp und klar sage: Ich mach nur mein eigenes Ding - auf meine Weise.

Dennoch erwische auch ich mich oft genug dabei, mich mit anderen zu vergleichen und mich zu fragen, was machen die, um so erfolgreich zu sein? Die Antwort ist ziemlich simpel. Weißt Du sie?

Sie sind sie selbst.

klein, lecker und innovativ sind auch Kaviarperlen, die perfekt zum Panzanella passen



PS: Innovativ fand ich auch Balsamico-Kaviar, den mir Tine von feinkostundwein.de* zum Probieren zugeschickt hat. Das ist nämlich leckerer Balsamico-Essig in Form von kleinen gefüllten Kügelchen. Falls du dich noch an Bubble Tea erinnern kannst, kannst du dir die Konsistenz in etwa so vorstellen. Nur eben viel kleiner, feiner und innovativer. Passt übrigens super zum mutigen Panzanella.

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Von Pimietos de Padrón, Chimichurri und Gärtnerglück

6. September 2016 Kommentieren Ausdrucken?

selbstgemachtes Chimichurri aus Pimientos de Padron

Manchmal fragt man sich wirklich: Was ist da in der Natur bloß schief gelaufen?!
Erst neulich stellte ich mir genau diese Frage, als ich mit stolzem Gärtner-Glück meine ersten eigenen Pimientos de Padrón erntete und voller Vorfreude in die heiße Bratpfanne warf. Von allen Seiten briet ich die kleinen Schoten an und ganz am Ende bestreute ich sie mit groben Meersalz. So wie es sich eben für echte Pimientos de Padrón gehört.

Ich freute mich riesig, als ich meine kleine, aber feine Portion der beliebten spanischen Mini-Paprikaschoten vor mir stehen hatte. Eine leise Ahnung, wie die grünen Dinger schmecken sollten, hatte ich bereits Anfang des Jahres bekommen, als mich ein alter Studienfreund überraschend zu seinem Geburtstagsessen einlud. Es gab himmlische Tapas und unter anderem auch die, mir bis dahin unbekannten, milden Pimientos de Padrón. Sie schmeckten mild, exotisch und einfach lecker. Genau diesen Geschmack erwartete ich also beim ersten Bissen in die kleine Schote.
Doch wahrscheinlich hast du schon eine Vermutung, wie sich das Blatt nun wendet.

Klein und lecker sind Pimientos de Padron, die spanischen Tapas

Ich beiße voller Vorfreude in das grüne Gemüse. Pimientos de Padrón sind ja an und für sich nicht groß, obwohl sich meine Ernte durchaus sehen lassen konnte! Ich nehme also nicht etwa einen kleinen Bissen, sondern vielmehr stecke ich kurzerhand die vermeintlich milde Pimiento de Padrón komplett in den Mund.

Auf einmal: Feuer! Scharf! Tränen! Husten! Hitze!
An die genaue Reihenfolge meiner Empfindungen kann ich mich leider nicht mehr so recht erinnern. Wahrscheinlich überschlugen sich meine Gedanken beim ersten Bissen in die feurig scharfen Pimientos. Vielleicht setzte mein Gehirn auch für einen Moment aus. Ich weiß es nicht mehr.
Unter Tränen und Hitzeschüben versuchte ich das kleine Schildchen am Chili-Strauch auf dem Balkon zu entziffern. Da stand es ganz deutlich: Milde Schärfe. Stufe 0-1!

Ha! Pustekuchen. Ich spürte mindestens eine Schärfe von 6 oder 7. Wahrscheinlich lag der Schärfegrad objektiv bemessen nur bei 4. So genau habe ich mich damit nicht befasst, aber für mich war klar: Die gemütliche Pimiento de Padrón Orgie war hiermit beendet. Ich brauchte eine alternative Idee, was ich mit meinen selbst aufgezogenen viel zu scharf geratenen Pimientos de Padrón anstellen konnte.

Perfekt als gehackte Chilipaste! Sie schmecken super auf dem Käsebrot

Was ich daraus schlussendlich gezaubert habe, bekommst du heute serviert. Clever, oder?
Es gibt mildes Chimichurri. Jetzt fragst du dich vielleicht, wie dieses Chimichurri aus scharfen Pimientos de Padrón so mild werden konnte. Tja… genau das habe ich mich auch gefragt, als ich es zwei Tage nachdem ich es fertig gestellt hatte, aus dem Kühlschrank holte und noch einmal probierte. Denn auf einmal war es ganz und gar nicht mehr scharf und ich kam mir gelinde ausgedrückt leicht verar… - na du weißt schon, vor.

Das Geheimnis liegt allerdings nicht darin, dass meine Pimientos de Padrón einfach gemacht haben, was sie wollten, sondern schlicht und ergreifend an der Kombination mit Zitronensaft im Rezept. Der hatte den eigentlich scharfen Chilis nämlich sämtliche Schärfe entzogen! Hätte ich das mal besser vorher gewusst, ich hätte mir vermutlich die ganze Arbeit gespart. Nichtsdestotrotz schmeckt mildes Chimichurri sehr lecker auf einem Käsebrot und ist alleine dafür schon die Arbeit wert.
Möchtest du es selbst probieren? Hier ist das Rezept:

Mildes Chimichurri aus Pimientos de Padrón


Zutaten:
So viele Pimientos, wie die Ernte hergibt. Alternativ  etwa 20-25 Stück, ohne Öl in der heißen Pfanne angeröstet und gehackt
2 Knoblauchzehen, ebenfalls gehackt
Saft 1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz
Frische oder getrocknete gehackte Kräuter. Toll sind Minze und Petersilie, aber auch alles andere aus deinem Garten geht super.

Gib alles zusammen in ein Weckglas, rühre gut um und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Würzig, leicht scharf und frisch zitronig? Dann ist es genau richtig!
Es hält sich mit einer guten Ölschicht als Deckel eine gute Woche bis zwei und verliert nach einem Tag seine Schärfe. Also keine Angst, falls die Chilis doch etwas scharf geworden sind. Die Zitrone richtet das.

Pimientos de Padron selbst anbauen ist gar nicht so schwer, wie gedacht

Übrigens: Die Purple Jalapenos die zusammen mit meinen Pimientos de Padrón im Blumentopf gewachsen sind und ausdrücklich mit einer feurigen Schärfe ausgezeichnet sind, haben sich auch ganz anders als erwartet entwickelt. Die kleinen lilafarbenen und gefährlich aussehenden roten Schoten sind extrem mild. Vermutlich hat die gemeine Gartenpaprika mehr Pepp.
Ich frage mich also wirklich: Was ist hier schief gelaufen? Liegt es wirklich an meinem grünen Daumen oder was ist da los?!
Falls du also Hobbygärtner mit ausgesprochener Chili-Leidenschaft bist oder sogar Experte(!), klär’ mich bitte auf. Ist die Schärfe meiner Jalapenos einfach in die Pimientos umgezogen oder saß den Mitarbeitern in der Gärtnerei nur der Schalk im Nacken?
Hilf mir dieses Mysterium aufzuklären!


Veganes Linsendahl nach Home in a Bowl

20. August 2016 Kommentieren Ausdrucken?


Wie schmeckt für dich Heimat?
Kann Heimat eigentlich nach etwas schmecken?
Ich denke, ja. Für mich schmeckt Heimat und “Zuhause” nach Bohneneintopf mit großen Kartoffelstückchen, nach grünen Bohnen, die noch so frisch sind, dass sie beim Daraufbeißen quietschen, nach würzigen Röstaromen und nach Bohnenkraut, das frisch aus dem Kräuterbeet kommt. Eben nach Bohneneintopf, wie ihn meine Mutter macht. Das ist für mich das wundervollste Spätsommeressen der Welt und vielleicht begegnet dir hier irgendwann einmal das Rezept dazu. Allerdings nur dann, wenn ich je aufhöre mich zu weigern es zu lernen. Denn dieses Rezept schmeckt für mich nur dann nach Heimat, wenn es meine Mutter kocht.

Vielleicht fällt dir jetzt spontan ebenfalls ein Gericht ein, mit dem du dieses typische Heimatgefühl verbindest. Verrate es mir gerne in den Kommentaren, ich freue mich darauf.


Vielen Menschen geht es übrigens so, dass sie ein bestimmtes Essen mit ihrer Heimat verbinden! Das habe ich zuletzt vor einigen Monaten bei einem Stadtfest hier in der Nähe erlebt.

In Augsburg fand „die lange Nacht der Heimat” statt und im kulturellen Rahmenprogramm des Stadfestes ging es darum, festzuhalten, was Heimat eigentlich wirklich bedeutet. Neben verschieden Straßenkunst-Aufführungen habe ich dort auch die Mädels und Jungs von „Home in a Bowl“ kennengelernt, die dort gegen eine kleine Spende veganes Linsendahl nach afghanischem Originalrezept verkauft haben. Richtig lecker war es, das kann ich dir jetzt schon verraten!
Richtig schön fand ich, dass ich das Rezept dafür gleich auf einer kleinen Postkarte  mitnehmen konnte. Dein Glück, denn so kommst auch du heute in den Genuss von veganem Linsendahl.

Seit diesem Straßenfest vor einigen Monaten steht veganes Linsendahl sehr oft auf meinem Speiseplan und ich habe das Rezept schon vielen meiner Bekannten weitergegeben. Allerdings verwende ich statt gelben Linsen, wie im Rezept auf der Postkarte beschrieben ist, rote Linsen und wandle noch einige Gewürze ab. Übrigens koche gleich immer die doppelte Menge. Denn Linsendahl hält sich einige Tage wunderbar im Kühlschrank und ist so lecker, dass man es auch noch am dritten Tag essen mag. Denn dann ist es erst richtig gut durchgezogen.
Selbst meine Arbeitskolleginnen schauten vor einigen Wochen interessiert in meine Tupperschüssel, als ich es bei unserer Tupperrunde in der Mittagspause dabei hatte. Mein Kollegin K. wartet bereits sehnsüchtig darauf, dass es das Linsendahl endlich auf den Blog schafft. Liebe K. Hier ist es nun!

Veganes Linsendahl

Du brauchst:
3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
3 EL Öl
1/2 Tube Tomatenmark
1 Dose Tomatenstücke
250g rote Linsen
2 TL Salz
3 TL Tandoori Masala BBQ Spice aus dem Asia-Laden + 1 TL Kurkuma ( Alternativ je 2 TL Paprikapulver und Curry)
1 TL Harissa Chili Flocken
1 EL Kokosblütenzucker

Schneide die Zwiebeln und Knoblauchzehen in feine Würfel. Erhitze das Öl in einem Topf und schwitze Knoblauch und Zwiebeln darin an, bis sie glasig sind. Füge nun das Tomatenmark hinzu und brate es mit an. Das gibt einen feinen würzigen Geschmack. Nun kannst du Linsen, Tomaten, Gewürze und 750ml Wasser hinzugeben. Alles muss nun ca. 45min köcheln bis die Linsen weich sind. Ich empfehle dir, hin und wieder umzurühren, damit nichts anhängt. Am Ende solltest du das Linsendahl mit Salz und Chili abschmecken.
Dazu gibt es Reis, Fladenbrot und einige Schwarzkümmelsamen, wenn du magst.


Sicher wunderst du dich, warum ich dir das vegane Linsendahl auf den Fotos heute in der Dose serviere. Keine Sorge, ich habe noch alle Teller (und auch Tassen) im Schrank. Ich finde nur, dass dieses Linsendahl sich so unkompliziert vorbereiten und vorkochen lässt, dass es vollkommen unnötig ist, je wieder eine Dose Ravioli aufzumachen.

Außerdem habe ich mich gefragt, was es zu gutem Essen mit dem Geschmack von Heimat eigentlich braucht.
Nicht viel, war meine innere Antwort. Denn selbst wenn ich erfinderisch sein muss, um meinen Bohneneintopf oder das Linsendahl zu essen, nichts nimmt mir den Geschmack von Heimat weg. Ich kann mir gut vorstellen, dass Pouya, aus Afghanistan, der dieses Rezept vor dort mitgebracht hat, mir da zustimmen würden.

Welches Gericht schmeckt für dich nach Heimat? Ich bin auf deine Antwort gespannt.


Vollkorn-Quiches aka Resteessen

8. August 2016 Kommentieren Ausdrucken?


In meiner Küche passieren manchmal kreative Schnellschüsse. Wie zum Beispiel vor Kurzem.
Da kam ich mit irrsinniger Lust zu kochen nach Hause. Ich hatte Lust auf etwas Neues. Etwas, das so noch nicht auf meinem Speiseplan stand. Und um Himmelswillen durfte es an diesem Abend bitte nicht die Standardpasta mit Soße sein oder gar das gute, alte Abendbrot. An und für sich ist beides ja unglaublich lecker und nicht umsonst ist in meiner Familie seit Jahren der Montagabend der inoffizielle Pasta Tag, aber an diesem Abend wollte ich ausgiebig in der Küche stehen. Am liebsten lange und mit einer Mission. Wenn du dich jetzt fragst, wie groß mein Hunger gewesen sein mag, kann ich dich beruhigen. Es war weniger der Hunger, der mich in die Küche trieb, sondern vielmehr mein Bedürfnis nach Entspannung.
Wusstest du, dass für mich Gemüseschnippeln eines der entspannendsten Dinge ist, die es gibt?
Ich wollte also eigentlich nur Gemüseschnippeln und dabei etwas Ausgefallenes kochen. Eigentlich zwei sehr leichte Dinge, doch das hier wäre keine Küchengeschichte, wenn sie an genau dieser Stelle nicht eine ungeahnte Wendung nehmen würde. Bist du bereit?


Das Dilemma an dieser Stelle erwartete mich auf zweierlei Weise.
Erstens hatte ich zwar wahnsinnig Lust zu kochen, aber keine Ahnung, was. Und zweitens erschien der Gang zum Supermarkt nebenan einfach viel zu weit. Er ist zwar keine fünf Gehminuten entfernt - wirklich nicht die Welt - aber du kennst das ja: Hat man die Jogginghose erst einmal an, verlässt man das Haus nur noch, wenn es brennt. An diesem witzigen Spruch - zugegeben er ist nicht von mir - ist sehr viel Wahres dran, findest du nicht?

Was blieb mir also anderes übrig, als mich mit dem zu begnügen, was der Kühlschrank und die Vorratskammer noch herzugeben hatten?
Viel war es nicht mehr. Aber das empfand ich gar nicht so schlimm. Denn so konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits konnte ich in meiner Jogginghose gemütlich zuhause bleiben und andererseits schaffte ich es mal wieder, die Vorräte im Kühlschrank restlos aufzubrauchen. Und das finde ich enorm wichtig.
Die Debatte um verschwendete Lebensmittel schockiert mich immer wieder und oft genug denke ich mir: Wozu gibt es denn das tolle Wort “Resteessen” und warum machen wir es nicht viel öfter?

Ich warf also einen Blick in den Kühlschrank und fand, wie als ob ich einkaufen gewesen wäre, die Zutaten für diese Vollkorn-Quiches mit Pizzafüllung. So ein Zufall aber auch!


Falls sich in deinem Kühlschrank rein zufällig auch diese Dinge befinden, dann nichts wie los zum fröhlichen Teigkneten und Gemüseschnippeln!

Vollkorn-Quiches aka Resteessen


Zutaten für 12 Mini-Quiches

Für den Teig:
250g Vollkornmehl
150-180ml warmes Wasser
1/2 Päckchen Trockenhefe
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
1/2 TL Zucker

Für die Füllung:
1 Packung Fetakäse
1 Ei
2 Lauchzwiebeln
1 Roter Paprika
1 Becher Schmand
Salz, Pfeffer, Kräuter

Verknete zuerst alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig. Der darf dann erst einmal eine Stunde ruhen, bis du deinen Kühlschrank auf die Vorräte gecheckt hast. Wenn du ein Ei hast und etwas Frischkäse oder Schmand kann nichts mehr schief gehen. Die restliche Füllung stellst du dir zusammen, je nachdem was der Kühlschrank hergibt. Bei mir waren noch Lauchzwiebeln, Paprika, und Feta da. Reicht vollkommen für eine tolle leckere Füllung. Du schneidest also das Gemüse und den Käse in kleine Würfelchen (hier versteckt sich der meditative, entspannende Teil des Kochens) und vermischst alles zusammen mit Salz, Pfeffer und einigen Kräutern, ich habe die griechische Feta-Mischung genommen, dem Ei und Schmand zu einer Füllung. Wenn dein Teig nun ordentlich aufgegangen ist, kannst du ein Muffinblech ausfetten. Jetzt kommt der zweite Teil der Meditation. Du darfst den Teig nun ausrollen, ausstechen und vorsichtig in die Mulden des Muffinblechs setzen. Anschließend nur noch mit Füllung befüllen und dann wandert alles für ca. 30 Minuten bei 180°C in den Ofen.
In der Zwischenzeit hast du Zeit, ein kleines Fotoset aufzubauen… oder eben, um zu lesen.


Zum Beispiel, was ich mir zum Thema Restessen noch so denke. Denn ich finde, so toll Resteessen auch ist, es ist eine heikle Angelegenheit. Denn nur weil der Kühlschrank noch so einiges hergibt, heißt es nicht, dass man auch alles, was darin ist einfach so in einen Topf werfen sollte. Ein wenig Planung muss schon dabei sein.
An dieser Stelle verrate ich dir ein Geheimnis. Denn es ist genau dieses Thema, über das hier regelmäßig der ein oder andere kleinere Küchenstreit ausbricht.
Nur weil Spargel, eine Aubergine und grüne Bohnen da sind, sollte man diese Gemüsesorten nicht zusammen in die Pfanne werfen, etwas Tomatenmark dazugeben und alles als Soße über die Pasta gießen. Resteessen muss doch auch schmecken, Mensch!

Überlege dir also, was genau du aus deinen Zutaten machst. Wie sie zusammen passen und was vielleicht in der Kombination nicht so gut harmonieren könnte. Toll kann man sich bei diesen Überlegungen an regionalen Kochstilen orientieren.
Also ungefähr so:
Ich habe Feta, Tomaten und Oliven - klar, das wird griechisch!
Ich habe Tomaten, Auberginen und Zuccini - Viva Italia!
Hier ist noch eine lasche Ananas, ein paar Bohnen, etwas Blumenkohl und zwei Karotten, die dringend weg müssen? - Willkommen in little China!

Und dann kannst du anfangen, richtig kreativ zu werden und deine eigenen Rezepte zu kreieren. Denn genau das ist es, was Resteessen so spannend macht. Wir alle werden zu Rezeptentwicklern!
Und das Wunderbarste daran? - Du darfst die Jogginghose dabei einfach anbehalten…


Vegane One Pot Pasta - Curry Style

21. Juli 2016 Kommentieren / Ausdrucken?



Wer mich ein bisschen kennt, der weiß dass ich sehr gerne mein eigenes Ding durchziehe. Ich habe eine Meinung, die ich auch vertrete und verteidige. Das war irgendwie schon immer so. Zu meiner Schulzeit bin ich damit sehr oft angeeckt. Man bezeichnete mich gerne als eigenbrödlerisch. Ja, wir wissen alle: Kinder können grausam sein und so war auch meine Schulzeit nicht immer Rosa. Nichtsdestotrotz bin ich erwachsen geworden und füge mich nach wie vor nicht in die breite Masse ein. Viel lieber mache ich mein eigenes Ding, auf meine eigene Art und Weise. Aber hey! - Ich bin jetzt erwachsen, ich darf das! Und wahrscheinlich würdest du hier nicht mitlesen, wenn dir das nicht in irgendeiner Art gefallen würde, oder?

Genau deswegen möchte ich dir heute erzählen, warum ich mich als Blogger sehr oft fehl am Platz fühle unter all den anderen Bloggern. Dazu gibt’s ein tolles One Pot Pasta Gericht, das ironischerweise beim gemeinsamen Kochen mit Isabelle, die auf dem Blog “Übersee Mädchen” schreibt, entstanden ist.

Aber bevor ich erzähle, nimm doch erst mal eine große Portion One Pot Pasta - Curry Style.



One Pot Pasta war ja eine Zeit lang das absolute Trend-Gericht. Warum, das ist mir vollkommen klar! Es mach einfach kaum Arbeit und macht nur einen einzigen Topf schmutzig. Perfekt für alle Faulpelze, die schnell Soulfood brauchen. Auf diversen Kochplattformen werden die verschiedensten Rezepte vorgestellt und ganz vorne dabei ist die mediterrane Variante mit Tomaten, Basilikum und Mozarella. Hoch im Kurs ist auch asiatische One Pot Pasta.

Mir ist das alles zu langweilig. Zusammen mit Isabelle wollte ich etwas kochen, das es so noch nicht gibt. Dabei ist diese One Pot Pasta - Curry Style entstanden, die uns wirklich gut geschmeckt hat:  Würzig, scharf, orientalisch mit dem nötigen Pfiff. Genau nach meinem Geschmack.
Natürlich verrate ich dir auch ein Grundrezept, damit du deine eigene One Pot Pasta kochen kannst. Übrigens kannst du alle Zutaten verwenden, die dir gefallen.
Wichtig ist nur, dass du das richtige Verhältnis zwischen Wasser und Pasta findest. Denn wenn das nicht klappt, wird die Pasta entweder matschig oder bleibt hart. Beides eher suboptimal.
Damit dir das nicht passiert, verrate ich dir hier das Geheimnis einer jeden One Pot Pasta.
Auf 400g Nudeln brauchst du immer 1,5 Liter Flüssigkeit. Die restlichen Zutaten sind Beiwerk und machen den Style deiner Pasta aus. Merke dir also: Pro 100g Pasta musst du 375 ml Wasser einplanen.
Das ist die ganze Magie! Einfach oder?



Hier kommt also unser Rezept für die

Vegane One Pot Pasta - Curry Style

Man nehme für 3 Portionen:
2 Zehen Knoblauch
3 Karotten
1/2 rote Chili
3 Frühlingszwiebeln
1/2 Zitrone in Scheiben
1 Daumengroßes Stück Ingwer
2 rote Spitzpaprika
5 große Tomaten
2 EL Gemüsebrühpulver
2 EL Olivenöl, wenn du magst
Salz, Pfeffer und etwa 3 TL meiner Gewürzmischung für Goldene Milch (klick)
400g Pasta
1,5 Liter heißes Wasser

Das Gemüse solltest du in kleine Stückchen schneiden. Den Knoblauch und Ingwer in Mini-Würfelchen, ebenso wie die Frühlingszwiebeln und die Chili-Schote. Ich empfehle dir, die Kerne zu entfernen, sonst wird es schon arg scharf. Alles zusammen wandert nun in einen großen Topf und darf für etwa 20-25 Minuten fröhlich vor sich hin köcheln bis die Pasta das Wasser aufgenommen hat und weich ist. Zwischendurch umrühren schadet nicht.


Mit einer ordentlichen Portion One Pot Pasta macht es gleich viel mehr Spaß zu erzählen, warum ich mich sehr oft unter anderen Bloggern fehl am Platz fühle, findest du nicht?
In den letzten Jahren hat sich die Welt der Blogger ziemlich gewandelt. Was früher ein reines Hobby war, bei dem man sich richtig kreativ austoben konnte, sei es nun im Food-, Lifestyle- oder Beauty-Bereich, ist das Bloggen sogar zum Beruf geworden. Auch ich verdiene mein Geld mittlerweile als Social Media and Content Managerin. Quasi als Berufsbloggerin, allerdings nicht selbstständig, wie so viele andere, sondern in Festanstellung.

Was ich aber viel mehr bemerke, gerade wenn ich mir die Kommunikation in den verschiedenen Blogger-Gruppen auf Facebook angucke ist Folgendes:

Viele Blogger sind arrogant geworden. Wenn ich mir manchmal die Diskussionen bezüglich der Kooperationen ansehe greife ich mir an den Kopf und schäme mich. Ich schäme mich dafür, dass ich mich selbst als Blogger bezeichnen muss. Ich fühle mich Fehl am Platz in der breiten Masse der Blogger. Denn wenn es heißt “Lasst euch nicht ausnehmen”, “Keine Kooperation ohne Geld” oder “Unter einem vierstelligen Betrag fange ich nicht einmal an zu bloggen” kommt mir persönlich ein wenig die Galle hoch und ich frage mich wirklich, wann ist Bloggen, das einfach einmal Spaß gemacht hat, das Freundschaften und tolle E-Mail Kontakte hat entstehen lassen, zu einer so geldgeilen Sache geworden?




Ich finde es traurig, sehr traurig. Traurig, dass man sich nicht einmal mehr freuen kann über all die netten Kooperationsanfragen, die immer wieder da sind (Ich winke hier mal schnell zu Verena von Erben Wein, Tim von Lindt, Beata von LovleyPlanner, Kirsten und Juliana von nu3 und Jörg von meincupcake.de rüber). Über die, die nicht für den Blogbeitrag “bezahlen” sondern einfach einmal ein nettes Produktpäkchen verschicken, die durch ihre nette Art und ihre wundervollen Produkte überzeugen. Warum wird so etwas nicht als Wertschätzung begriffen? Als Wertschätzung für tolle Texte, Fotografie oder Engagement?

Stattdessen wird gelästert über Kooperationsanfragen, die klar betonen: “Sorry, für eine redaktionelle Bezahlung haben wir kein Budget.” Sogar Journalisten werden runtergebuttert oder dreist nach einer Bezahlung gefragt, obwohl sie einfach nach Interviewpartnern für einen interessanten Zeitungsartikel Ausschau halten. Merkst du wie absurd das ist? Wo käme der Journalismus hin, wenn Interviewpartner nun auch noch bezahlt würden? Grenzt das dann nicht schon an Bestechung?
Viele Blogger sollten einfach begreifen, dass sie eben keine Redakteure im klassischen Sinne sind, die für jeden Beitrag bezahlt werden.
Vergesst eines nicht: Als Redakteur oder Journalist muss man eine Ausbildung machen! Und die ist meist mit vielen eigenen Kosten und Mühen verbunden. Nur weil man zwei ordentliche Sätze ins Internet posten kann, heißt das nicht, dass man von aller Welt dafür Geld verlangen kann.



Als Social Media Manager sitze ich neben meinem privaten “Hobby”, dem Bloggen, nämlich auch auf der anderen Seite. Ich stehe als Firmenvertreter im E-Mail Kontakt mit Bloggern, bekomme Anfragen und schüttle so oft den Kopf über das, was mir dort als Blog verkauft wird. Da strotzt es von Rechtschreibfehlern, fehlenden Impressen und Produkttestblogs, die ein schlechtes Foto neben dem anderen präsentieren und wahrlich keinen Mehrwert, weder für Firmen noch für Leser, bieten. Leider sind das aber genau die Blogs, die am lautesten nach “Bezahlung” schreien. Und das finde ich, sogar als Privatperson mit einem etwas anderem Hobby, schon sehr dreist.

Deswegen sage ich: Liebe Blogger, kommt runter von eurem hohen Ross! 

Leistet gute und qualitative Arbeit! Seid mit Leidenschaft dabei und erfreut euch an eurem wunderbaren, kreativen und nie langweiligem Hobby - und dann kommen die ernst gemeinten Kooperationsanfragen von ganz alleine und vielleicht ist auch einmal ein kleines Taschengeld mit drin. Denn wir sollten eins nicht vergessen: Für jedes andere “Hobby” investieren wir meistens Geld. Denkt nur an den Sportverein, das Fitnessstudio, die Sucht nach Büchern, die Kino-Karte, den Gitarrenunterricht und all das. In Hobbies steckt man normalerweise Geld hinein, eben weil man mit Leidenschaft dabei ist und für eine Sache brennt. Ich habe noch nie jemanden im Sportverein getroffen, der nach einem halben Jahr gesagt hat: “So, ich kann jetzt einigermaßen Volleyball spielen. Jetzt möchte ich dafür Geld.” Meistens war es genau anders herum. Weil man gut ist und weil man mit Feuer für eine Sache brennt, bekommt man die Chance, sein Hobby zum Beruf zu machen und selbst das geht meistens sehr schleppend.
Denk mal darüber nach!

Ich hoffe inständig, dass ich hiermit eine schöne Diskussion anreiße. Denn die ist meiner Meinung nach längst überfällig.
Vielleicht mache ich mich auch unsympathisch, aber ganz ehrlich? Das ist es mir Wert und wäre für mich nichts Neues.

Der schöne Traum von Yoga - Asana what?!

11. Juli 2016 Kommentieren Ausdrucken?


Woran denkst du, wenn du an Yoga denkst?
Wenn du in etwa so tickst wie ich, dann bist du höchstwahrscheinlich total fasziniert davon, aber von regelmäßigen Yoga-Einheiten in deinem Leben bist du meilenweit entfernt. Du folgst vielleicht sogar einigen tollen Yoga Accounts auf Instagram, hast eine kostenlose Yoga App auf dem Handy installiert und genießt es auch, hin und wieder ein 30 minütiges Anfängerprogramm mitzumachen. Anschließend bist du höchst motiviert und möchtest das viel öfter machen, aber das Tollste daran waren für dich die 5 Minuten Meditation am Ende. Wobei dich dabei das ständige Om bei der Meditation mehr genervt als entspannt hat. Du empfindest Mantras und lautes vor sich hin Gemurmel eher befremdlich. Dadurch macht sich irgendwie ein wenig Fremdscham breit.
Wenn das so auch bei dir ist, dann sage ich: „Willkommen in meiner Welt”.

Obwohl ich von Yoga an sich unglaublich fasziniert bin und weiß, dass einige gezielte Übungen meinem Rücken sicher gut tun würden, weil ich viel zu viel sitze, fällt es mir unglaublich schwer Yoga das abzugewinnen, was alle Yogis als essentiell erachten. Ich spreche hier explizit vom Thema "Energiefluss" und dem "Eins-mit-der-Umwelt-Sein".

Siehst du, wie ich skeptisch mit den Augen rolle? Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich kein sehr spiritueller Mensch bin. Ich glaube an keine höhere Macht und auch nicht an Energieflüsse oder sonst etwas in dieser Art. Entsprechend stößt dieser Yoga Ansatz bei mir auf Granit. Trotz alledem fasziniert es mich immer wieder, wie sehr Menschen darin aufgehen können und so probiere ich mich häufig durch verschiedene Apps, DVDS und Videos.

Zuletzt bin ich beim Asana Index 2 hängen geblieben. Das Projekt dazu erschien mir schlüssig. Alle Übungen, die so genannten Asanas, werden darin erstmal gezielt erklärt. Die beste Voraussetzug also, bevor man sich überhaupt an vollständige Yoga-Programme wagen sollte. Ein etwas anderer Ansatz, der für mich neu und spannend zugleich war. Ich mag es, Dingen auf den Grund zu gehen und sie erstmal zu verstehen, bevor ich sie umsetze. An dieser Stelle kommt mein analytisches Denken zum Vorschein.



Leider war auch dieser eher analytische Yoga Ansatz des Asana Index 2 nichts für mich. Die Idee hinter dem Projekt fand ich wirklich spannend. Leider scheine ich für diese Yoga DVD nicht die richtige Zielgruppe zu sein. Für alle, die sehr tief mit der Yoga-Materie verbunden sind und es gerne schlicht mögen, mag der Asana 2 Index die perfekte Ergänzung sein, um noch tiefer in die Yoga Welt einzutauchen. Ein angehender Yoga-Lehrer und auch Yoga-Profis werden damit wahrscheinlich ihre Erfüllung finden. Für mich, als neugierigen Einsteiger, der mal einen anderen Blickwinkel auf die "Sache mit dem Yoga" haben möchte eher nicht. Schade eigentlich.

Wenn du also, wie ich, eher ein Yoga-Fan bist, der Yoga zum Ausspannen macht und um seinem Rücken etwas Gutes zu tun, also ein Yoga-Fan, für den es weniger um „Energiefluss” und "Eins-mit-der-Umwelt-Sein" geht, dann empfehle ich dir persönlich die kostenlose App „Down Dog”. Die findest du sicher schnell im Play Store. Darin gibt es tolle Musik im Hintergrund und auch die Anleitungen sind ohne langwierige Mantras. Fachbegriffe und indische Bezeichnungen, die man sich sowieso nicht merken kann, geschweige den aussprechen, sind hier nur am Rande erwähnt und spielen so gut wie keine Rolle. Also genau das, was man als faszinierter Yoga-Fan haben möchte, ohne viel Nachzudenken.



Gerne möchte ich Dir aber noch eine meiner liebsten Übungen vorstellen, die ich neben dem Sonnengruß, den ich vor einigen Jahren einmal gelernt habe, gerne habe.
Die „stehende Flankenstreckung” ist eine absolute Anfängerpose, die jeder schafft und die auch in jedem Yoga-Program mindestens einmal vorkommt. Selbst ich habe es geschafft sie für die Fotos, die du hier siehst, lange genug zu halten. Und das, obwohl meine letzte Sporteinheit schon wieder etwas her ist. Lass dich einfach von meinen Fotos inspirieren.

Viel falsch machen kann man nicht. Die Flankenstreckung dient vor allem dazu, sich einmal richtig auszustrecken, die Wirbel zu entlasten und sich selbst ein wenig in die Höhe zu ziehen. Und damit meine ich auch das eigene Selbstbewusstsein. Es handelt sich um eine sehr kraftvolle Pose, die durch die anschließende Seitwärtsbewegung auch noch schön den Rücken dehnt.
Perfekt, nach einem langen Tag im Sitzen. Denn sind wir mal ehrlich, am Schreibtisch kauern wir ja meistens mehr, als uns wirklich aufrecht zu halten. Zumindest ist das bei mir so. Und ich bemühe mich durchaus um eine gesunde Sitzhaltung. Übrigens siehst du auf den Fotos noch eine andere Pose. Und zwar den „herabschauenden Hund”. Diese Pose mag ich sehr gerne. Das liegt aber eher am lustigen Namen.





Die Faszination Yoga bleibt. Ich liebe meine Thai-Yogi-Hose, die ich von meinem Backpacking Urlaub mitgebracht habe und auch meine Lieblingsaccounts auf Instagram werde ich weiter verfolgen und fasziniert jedem Handstand zujubeln. Vielleicht versuche ich mich auch wieder einmal an einem Kopfstand und der ein oder anderen DVD. Der Asana Index wird es wohl eher nicht. Falls du aber möchtest. Hier geht’s zum Amazon-Link*. (*Affiliate)

Dieser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade „Blogge deine Asana” entstanden. Ich sage „Danke” für die Organisation, liebe Tanja. Vilas und Lalla, die mit sehr viel Herzblut das Projekt "Asana Index" ins Leben gerufen haben, wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit den restlichen vier DVDs.
 
http://lallaundvilasyoga.de/

Sommercocktails mit Kick

4. Juli 2016 Kommentieren / Ausdrucken?



Die Inspiration nimmt manchmal seltsame Wege. Ich könnte jetzt mit Pinterest anfangen und mich damit in zahlreiche andere Blogposts einreihen, die ihre Inspiration daher nehmen - oder, ich erzähle dir eben welche Wege die Inspiration bei mir nimmt. Die kommt nämlich durch Druck. Jetzt fragst du dich sicher: “Moment, Druck?! Habe ich das richtig gelesen?! Ich dachte doch aber, dass Kreativität und Inspiration nur möglich sind, wenn man entspannt ist.”

Ich bleibe dabei und sage: Druck ist der Schlüssel für Kreativität und zwangsläufig auch für Inspiration. Ich erzähle dir auch gleich warum. Nehmen wir einmal als Beispiel diesen Artikel. Heute soll es um Sommercocktails gehen. Eine leckere Sommererfrischung im Glas. Auf den ersten Blick recht gewöhnlich. Auf den zweiten Blick kommt der versteckte Kick dazu. Aber das erfährst du spätestens bei der Zutatenliste des Rezepts.
Auf die Idee für diese Sommercocktails bin ich gleich auf zweierlei Weise gekommen. Vielmehr bin ich dahin gestoßen worden. Aber lies selbst.


Vielleicht weißt du ja schon, dass ich das Geld für leckere Sommercocktails als firmeneigener Blogger in der Hochzeitsbranche verdiene (Interessiert dich das mehr? Dann lass es mich gerne in einem Kommentar wissen). Ich mache also den lieben langen Tag nichts anderes, als kreative Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu vermarkten.(- ok, ein bisschen mehr ist es dann doch...) Spannend oder? Aber so ganz und gar nicht “entspannend”. Denn der Druck, sich jeden Tag etwas Neues einfallen zu lassen, ist immer da. Zum Glück gibt es kaum Tage, an denen mir nicht irgendeine tolle Idee einfällt, die ich dann zusammen im Team umsetzen kann. Diese Ideen entstehen, so hart das klingen mag, unter Druck, weil genau das eben mein Job ist. Genau dafür werde ich bezahlt. Versagen und sagen: “Upps.. Mir fällt aber gar nix ein”, das geht nicht. Zumindest nicht für meinen persönlichen Anspruch. Wer jetzt denkt, ich würde deswegen 24/7 total unter Strom stehen, mir keine Pausen gönnen und mich total von meinem Job geißeln lassen, der irrt sich. Und das gewaltig. Ich habe ganz im Gegenteil ziemlich viel Spaß daran, denn diesen Druck empfinde ich als sehr gut. Er fordert mich, fördert mich und liefert mir stetig neue Ideen. Er lässt mein Hirn und meine Kreativität dauerhaft auf Hochtouren laufen. Und so hast du diese erfrischenden Sommercocktails unter anderem auch meinem Job zu verdanken. Denn die Idee dazu kam eigentlich während eines Brainstormings im Bürostuhl. Eigentlich wollte ich für den Hochzeitsblog ein Sommercocktail-Special machen, bis mir auffiel: Während der Arbeitszeit Alkohol trinken? Das ist sicher lustig, aber nicht unbedingt produktiv. Also habe ich die Idee schnell in eine andere Richtung geschoben und mixe lieber zuhause vor mich hin. Großer Vorteil: Ich kann das Auto getrost stehen lassen. Mein Kollege ist jetzt zwar ein bisschen traurig, denn er hätte doch so gerne… O-Ton: “Und… Aber… aber… aber… Cocktails… und wenn ich bitte, bitte sage?” Aber nix da.


Auch die zweite Inspiration für diesen Beitrag kam durch etwas Druck. Vor einiger Zeit stand ich ein weiteres Mal mit Tim vom Lindt-Team in E-Mail-Kontakt. Im Winter hat er mir schon einmal ein unauschlagbares, ich betone – un-aus-schlag-bares, Schokoladenangebot gemacht, aus dem am Ende der Beitrag zu Santas Marzipanlikör entstanden ist. Tim bot mir also ein weiteres Mal Schokolade an. Nämlich die neuen Sommerschokoladen von Lindt*. Ich möchte bitte einmal eine Frau kennen lernen, die bei Schokolade ernsthaft “Nein”-sagen kann. Ich kann es nicht und werde regelmäßig bei solchen Angeboten schwach (Teufelszeug!). Also sagte ich zu und baute mir dadurch selbst etwas Druck auf. Eine Kooperation zusagen und nicht halten, das kommt für mich nicht in Frage. Manchmal dauert es zwar etwas länger bis der Beitrag den Weg auf den Blog schafft, aber er kommt.

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Ich könnte dir jetzt noch erzählen, dass die Fotos hierzu ebenfalls unter Druck entstanden sind. Willst du das hören? Nein? - Mir egal. Ich erzähle es dir trotzdem. Du kannst ja bis zum Rezept scrollen, aber ich verspreche dir, du wirst etwas verpassen. ;)

Ich liebe den Monat Mai. Warum? Na: Im Mai, da hat man viel frei! Stolze drei Wochen lang hieß es für uns nur vier oder sogar nur drei Tage arbeiten. Das hieß aber auch, vier Tage ohne kreativen Druck verbringen. Vier Tage in denen ich mich hätte entweder entscheiden können, mein Hirn abzuschalten, mit der Gefahr mindestens eine Woche lang keine kreative Idee mehr entwickeln zu können oder eben im Flow zu bleiben. Ich entschied mich für Letzteres und setzte in den vier freien Tagen, vier Fotosets um. Eines davon siehst du hier und glaub mir, ich hatte beim Fotografieren unglaublich viel Spaß. Und das nicht nur, weil das Auto in der Garage bleiben durfte, sondern weil ich einfach total im Workflow abgetaucht bin und so soviel Spaß bei der Arbeit hatte.
Du siehst, Kreativität entsteht durch Druck. Kreativität entsteht, weil man eben kreativ sein muss. Und das ist auch verdammt gut so. Ohne diese einfache Tatsache könnten Designer nicht designen und Texter nicht texten.


Aber nach jeder Arbeit braucht man auch eine Pause.
Und weil du dich jetzt schwer durch meinen Text gearbeitet hast, schlage ich vor, du lässt dich jetzt von exotischen Sommercocktails und exotischen Sommerschokoladen verführen. Glaub mir die Kombination ist göttlich und ich sage an dieser Stelle mal ganz schnell: Danke, Tim! Danke, liebes Lindt-Team*! Danke für den leckeren Schokodruck, den süßen Genuss und die Möglichkeit im Flow zu bleiben. Zum Verbacken sind diese Sommerschokoladen übrigens viel zu schade. Ich plädiere für pur Essen und Cocktail dazu Schlürfen. Und zwar diese zwei Sorten hier:

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Mango-Maracuja Prosecco mit Ingwer-Kick

Der kreative Name verrät es bereits. Für diesen Sommercocktail brauchst du Prosecco und Mango-Maracuja-Saft zu gleichen Teilen. Dazu gibt’s frisch geriebenen Ingwer, - je nachdem wie viel Kick du brauchst, mehr oder eben weniger. Für den richtigen Farbklecks und den Spaß im Glas habe ich mit Minze und Blaubeeren garniert. Schaut nicht nur klasse aus, ist auch verdammt lecker zum Naschen zwischendurch. Noch besser klappt das Naschen mit der passenden Sommerschokolade von Lindt*. Und zwar die Sorte Creation Mango-Maracuja*.

Mango und Maracuja sind nicht so dein Fall? Du liebst rote Cocktails (Ich persönlich gehe dabei ja total nach der Farbe im Glas)? Dann ist der hier vielleicht genau richtig für dich.

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Rosato Prosecco mit Thymian

Dafür brauchst du 1 Teil Ramazotti Rosato und 2 Teile Prosecco. Dazu einige Thymianzweige und Blaubeeren als Garnitur. Wenn du die Blätter vorher etwas knickst und reibst, geben sie ätherische Öle ab, die deinem Cocktail einen schönen kräutrigen Kick verleihen. Das unterstützt die tollen Aromen im Rosato.
Ok. Wir haben einen roten Cocktail. Was fehlt? - Klar! Rote Schokolade! Also zumindest die Füllung sollte rot sein. So wie bei der Lindt Creation Acai*.

Und weil man es beim Thema Schokolade eh schon schwer genug hat, hat Lindt alle exotischen Sorten in eine Pralinenschachtel* gepackt. Traumhaft! So kann man nicht nur alle Cocktails durchprobieren, sondern auch alle Schokoladensorten.
Aber spätestens wenn man alle durchgekostet hat, sollte man das Auto definitiv stehen lassen. Nur so als Tipp…

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Achja, und weil man als Blogger ja immer auch Verantwortung trägt, hier die obligatorische Ermahnung:
Don’t drink and drive - Kenn dein Limit - Übertreibe nicht mit Alkohol. Was vergessen? ;)
Ich hoffe du bist alt genug für Alkohl und den respektvollen Umgang damit. Falls nicht, muss ich dir ganz andere böse Geschichten erzählen und das willst du sicher nicht, oder doch?



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Linsennudeln Cacio e Pepe

13. Juni 2016 1 Kommentar Ausdrucken?



Vor kurzem waren Bekannte von mir in Rom. Ein kleiner, aber feiner Urlaub war es wohl. So zumindest haben sie ihn mir beschrieben. Beim gemeinsamen Bilder gucken einige Tage später erzählten sie mir unter anderem von einem römischen Nationalgericht, das mich seither nicht mehr los lässt. Eine ganz einfache, leckere Pasta, die mit nur wenigen Zutaten auskommt. Pasta Cacio e Pepe - Pasta mit Parmesan und Pfeffer.
Alles was einfach ist und lecker schmeckt, wandert bei mir ja gedanklich sofort auf die "Das-koche-ich-nach-Liste". So auch diese Pasta.

Viel zu lange ist mein letzter Urlaub jetzt her und von italienischen Nächten auf römischen Piazzas träume ich ja schon seit Jahren. Wahrscheinlich ist Rom weitaus weniger romantisch, als ich es mir in meinem Kopf vorstelle...
Gedanklich setze ich mich zuhause in einen Nachtzug und fahre nach einer aufregenden, holprigen Nacht, in der ich Rotwein trinkend dem Charme von Franco verfalle, am nächsten Morgen in den Bahnhof von Rom ein. Dort erwartet mich "un caffè" und ein "gelato", bevor ich mich voller Vorfreude in die Innenstadt aufmache. Ich entdecke malerische kleine Gassen, lasse mich vom italienischen "Dolce farniente" treiben und genieße spät am Abend, mit schmerzenden Füßen und einem Herz voll Glück, Pizza und Pasta Cacio e Pepe. 


In der Realität sieht meine Reise wohl weitaus weniger spannend aus. Ich stelle mir die Realität in etwa so vor:
Meine Reise beginnt fluchend. Vermutlich, weil mein Zug zum Flughafen wieder einmal Verspätung hat und ich nur mit Ach und Krach das Flugzeug erwische. Ich bin durchgeschwitzt, genervt und sitze zu allem Übel auch noch eingepfercht zwischen Klaus und Brigitte, die seit 25 Jahren immer in das gleiche Hotel an der Adria fliegen und mir unbedingt bis ins kleinste Detail jede Sehenswürdigkeit Roms beschreiben. Vorfreude? Neugierde? Fehlanzeige!
Am Flughafen in Rom kostet mich "un caffè" schlappe acht Euro und an Eis mag ich bei diesen Preisen nicht einmal mehr denken. Vermutlich möchte ich bereits jetzt schon wieder auf der Stelle nach Hause. Ich winke Pizza und Pasta Cacio e Pepe gedanklich hinterher und denke mir:
Das romantische Rom gefällt mir wesentlich besser und hoffentlich liegt meine Romreise, die ich sicher noch irgendwann in meinem Leben machen werde, irgendwo genau dazwischen.

Solange bleibe ich lieber in meiner Gedankenwelt. Da gefällt mir Rom mit Franco und Cacio e Pepe nämlich ziemlich gut. Ich blicke aus dem Fenster, es regnet wieder einmal Bindfäden und dieser Sommer erinnert mich eher an die Regenzeit in Bangkok als an heiße Sommernächte in Rom. Egal! "Pasta Cacio e Pepe" wird das schon richten und mit einem Teller heißer Nudeln lässt es sich weitaus besser träumen. Ich setze also Nudelwasser auf und stelle mit Erschrecken fest:
„Die Nudeln sind weg!” Enttäuscht will ich das Nudelwassser kurzer Hand in Teewasser verwandeln, denn Tee geht ja bekanntlich immer, und die Nummer des Lieferservices wählen, als mir die kleine nu3 Insider Box* wieder einfällt, die mir Juliana und Kirsten vor einiger Zeit zugeschickt haben. „Waren da nicht auch Nudeln mit drin?”, frage ich mich. Und ich liege richtig. Knall-Orange leuchten mir die Linsenudeln von Govinda* entgegen. Hm... ob das schmeckt? Ich bin noch skeptisch, als ich die ersten Spirelli ins Wasser gebe.
3 Minuten Kochzeit steht auf der Packung. Zeit genug, um Dir das Rezept zu verraten.

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Pasta Cacio e Pepe mit Linsennudeln


Man koche so viele Nudeln wie man mag, gebe einige Flöckchen Butter über die heißen, gekochten Nudeln, füge ein wenig Nudelwasser hinzu und reibe eine riesige Portion Parmesan über die Pasta. Jetzt nur noch genügend Pfeffer darüber streuen - damit bitte auf keinen Fall sparen! Wer es etwas cremiger mag, darf gerne noch ein Löffelchen Schmand hinzugeben und gut verrühren. Das ist dann aber nicht mehr typisch römisch. Schmeckt jedoch himmlisch.

Soweit die Theorie. In der Praxis erweist sich dieses Rezept als eher schwierig. Zumindest mit Linsennudeln. Auf meinem Teller sieht es aus, als ob Asterix und Obelix einmal quer durch Rom gezogen sind. Das muss ich leider beim Anblick meiner Pasta äußerst erschreckt feststellen. Schade, aber Rühren vertragen die Linsennudeln nunmal gar nicht.


„Matsch” soweit das Auge reicht! Was wäre ich für ein langweiliger Foodblogger, wenn ich Dir so etwas nicht auch einmal zeigen würde. Deswegen gibt es heute auf allen Fotos die ungeschönte Wahrheit.
Ich zeige Dir eine undefinierbare, jedoch sehr leckere Linsennudel-Cacio-e-Pepe Masse. Nicht einmal die dekorativen Blätter Rucola können noch vom Teller-Desaster ablenken. Meinst du es hilft, wenn ich dir sage, dass der sogar aus dem heimischen Garten kommt? Nein, auch nicht? Ein Versuch war es dennoch wert!
Und auch wenn Du mich jetzt vielleicht vorwurfsvoll anblickst und mir sagst, dass das Auge doch bitteschön mit isst und was mir denn einfällt, so etwas zu zeigen, zwinkere ich Dir schlichtweg zu und sage: „Geschmacklich waren die Linsennudeln Cacio e Pepe einfach nur fabelhaft und beim Träumen hatte ich eh die Augen zu. Das machst Du vielleicht besser auch!”

Oder Du nimmst eben Hartweizen-Pasta und probierst die Goodels von Govinda* einmal mit selbstgemachtem Pesto aus. Da sind sie nämlich super und behalten auch noch ihre Form. Das kannst Du gerne auf Instagram bewundern.


An dieser Stelle gilt mein Dank dem Team rund um Juliana und Kirsten von nu3*, die mich immer wieder mit tollen Sachen überraschen. Herzlichen Dank dafür!

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Homemade Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel

26. Mai 2016 Kommentieren Ausdrucken?

… oder warum diese verflucht, leckere Schokocreme doch besser dauerhaft in deiner eigenen Küche hergestellt werden sollte.

Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel


Ich erzähle dir jetzt eine Geschichte über Ideen und Freunde und warum Freunde einen immer wieder zu verrückten Ideen anstacheln. Zumindest wenn es genauso kreative Freigeister sind wie man selbst oder in dem Fall eben ich.

Alles fing mit einer E-Mail an. Wie so oft. Diesmal erreichte mich eine internationale Nachricht. Sie kam aus Israel. Spannend dachte ich. Der Inhalt. Tee! Also im Prinzip stand sicher noch mehr in der E-Mail, aber das war alles, was bei mir hängen blieb. Bei gutem Tee setzt mein Gehirn schon mal ein klein wenig aus. Es kam also nur an, ich solle außergewöhnlichen Tee aus Israel probieren. Als ich dann das Packaging auf den ersten Fotos sah, wusste ich, das kann ich dir nicht vorenthalten. Du musst Cérémonie Tea* aus Israel zumindest kennenlernen, um selbst zu entscheiden, was du davon hältst. Also sagte ich zu und wenige Wochen später bekam ich Post. Allerdings kein Päckchen voll leckerem Tee, sondern vom Zoll. - Huch. Sowas hatte ich übrigens noch nie! Wieder einmal eine Premiere. Wenige Tage später, der Zoll hatte den Tee als “ungefährlich” deklariert, konnte ich die erste Tasse aufbrühen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Tee liebe? Ich trinke tagtäglich in etwa 1-2 Liter der verschiedensten Tee Sorten und kann tatsächlich übellaunig werden, wenn ich meine große Tasse Tee nicht bekomme. Ich denke nun hast du in etwa eine Vorstellung davon, welche Rolle Tee in meinem Leben spielt.

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Zitat Schokolade und Ceremonie Tea


Mit außergewöhnlichem Tee stelle ich dann auch gerne etwas Außergewöhnliches an. Und bei Tee aus Israel, mit dieser wirklich exklusiven Verpackung, hatte ich doch dezente Skrupel, meine riesige Tasse auszupacken und einfach so, ohne Sinn und Verstand, eine Teepyramide nach der anderen wegzubechern. Also habe ich mir etwas überlegt.
Eine wirklich fiese, leckere, kleine Schweinerei, die all deine Bikini-Vorhaben für dieses Jahr ein für alle Mal zunichte machen wird.

Warum ich das mit einer solchen Gewissheit sagen kann? Ich habe es getestet. An … ok sagen wir “mit” einer Freundin. Als die mir einige Tage, nachdem ich ihr ein kleines Weck-Gläschen voll geschenkt hatte, eröffnete: “Du… Claudi, bei meinem Glas sieht man den Boden…”, wusste ich Bescheid. Es funktioniert! Ich habe dann erstmal ganz unschuldig gefragt: “Wie hat’s denn auf dem Brot geschmeckt?”
Die Reaktion: Unbezahlbar!
“Wie? Mit Brot?! - Ich habe die Schokocreme mit dem Löffel gegessen!”
Ich persönlich habe ja Crêpes dazu gemacht, aber jeder wie er meint! ;)

Löffel mit Schokocreme und Blaubeeren


Fazit aus der Geschichte: Egal, ob du diese leckere Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel nun aufs Brot schmierst oder es lieber wie L. aus dem Gläschen löffelst, du wirst höchstwahrscheinlich nur schwer davon wegkommen. Also sei dir bitte bewusst, was du hier nachkochst und ob du das wirklich willst.

Auf deine eigene Gefahr hin verrate ich dir nun das Rezept, bevor ich dir erzähle, was wir Freigeister noch für wilde Ideen im Schokorausch entwickelt haben.

Schokocreme mit Earl Grey und Lavendel

Rezept für 3 Gläschen
1 Esslöffel loser Earl Grey Tee oder zwei Tee-Pyramiden
1 Esslöffel Lavendelblüten
60ml kochendes Wasser

300g Zartbitterschokolade
2 Esslöffel Vanilleextrakt
1 Tasse Sahne
1 gute Prise Fleur de Sel


Den Tee zusammen mit den Lavendelblüten mit dem kochenden Wasser aufgießen und 5 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen. Dabei den Tee und die Blüten gut ausdrücken. Den noch heißen Tee nun zur kleingehackten Schokolade geben und gut verrühren bis die Schokolade zu schmelzen beginnt. Die Sahne aufkochen lassen und sofort zur Schokomischung geben. Solange rühren bis alles geschmolzen ist und keine Klümpchen übrig sind. Dann in etwa 9g Fleur de Sel hinzufügen und die Mischung in 3 Gläschen abfüllen und auskühlen lassen. Mindestens zwei Stunden kühlen.


Crepes mit Schokolade und Tee


Ich hoffe, du hast nun ein Gläschen Schokocreme mit Earl Greay und Lavendel vor dir stehen und bist schon ein wenig ins Schoko-Koma gefallen. Denn dann kannst du unserer verrückten Idee vielleicht ein wenig besser folgen.

Relativ regelmäßg, etwa einmal in der Woche treffe ich mich mit meinen Freunden zum gemeinsamen Kochen und Essen. Das ist ziemlich schön, denn so können wir den Kontakt zueinander relativ gut halten, obwohl wir alle in unsere Jobs eingespannt sind und nicht so viel Zeit haben.

An solchen Abenden kommen dann eben auch mal, zusammen mit dem Essen, fixe Ideen auf den Tisch. Vor zwei Wochen war es diese hier:

Wir alle sind davon überzeugt, dass jeder Mensch in den Genuss dieser tollen Schokocreme kommen sollte. Das Rezept zu veröffentlichen, wäre nur ein Anfang, aber noch lange nicht genug. Also haben wir einen Abend lang gerechnet, überlegt und geträumt wie wir die Schokocreme unter die Menschen bekommen könnten. Schlussendlich sind wird dann doch leider übereingekommen, dass allein die Haltbarkeit der Schokocreme uns ordentlich Probleme beim Vertrieb machen würde. Denn länger als 2-3 Wochen würde ich sie nicht im Kühlschrank aufheben.
Zumindest wenn wir davon ausgehen, dass in dieser Zeit überhaupt noch etwas davon da ist… aber das ist wieder eine andere Sache. Tests diesbezüglich stehen noch aus.
Aber auch allein die Deklaration und Abnahme durch die verschiedenen Lebensmittelbehörden wären wohl viel zu aufwendig und zu teuer. Also bleibt es dabei, dass du diese verflucht, leckere Schokocreme auch auf Dauer zuhause selbst herstellen musst. Sorry. ;)
Vermutlich wird diese Tatsache eine Freunde nicht davon abhalten können, im nächsten Futterkoma, wieder Ideen in mein kleines Köpfchen zu pflanzen. Sollen sie ruhig...

So lecker. Schokocreme mit Tee und Lavendel


Vielen Dank an dieser Stelle an Caroline von Cérémonie Tea* für das wundervolle Päckchen voller Tee und Genuss. Schon alleine wegen des Packagings kann ich Euren Tee uneingeschränkt weiterempfehlen. Geschmacklich hat er mich ebenso überzeugt. Daumen  hoch für die Idee euren Tee auch in Deutschland zu verbreiten. Ich finde das super und unterstütze in diesem Fall sehr gerne. 

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