Veganes Linsendahl nach Home in a Bowl

20. August 2016 Ausdrucken?


Wie schmeckt für dich Heimat?
Kann Heimat eigentlich nach etwas schmecken?
Ich denke, ja. Für mich schmeckt Heimat und “Zuhause” nach Bohneneintopf mit großen Kartoffelstückchen, nach grünen Bohnen, die noch so frisch sind, dass sie beim Daraufbeißen quietschen, nach würzigen Röstaromen und nach Bohnenkraut, das frisch aus dem Kräuterbeet kommt. Eben nach Bohneneintopf, wie ihn meine Mutter macht. Das ist für mich das wundervollste Spätsommeressen der Welt und vielleicht begegnet dir hier irgendwann einmal das Rezept dazu. Allerdings nur dann, wenn ich je aufhöre mich zu weigern es zu lernen. Denn dieses Rezept schmeckt für mich nur dann nach Heimat, wenn es meine Mutter kocht.

Vielleicht fällt dir jetzt spontan ebenfalls ein Gericht ein, mit dem du dieses typische Heimatgefühl verbindest. Verrate es mir gerne in den Kommentaren, ich freue mich darauf.


Vielen Menschen geht es übrigens so, dass sie ein bestimmtes Essen mit ihrer Heimat verbinden! Das habe ich zuletzt vor einigen Monaten bei einem Stadtfest hier in der Nähe erlebt.

In Augsburg fand „die lange Nacht der Heimat” statt und im kulturellen Rahmenprogramm des Stadfestes ging es darum, festzuhalten, was Heimat eigentlich wirklich bedeutet. Neben verschieden Straßenkunst-Aufführungen habe ich dort auch die Mädels und Jungs von „Home in a Bowl“ kennengelernt, die dort gegen eine kleine Spende veganes Linsendahl nach afghanischem Originalrezept verkauft haben. Richtig lecker war es, das kann ich dir jetzt schon verraten!
Richtig schön fand ich, dass ich das Rezept dafür gleich auf einer kleinen Postkarte  mitnehmen konnte. Dein Glück, denn so kommst auch du heute in den Genuss von veganem Linsendahl.

Seit diesem Straßenfest vor einigen Monaten steht veganes Linsendahl sehr oft auf meinem Speiseplan und ich habe das Rezept schon vielen meiner Bekannten weitergegeben. Allerdings verwende ich statt gelben Linsen, wie im Rezept auf der Postkarte beschrieben ist, rote Linsen und wandle noch einige Gewürze ab. Übrigens koche gleich immer die doppelte Menge. Denn Linsendahl hält sich einige Tage wunderbar im Kühlschrank und ist so lecker, dass man es auch noch am dritten Tag essen mag. Denn dann ist es erst richtig gut durchgezogen.
Selbst meine Arbeitskolleginnen schauten vor einigen Wochen interessiert in meine Tupperschüssel, als ich es bei unserer Tupperrunde in der Mittagspause dabei hatte. Mein Kollegin K. wartet bereits sehnsüchtig darauf, dass es das Linsendahl endlich auf den Blog schafft. Liebe K. Hier ist es nun!

Veganes Linsendahl

Du brauchst:
3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
3 EL Öl
1/2 Tube Tomatenmark
1 Dose Tomatenstücke
250g rote Linsen
2 TL Salz
3 TL Tandoori Masala BBQ Spice aus dem Asia-Laden + 1 TL Kurkuma ( Alternativ je 2 TL Paprikapulver und Curry)
1 TL Harissa Chili Flocken
1 EL Kokosblütenzucker

Schneide die Zwiebeln und Knoblauchzehen in feine Würfel. Erhitze das Öl in einem Topf und schwitze Knoblauch und Zwiebeln darin an, bis sie glasig sind. Füge nun das Tomatenmark hinzu und brate es mit an. Das gibt einen feinen würzigen Geschmack. Nun kannst du Linsen, Tomaten, Gewürze und 750ml Wasser hinzugeben. Alles muss nun ca. 45min köcheln bis die Linsen weich sind. Ich empfehle dir, hin und wieder umzurühren, damit nichts anhängt. Am Ende solltest du das Linsendahl mit Salz und Chili abschmecken.
Dazu gibt es Reis, Fladenbrot und einige Schwarzkümmelsamen, wenn du magst.


Sicher wunderst du dich, warum ich dir das vegane Linsendahl auf den Fotos heute in der Dose serviere. Keine Sorge, ich habe noch alle Teller (und auch Tassen) im Schrank. Ich finde nur, dass dieses Linsendahl sich so unkompliziert vorbereiten und vorkochen lässt, dass es vollkommen unnötig ist, je wieder eine Dose Ravioli aufzumachen.

Außerdem habe ich mich gefragt, was es zu gutem Essen mit dem Geschmack von Heimat eigentlich braucht.
Nicht viel, war meine innere Antwort. Denn selbst wenn ich erfinderisch sein muss, um meinen Bohneneintopf oder das Linsendahl zu essen, nichts nimmt mir den Geschmack von Heimat weg. Ich kann mir gut vorstellen, dass Pouya, aus Afghanistan, der dieses Rezept vor dort mitgebracht hat, mir da zustimmen würden.

Welches Gericht schmeckt für dich nach Heimat? Ich bin auf deine Antwort gespannt.



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