Cake Pops Amarena Kirsch - Ein Traum von Hüftgold

6. April 2016 / Ausdrucken?


Es gibt Tage, an denen scheinbar nichts so richtig klappen will. Am ersten denkst du dir selbst noch: “Och ja, lief nicht so ganz rund”, aber spätestens wenn sich diese Tage häufen beginnst du dich zu fragen, ob es vielleicht an dir selbst liegt. Ob du vielleicht zu viel forderst, von dir. Von den Anderen. Diese Erkenntnis ist besonders hart, wenn man wie ich gerne Dinge kontrolliert und plant. Wenn man einfach schlecht loslassen kann oder nur ungern Sachen aus der Hand gibt.
 Aber auch ich Kontrollfreak merke, wenn sich diese Tage häufen. Und stelle fest, dass irgendwas hier ganz schön schief läuft. Wenn es erst einmal soweit ist, dann weiß ich: Ich sollte, - nein ich muss sogar - umdenken. Loslassen. Und das klappt am besten mit einem Tapetenwechsel.

Gut ist es, wenn man Freunde hat, die einem einen solchen Tapetenwechsel nicht nur ermöglichen, sondern ihn zu einem Highlight machen. Einem Highlight, das sich mehr wie eine Woche Urlaub anfühlt als „nur” ein Wochenende 200km von zuhause. Solche Freunde sind selten und man muss sie hüten wie einen Schatz. Manchmal gelingt es mir das gut zu zeigen, manchmal weniger. Aber das hat etwas mit meiner Art zu tun und das ist eine ganz andere Geschichte. Keine Sorge, auch die bekommst Du bald zu lesen. Denn sicher ist Dir schon aufgefallen, dass es hier etwas persönlicher zu gehen soll. Etwas tiefgründiger als sonst. Mit den letzten Beiträgen habe ich Dir schon gezeigt, in welche Richtung es gehen soll und dahin geht es weiter.
Deswegen hat es auch etwas gedauert, bis dieser Beitrag nun endlich seine Worte gefunden hat.
Aber ich schweife ab. Ich habe angefangen Dir von einem Wochenende des Tapetenwechsels zu erzählen. Ein Wochenende, an dem ich in den Genuss von zahlreichen kulinarischen Genüssen kam. Allen voran: Cake Pops von Sweet Cakes Amberg!



Und genau die waren es, die auch nach einem schier bis zur Unendlichkeit gefüllten Magen nach dem Dinner im Tasty Leaf in Nürnberg, trotzdem noch sein mussten. Jeder Bissen davon war es Wert. Zum Glück war Teilen angesagt. Am meisten begeistert haben mich die Amarena-Kirsch Cake Pops. Deswegen darfst Du heute auch ein Rezept dafür mitnehmen. Denn ich habe versucht an die Großartigkeit der Amarena-Kirsch-Cake Pops aus Amberg heranzukommen. Und auch wenn ich jetzt einfach einmal behaupte, dass mir das definitiv gelungen ist, würde ich um nichts in der Welt mit der Cake Pop Lady tauschen wollen. Denn, dass so kleine Dinger so viel Arbeit machen können, wer hätte das gedacht?!

Also Hut ab an jeden der professionell Amarena-Kirsch-Cake Pops macht. Ich mache das freiwillig nur für wirklich gute Freunde. Du weißt schon, die richtig Guten. Willst Du deine richtig guten Freunde auch mit Amarena-Kirsch-Cake Pops begeistern, dann lass Dir gesagt sein, es macht Mühe! Viel Mühe! Nicht, dass ich mir am Ende anhören darf, ich hätte Dich nicht gewarnt. Hier nun also das Rezept.


Amarena-Kirsch-Cake Pops

Etwa. 20-25 Stück je nachdem wie groß Du sie formst.

Als erstes brauchst Du natürlich einen Kuchen, den Du später dann ordentlich zerkrümelst, mit einem Frosting vermengst und zu Kugeln formst, die Du wiederum mit Schokolade bzw. Kuvertüre überziehst. Bis hierin ist das Prinzip von Cake Pops klar, nehme ich an. Dann starte ich nun mit dem Rezept.
Ich habe zwei kleine Kuchen gebacken und einen davon eingefroren. Wer weiß, vielleicht überkommt es mich ja nochmal spontan. Momentan liegt er aber seit gut zwei Monaten im Gefrierschrank. Uuups.

Als Basis für die Amarena-Kirsch-Cake Pops habe ich zwei kleine Espresso-Schokoladen-Kuchen gebacken. Dafür brauchst Du:

200ml Espresso
250g Butter
80g Kakao zum Backen
350g Zucker + eine Prise Salz
1Tl Vanilleextrakt(den stelle ich gerne selbst aus ausgekratzten Vanilleschoten und Wodka her)
150ml Milch
1EL Zitronensaft
290g Mehl
1Tl Natron
1 1/2 Tl Backpulver

Fette zwei Springformen mit 18cm Durchmesser aus und heize deinen Ofen auf 170°C Ober-Unterhitze vor.
Erwärme nun den Espresso zusammen mit der Butter in einem Topf bis sie schmilzt. Füge Kakao und Zucker hinzu und warte, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Stelle die Masse zum abkühlen beiseite. Währenddessen kannst Du schon einmal Eier, Vanilleextrakt, Milch und Zitronensaft in einer Schüssel schaumig schlagen, bevor Du die leicht abgekühlte Masse langsam hinzufügst und zum Schluss noch Mehl, Natron und Backpulver esslöffelweise dazu gibst. Jetzt verteilst Du nur noch den Teig auf die zwei Springformen und bäckst beide Kuchen ca. 50min lang. Vergiss nicht die Stäbchenprobe zu machen.

Natürlich kannst Du den wundervollen Espresso-Schokokuchen auch so essen. Müssen ja keine Cake Pops draus werden und ich gebe ehrlich zu: Ich hatte kurz überlegt einfach Kuchen statt Amarena-Kirsch-Cake Pops zu servieren. Aber Du weißt ja wie das ist, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat und der Kontrollfreak in einem durch kommt.
Also schnell weiter zum zweiten Schritt.




Du brauchst:
Ca. 70g weiche Butter
Ca. 100g Frischkäse
1 Glas Amarena-Kirschen
Etwa 50g Amarena-Kirsch Sirup aus dem Glas
150-200g Kuvertüre
1EL Kokosfett

Lass die beiden Kuchen ordentlich auskühlen. Einen davon frierst Du am besten gleich ein, oder willst Du Dir das wirklich antun?
Den anderen Kuchen darfst Du jetzt genüsslich in einer Schüssel zerkrümeln. Vermutlich hat mir das am meisten Spaß gemacht.
Dazu gibst Du nun die weiche Butter, den Frischkäse und den Amarena-Kirsch-Sirup aus dem Glas. Jetzt gut vermengen bis eine formbare Masse entsteht. Daraus kannst Du nun Kugeln in der Größe deiner Wahl formen. In jede Kugel versteckst Du eine Amarena-Kirsche.

Ich empfehle Dir: Mach die Cake Pops nicht zu groß, da sie sonst leicht vom Stiel kippen. - Tipp 2: Mit feuchten Händen geht es besser!

Während die Cake-Pop Rohlinge nun erst einmal 20minuten in den Kühlschrank oder Gefrierschrank dürfen, kannst Du schon einmal die Kuvertüre zusammen mit dem Kokosfett schmelzen. Warum Kokosfett, fragst Du dich? Dadurch wird die Kuvertüre flüssiger und lässt sich gleichmäßiger verarbeiten. Kleiner Trick!

Die 20 Minuten sind um? Die Kuvertüre geschmolzen: Tauche nun einen Cake Pop Stiel in die Schokolade und stich ihn anschließend in den Amarena-Kirsch-Cake Pop. So hält der Cake Pop mit Sicherheit auf dem Stiel. Danach geht's nochmal für 20 Minuten in den Gefrierschrank. Niemand hat gesagt, dass Cake Pops in 5 Minuten gemacht werden!

Erst anschließend kannst Du deine Amarena-Kirsch-Cake Pops sicher und ohne Abstürze mit Kuvertüre überziehen, verzieren und entweder im Cake Pop Ständer oder auf Backpapier trocknen lassen.

Glaub mir die Mühe ist es Wert. Die kleinen Dinger sind wirklich mehr als lecker und hinterlassen diesen Wow-Effekt bei deinen „richtig guten Freunden.”



Amarena-Kirsch Cake Pops sind nichts für geduldige Menschen. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen mich an dieses Küchenexperiment zu wagen, denn Geduld, nun ja, ist nicht gerade eine meiner größten Stärken. Allerdings geht es ja im Leben recht gerne um Selbstoptimierung und so übe ich mich dennoch manchmal am Umgang mit meinen Schwächen. Für mich sind Cake Pops entsprechend eine Therapiemaßnahme.
Und für dich?

Ich bin gespannt auf deine Amarena-Kirsch Cake Pop Geschichte! Und vielleicht gibst Du mir auch Bescheid, wenn Du nachkochst. So wie meine Kollegin Teresa letztens. Da war ich wirklich stolz wie Bolle, als sie zum Mittagessen meine Egg Salad Sandwiches dabei hatte.

Ich freue mich, von Dir zu hören!

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